- Die Oberkiefer von Gnorimus nobilis sind scharf zugespitzt, leicht nach innen gebogen und besitzen einen an der Basis deutlich gerieften Mahlzahn.
- Die Innenlade der Unterkiefer ist ungeteilt und stumpf zugespitzt, während die Außenlade länglich, hornig und ringsum behaart ist.
- Das Endglied des Kiefertasters zeigt eine längliche Form und verjüngt sich zur Spitze hin.
- Der Kopfschild ist leicht quer gewölbt, am Vorderrand breit ausgerandet und an den Seitenrändern kurz hinter der Fühlereinlenkung ebenfalls ausgerandet.
- Die Seiten des Hinterleibs sowie das Pygidium sind goldgrün gefärbt und weisen meist größere weiße Flecken auf.
- Der Halsschild ist hinter der Mitte am breitesten und verengt sich nach vorn auf fast Kopfbreite, wobei er nicht so eng an die Flügelbasis anschließt wie bei den Rosenkäfern im engeren Sinn.
- Auf der Mitte des Halsschildes befindet sich ein erkennbarer Längseindruck.
- Die Flügeldecken besitzen keine Punktstreifen, sind stattdessen zerstreut runzelig punktiert und zeigen höchstens angedeutete Längsrippen.
- Bezüglich der Zeichnung auf den Flügeldecken kommen häufig zwei seitliche rundliche Flecke sowie dazwischen in Nähen der Naht ein kommaförmiger Fleck vor, wobei die Anzahl der Flecke variieren kann.
- Die Flügeldecken sind hinter der Hälfte am breitesten, etwa so lang wie gemeinsam breit, hinten einzeln verrundet und lassen den stark gewölbten Analschild unbedeckt.
- Der Absturz des Pygidiums weist symmetrisch zur Längsachse zwei flache Höcker auf, die bei Weibchen stärker und bei Männchen kaum merkbar ausgeprägt sind.
- Das Schildchen ist breiter als lang und hinten abgerundet.
- Die Vorderschienen sind zum Graben spezialisiert und tragen am Außenrand zwei spitze Zähne sowie am Innenrand einen Dorn.
- Der erste Außenzahn der Vorderschiene sitzt am Ende des Außenrandes und der zweite etwa auf der Höhe von zwei Dritteln der Schienenlänge.
- Der Dorn auf der Innenseite der Vorderschiene befindet sich am Schienenende wenig über dem gegenüberliegenden Außenzahn.1
Grüner Edelscharrkäfer Gnorimus nobilis
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Käfer (Coleoptera)
- Familie
- Scarabaeidae
- Gattung
- Gnorimus
Überblick
Einleitung
Der Grüne Edelscharrkäfer (Gnorimus nobilis) ist ein Blatthornkäfer aus der Familie Scarabaeidae und der Unterfamilie der Rosenkäfer (Cetoniinae). Die Art besiedelt als Bewohner lichter Laubwälder und sonniger Waldränder das süd- und mitteleuropäische sowie das südliche Nordeuropagebiet. Aufgrund seiner goldgrünen Oberseite mit weißlichen Flecken wird der Käfer leicht mit kleineren Vertretern der Rosenkäfer verwechselt.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Grüner Edelscharrkäfer Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Grüne Edelscharrkäfer (Gnorimus nobilis) ist ein gedrungener, schwach gewölbter Käfer mit einer Körperlänge von 15-18 mm. Die Oberseite zeigt eine Grundfarbe von metallisch grün mit variablem Blaustich bis hin zu dunkel kupferbraun, während die Unterseite hell kupfrig bis schwarz gefärbt ist. Der dicht punktierte, prognathe Kopf trägt zehngliedrige Fühler, die in einer dreigliedrigen Keule aus blätterartig verlängerten Gliedern enden. Seine rundlichen Augen sind auf der Vorderhälfte durch einen schmalen stegförmigen Fortsatz des Außenskeletts geteilt. Der sehr fein punktierte Halsschild ist hinter der Mitte am breitesten und besitzt auf der Mitte einen erkennbaren Längseindruck 1; sein Seitenrand ist im Gegensatz zum Veränderlichen Edelscharrkäfer (Gnorimus variabilis) einfach abgerundet. Die Flügeldecken sind zerstreut runzelig punktiert ohne Punktstreifen, lassen den stark gewölbten Analschild (Pygidium) unbedeckt und tragen häufig weiße, rundliche oder kommaförmige Flecke. Der Absturz des Pygidiums weist zwei flache Höcker auf, die beim Weibchen stärker als beim Männchen ausgeprägt sind. Die Vorderschienen tragen zum Graben zwei spitze Außenzähne und einen Innendorn. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich zudem an den Mittelschienen, die beim Männchen stark und fast abknickend nach außen gebogen sind, während sie beim Weibchen gerade verlaufen. Die Larven entsprechen dem typischen Engerling-Typ und entwickeln sich im Mulm von Baumhöhlen. An den Puppen sind die Extremitäten bereits frei. Zur genauen Abgrenzung dient neben der grünmetallischen Färbung vor allem der bei Gnorimus variabilis s-förmig geschwungene Halsschild-Seitenrand.1
Porträt
Beschreibung
Der Grüne Edelscharrkäfer (Gnorimus nobilis) repräsentiert als auffälliger Vertreter der Blatthornkäfer eine ökologisch eng an strukturreiche Altholzbestände gebundene Insektenart. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre metallisch goldgrüne bis kupferbraune Oberseite auf, die mit variabel angeordneten, weißlichen Tomentflecken besetzt ist. Während im Freiland die Verwechslung mit kleineren Rosenkäfern wie Cetonia aurata naheliegt, offenbart sich die Zugehörigkeit zu einer anderen Unterfamilie beim Abflug, da Gnorimus nobilis im Gegensatz zu den Cetoniinae die Hinterflügel nicht unter den geschlossenen Deckflügeln durchschiebt. Anatomisch besitzt der Käfer einen gedrungenen, schwach gewölbten Körperbau mit einer Länge von 15-18 mm. Ein mikroskopisches Erkennungsmerkmal des Kopfes ist das in zwei Hälften geteilte, rundliche Auge, welches durch einen schmalen stegförmigen Fortsatz des Außenskeletts separiert wird. Der Halsschild unterscheidet sich von nah verwandten Rosenkäfern durch seine Form, da er sich nach vorn verengt und seitlich einfach abgerundet ist, während der ähnliche Gnorimus variabilis einen schwach s-förmig geschwungenen Halsschildrand aufweist. Letztere Art lässt sich zudem durch ihre schwarzen statt grünmetallischen Flügeldecken sicher abgrenzen. Zu den funktionellen Anpassungen des Exoskeletts zählen die grabend spezialisierten Vorderschienen mit zwei Außenzähnen sowie spezifische Modifikationen der Mittelschienen, die beim Männchen stark gebogen sind, um das Weibchen während der Paarung zu umschließen. Auch das Pygidium zeigt einen Sexualdimorphismus, da der Absturz des Analschildes beim Weibchen zwei stärkere, beim Männchen kaum merkbare flache Höcker aufweist. Die Larvalentwicklung verläuft über den Typ der Engerlinge im Mulm alter Laubbäume wie Eichen, Weiden, Buchen oder Obstbäumen, wo sich die Larven an der Grenzschicht zwischen gesundem und faulem Holz ernähren. Diese langlebige Entwicklung nimmt in kühleren Regionen wie Lettland zwei Jahre in Anspruch. Die adulten Käfer sind tagaktive Pollenfresser, die in Mitteleuropa von Mai bis Juli vor allem an Blüten von Sträuchern und Kräutern wie dem Echten Mädesüß an sonnigen Waldrändern und in lichten Laubwäldern anzutreffen sind. Belastbare quantitative Daten zu populationsbiologischen Parametern außerhalb dieser bekannten Habitatstrukturen fehlen jedoch weitgehend.1
Systematik
Name & Einordnung
Der Grüner Edelscharrkäfer (Gnorimus nobilis) gehört zur Unterfamilie der Rosenkäfer innerhalb der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Die Gattung Gnorimus ist in Europa mit drei Arten vertreten, wobei die Nominatform von zwei Unterarten ergänzt wird. Der Gattungsname Gnorimus leitet sich vom altgriechischen Wort gnōrimos ab, was übersetzt ‚berühmt‘ bedeutet. Das Artepithet nobilis stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚edel‘. Im deutschen Sprachraum ist die Art geläufig als Grüner Edelscharrkäfer bekannt. In Mitteleuropa kommt als nah verwandte Art zudem der seltener mögliche Veränderliche Edelscharrkäfer vor. Belastbare historische Details zur Erstbeschreibung oder vollständige Synonymlisten fehlen in den verfügbaren Daten. Daher beschränkt sich die taxonomische Einordnung auf die gegenwärtig gültige Zuordnung zur Familie der Scarabaeidae.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Lebenszyklus von Gnorimus nobilis ist eng an die Habitatbedingungen alter Laubmischwälder gebunden und erstreckt sich über mehrere Jahre. Die Imagines fliegen in Mitteleuropa von Mai bis Juli in niederen Gebirgslagen und halten sich überwiegend auf Blüten auf. Dabei ernähren sich die adulten Käfer polyphag von Blütenpollen, wobei sie unter anderem Holunder, Schneeball, Rosen, Spiersträucher, Berberis sowie das Echte Mädesüß frequentieren. Bei ungünstiger Witterung wie Wind, Regen oder Gewitter verbleiben die Tiere auf den Blüten. Die Fortpflanzungsbiologie und das Paarungsverhalten sind durch morphologische Besonderheiten der Männchen unterstützt; so sind deren Mittelschienen stark und fast abknickend nach außen gebogen, um das Weibchen bei der Paarung zu umfassen. Nach der Kopula erfolgt die Eiablage in den Mulm von Baumhöhlen. Als Brutbäume dienen vor allem Laubbäume wie Buchen, Weiden, Obstbäume, Eichen, Linden und Eschen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die als typische Engerlinge ausgebildet sind.1 Die Larven ernähren sich polyphag im Mulm von Baumhöhlen.12 Ihre Nahrungsquelle ist dabei spezifisch die Grenzschicht vom gesunden zum bereits verfaulten Holz. Die Larvalentwicklung erstreckt sich über einen längeren Zeitraum, wobei in Lettland eine Entwicklungsdauer von zwei Jahren festgestellt wurde, während ansonsten meist zwei bis drei Jahre angegeben werden.1 Als Überwinterungsstadium ist für Gnorimus nobilis die Larve belegt.2 Nach Abschluss der Larvenzeit verpuppen sich die Tiere in den Baumhöhlen, wobei die Puppe freie Extremitäten aufweist. Belastbare quantitative Daten zu Mortalitätsfaktoren, natürlichen Feinden wie Parasitoiden oder Prädatoren sowie zu physiologischen Parametern wie exakten Temperatur-Optima fehlen in der aktuellen Datenlage weitgehend.1 Die Generationsdauer ist durch die mehrjährige Larvalentwicklung als langlebig einzuordnen.2 Die Tiere verbleiben im Adultstadium in unmittelbarer Nähe des Waldes.1
Lebensweise
Verhalten
Die Imagines von Gnorimus nobilis zeigen ein tagaktives Verhalten und sind in Mitteleuropa von Mai bis Juli vor allem auf Blüten zu finden, wo sie Pollen fressen. Dabei nutzen die Käfer als Lebensraum lichte Laubwälder, sonniger Waldränder sowie warme und trockene Hänge. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen wie Wind, Regen und Gewitter verlassen die Tiere die Blüten nicht und verbleiben geschützt. Die Fortbewegung umfasst neben dem Blütenbesuch auch den aktiven Flug, wobei die Tiere beim Wegfliegen im Gegensatz zu echten Rosenkäfern ihre Deckflügel öffnen. Das Auftauchen der adulten Käfer ist in bestimmten Regionen eng an die Blütezeit spezifischer Pflanzen wie des Echten Mädesüß gekoppelt. Die Entwicklung der Larven findet im Mulm von Baumhöhlen alter Laubbäume wie Buchen, Weiden, Eichen, Linden, Eschen oder Obstbäumen statt. Dort frisst die Larve an der Grenzschicht vom gesunden zum bereits verfaulten Holz. Die Lebensweise der Tiere ist stark an die unmittelbare Nähe von Waldstrukturen gebunden, da sie sich meist in deren Nahbereich aufhalten.1
Lebensweise
Ökologie
Gnorimus nobilis ist ein Bewohner lichter Laubwälder und sonniger Waldränder, der warme und trockene Hänge bevorzugt. Die Art besiedelt primär ursprüngliche Laubmischwälder mit einem hohen Bestand an alten Bäumen und Totholz. Als Brutbäume dienen vor allem Eichen, Linden, Eschen, Weiden sowie Obstbäume. In diesen Bäumen entwickelt sich die Larve im Mulm von Baumhöhlen. Dort frisst sie an der Grenzschicht vom gesunden zum bereits verfaulten Holz. Die Entwicklung der Larve dauert in der Regel zwei bis drei Jahre, wobei in Lettland eine Dauer von zwei Jahren festgestellt wurde. Die adulten Käfer sind tagaktiv und in Mitteleuropa von Mai bis Juli zu finden. Sie ernähren sich polyphag als Pollenfresser von den Blüten verschiedener Sträucher und Kräuter wie Holunder, Schneeball, Rosen, Spiersträuchern und Berberitzen. In Lettland wurden zudem Pflanzen im Schatten sowie eine starke Bindung an die Blüte des Echten Mädesüß beobachtet. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen wie Wind, Regen und Gewitter verlassen die Tiere die Blüten nicht. Die adulterten Käfer verbleiben stets in unmittelbarer Nähe des Waldes.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Der Grüne Edelscharrkäfer (Gnorimus nobilis) ist in Süd- und Mitteleuropa verbreitet und besiedelt dort vorwiegend temperierte Regionen. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich nach Norden hin bis in das südliche Nordeuropa. Die nördlichsten bekannten Nachweise der Art stammen aus dem lettischen Nationalpark Slītere. Darüber hinaus ist die Unterart Gnorimus nobilis macedonicus endemisch auf Nordmazedonien beschränkt. In Deutschland gilt die Art als gefährdet und wird auf der Roten Liste geführt. Auch in regionalen Verzeichnissen wie der Roten Liste von Sachsen-Anhalt ist der Käfer in die Gefährdungskategorie 3 eingestuft. In Großbritannien ist die Art als stark gefährdet (Kategorie 2) erfasst, wobei sich dort sämtliche historischen Funde auf traditionell betriebene Obstgärten konzentrieren. Als typischer Lebensraum fungieren lichte Laubwälder und sonniger Waldränder, wobei die Art warme und trockene Hänge bevorzugt. Die Entwicklung der Larven ist an den Mulm alter Laubbäume wie Buchen, Weiden, Eichen, Linden, Eschen sowie Obstbäume gebunden. Daher ist Gnorimus nobilis bevorzugt in ursprünglichen Laubmischwäldern mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz anzutreffen. Die Imagines verbleiben in der Regel in unmittelbarer Nähe dieser Waldgebiete und nutzen angrenzende Offenländereien oder Waldwiesen als Blütenhabitate. In Lettland wurde zudem eine starke Bindung an feuchtere Wiesenbiotope mit Vorkommen des Echt-Mädesüß als Hauptnahrungsquelle der Käfer dokumentiert. Vertikal ist die Art in Mitteleuropa vor allem in niederen Gebirgslagen anzutreffen.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Die Imagines von Gnorimus nobilis treten in Mitteleuropa während der Sommermonate von Mai bis Juli auf und sind überwiegend tagaktiv. Ihr Auftreten ist eng an das Blütezeitfenster bestimmter Futterpflanzen wie dem Echt-Mädesüß gekoppelt. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen wie Wind, Regen oder Gewitter verharren die Käfer stationär auf den Blüten und stellen ihre Aktivitäten ein. Die larval Entwicklung vollzieht sich im Mulm alter Laubbäume über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren, in bestimmten Regionen wie Lettland wurde sie präzise auf zwei Jahre beziffert.1 Die Überwinterung erfolgt im Larvalstadium innerhalb des Substrats der Brutbäume.2 Ergänzende Auswertungen des öffentlichen Informationsinteresses verzeichnen jährliche Peaks im Mai, was mit dem Erscheinen der adulten Käfer korreliert.3
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Grüne Edelscharrkäfer (Gnorimus nobilis) ist weder als Schädling noch als Lästling einzustufen, sondern stellt als Blütenbesucher und Totholzbewohner eine ökologisch bedeutsame Art dar. Ein Schadpotenzial an lebenden Pflanzen oder Nutzpflanzen existiert nicht, da sich die Imagines von Pollen ernähren und die Entwicklung der Larven im Mulm alter Bäume erfolgt.1 Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergien oder Vektoreigenschaften sind für die Art nicht bekannt. Befallsanzeichen im Sinne eines Haus- oder Vorratsschädlings treten folglich nicht auf. Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen sind daher weder erforderlich noch angezeigt, zumal die Art in vielen Regionen als gefährdet gilt und unter Schutz steht. In Deutschland sowie in Sachsen-Anhalt wird Gnorimus nobilis in den Roten Listen als gefährdet geführt. In Lettland und Großbritannien ist die Art sogar als vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet eingestuft. Zu den empfohlenen Schutzmaßnahmen zählen der Erhalt alter Laubmischwälder, der Schutz traditioneller Obstgärten sowie eine angepasste Wiesennutzung zur Sicherung von Futterpflanzen wie dem Echten Mädesüß. Belastbare Daten zu chemischen oder physikalischen Bekämpfungsmaßnahmen existieren nicht, da die Art konsequent zu schützen und nicht zu bekämpfen ist.1
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden durch Gnorimus nobilis fehlen in der Fachliteratur gänzlich. Die Art tritt weder als Forst- noch als Lagerschädling in Erscheinung, weshalb keine wirtschaftliche Relevanz als Schadorganismus gegeben ist. Positive wirtschaftliche Aspekte beschränken sich auf eine potenzielle Funktion als Blütenbestäuber durch adulte Tiere. Wirtschaftliche Aufwendungen für Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht dokumentiert, da die Art stattdessen Gegenstand von Naturschutzbemühungen ist.1
Nachweise
Quellen & Referenzen
- de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Edelscharrk%C3%A4fer
- gbif.org/species/1081186
- Internationale Suchindex-Analyse für *Gnorimus nobilis* (DE)