Der adulte Käfer erreicht eine Körperlänge von 14 bis 20 Millimetern und besitzt einen robusten, ovalen Körperbau. Die Grundfärbung variiert von gelblich-braun bis rötlich-braun, wobei das Halsschild (Pronotum) meist dunkler gefärbt ist als die rötlich-braunen Flügeldecken. Der Kopf ist oft zweifarbig mit einem gelblich-braunen Clypeus und einer dunkleren Kapsel, während die neungliedrigen Antennen in einer dreiblättrigen Keule enden. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich an diesen Fühlerkeulen, deren Lamellen bei den Männchen deutlich länger und ausgeprägter sind als bei den Weibchen. Die Flügeldecken weisen parallele Seiten sowie feine Längsfurchen auf und sind auf der Scheibe mit spärlichen Borsten besetzt. Charakteristisch ist, dass die Elytren das Abdomen nicht vollständig bedecken, wodurch das Pygidium sichtbar bleibt, welches mit sehr langen, abstehenden Borsten versehen ist. Die Unterseite des Thorax, insbesondere Meso- und Metasternum, ist dicht mit langen, hellen und haarartigen Borsten bedeckt. Im Gegensatz zum größeren Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) besitzt Amphimallon solstitiale ein abgerundetes Hinterleibsende anstelle eines spitz ausgezogenen Pygidiums.1 Die als Engerlinge bekannten Larven sind cremeweiß, C-förmig gekrümmt und erreichen im ausgewachsenen Stadium eine Länge von bis zu 30 Millimetern. Sie verfügen über eine sklerotisierte, hellbraune bis braune Kopfkapsel mit kräftigen Mandibeln sowie drei Paar brustständige Beine. Zur taxonomischen Bestimmung dient das Rastermuster aus kurzen Dornen und Borsten am letzten Abdominalsegment. Die Puppe ist exarat, wobei die Gliedmaßen frei vom Körper abstehen, und entwickelt sich in einer Erdhöhle.3 Die ovalen, weiß glänzenden Eier sind etwa 2 bis 3 Millimeter lang und werden im Boden abgelegt.1