Die adulten Käfer zeichnen sich durch einen robusten, meist ovalen oder abgerundeten Körperbau aus, wobei die Größe je nach Art stark variiert, von etwa 2 mm bei kleinen Aphodius-Arten bis zu über 100 mm beim Goliathkäfer (Goliathus goliathus).1 Ein entscheidendes Bestimmungsmerkmal sind die lamellierten Antennen, deren Endkeule aus drei bis sieben plättchenartigen Segmenten besteht, die fächerartig gespreizt oder zusammengefaltet werden können.2 Der Kopf ist typischerweise nach unten geneigt und besitzt oft lamellenförmige, nach vorne gerichtete Mandibeln, die an die jeweilige Ernährungsweise angepasst sind.3 Die kräftigen Beine sind häufig verdickt oder gezähnt, insbesondere an den Vorderschienen, was als Anpassung an grabende oder kletternde Lebensweisen dient.1 Viele Arten weisen eine metallische oder irisierende Färbung auf, die durch strukturelle Eigenschaften des Exoskeletts entsteht, wie etwa das leuchtende Grün des Cotinis nitida.2 Das Pygidium, das letzte Rückensegment des Abdomens, liegt häufig frei und wird nicht vollständig von den Flügeldecken verdeckt, wobei es meist quer ausgerichtet ist.3 Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus findet sich vor allem in der Unterfamilie Dynastinae, bei der Männchen oft imposante Kopf- oder Thoraxhörner ausbilden, die den Weibchen fehlen.2 Die Larven, allgemein als Engerlinge bekannt, ruhen in einer charakteristischen C-Form und besitzen ein cremeweißes Abdomen sowie eine verhärtete, braune Kopfkapsel. Sie verfügen über drei gut entwickelte Beinpaare am Thorax, unterscheiden sich jedoch von anderen Scarabaeoidea-Larven durch das Fehlen von Urogomphi. Zur taxonomischen Bestimmung der Larven dient das Raster, ein Muster aus Borsten und Dornen an der ventralen Analplatte; so zeigen Melolonthinae oft einen Y-förmigen Analschlitz, während dieser bei Scarabaeinae quer verläuft.3 Während der Entwicklung über drei Larvenstadien wachsen die Engerlinge beträchtlich, wobei späte Stadien je nach Art Längen von über 50 mm erreichen können. Die Eier sind in der Regel perlenartig, weiß oder transluzent und messen im Durchmesser etwa 1 bis 2 mm.1