| Regelmäßig kontrollieren |
Die ersten Kolonien sitzen an Triebspitzen, Knospen und Blattunterseiten. Klebrige Blätter, viele Ameisen und weiße Häutungsreste verraten sie. |
Immer – ab dem Austrieb, in der Wachstumszeit zweimal pro Woche |
Kräftige Pflanzen vertragen einzelne Kolonien. Erst handeln, wenn sich die Läuse ausbreiten und keine Fressfeinde zu sehen sind. |
| Abstreifen und abspritzen |
Läuse werden mit den Fingern abgestreift oder mit einem kräftigen Wasserstrahl von der Pflanze gespült. |
Leichter Befall an robusten Pflanzen, Rosen, Kübel- und Zimmerpflanzen |
Junge Triebe vorsichtig behandeln. Nach einigen Tagen wiederholen, weil schnell neue Läuse nachkommen. |
| Befallene Triebe abschneiden |
Die Kolonie wird mit dem Pflanzenteil entfernt. |
Wenn die Läuse auf wenige Triebspitzen oder eingerollte Blätter begrenzt sind |
Abgeschnittenes in den Hausmüll geben, nicht auf dem Beet liegen lassen. |
| Nützlinge im Garten arbeiten lassen |
Marienkäfer und ihre Larven, Florfliegen-, Schwebfliegen- und Gallmückenlarven sowie Schlupfwespen fressen oder parasitieren Blattläuse. |
Garten und Balkon, vor allem ab Frühsommer |
Nützlinge kommen mit etwas Verzögerung nach den Läusen. Aufgeblähte, hellbraune Läuse („Mumien“) sind parasitiert – stehen lassen. Keine Breitband-Insektizide verwenden. |
| Florfliegenlarven ausbringen |
Die Larven laufen die Pflanzen ab und saugen Blattläuse aus; eine Larve frisst während ihrer Entwicklung mehrere hundert. |
Zimmer, Wintergarten, Gewächshaus; auf dem Balkon von März bis September, wenn es tagsüber mindestens 15 °C warm ist |
Abends oder früh morgens direkt auf die Pflanzen geben. Ameisen vorher fernhalten. Nicht gleichzeitig spritzen. Je nach Befall nach 2 bis 3 Wochen wiederholen. |
| Kaliseife (Kontaktmittel) |
Kaliseife wirkt nur auf die Läuse, die beim Sprühen direkt getroffen werden. |
Starker Befall an Zier- und Zimmerpflanzen, Gemüse, Kräutern und Obst – je nach Zulassung |
Tropfnass sprühen, auch die Blattunterseiten. Nicht in praller Sonne. Später geschlüpfte Läuse trifft das Mittel nicht – Anwendung nach Etikett wiederholen. |
| Pyrethrine mit Rapsöl (Kontaktmittel) |
Das Rapsöl verklebt die Atemöffnungen, die Pyrethrine wirken auf das Nervensystem der Insekten. |
Zierpflanzen drinnen und draußen; Blattläuse an Kohlrabi und Kernobst im Freiland |
Wirkt auch auf Nützlinge, die direkt getroffen werden – vorher nach Marienkäferlarven schauen. Abtropfendes Öl kann Flecken machen, Boden abdecken. |
| Azadirachtin aus dem Neembaum |
Der Wirkstoff stört die Entwicklung: Die Läuse hören kurz nach der Aufnahme auf zu saugen und sterben nach einigen Tagen ab. |
Zierpflanzen inklusive Zimmerpflanzen; als Konzentrat auch an Tomaten, Gurken, Kräutern und Kohl |
Wirkt nicht sofort. Nicht in praller Sonne oder bei Hitze sprühen. Neemöl zur Pflanzenpflege ist kein Pflanzenschutzmittel. |
| Gelbtafeln |
Die gelbe Farbe lockt geflügelte Insekten auf die Klebefläche. |
Kontrolle in Zimmer, Wintergarten und Gewächshaus |
Fängt nur geflügelte Blattläuse, nicht die Kolonie auf der Pflanze. Draußen nur gezielt einsetzen, weil auch Nützlinge kleben bleiben. |
| Spülmittel, Essig, Milch und andere Hausmittel |
Selbst gemischte Lösungen sollen die Läuse abtöten oder vertreiben. |
Nicht empfehlenswert |
Solche Mischungen sind keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel; Dosierung und Verträglichkeit sind ungewiss. Essig und Spülmittel können die Blätter schädigen. Abspülen mit klarem Wasser ist die bessere Wahl. |
| Maßvoll düngen |
Viel Stickstoff fördert saftige junge Triebe und begünstigt die Vermehrung der Läuse. |
Vorbeugend bei allen Pflanzen |
Nicht mehr Stickstoff geben als nötig, vor allem nicht im Frühjahr bei frischem Austrieb. |