Florfliegenlarven
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KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Überblick
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) ist eine Pflanzenlaus aus der Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae). Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Art wurde durch den Menschen weltweit verschleppt und gilt als bedeutender Schädling an Apfelbäumen (Malus). Durch ihre saugende Lebensweise an jungen Trieben und Ästen verursacht sie holzige Auswüchse und Gallen, die zu Wachstumsbeeinträchtigungen sowie Sekundärinfektionen führen können.
Auf einen Blick
Erkennen
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) ist eine kleine Pflanzenlaus, deren ungeflügelte adulte Exemplare eine Körperlänge von etwa 1,8 mm erreichen. Der Körper oberirdisch lebender Individuen ist dunkelbraun bis dunkelviolett gefärbt und dicht mit langen, weißen, wollähnlichen Wachsfäden bedeckt. Im Gegensatz dazu sind unterirdisch lebende Tiere mit weißlich-blauen Wachspartikeln besetzt. Die Siphunculi (Siphone) sind sehr kurz und kaum erkennbar. Geflügelte Imagines sind geringfügig größer, matt blaugrau bis schwarz gefärbt und nur schwach mit Wachs bedeckt. Ihre transparenten Vorderflügel weisen auf der Vorderseite kräftige, dunkle Adern auf. Die Nymphen sind anfangs etwa 0,6 mm lang und wachsen bis zum letzten Stadium auf 1,3 mm heran. Sie besitzen einen langgestreckten, leicht abgeflachten Körper, der blassgrau bis rötlichbraun gefärbt ist und während der Entwicklung bläulich-weiße Wachsausscheidungen bildet. Charakteristisch für die Nymphen ist ihr Saugrüssel, der mindestens die Länge ihres Körpers erreicht. Die ovalen Eier weisen eine Länge von 0,3 mm auf, sind braun bis violettstichig gefärbt und ebenfalls von Wachs umgeben.1
Porträt
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) ist eine aus Nordamerika stammende Pflanzenlaus aus der Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae), die weltweit verschleppt wurde. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art vor allem durch dichte, wollähnliche Wachsausscheidungen auf, die Kolonien an Ästen und Stämmen wie weiße Watteflecken erscheinen lassen.1 Oberirdisch lebende adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von 1,2 bis 2,6 mm und sind dunkelbraun bis dunkelviolett gefärbt.12 Im Gegensatz dazu sind unter der Erde lebende Individuen mit weißlich-blauen Wachspartikeln besetzt.1 Für die Feldansprache ist dieser charakteristische Wachsüberzug in Kombination mit dem Wirtsspektrum entscheidend, während unter dem Mikroskop anatomische Details wie vier dorsale Wachsdrüsenreihen sichtbar werden. Die Antennen der Tiere bestehen aus sechs Antennomeren mit einem sehr kurzen terminalen Filament. Die Siphunculi sind extrem reduziert und poriform mit einem definierten Vorderrand ausgebildet.2 Als besondere anatomische Anpassung besitzen die Nymphen einen auffallend langen Saugrüssel, der mindestens die Länge ihres Körpers erreicht. Die Entwicklung umfasst vier Nymphenstadien, wobei die juvenilen Tiere im ersten Stadium extrem aktiv sind und aktiv zwischen unterirdischen und oberirdischen Pflanzenteilen wandern. Die Vermehrung in Europa erfolgt fast ausschließlich parthenogenetisch über 10 bis 12 Generationen pro Jahr, in deren Verlauf vivipar bis zu 120 Nachkommen pro Weibchen gezeugt werden.1 Geflügelte Imagines treten ab Juli bei starker Übervölkerung auf, um neue Wirtspflanzen zu besiedeln; sie sind matt blaugrau bis schwarz gefärbt und besitzen durchsichtige Vorderflügel mit markanten dunklen Adern.12 Sekundäre Rinarien sind bei diesen geflügelten Formen auf den Segmenten III bis VI ausgeprägt, während die Facettenaugen auf ein einzelnes Triommatidium reduziert sind.2 Eine sexuelle Fortpflanzung mit der Ablage verhältnismäßig großer, überwinternder Eier findet in Europa nur in seltenen Ausnahmefällen statt. Die Art überwintert überwiegend als Nymphe in ein bis zwei Metern Tiefe an den Wurzeln der Wirtspflanzen oder in milden Wintern an geschützten oberirdischen Stellen.1 Die Art tritt primär an Kulturäpfeln (Malus) schädigend auf.12
Systematik
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) gehört zur Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae) innerhalb der Schnabelkerfe (Hemiptera). Im deutschen Sprachraum ist die Art primär als Apfelblutlaus bekannt, während im englischen Sprachraum Bezeichnungen wie "woolly apple aphid" gebräuchlich sind. Die Art wurde ursprünglich in Nordamerika beschrieben und von dort aus weltweit in verschiedene Regionen verschleppt.1 Belastbare historische Details zur exakten Erstbeschreibung oder zur Etymologie des Gattungs- und Artnamens sind in den verfügbaren Primärdaten nicht spezifiziert. Die systematische Einordnung verortet die Art gesichert in der Gattung Eriosoma.1 Weitere historische Gattungszuordnungen oder spezifische Synonyme sind in der aktuellen Datenbasis nicht dokumentiert.
Lebensweise
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) ist eine phytophage Pflanzenlaus aus der Familie der Röhrenblattläuse, deren Fortpflanzungsbiologie zwischen parthenogenetischer Vermehrung und seltener sexueller Reproduktion variiert. In Europa vermehrt sich die Art fast ausschließlich parthenogenetisch, wobei ungeflügelte Weibchen ab März bis April lebende Nymphen gebären. Bis zum Herbst zeugen die Weibchen insgesamt etwa 100 bis 120 Nachkommen. Geflügelte Weibchen treten vor allem ab Juli auf, wenn Kolonien überbelegt sind, um neue Wirtspflanzen zu besiedeln. Im Herbst entwickelt sich zudem ein Teil der Nymphen zu ungeflügelten Männchen, die sich mit Weibchen paaren. Diese legen nach einer sexuellen Fortpflanzung jeweils ein einzelnes, verhältnismäßig großes Ei ab, wobei dieser Weg primär an der Amerikanischen Ulme stattfindet. Die Individualentwicklung umfasst vier Nymphenstadien, bevor sich die Tiere zur Imago häuten. Im ersten Stadium sind die Nymphen sehr aktiv und wandern zwischen den Wurzeln und oberirdischen Pflanzenteilen. Die Wachstums- und Entwicklungsphasen ermöglichen in Mitteleuropa die Ausbildung von 10 bis 12 Generationen pro Jahr. Ernährungsbiologisch saugen sowohl Nymphen als auch Imagines an Pflanzensaft. Die Wirtsspezifität umfasst primär den Kulturapfel (Malus), seltener auch Quitten und Birnen. Nahrungssubstrate sind dabei junge, ein- bis dreijährige Triebe sowie Verletzungen an Ästen und am Stamm; an Blättern saugen die Tiere hingegen nicht. Als physiologische Besonderheit überwintert die Art in Europa normalerweise als Nymphe an den Wurzeln der Wirtspflanzen ein bis zwei Meter unter der Erde. In milden Wintern können Nymphen und Imagines zudem an geschützten oberirdischen Stellen überleben, während bei hoher Populationsdichte gelegentlich Eier in Rindenritzen überdauern. Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren und Gegenspielern zählen parasitoide Erzwespen wie die Blutlaus-Zehrwespe (Aphelinus mali), deren Larven sich parasitisch in den Läusen entwickeln. Ergänzend wirken verschiedene räuberische Prädatoren wie Marienkäfer sowie Florfliegen- und Schwebfliegenlarven regulierend auf die Populationen.
Lebensweise
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) zeigt ausgeprägte Verhaltensweisen bezüglich ihrer Fortbewegung und Habitatwahl im Jahresverlauf. Im ersten Entwicklungsstadium sind die Nymphen sehr aktiv und wandern gezielt von den unterirdischen Wurzeln in die oberirdischen Pflanzenteile oder umgekehrt. Zusätzlich können die Tiere durch äußere Einflüsse wie Wind oder den Kontakt mit anderen Tieren passiv auf neue Wirtspflanzen transportiert werden. Die Art besiedelt bevorzugt junge, ein bis dreijährige Triebe sowie Verletzungen an alten Ästen und am Stamm, meidet jedoch die Blätter vollständig. Die Nahrungsaufnahme erfolgt durch das Saugen von Pflanzensaft, was zu Gallenbildung und holzigen Auswüchsen führt. Bei hoher Populationsdichte ab Juli wandern die Tiere nicht aus, stattdessen treten vermehrt geflügelte Weibchen auf, die Kolonien bei Überbevölkerung bilden. In Europa vermehrt sich die Population fast ausschließlich parthenogenetisch über 10 bis 12 Generationen pro Jahr. Im Herbst entwickelt sich ein Teil der Nymphen zu ungeflügelten Männchen, die sich mit ungeflügelten Weibchen paaren, wobei diese sexuelle Fortpflanzung überwiegend an der Amerikanischen Ulme stattfindet. Die Überwinterung erfolgt typischerweise als Nymphe ein bis zwei Meter unter der Erde an den Wirtspflanzen, während in milden Wintern auch ein oberirdisches Überleben an geschützten Plätzen möglich ist.
Lebensweise
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) besetzt als phytophager Ektoparasit eine spezifische ökologische Nische an Kultur- und Wildäpfeln (Malus), Quitten sowie selten an Birnen. In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet in Nordamerika nutzt die Art primär die Amerikanische Ulme als Wirt für die sexuelle Reproduktion, während in Europa überwiegend eine parthenogenetische Vermehrung an Rosengewächsen stattfindet. Die Tiere ernähren sich ausschließlich durch das Saugen von Pflanzensaft an jungen, ein- bis dreijährigen Trieben sowie an Stamm- und Astverletzungen, meiden jedoch die Blätter. Durch diese saugende Lebensweise entstehen artspezifische Pflanzengallen und holzige Auswüchse, deren Aufbrechen Sekundärinfektionen durch Pilzkrankheiten begünstigt. Das Mikroklima des Lebensraums beeinflusst das Überwinterungsverhalten maßgeblich, da die Nymphen primär in ein bis zwei Metern Tiefe an den Wurzeln überdauern, während in milden Wintern auch ein oberirdisches Überleben an geschützten Stellen möglich ist. Bei hoher Populationsdichte und einsetzender Übervölkerung ab Juli entstehen geflügelte Weibchen, die zusammen mit dem wind- oder tiergestützten Transport der aktiven Nymphen des ersten Stadiums die Ausbreitung zwischen Wirtspflanzen ermöglichen. Das trophierelevante Nahrungsnetz umfasst verschiedene natürliche Gegenspieler, wobei die Larven der Blutlaus-Zehrwespe als Parasitoide sowie Marienkäfer, Florfliegen- und Schwebfliegenlarven als prädatore Feinde fungieren. Da die Blutlaus-Zehrwespe extrem empfindlich gegenüber Insektiziden reagiert, ist sie in intensiv bewirtschafteten Plantagen kaum vertreten.1
Verbreitung
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo sie vor allem auf der Amerikanischen Ulme (Ulmus americana) vorkommt. Durch menschliche Aktivitäten wurde die Art weltweit in verschiedene Erdteile eingeschleppt, darunter nach Europa und Neuseeland.1 Heute ist sie kosmopolitisch verbreitet und besiedelt terrestrische Agrar- und Gartenbauhabitate.12 In Europa und weiteren Regionen der Welt tritt sie flächendeckend in Obstbaugebieten auf. Ihr natürliches Habitat umfasst primär Regionen mit dem Vorkommen von Wirtspflanzen der Gattung Malus. In Europa und Eurasien besiedelt die Art vor allem Kulturapfelbäume (Malus), während Quitten (Cydonia oblonga) und selten Birnen (Pyrus) ebenfalls als Wirt dienen. Die vertikale Verbreitung und das Vorkommen erstrecken sich über die jeweiligen Anbaugebiete der Wirtspflanzen in gemäßigten Klimazonen.1 In Siedlungsbereichen ist die Art regelmäßig in Gärten, Obstwiesen und Baumschulen anzutreffen.2 Die Überwinterung erfolgt typischerweise als Nymphe an den Wurzeln der Wirtspflanzen ein bis zwei Meter unter der Erde. In milden Wintern können Nymphen und Imagines jedoch auch oberirdisch an geschützten Stellen überleben. Durch den weltweiten Handel mit Baumschulmaterial wurde die Art historisch in zahlreiche Regionen verschleppt.1 Beobachtungsdaten belegen eine weite Verbreitung in urbanen und agrarischen Kulturlandschaften.12
Verbreitung
Sichtungen
Jahresverlauf
Die Aktivität von Eriosoma lanigerum im Jahresverlauf ist stark an die Wirtspflanzen und klimatische Bedingungen gekoppelt. Von März bis April beginnen die ungeflügelten Weibchen nach der Überwinterung damit, lebende Nymphen zu gebären. Die Tiere durchleben insgesamt vier Nymphenstadien, bevor sie sich zur Imago häuten. Im ersten Stadium sind die Nymphen besonders aktiv und wandern von den Wurzeln in die oberirdischen Pflanzenteile oder umgekehrt. Über den Sommer hinweg entwickelt sich eine hohe Anzahl von Generationen, wobei jährlich 10 bis 12 Generationen auftreten. Geflügelte Weibchen treten vor allem dann auf, wenn Kolonien ab Juli überbevölkert sind und es zu einem Schwarmflug kommt. Im Herbst entwickelt sich ein Teil der Nymphen zu ungeflügelten Männchen, die sich mit Weibchen paaren. Diese legen dann jeweils ein einzelnes, verhältnismäßig großes Ei ab. Die Art überwintert normalerweise als Nymphe an den Wurzeln der Wirtspflanzen in ein bis zwei Metern Tiefe. In milden Wintern können Nymphen und Imagines jedoch auch oberirdisch an geschützten Plätzen überleben. Bei hoher Populationsdichte überwintern die Tiere mitunter auch als Ei in Rindenritzen. Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse in den Monaten Mai und Juni deutliche Peaks, was mit dem Beginn der oberirdischen Aktivität und sichtbaren Koloniebildung zusammenfällt.
Jahresverlauf
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Praxiswissen
Die Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum) ist ein phytophager Schädling, der vor allem an Kulturäpfeln (Malus) erhebliche ökonomische Schäden verursachen kann. Das Saugen der Tiere an jungen Trieben sowie an alten Ast- und Stammverletzungen führt zur Bildung von Pflanzengallen und holzigen Auswüchsen. Durch das Aufbrechen dieser Gallen wird die Anfälligkeit für Pilzinfektionen und andere Pflanzenkrankheiten drastisch erhöht. Ein starker Wurzellastbefall kann zum Absterben der Wurzeln und folglich zu einer deutlichen Wachstumsbeeinträchtigung oder dem Absterben junger Bäume führen. Ältere Bäume werden durch den Befall hingegen kaum in ihrer Existenz gefährdet. Zusätzlich mindert die Besiedlung des Stängels sowie die Sekretion von Wachs und Honigtau den Verkaufswert der Früchte. Frühe Anzeichen eines Befalls sind an den wollähnlichen, weißen Wachsausscheidungen erkennbar, mit denen die oberirdisch lebenden Kolonien bedeckt sind. Eine Bekämpfung ist in der Praxis in der Regel nur bei starkem Befall und drohenden Ernteverlusten erforderlich. Oberirdische Populationen können mit zugelassenen Insektiziden behandelt werden, während eine Bekämpfung der an den Wurzeln überwinternden Tiere nicht möglich ist. Als natürlicher Gegenspieler tritt unter anderem die Blutlaus-Zehrwespe (Aphelinus mali) auf, deren Larven parasitisch in den Schädlingen leben. Da diese Nützlinge jedoch extrem empfindlich auf chemische Insektizide reagieren, ist ihr Vorkommen in intensiv bewirtschafteten Plantagen stark eingeschränkt. Ergänzend wirken verschiedene räuberische Gegenspieler wie Marienkäfer sowie Florfliegen- und Schwebfliegenlarven regulierend auf die Populationen.1
Praxiswissen
Eriosoma lanigerum verursacht durch seine saugende Lebensweise erhebliche Schäden im Obstbau, insbesondere an Kulturäpfeln. Das Saugen der Tiere an den Pflanzen führt zur Bildung von Pflanzengallen und holzigen Auswüchsen an jungen Trieben sowie an alten Ästen und Stämmen. Ein starker Befall an den Wurzeln kann diese zum Absterben bringen, wodurch das Pflanzenwachstum stark beeinträchtigt wird. Junge Bäume sterben bei starkem Befall mitunter ab, während ältere Bäume kaum beeinträchtigt werden. Durch das Aufbrechen der Gallen entstehen Eintrittspforten für Pilzinfektionen und andere Pflanzenkrankheiten. Zusätzlich mindert der Befall von Apfelstängeln sowie die Ausscheidung von Wachs und Honigtau den Verkaufswert der Früchte. Für gewöhnlich ist eine chemische Bekämpfung nur bei starkem Befall und den daraus befürchteten Schäden erforderlich. Dabei können Insektizide ausschließlich auf oberirdischen Pflanzenteilen eingesetzt werden, während eine Behandlung der Tiere an den unterirdischen Wurzeln nicht möglich ist.1
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Nachweise