♥ Silberkraft Kollektion

Mittel gegen Trauermücken

Kleine schwarze Mücken an Zimmerpflanzen sind meist Trauermücken, den Schaden machen ihre Larven in feuchter Blumenerde. Welches Mittel zu deiner Situation passt, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

Schädlingsberater

Fliegen-Befall? In 60 Sekunden zur passenden Strategie.

Ein paar Klick-Fragen zu deinem Befall – du bekommst eine Einschätzung, die passenden Mittel in der richtigen Menge und einen Zeitplan.

  • Befall einschätzen
  • Mengen passend berechnet
  • Ablauf Woche für Woche

ca. 1 Minute · kostenlos

12 Produkte
Kauf-Ratgeber Trauermücken

Mittel gegen Trauermücken: Was wirklich hilft

Die kleinen schwarzen Mücken an Zimmerpflanzen stechen nicht und richten selbst keinen Schaden an. Das Problem steckt in der Blumenerde: Dort entwickeln sich ihre Larven, vor allem in dauerhaft feuchter Erde. Wer die Larven erwischt, die Mücken abfängt und das Gießen umstellt, wird Trauermücken los. Hier findest du die Schnellwahl, alle Methoden im Vergleich, Hilfe beim Erkennen und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Trauermücken-Ratgeber →

Welches Mittel gegen Trauermücken passt zu dir?

Kleine schwarze Mücken fliegen beim Gießen aus der Erde

SF-Nematoden gegen die Larven, Gelbsticker gegen die Mücken

Das sind meist Trauermücken, ihre Larven leben in der feuchten Blumenerde. SF-Nematoden gibst du ins Gießwasser: Die winzigen Fadenwürmer dringen in die Larven ein und töten sie. Danach die Erde 2–4 Wochen leicht feucht halten, ohne Staunässe. Gelbsticker im Topf fangen in dieser Zeit die Mücken ab.

Unsicher, ob es wirklich Trauermücken sind

Gelbsticker und Kartoffeltest

Stecke einen Gelbsticker in den Topf und lege eine Scheibe rohe Kartoffel auf die Erde. Kleben nach ein bis zwei Tagen schlanke schwarze Mücken am Sticker oder sitzen glasige Larven mit schwarzem Kopf unter der Kartoffel, sind es Trauermücken. Gelbbraune Fliegen mit roten Augen an der Obstschale sind Fruchtfliegen (Mittel gegen Fruchtfliegen), pelzige Mücken am Abfluss Schmetterlingsmücken (Seite zu Fliegen).

Nur ein paar Mücken an einer Pflanze

Gießen umstellen, Gelbsticker

Lass die oberste Erdschicht zwischen dem Gießen gut abtrocknen, leere den Untersetzer und gieße lieber von unten. Eine dünne Schicht Quarzsand auf der Erde erschwert die Eiablage. Gelbsticker fangen die Mücken ab und zeigen dir, ob der Befall zurückgeht. Fliegen nach zwei Wochen noch viele Mücken, setze Nematoden ein.

Viele Pflanzen, Wintergarten oder Pflanzenregal

Raubmilben ausstreuen

Raubmilben (Stratiolaelaps scimitus) leben in der obersten Erdschicht und fressen dort die Larven der Trauermücken. Du streust sie mit ihrem Trägermaterial auf die Erde, eine Tüte reicht laut Packung für etwa 10 m². Die Erde sollte leicht feucht, aber nicht nass sein. Mindestens 6 Wochen vorher und nachher keine chemischen Pflanzenschutzmittel einsetzen.

Anzucht und Jungpflanzen im Gewächshaus

Großtafeln und Nützlinge

Im Gewächshaus fangen große Gelbtafeln oder eine Insektenrolle die Mücken, Nematoden oder Raubmilben bekämpfen die Larven. Ein Neem-Gießmittel mit dem Wirkstoff Azadirachtin ist gegen Trauermücken nur an Zierpflanzen im Gewächshaus zugelassen, nicht für Zimmerpflanzen in der Wohnung. Nicht zusammen mit Nützlingen einsetzen. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

Mittel gegen Trauermücken im Vergleich

Gegen die Larven in der Erde helfen Nützlinge, Umtopfen und trockenere Erde. Gelbsticker fangen die erwachsenen Mücken und zeigen, wie stark der Befall ist. Am besten kombinierst du beides.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Gießen umstellen Eier und Larven brauchen feuchte Erde. Trocknet die oberste Schicht ab, legen die Weibchen weniger Eier und weniger Larven entwickeln sich. Immer, zur Vorbeugung und bei leichtem Befall Nur die oberste Schicht abtrocknen lassen, nicht die ganze Pflanze. Untersetzer leeren, lieber von unten gießen. Während einer Nematoden-Behandlung die Erde dagegen leicht feucht halten.
Gelbsticker und Gelbtafeln Die gelbe Farbe zieht die erwachsenen Mücken an, sie bleiben am Leim kleben. Die Fallen enthalten keinen Wirkstoff. Befall erkennen, Mücken abfangen, Erfolg kontrollieren Fängt nur die Mücken, nicht die Larven in der Erde. Allein reicht das bei einem Befall meist nicht. Austauschen, wenn die Klebefläche voll ist.
SF-Nematoden (Steinernema feltiae) Winzige Fadenwürmer suchen in der feuchten Erde die Larven, dringen in sie ein und töten sie. Larvenbefall in Zimmerpflanzen, Kübeln und im Gewächshaus, ab 12 °C Bodentemperatur Gleich nach der Lieferung ausbringen, nicht in praller Sonne gießen. Die Erde danach 2–4 Wochen leicht feucht halten, ohne Staunässe. Menge nach Fläche wählen: laut Packung 1 Million für etwa 2 m².
Raubmilben (Stratiolaelaps scimitus) Die Milben leben in der obersten Erdschicht und fressen die Larven der Trauermücken. Viele Pflanzen, Wintergarten, Gewächshaus Gleich nach Erhalt ausstreuen, eine Tüte reicht für etwa 10 m². Erde leicht feucht, nicht nass. 6 Wochen vorher und nachher keine chemischen Pflanzenschutzmittel, bei starkem Befall nach 2 Wochen nachbehandeln.
Sand auf der Erde Eine trockene Schicht Quarzsand erschwert den Weibchen die Eiablage. Vorbeugung und zur Unterstützung Larven, die schon in der Erde sind, tötet der Sand nicht.
Umtopfen in frische Erde Mit der alten Erde verschwinden Eier und Larven. Starker Befall in einzelnen kleinen Töpfen Die alte Erde gut verschlossen entsorgen. Neue Erde trocken und verschlossen lagern, nach dem Umtopfen sparsam gießen.
Neem-Gießmittel (Pflanzenschutzmittel) Der Wirkstoff Azadirachtin stört die Entwicklung der Larven. Laut Zulassung nur als Gießmittel an Zierpflanzen im Gewächshaus Nicht für Zimmerpflanzen in der Wohnung zugelassen. Höchstens 4 Anwendungen im Abstand von 7–14 Tagen, nicht zusammen mit Nützlingen. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.
Hausmittel (Backpulver, Kaffeesatz, Streichhölzer, Zimt) Sollen die Larven abtöten oder die Mücken vertreiben. Keine Empfehlung Ein verlässlicher Nachweis, dass sie einen Befall beseitigen, fehlt. Kaffeesatz hält die Erde feucht und kann schimmeln, Backpulver und Natron können die Erde versalzen.

Lebenszyklus: Warum die Larven das Problem sind

Entwicklung der Trauermücke im Blumentopf: winzige Eier auf feuchter Erde, glasig-weiße Larven mit schwarzem Kopf zwischen feinen Wurzeln, Puppe in der Erde und erwachsene Trauermücke am Pflanzenstiel
Entwicklung der Trauermücke im Blumentopf: winzige Eier auf feuchter Erde, glasig-weiße Larven mit schwarzem Kopf zwischen feinen Wurzeln, Puppe in der Erde und erwachsene Trauermücke am Pflanzenstiel

Trauermücken (Familie Sciaridae) leben dort, wo es feucht ist und organisches Material verrottet, im Freien wie im Blumentopf. Die erwachsenen Mücken nehmen nur Flüssigkeit auf und leben nur wenige Tage. Ihre Larven leben in der obersten, feuchten Erdschicht und fressen vor allem Pilze und abgestorbene Pflanzenreste, bei vielen Larven auch feine Wurzeln.

  • Mücke: Nur 2–3,5 mm groß, schlank, dunkelgrau bis schwarz, mit langen dünnen Beinen und langen Fühlern. Sie läuft viel über die Erde und fliegt auf, wenn du gießt oder den Topf bewegst. Eine Mücke lebt im Schnitt nur 5–7 Tage.
  • Eier: Schon zwei Tage nach dem Schlupf legt ein Weibchen seine Eier in kleinen Häufchen in feuchte, warme Erde, insgesamt etwa 200 Stück. Nach 2–3 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Larven: Bis 4–5 mm lang, glasig bis milchig-weiß und ohne Beine, mit schwarzem Kopf. Bei Zimmertemperatur fressen sie etwa zwei Wochen lang in der obersten Erdschicht.
  • Puppe: Die Larve verpuppt sich in der Erde. Nach wenigen Tagen schlüpft die nächste Mücke.
  • Tempo: Vom Ei bis zur fertigen Mücke dauert es bei etwa 22 °C nur 25–30 Tage. In der warmen Wohnung folgen die Generationen das ganze Jahr aufeinander.

Daraus folgt: Die Mücken am Fenster sind nur das sichtbare Zeichen. Wer die Larven in der Erde bekämpft und die Erde trockener hält, unterbricht den Kreislauf. Rechne mit etwa vier Wochen, so lange dauert eine Generation.

Trauermücke oder etwas anderes? So erkennst du sie

Kleine dunkle Fliegen in der Wohnung sind nicht immer Trauermücken. Entscheidend ist, wo sie sitzen: an der Blumenerde, an der Obstschale oder am Abfluss.

Trauermücke (Sciaridae) von oben, schlank und dunkelgrau mit langen Beinen und Fühlern
Trauermücke (Sciaridae) von oben, schlank und dunkelgrau mit langen Beinen und Fühlern

Trauermücke

Sciaridae, z. B. Bradysia

Größe
2–3,5 mm
Erkennungs­merkmal
Schlank und dunkelgrau bis schwarz, mit langen dünnen Beinen, langen Fühlern und dunklen Flügeln. Läuft viel über die Erde und fliegt beim Gießen auf.
Vorkommen
An Zimmerpflanzen, Anzuchtschalen und im Gewächshaus, wo die Erde feucht ist

Was tun? Gelbsticker in den Topf stecken, Gießen umstellen und die Larven mit Nematoden oder Raubmilben bekämpfen.

Steckbrief im Lexikon →
Larve der Trauermücke von oben, glasig-weiß ohne Beine mit schwarzem Kopf
Larve der Trauermücke von oben, glasig-weiß ohne Beine mit schwarzem Kopf

Larve der Trauermücke

Sciaridae, Larve

Größe
bis 4–5 mm
Erkennungs­merkmal
Glasig bis milchig-weiß und ohne Beine, mit glänzend schwarzem Kopf. Der Darm schimmert dunkel durch.
Vorkommen
In der obersten, feuchten Erdschicht im Blumentopf

Was tun? Kartoffeltest: eine Scheibe rohe Kartoffel auf die Erde legen und nach ein bis zwei Tagen darunter nachsehen.

Steckbrief im Lexikon →
Fruchtfliege (Drosophila) von oben, gelbbraun mit roten Augen
Fruchtfliege (Drosophila) von oben, gelbbraun mit roten Augen

Fruchtfliege

Drosophila spp.

Größe
2–4 mm
Erkennungs­merkmal
Gelbbraun mit leuchtend roten Augen, gedrungener als die Trauermücke
Vorkommen
An überreifem Obst, Saft- und Weinresten und im Biomüll

Was tun? Gärende Quellen entfernen und eine Fruchtfliegenfalle aufstellen. Mehr auf unserer Seite zu Fruchtfliegen.

Steckbrief im Lexikon →
Schmetterlingsmücke (Psychodidae) von oben, grau und pelzig behaart
Schmetterlingsmücke (Psychodidae) von oben, grau und pelzig behaart

Schmetterlingsmücke

Psychodidae

Größe
1–5 mm
Erkennungs­merkmal
Körper und Flügel dicht behaart, wirkt wie ein winziger grauer Falter. Fliegt schlecht, läuft aber flink.
Vorkommen
Bad, Toilette, Keller: die Larven leben im schleimigen Belag von Abflüssen

Was tun? Abflüsse und Überläufe gründlich reinigen. Mehr dazu auf unserer Seite zu Fliegen.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten Trauermücken loswerden

  1. Schritt 1: Befall prüfen

    Stecke Gelbsticker in die verdächtigen Töpfe und mache den Kartoffeltest. So siehst du, welche Pflanzen betroffen sind, und schließt Fruchtfliegen oder Schmetterlingsmücken aus.

  2. Schritt 2: Gießen umstellen

    Lass die oberste Erdschicht abtrocknen, leere Untersetzer und gieße von unten. Stark befallene kleine Töpfe in frische Erde umtopfen.

  3. Schritt 3: Larven bekämpfen

    SF-Nematoden mit dem Gießwasser ausbringen und die Erde danach 2–4 Wochen leicht feucht halten, oder Raubmilben auf die Erde streuen.

  4. Schritt 4: Mücken abfangen

    Gelbsticker in jedem befallenen Topf fangen die Mücken ab, damit weniger neue Eier gelegt werden. Lass sie mindestens vier Wochen stehen, so lange dauert eine Generation.

  5. Schritt 5: Vorbeugen

    Blumenerde verschlossen lagern, neue Pflanzen erst einmal getrennt aufstellen und kontrollieren, maßvoll gießen. Eine dünne Sandschicht auf der Erde erschwert neue Eiablagen.

Trauermücken: das Wichtigste in Kürze

  • Die Larven in der Erde sind das Problem, die Mücken nur das sichtbare Zeichen.
  • Dauerhaft nasse Erde lockt Trauermücken an: Lass die oberste Schicht abtrocknen.
  • Gelbsticker fangen die Mücken, gegen die Larven helfen Nematoden oder Raubmilben.
  • Eine Generation dauert etwa vier Wochen, so lange solltest du dranbleiben.
  • Trauermücken stechen nicht und übertragen keine Krankheiten.

Häufige Fragen zu Trauermücken

Können Trauermücken stechen?

Nein. Trauermücken stechen und beißen nicht, die erwachsenen Mücken nehmen nur Flüssigkeit auf. Krankheiten übertragen sie auch nicht. Lästig sind sie trotzdem, weil sie beim Gießen aufschwirren und durch die Wohnung fliegen. Wirst du gestochen, steckt etwas anderes dahinter, zum Beispiel Stechmücken.

Wie lange leben Trauermücken?

Eine erwachsene Mücke lebt im Schnitt nur 5–7 Tage. Vom Ei bis zur neuen Mücke vergehen bei Zimmertemperatur aber nur 25–30 Tage, und jedes Weibchen legt etwa 200 Eier. Deshalb wird ein Befall ohne Gegenmaßnahmen schnell größer.

Wie lange dauert es, bis Trauermücken weg sind?

Rechne mit etwa drei bis vier Wochen. So lange dauert eine Generation. Auch wenn die Larven schon bekämpft werden, schlüpfen noch eine Weile Mücken aus der Erde. Lass die Gelbsticker deshalb mindestens vier Wochen stehen und ziehe erst dann Bilanz.

Sind Trauermücken schädlich für Pflanzen?

Meist halten sie sich in Grenzen. Die Larven fressen vor allem Pilze und abgestorbene Pflanzenreste in der Erde. Erst wenn viele Larven da sind, fressen sie auch an feinen Wurzeln. Das schadet vor allem Sämlingen, Stecklingen und Jungpflanzen. Kräftige ältere Pflanzen kommen meist gut damit zurecht.

Woher kommen Trauermücken in der Wohnung?

Meist kommen sie mit Blumenerde oder neuen Pflanzen ins Haus, in denen schon Eier oder Larven stecken. Trauermücken leben auch im Freien und können durch offene Fenster hereinfliegen. Richtig vermehren können sie sich aber nur, wenn die Erde dauerhaft feucht ist.

Hilft Neemöl gegen Trauermücken?

Der Neem-Wirkstoff Azadirachtin stört die Entwicklung der Larven. Gegen Trauermücken ist er in Neem-Gießmitteln wie Spruzit TrauermückenFrei zugelassen, die laut Zulassung nur an Zierpflanzen im Gewächshaus gegossen werden dürfen, nicht bei Zimmerpflanzen in der Wohnung. Für Zimmerpflanzen sind Nematoden, Raubmilben und Gelbsticker die passende Wahl.

Helfen Hausmittel wie Backpulver, Kaffeesatz oder Streichhölzer?

Ein verlässlicher Nachweis, dass diese Hausmittel einen Befall beseitigen, fehlt. Manche schaden eher: Kaffeesatz hält die Erde feucht und kann schimmeln, Backpulver und Natron können die Erde versalzen, Essig und Spülmittel können den Wurzeln schaden. Bewährt haben sich dagegen trockenere Erde, Gelbsticker und Nützlinge gegen die Larven.

Hilft Quarzsand oder Vogelsand gegen Trauermücken?

Eine dünne Sandschicht auf der Erde trocknet schnell ab und erschwert den Weibchen die Eiablage. Das beugt vor, Larven in der Erde tötet der Sand aber nicht. Vogelsand enthält oft Kalk und Anis, deshalb ist reiner Quarzsand für Pflanzen die bessere Wahl.

Wie werde ich die Eier der Trauermücken los?

Die Eier liegen in kleinen Häufchen in der feuchten obersten Erdschicht und sind kaum zu sehen. Gezielt abtöten lassen sie sich nicht. Wichtiger ist, dass sich die Larven nicht entwickeln: Erde abtrocknen lassen, die schlüpfenden Larven mit Nematoden oder Raubmilben bekämpfen und die Mücken mit Gelbstickern abfangen, damit weniger neue Eier gelegt werden.

Trauermücken im Bad oder Abfluss – was tun?

Kleine Mücken am Abfluss sind meist keine Trauermücken, sondern Schmetterlingsmücken. Sie sind pelzig behaart und ihre Larven leben im Belag von Abflüssen. Dann hilft gründliches Reinigen der Abflüsse und Überläufe. Trauermücken findest du im Bad nur, wenn dort Pflanzen in feuchter Erde stehen.

Trauermücken oder Fruchtfliegen – wie unterscheide ich sie?

Fruchtfliegen sind gelbbraun, gedrungen und haben rote Augen. Sie sammeln sich an überreifem Obst und am Biomüll. Trauermücken sind schlank, dunkelgrau bis schwarz, haben lange Beine und Fühler und sitzen an der Blumenerde. Gegen Fruchtfliegen helfen eine Lockfalle und das Entfernen der gärenden Quelle.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

Trauermücken loswerden: Ursachen, Erkennen und die richtige Reihenfolge

Trauermücken sind kein Hygieneproblem, sondern ein Feuchtigkeitsproblem. Die erwachsenen Mücken leben nur wenige Tage und nehmen nur Flüssigkeit auf. Entscheidend sind die Larven in der obersten Erdschicht. Wie du die Larven gezielt bekämpfst, steht auch in unserem Hauptratgeber: Trauermücken bekämpfen mit Hausmitteln und Nützlingen. Auf dieser Seite findest du die passenden Mittel und eine Strategie, wie du sie kombinierst.

Woher die Mücken kommen

Meist stecken Eier oder Larven schon in neuer Blumenerde oder in einer frisch gekauften Pflanze. Die Mücken können auch durchs offene Fenster einfliegen. Vermehren können sie sich aber nur dort, wo die Erde dauerhaft feucht bleibt: bei zu häufigem Gießen, vollen Untersetzern, dichter Erde ohne Abfluss oder verrottenden Pflanzenresten. Im Fachjargon heißen sie Sciaridae. Wer die Ursache beseitigt, nimmt dem Befall die Grundlage, bevor irgendein Mittel nötig wird.

Befall erkennen und von ähnlichen Fliegen abgrenzen

Steck einen Gelbstick in den Topf: Er zeigt dir, ob und wie stark Mücken fliegen, und dient später als Kontrolle. Zeigen sich die kleinen Fliegen eher in der Küche als an der Pflanze, kann es sich um etwas anderes handeln. Eine Übersicht liefert der Beitrag Kleine schwarze Fliegen, aber keine Trauermücken. Treten sie im Bad auf, lies Trauermücken im Abfluss. Wer wissen will, ob die Tiere ein Risiko für Menschen sind: Stechen Trauermücken?

Die Strategie: Larven bekämpfen, Mücken abfangen, Erde umstellen

Schritt 1: Gießverhalten ändern

Lass die oberste Erdschicht zwischen zwei Wassergaben abtrocknen und leere die Untersetzer. Eine dünne Sandschicht auf der Erde erschwert die Eiablage. Was dabei zu beachten ist, erklärt der Beitrag Quarzsand gegen Trauermücken, auch Vogelsand wird häufig gefragt.

Schritt 2: Die Larven in der Erde bekämpfen

Hier setzt die eigentliche Behandlung an. SF-Nematoden sind lebende Nützlinge der Art Steinernema feltiae. Du löst sie in Wasser auf und gießt damit die befallene Erde. Die Fadenwürmer dringen in die Larven ein. Nach dem Ausbringen soll das Substrat 2 bis 4 Wochen möglichst feucht bleiben, ohne Staunässe, und die Bodentemperatur sollte mindestens 12 °C betragen. Wichtig: Während der Nematoden-Behandlung soll die Erde also nicht abtrocknen. Das trockenere Gießen startest du erst danach. Die Vor- und Nachteile beleuchtet Nematoden: Was spricht gegen den Einsatz?

Bei vielen Pflanzen, im Wintergarten oder im Gewächshaus bieten sich Raubmilben gegen Trauermücken an. Sie leben in der obersten Erdschicht und fressen dort die Larven. Du streust sie auf die Erde. Chemische Pflanzenschutzmittel solltest du davor und danach vermeiden, sonst leiden auch die Nützlinge.

Schritt 3: Mücken abfangen und kontrollieren

Gelbsticker und Gelbtafeln fangen die erwachsenen Mücken ab, aber nicht die Larven. Als alleinige Maßnahme reichen sie deshalb nicht, als Kontrolle sind sie ideal. Ein Beispiel sind die Gelbsticks im 12er-Pack. Tausche sie aus, wenn die Klebefläche voll ist, und lass sie mindestens vier Wochen stehen, so lange dauert eine Generation.

Typische Fehler und Hausmittel

Der häufigste Fehler ist, nur die fliegenden Mücken zu bekämpfen und die Larven in der Erde zu übersehen. Ebenfalls verbreitet: zu früh aufzuhören. Aus Eiern und Puppen schlüpfen noch Wochen später neue Mücken. Die Lebensdauer erklärt Wie lange leben Trauermücken?, die Eier behandelt Trauermücken-Eier abtöten. Bei Hausmitteln wie Streichhölzern fehlt ein verlässlicher Nachweis, dass sie einen Befall beseitigen. Manche Mittel schaden sogar: Kaffeesatz hält die Erde feucht, Natron und Backpulver können die Erde versalzen.

Vorbeugen: So kommen sie nicht wieder

  • Blumenerde nach dem Öffnen gut verschließen und trocken lagern.
  • Neue Pflanzen zunächst getrennt aufstellen und mit einem Gelbstick kontrollieren.
  • Maßvoll gießen, Untersetzer leeren, lieber von unten gießen.
  • Abgestorbene Blätter und Pflanzenreste von der Erde entfernen.
  • Gelbsticker als Dauerkontrolle in anfälligen Töpfen stehen lassen.

Wenn du die Ursache abstellst, Larven gezielt mit Nützlingen bekämpfst und die Mücken mit Gelbstickern abfängst, unterbrichst du den Kreislauf der Trauermücken an mehreren Stellen gleichzeitig.

Unser Wissensmagazin

  • Patricia Titz

    Trauermücke bekämpfen – Hausmittel und Nützlinge als perfekte Maßnahme

    Können Trauermücken stechen und dabei Krankheiten übertragen?Trauermücken sind wahrlich lästige Tierchen. In der Regel gelangen sie vollkommen unbemerkt in der Erde von Zimmerpflanzen ins Haus oder in die Wohnung. Werden sie das erste Mal wahrgenommen, ist es oft schon zu...

  • Patricia Titz

    Wie lange leben Trauermücken - Lebensdauer Trauermücken?

    Es ist ein Szenario, das fast jeder Pflanzenliebhaber kennt: Sie gießen Ihre Zimmerpflanzen und plötzlich steigt eine kleine schwarze Wolke winziger Fliegen auf. Sie klatschen in die Hände, stellen Gelbtafeln auf und haben das Gefühl, das Problem gelöst zu haben....

  • Patricia Titz

    Stechen Trauermücken?

    Es summt, es schwirrt und es nervt gewaltig: Kleine schwarze Fliegen, die aus der Blumenerde aufsteigen und scheinbar ziellos durch die Wohnung taumeln. Wer Pflanzen liebt, kennt dieses Szenario nur zu gut. Doch wenn die Trauermücken plötzlich im Schlafzimmer auftauchen...

  • Patricia Titz

    Kleine schwarze Fliegen keine Trauermücken

    Es beginnt meist harmlos: Beim Gießen der Zimmerpflanzen steigt plötzlich eine kleine Wolke winziger, schwarzer Insekten auf. Der erste Gedanke ist oft: „Obstfliegen! Aber warum sind die in der Erde?“ Oder man vermutet, es handele sich um Trauermücken, ist sich...

  • Patricia Titz

    Trauermücken Eier abtöten

    Jeder Pflanzenliebhaber kennt dieses frustrierende Szenario: Sie gießen Ihre geliebten Zimmerpflanzen, und plötzlich steigt eine kleine Wolke winziger, schwarzer Fliegen auf. Trauermücken (Sciaridae) sind nicht nur lästig, sondern können in großer Zahl auch die Wurzeln Ihrer Pflanzen schädigen. Doch während...

Weitere beliebte Kategorien