♥ Silberkraft Kollektion

Mittel gegen Marder

Duftkugeln und Marderspray für den Motorraum, Granulat und Spray für Dachboden und Garage: Hier findest du Mittel, um Marder zu vertreiben. Was in deinem Fall hilft – und was du rechtlich darfst –, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

Schädlingsberater

Marder-Befall? In 60 Sekunden zur passenden Strategie.

Ein paar Klick-Fragen zu deinem Befall – du bekommst eine Einschätzung, die passenden Mittel in der richtigen Menge und einen Zeitplan.

  • Befall einschätzen
  • Mengen passend berechnet
  • Ablauf Woche für Woche

ca. 1 Minute · kostenlos

11 Produkte
Ratgeber Marder

Marder vertreiben: So schützt du Auto und Haus

Marder beißen Kabel und Schläuche im Motorraum an, poltern nachts auf dem Dachboden und hinterlassen stinkende Kotplätze. Hier findest du die Schnellwahl für deine Situation, alle Methoden ehrlich im Vergleich, die Rechtslage und einen 5-Schritte-Plan – und erfährst, wie du einen Marder von Siebenschläfer und Waschbär unterscheidest.

Zum Marder-Ratgeber →

Welches Mittel gegen Marder passt zu dir?

Kabel oder Schläuche im Auto angebissen

Motor reinigen, dann Motorraum schützen

Lass den Schaden sofort in der Werkstatt prüfen – angebissene Kühler- oder Bremsschläuche sind gefährlich. Oft riecht der Marder im Motorraum die Duftmarke eines Rivalen und beißt deshalb zu. Lass den Motorraum gründlich reinigen, damit diese Spuren verschwinden. Danach kannst du Kabel mit Schutzschläuchen ummanteln und Duftkugeln oder ein Marderspray nach Etikett einsetzen – nur bei ausgeschaltetem, kaltem Motor.

Nachts Poltern oder Kratzen über der Decke

Erst bestimmen: Marder, Siebenschläfer oder Waschbär?

Marder sind vor allem in der Dämmerung und nachts zu hören. Typisch sind Kotplätze, zerrissene Dämmung, Federn und Eierschalen. Keckernde und pfeifende Laute im Sommer stammen eher vom Siebenschläfer – er ist besonders geschützt. Prüf die Spuren und beobachte abends von außen, wo das Tier aus- und einsteigt. Eine Wildkamera hilft dabei.

Marder wohnt auf dem Dachboden

Vergrämen, dann Zugänge verschließen

Entferne Kot und verschmutzte Dämmung gründlich. Ein Streugranulat oder Spray im Unterschlupf soll den Ort für den Marder unattraktiv machen. Dauerhaft hilft nur, alle Öffnungen ab etwa 5 cm mit stabilem Gitter zu verschließen. Das darfst du aber erst, wenn der Marder draußen ist und keine Jungtiere zurückbleiben – zwischen März und Juni ist besondere Vorsicht nötig.

Garage, Carport oder Schuppen

Duftmittel auslegen, Zugänge sichern

Halte Garagentor und Schuppentür nachts geschlossen und dichte Lücken ab. Auf dem Boden und an den Laufwegen kannst du ein Marderspray oder Granulat nach Etikett ausbringen. Ein Stück Maschendraht unter dem geparkten Auto schreckt ab, weil Marder ungern auf wackeligem Untergrund laufen.

Marder im Garten oder am Hühnerstall

Stall marderdicht machen, Futter wegräumen

Schließ Hühner nachts in einen Stall ohne Lücken – Marder kommen durch sehr kleine Öffnungen. Lass kein Katzen-, Igel- oder Vogelfutter draußen stehen und halte Müll- und Komposttonnen geschlossen. Für kleine Flächen wie Vorgärten gibt es Duftdosen, die laut Etikett unter anderem gegen Marder eingesetzt werden.

Du willst den Marder fangen oder loswerden

Nur Jäger mit Genehmigung

Der Steinmarder gehört zum jagdbaren Wild. Auf Grundstücken und in Gebäuden ruht die Jagd – Fangen oder Töten ist dort nur mit Genehmigung oder Sachkunde nach dem Landesjagdgesetz erlaubt und nie während der Schonzeit. Wende dich an die untere Jagdbehörde oder einen Jäger vor Ort. Vergrämen und Verschließen darfst du selbst.

Mittel gegen Marder im Vergleich

Kein Mittel vertreibt einen Marder auf Knopfdruck. Am meisten bringt die Kombination: Duftmarken entfernen, den Ort unattraktiv machen und die Zugänge verschließen. Für Duftstoffe und Ultraschallgeräte fehlen bislang belastbare Wirksamkeitsnachweise – setz sie deshalb nur als Ergänzung ein.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Zugänge verschließen Ohne Einstieg kein Unterschlupf – die einzige dauerhafte Lösung am Haus. Dachboden, Garage, Schuppen, Hühnerstall Öffnungen ab etwa 5 cm mit punktverschweißtem Drahtgeflecht (1–2 cm Maschenweite) oder Lochblech fest verschrauben – lose angelehnte Gitter biegt der Marder auf. Nur verschließen, wenn das Tier draußen ist und keine Jungen drin sind. Äste und Rankhilfen am Dach entfernen.
Reinigen (Motorwäsche, Kotplatz) Entfernt Duftmarken, die andere Marder anlocken oder zum Beißen reizen. Nach jedem Marderschaden, nach einem Parkplatzwechsel, auf dem Dachboden Motorraum gründlich reinigen lassen. Kot, Urin und Beutereste mit Handschuhen entfernen, durchnässte Dämmung austauschen. Erst danach Duftmittel einsetzen.
Duftkugeln für den Motorraum Geben laufend einen Duft ab, der den Motorraum für Marder unattraktiv machen soll. Auto – ergänzend zur Reinigung Im Halter an einer trockenen Stelle fest aufhängen, nie an oder neben heiß werdenden Teilen (Brandgefahr). Nach Packungsangabe austauschen.
Marderspray (Repellent) Der Duft soll Reviermarkierungen überdecken und den Ort unattraktiv machen. Der Marder wird nicht getötet. Motorraum, Garage, Carport, Dachboden – je nach Etikett Nur bei ausgeschaltetem, kaltem Motor sprühen, nicht auf Reifen, Lack und empfindliche Motorteile. Nach Etikett regelmäßig wiederholen. Die Wirkung lässt nach – kombiniere es mit Reinigen und Verschließen.
Streugranulat Duftstoffe im Granulat sollen den Unterschlupf unattraktiv machen. Dachboden, Garage, Schuppen Flächen vorher gründlich reinigen, beim Ausstreuen Handschuhe tragen, Menge und Wiederholung nach Packungsangabe.
Mechanischer und elektrischer Schutz am Auto Schutzschläuche aus hartem Kunststoff schützen Kabel. Hochspannungsgeräte geben bei Berührung einen leichten Stromschlag. Wiederholte Schäden, Auto steht im Freien Gilt als wirkungsvoll, kostet aber mehr. Einbau durch die Werkstatt. Zusätzlich hilft ein Maschendraht unter dem geparkten Auto.
Ultraschallgerät Hohe, für Menschen kaum hörbare Töne sollen den Marder stören. Dachboden, Garage – laut Hersteller auch im Auto Belastbare Nachweise für die Wirkung fehlen bislang, der Einsatz von Schall gilt in der Fachwelt als umstritten. Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen können Ultraschall hören – nicht in ihrer Nähe aufstellen.
Fang durch Jäger Lebendfalle oder Fallenjagd nach Jagdrecht. Wenn Vergrämen und Verschließen nicht möglich sind Nur durch Berechtigte mit Genehmigung und außerhalb der Schonzeit. Oft dauert es Wochen bis Monate, bis ein Marder eine Falle annimmt. Ein gefangenes Tier darf oft weder mitgenommen noch woanders freigelassen werden.

So lebt der Steinmarder – und darum beißt er Kabel

Steinmarder mit weißem Kehlfleck schlüpft in der Dämmerung unter einem angehobenen Dachziegel in den Dachboden, daneben reicht ein Ast bis an die Dachrinne
Steinmarder mit weißem Kehlfleck schlüpft in der Dämmerung unter einem angehobenen Dachziegel in den Dachboden, daneben reicht ein Ast bis an die Dachrinne

Der Steinmarder ist ein Kulturfolger: Er lebt mitten in Dörfern und Städten, ist nachtaktiv und ein sehr geschickter Kletterer. Wer ihn versteht, wählt die richtigen Maßnahmen.

  • Revier und Duftmarken: Steinmarder sind Einzelgänger mit festem Revier – im Dorf meist 30 bis 110 Hektar groß. Ihre Wege markieren sie mit Duftsekret, Kot und Urin.
  • Warum er Kabel beißt: Junge Marder erkunden und spielen mit allem, was sie finden. Die schwersten Schäden entstehen, wenn ein Männchen im Motorraum den Geruch eines Rivalen bemerkt und aggressiv zubeißt – oft nach einem Parkplatzwechsel. Im Frühjahr, wenn die Männchen ihre Reviere ausdehnen, gibt es die meisten Schäden.
  • Mehrere Verstecke: Ein Marder nutzt mehrere Unterschlüpfe abwechselnd und bleibt manchmal wochenlang weg. Dass es ruhig ist, heißt also noch nicht, dass er fort ist.
  • Kletterkünstler: Marder klettern an rauem Putz hoch und springen von Bäumen aufs Dach. Ein Loch von 6 bis 8 cm oder ein 5 cm breiter Spalt reicht ihnen als Einstieg.
  • Jungenaufzucht: Paarungszeit ist im Juli und August. Durch eine Keimruhe kommen die meist zwei bis vier Jungen erst im März oder April zur Welt und bleiben rund drei Monate im Versteck – in dieser Zeit ist es auch tagsüber laut.

Daraus folgt: Duftmittel und Geräte verschaffen dir bestenfalls Zeit. Dauerhaft ruhig wird es nur, wenn die Duftmarken entfernt und die Zugänge verschlossen sind – am Haus erst, wenn keine Jungtiere mehr drin sind.

Marder oder ein anderer Untermieter?

Hinter Lärm auf dem Dachboden steckt meist der Steinmarder – aber nicht immer. Siebenschläfer und Waschbär machen ähnliche Probleme, für sie gelten andere Regeln.

Steinmarder (Martes foina) mit weißem, gegabeltem Kehlfleck und heller Nase
Steinmarder (Martes foina) mit weißem, gegabeltem Kehlfleck und heller Nase

Steinmarder

Martes foina

Größe
40–50 cm, dazu 21–27 cm buschiger Schwanz; 1–2,4 kg
Erkennungs­merkmal
Graubraun; weißer, unten meist gegabelter Kehlfleck, der bis auf die Vorderbeine reicht; fleischfarbene Nase
Lebensraum
Dörfer und Städte: Dachböden, Scheunen, Garagen, Holzstapel und Motorräume

Was tun? Der typische Haus- und Automarder. Duftmarken entfernen, vergrämen und Zugänge verschließen. Fangen und töten dürfen nur Berechtigte nach Jagdrecht.

Steckbrief im Lexikon →
Baummarder (Martes martes) mit gelbem, abgerundetem Kehlfleck und dunkler Nase
Baummarder (Martes martes) mit gelbem, abgerundetem Kehlfleck und dunkler Nase

Baummarder

Martes martes

Größe
Etwa so groß wie der Steinmarder
Erkennungs­merkmal
Dunkel kastanienbraun; gelber bis goldgelber, unten abgerundeter Kehlfleck, der nicht auf die Beine reicht; dunkle Nase
Lebensraum
Große, zusammenhängende Wälder; in Siedlungen kaum anzutreffen

Was tun? Im Haus oder Auto ist fast nie der Baummarder der Verursacher. Auch er unterliegt dem Jagdrecht – lass ihn in Ruhe.

Steckbrief im Lexikon →
Siebenschläfer (Glis glis) mit grauem Fell, großen dunklen Augen und buschigem Schwanz
Siebenschläfer (Glis glis) mit grauem Fell, großen dunklen Augen und buschigem Schwanz
Besonders geschützt

Siebenschläfer

Glis glis

Größe
12–19 cm, buschiger Schwanz etwa zwei Drittel so lang
Erkennungs­merkmal
Kleiner als ein Eichhörnchen; aschgrau mit weißem Bauch, große dunkle Augen mit dunklem Ring, buschiger grauer Schwanz
Lebensraum
Laubwälder, Gärten und Obstwiesen; im Haus in Zwischendecken, Kabelschächten und auf Dachböden

Was tun? Keckert und pfeift in Sommernächten, hält etwa von Oktober bis April Winterschlaf. Fangen und töten ist verboten. Zugänge erst verschließen, wenn die Tiere draußen sind – im Zweifel die Naturschutzbehörde fragen.

Steckbrief im Lexikon →
Waschbär (Procyon lotor) mit schwarzer Gesichtsmaske und geringeltem Schwanz
Waschbär (Procyon lotor) mit schwarzer Gesichtsmaske und geringeltem Schwanz

Waschbär

Procyon lotor

Größe
46–70 cm, Schwanz 15–30 cm; 4–7 kg
Erkennungs­merkmal
Katzengroß und kräftig; schwarze Gesichtsmaske, schwarz geringelter buschiger Schwanz
Lebensraum
Wälder in Wassernähe, Parks und zunehmend Städte – dort auch auf Dachböden und in Schuppen

Was tun? Deutlich größer und lauter als ein Marder, plündert Mülltonnen. Er unterliegt in fast allen Bundesländern dem Jagdrecht: Zugänge sichern, Tonnen verschließen, kein Futter draußen lassen.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten den Marder loswerden

  1. Schritt 1: Tier bestimmen und Spuren sichern

    Achte auf Kotplätze, längliche Pfotenabdrücke mit Krallenspuren, zerrissene Dämmung, quer aufgebissene Eier und Lärm in der Dämmerung. Beobachte abends von außen, wo das Tier ein- und aussteigt. Schließ Siebenschläfer und Waschbär aus – für sie gelten andere Regeln.

  2. Schritt 2: Duftmarken entfernen

    Lass nach einem Marderschaden den Motorraum gründlich reinigen. Auf dem Dachboden entfernst du Kot, Urin und Beutereste mit Handschuhen und tauschst verschmutzte Dämmung aus.

  3. Schritt 3: Ort unattraktiv machen

    Bring Duftmittel nach Etikett im Unterschlupf, in der Garage oder im Motorraum aus und erneuere sie regelmäßig. Am Auto helfen zusätzlich Schutzschläuche, ein Hochspannungsgerät aus der Werkstatt oder ein Maschendraht unter dem Stellplatz.

  4. Schritt 4: Zugänge dauerhaft verschließen

    Ist der Marder draußen und sind keine Jungtiere drin, verschließt du alle Öffnungen ab etwa 5 cm mit stabilem, fest verschraubtem Gitter. Mach vorher etwas Lärm und gib dem Tier Zeit zu gehen. Äste und Rankhilfen am Dach entfernen.

  5. Schritt 5: Kontrollieren und vorbeugen

    Prüf in den folgenden Wochen, ob es ruhig bleibt und keine neuen Schäden auftreten – Marder kommen oft erst nach Wochen zurück. Garage nachts schließen, kein Tierfutter draußen lassen, Müll- und Komposttonnen geschlossen halten. Im Frühjahr besonders aufmerksam sein.

Marder: das Wichtigste in Kürze

  • Dauerhaft hilft nur ein verschlossener Zugang – Duftmittel verschaffen dir Zeit.
  • Im Auto zuerst die Duftmarken entfernen: Der Geruch eines Rivalen löst die meisten Bissschäden aus.
  • Nie einen Marder einsperren und nie Jungtiere vom Muttertier trennen – von März bis Juni besonders aufpassen.
  • Der Marder unterliegt dem Jagdrecht: Fangen und Töten nur durch Berechtigte mit Genehmigung.
  • Nicht jedes Poltern ist ein Marder – der Siebenschläfer ist besonders geschützt.
  • Futter lockt an: Katzen- und Igelfutter, offener Müll und frei zugängliche Hühnereier gehören weggeräumt.

Häufige Fragen zu Mardern

Woran erkenne ich einen Marder im Haus?

Typisch sind Poltern, Kratzen und Trappeln in der Dämmerung und nachts, während der Jungenaufzucht im Frühjahr auch tagsüber. Dazu kommen Kotplätze mit starkem Geruch, zerrissene oder herausgezogene Dämmung, Federn, Knochen und Eierschalen. Marder beißen Eier quer auf, die Öffnung wirkt eckig. Ihre Pfotenabdrücke sind länglich und zeigen Krallenspuren – bei Katzen sind sie rund und ohne Krallen.

Wie sieht Marderkot aus?

Marderkot ist etwa 8 bis 10 cm lang und 1 bis 1,5 cm dick, wurstförmig, oft gedreht und an einem Ende spitz ausgezogen. Je nach Nahrung enthält er Haare, Federn, Kerne oder Beerenreste. Marder setzen ihn gern gehäuft an festen Kotplätzen ab. Igelkot ist kleiner, meist schwarz und enthält oft glänzende Insektenreste. Katzen vergraben ihren Kot in der Regel.

Welche Geräusche macht ein Marder?

Meist hörst du ein Poltern, Kratzen und schnelles Trappeln über der Decke, vor allem wenn der Marder abends sein Versteck verlässt und nachts zurückkehrt. In der Paarungszeit im Juli und August können Marder laut fauchen und kreischen. Im Frühjahr fiepen die Jungtiere im Nest. Keckern und Pfeifen in Sommernächten deutet eher auf Siebenschläfer hin.

Darf man einen Marder fangen oder töten?

Nicht ohne Weiteres. Der Steinmarder gehört zum jagdbaren Wild. Auf Grundstücken und in Gebäuden – dem sogenannten befriedeten Bezirk – ruht die Jagd. Fangen oder Töten ist dort nur mit Genehmigung oder Sachkunde nach dem jeweiligen Landesjagdgesetz erlaubt und nie während der Schonzeit. In einigen Bundesländern sind Totschlagfallen verboten, und ein lebend gefangener Marder darf oft weder mitgenommen noch woanders freigelassen werden. Verstöße können mit Bußgeld oder Strafe geahndet werden. Ansprechpartner sind die untere Jagdbehörde und Jäger vor Ort.

Was hilft gegen Marder im Auto?

Lass zuerst den Motorraum gründlich reinigen, denn die Duftmarke eines anderen Marders reizt zum Zubeißen. Als wirkungsvoll gelten Hochspannungsgeräte, die die Werkstatt einbaut, und Schutzschläuche aus hartem Kunststoff über gefährdeten Kabeln. Ein Maschendraht auf einem Rahmen unter dem geparkten Auto hält Marder ebenfalls ab. Duftkugeln oder Marderspray kannst du ergänzend einsetzen. Am besten parkst du nachts in einer geschlossenen Garage.

Warum beißen Marder Kabel und Schläuche durch?

Hunger ist es nicht. Junge Marder erkunden und spielen, indem sie an allem knabbern. Die schweren Schäden entstehen meist, wenn ein Männchen im Motorraum den Geruch eines Rivalen wahrnimmt und aggressiv zubeißt. Das passiert oft, wenn das Auto zwischen zwei Marderrevieren hin und her parkt, und besonders im Frühjahr.

Wirken Marderspray, Duftkugeln und Ultraschall?

Duftstoffe sollen den Ort für den Marder unattraktiv machen und Reviermarkierungen überdecken. Wie gut das im Einzelfall klappt, ist unterschiedlich – belastbare Wirksamkeitsnachweise gibt es bislang weder für Duftstoffe noch für Ultraschallgeräte, und Marder gewöhnen sich an vieles. Nutze sie deshalb als Ergänzung: zuerst reinigen, dann vergrämen und am Ende die Zugänge verschließen.

Helfen Hausmittel wie Hundehaare oder WC-Steine?

Hundehaare und Hundeurin haben sich als wirkungslos erwiesen. Für WC-Steine und ähnliche Hausmittel gibt es keine Belege. Auf dem Dachboden kann menschliches Haar vom Friseur, in alte Nylonstrümpfe gefüllt und an die Zugänge gelegt, den Ort unattraktiver machen.

Wann darf ich den Zugang zum Dachboden verschließen?

Erst wenn der Marder sicher draußen ist und keine Jungtiere mehr im Versteck sind. Die Jungen kommen im März oder April zur Welt und bleiben rund drei Monate im Nest – sperrst du in dieser Zeit die Mutter aus, verhungern sie. Beobachte abends, ob das Tier ausgezogen ist, mach vor dem Verschließen etwas Lärm und lass ihm Zeit zu gehen. Ein eingesperrter Marder richtet großen Schaden an.

Sind Marder gefährlich?

Marder sind scheu und gehen Menschen aus dem Weg. Fass sie trotzdem nie an – in die Enge getrieben können sie beißen. Das größere Problem sind Kot, Urin und Beutereste: Sie riechen stark und können Krankheitserreger wie Wurmeier enthalten. Entferne sie deshalb nur mit Handschuhen. Für den Garten ist der Marder übrigens auch nützlich, weil er viele Mäuse und Ratten frisst.

Wie werde ich Mardergeruch los?

Der Geruch kommt fast immer von Kotplätzen, Urin und Beuteresten. Entferne alles gründlich mit Handschuhen, wisch die Flächen nass ab und tausche durchnässte Dämmung aus – sie hält den Geruch lange. Erst danach lohnt es sich, Duftmittel auszubringen und die Zugänge zu verschließen, sonst kehrt der Marder an seinen markierten Platz zurück.

Wann sind Marder am aktivsten?

Marder sind das ganze Jahr aktiv und halten keinen Winterschlaf. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Die meisten Schäden am Auto gibt es im Frühjahr, wenn die Männchen ihre Reviere ausdehnen. Laut wird es auf dem Dachboden vor allem während der Jungenaufzucht im Frühjahr und in der Paarungszeit im Sommer.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Unser Wissensmagazin

  • Patricia Titz

    Marderkot erkennen

    Hat man die Befürchtung, dass ein Marder im eigene Haus oder unter der Motorhaube sein Unwesen treibt? Eine Bestätigung des Verdachts findet man zum Beispiel über den Kot, den man im Garten, auf dem Dachboden oder in der Nähe des...

  • Patricia Titz

    Mardergeräusche erkennen

    In diesem Blogbeitrag wird erklärt, ob ein Marder im Haus Geräusche verursacht und wie man ihn aufgrund dessen erkennt. Dies ist jedoch nicht immer einfach, da ein Marder nur in bestimmten Situationen Laute von sich gibt. Um welche es sich...

  • Moritz Maur

    Darf man Marder töten? Rechtslage und erlaubte Abwehr

    Marder verursachen jährlich riesige Schäden. Alleine 2023 ging von Mardern ein Schaden in Höhe von rund 128 Millionen Euro aus - und das nur an kaskoversicherten PKW in Deutschland. Die Tiere können sich in deinem Dach, Auto und Garten breit...

  • Patricia Titz

    Marderabwehr fürs Auto – welche Methoden funktionieren und welche nicht?

    Marder - lästige, aber für den Mensch ungefährliche RaubtiereDer Marder ist ein neugieriges Raubtier und ein Verwandter des Hundes. Allerdings hat er mit dem Hund aus unserer Sicht wenig gemeinsam und steht den Menschen nicht wirklich zu Diensten – ganz...

  • Patricia Titz

    Mardergeruch, Kot und Schäden beseitigen

    Mardergeruch, sein Kot und Urin sind sehr unangenehm. Es gibt jedoch einige Methoden und Möglichkeiten, diese zu beiseitigen. Diese Informationen sind auch dann wichtig, wenn der Marder erfolgreich vertrieben wurde, denn auch dann ist der strenge Eigengeruch vom Marder immer...

Weitere beliebte Kategorien