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Deine Katze kratzt sich, schüttelt den Kopf oder hat Durchfall? Hier findest du Flohkamm, Repellents und Umgebungssprays für Liegeplätze – was bei welchem Anzeichen hilft und wann die Tierarztpraxis gefragt ist, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

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Ratgeber Katze

Katze kratzt sich? Flöhe, Milben, Zecken und Giardien richtig angehen

Hinter Kratzen, Kopfschütteln oder Durchfall stecken bei Katzen oft Parasiten. Dein Tier selbst behandelt die Tierarztpraxis mit Tierarzneimitteln, die für Katzen zugelassen sind. Du kümmerst dich um das Umfeld: Liegeplätze, Katzenklo und Wohnung – dort sitzt bei Flöhen und Giardien ein Großteil des Problems. Hier findest du die Schnellwahl nach Anzeichen, alle Maßnahmen im Vergleich und einen 5-Schritte-Plan.

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Schnellwahl: Was beobachtest du bei deiner Katze?

Katze kratzt sich, schwarze Krümel im Fell

Flöhe prüfen, Tierarztpraxis, Umgebung mitbehandeln

Kämme das Fell mit einem Flohkamm über einem feuchten, weißen Tuch aus. Färben sich die schwarzen Krümel rötlich, ist es Flohkot. Die Katze selbst behandelt die Tierarztpraxis mit einem katzengeeigneten Mittel. Gleichzeitig saugst du Liegeplätze, Teppiche und Polster gründlich und behandelst sie mit einem Umgebungsspray – nie das Tier damit einsprühen. Mehr dazu in der Kollektion Flöhe.

Kopfschütteln, dunkle krümelige Beläge im Ohr

Verdacht auf Ohrmilben: ab in die Tierarztpraxis

Dunkelbraune, kaffeesatzartige Beläge im Ohr, Kratzen an den Ohren und häufiges Kopfschütteln sprechen für Ohrmilben. Die Diagnose stellt die Tierarztpraxis, behandelt wird mit Tierarzneimitteln. Ohrmilben gehen leicht auf andere Katzen und Hunde im Haushalt über, deshalb lässt du alle Kontakttiere mit untersuchen. Gib nichts ins Ohr, solange nicht geklärt ist, ob das Trommelfell intakt ist.

Orangerote Pünktchen an Pfoten oder Ohrrändern nach dem Freigang

Herbstmilben: Repellent vor dem Freigang

Winzige orangerote Pünktchen zwischen den Zehen, an den Ohrrändern oder am Bauch sind meist Larven der Herbstmilbe, auch Grasmilbe genannt. Sie warten vom Hochsommer bis in den Herbst im Gras. Ein Repellent-Spray vor dem Freigang soll sie fernhalten. Bei Katzen sprühst du zwischen die Schulterblätter, damit sie nichts ablecken, und sparst Kopf und Augen aus. Krusten oder entzündete Haut gehören in die Tierarztpraxis.

Zecke an der Katze entdeckt

Zügig entfernen, Stelle beobachten

Fass die Zecke mit einer Zeckenzange dicht über der Haut und zieh sie langsam und gerade heraus. Kein Öl, Klebstoff oder Alkohol auftragen, das reizt die Zecke nur. Beobachte die Stichstelle einige Tage. Zum vorbeugenden Schutz berät dich die Tierarztpraxis, denn viele Zeckenmittel für Hunde sind für Katzen ungeeignet. Ein Repellent mit Zitroneneukalyptus hält laut Produktangabe bis zu 24 Stunden. Mehr in der Kollektion Zecken.

Durchfall – Giardien nachgewiesen

Tierarztpraxis plus strenge Hygiene

Giardien behandelt die Tierarztpraxis. Damit sich deine Katze nicht immer wieder ansteckt, entfernst du Kot sofort, reinigst das Katzenklo täglich mit heißem Wasser und wechselst die Streu komplett. Decken und Kissen wäschst du heiß und lässt alles gut trocknen. Für Liegeplätze gibt es ein Desinfektionsspray für tiernahe Flächen, das du nicht am Tier anwendest. Mehr in der Kollektion Giardien.

Schuppen, kahle Stellen oder Krusten im Fell

Ursache in der Tierarztpraxis klären lassen

Wandernde weiße Schuppen, vor allem bei langhaarigen Katzen, können auf Pelzmilben hinweisen. Ähnlich sehen Hautpilz, Allergien oder Haarlinge aus. Welche Ursache dahintersteckt, klärt die Tierarztpraxis, oft mit einer Haut- oder Fellprobe. Pelzmilben können vorübergehend auch auf Menschen übergehen und juckende Pusteln auslösen. Wasch Decken und Liegeplätze heiß und sauge gründlich.

Alle Maßnahmen im Vergleich

Für Katzen gilt: Das Tier behandelt die Tierarztpraxis, die Umgebung behandelst du. Repellent-Sprays sollen Parasiten fernhalten, sie ersetzen bei Befall keine Behandlung.

MaßnahmeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Tierarzneimittel (Spot-on, Tablette) Wirkstoffe auf oder im Tier töten Parasiten ab oder halten sie für Wochen fern. Bei Flöhen, Ohrmilben, Pelzmilben, Würmern und Giardien – nach Diagnose und Beratung in der Tierarztpraxis Nur Mittel verwenden, die für Katzen zugelassen sind. Viele Floh- und Zeckenmittel für Hunde enthalten Permethrin, das für Katzen lebensgefährlich ist.
Flohkamm Die eng stehenden Zinken kämmen Flöhe, Flohkot und Schuppen aus dem Fell. Befall erkennen und den Erfolg einer Behandlung kontrollieren Über einem feuchten, weißen Tuch kämmen. Ausgekämmte Flöhe sofort in Spülwasser abstreifen.
Staubsaugen und heiß waschen Entfernt Floheier, Larven, Milben und Giardien-Zysten aus Liegeplätzen, Teppichen und Polstern. Während jeder Behandlung täglich, danach regelmäßig Beutel sofort verschlossen entsorgen. Decken und Kissen bei 60 °C waschen, wenn das Material es zulässt, und gut trocknen lassen.
Umgebungsspray Trifft Flöhe auf behandelten Textilien, Liegeplätzen und Teppichen. Nach dem Saugen auf Schlafplätzen, Teppichen und Polstern Nie auf die Katze sprühen. Katze aus dem Raum bringen, trocknen lassen, lüften und nach Etikett wiederholen.
Repellent fürs Fell Duftstoffe wie Geraniol oder Zitroneneukalyptus sollen Flöhe, Zecken oder Herbstmilben vom Fell fernhalten. Vorbeugend vor dem Freigang, vor allem in der Herbstmilben- und Zeckenzeit Wirkt nur für Stunden und tötet keine Parasiten. Bei Katzen zwischen die Schulterblätter sprühen, Kopf und Augen aussparen.
Zeckenzange Fasst die Zecke dicht über der Haut, sodass du sie ohne Quetschen herausziehen kannst. Sobald du eine Zecke findest – je früher, desto besser Nicht drehen und quetschen, kein Öl oder Klebstoff auftragen. Stichstelle einige Tage beobachten.
Hygiene am Katzenklo Giardien-Zysten werden mit dem Kot ausgeschieden und sind sofort ansteckend. Bei Giardien während der Behandlung und einige Wochen danach Kot sofort entfernen, Klo täglich heiß reinigen und gut trocknen lassen. Nach dem Saubermachen Hände waschen.
Hausmittel (Kokosöl, ätherische Öle, Essig) Gerüche oder Öle sollen Parasiten vertreiben oder abtöten. Nicht als Ersatz für eine Behandlung Eine verlässliche Wirkung ist nicht belegt. Manche ätherischen Öle wie Teebaumöl sind für Katzen giftig.

Warum das Fell allein nicht reicht

Illustration: Eine getigerte Katze liegt auf einer hellen Decke und wird mit einem feinen Flohkamm gekämmt, daneben ein feuchtes weißes Tuch
Illustration: Eine getigerte Katze liegt auf einer hellen Decke und wird mit einem feinen Flohkamm gekämmt, daneben ein feuchtes weißes Tuch

Viele Katzenparasiten verbringen nur einen Teil ihres Lebens auf dem Tier. Der Rest steckt im Umfeld – und von dort steckt sich die Katze immer wieder neu an.

  • Flöhe: Erwachsene Flöhe springen zum Blutsaugen auf die Katze. Eier, Larven und Kokons liegen dagegen in Liegeplätzen, Teppichen und Ritzen. Ein Befall endet deshalb erst, wenn Tier und Umgebung gleichzeitig behandelt werden.
  • Herbstmilben: Nur die winzigen Larven befallen Katzen, Hunde und Menschen. Sie warten vom Hochsommer bis in den Herbst im Gras und heften sich an Pfoten, Ohrränder und Bauch.
  • Ohr- und Pelzmilben: Sie leben auf dem Tier und gehen bei Kontakt auf andere Tiere über. Außerhalb ihres Wirts überleben Pelzmilben höchstens etwa zwei Tage, Liegeplätze und Decken solltest du trotzdem heiß waschen.
  • Giardien: Die Zysten werden mit dem Kot ausgeschieden und sind sofort ansteckend. In feuchter, kühler Umgebung bleiben sie wochenlang infektiös, auch im Fell rund um den After.

Daraus folgt: Tier in der Tierarztpraxis behandeln lassen, Umgebung gleichzeitig gründlich reinigen und mehrere Wochen dranbleiben.

Welcher Parasit ist es?

Die häufigsten Parasiten, die du bei Katzen selbst erkennen kannst. Ohrmilben, Pelzmilben und Giardien sieht man nicht mit bloßem Auge – hier hilft die Tierarztpraxis.

Katzenfloh (Ctenocephalides felis) in Seitenansicht mit Wangen- und Nackenkamm
Katzenfloh (Ctenocephalides felis) in Seitenansicht mit Wangen- und Nackenkamm

Katzenfloh

Ctenocephalides felis

Größe
2–3 mm
Erkennungs­merkmal
Dunkelbraun, seitlich abgeflacht, springt; im Fell oft nur schwarze Krümel (Flohkot) zu sehen
Wo zu finden
Fell, vor allem Rücken und Schwanzansatz; Eier und Larven in Liegeplätzen und Teppichen

Was tun? Tierarztpraxis für das Tier, Umgebung gleichzeitig saugen und behandeln.

Steckbrief im Lexikon →
Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus), Weibchen von oben
Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus), Weibchen von oben

Gemeiner Holzbock (Zecke)

Ixodes ricinus

Größe
Weibchen 3–5 mm, vollgesogen bis 12 mm
Erkennungs­merkmal
Spinnentier mit acht Beinen; Weibchen rotbraun mit dunklem Rückenschild, vollgesogen grau und erbsenförmig
Wo zu finden
Hohes Gras, Gebüsch, Waldrand; an der Katze oft an Kopf, Hals und Ohren

Was tun? Mit der Zeckenzange dicht über der Haut fassen und gerade herausziehen.

Steckbrief im Lexikon →
Larve der Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) von oben, orangerot mit sechs Beinen
Larve der Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) von oben, orangerot mit sechs Beinen

Herbstmilbe (Larve)

Neotrombicula autumnalis

Größe
0,2–0,3 mm
Erkennungs­merkmal
Leuchtend orangerote Pünktchen mit sechs Beinen, oft in Grüppchen
Wo zu finden
Zwischen den Zehen, an Ohrrändern und am Bauch; Hochsommer bis Herbst

Was tun? Repellent vor dem Freigang; bei Krusten oder Entzündungen in die Tierarztpraxis.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten gegen Parasiten bei deiner Katze

  1. Schritt 1: Anzeichen prüfen

    Kämme das Fell mit dem Flohkamm über einem feuchten Tuch aus, schau in die Ohren, prüfe Haut, Pfoten und Kot. Notier dir, was dir auffällt.

  2. Schritt 2: Tierarztpraxis aufsuchen

    Lass die Ursache klären und dein Tier mit einem katzengeeigneten Tierarzneimittel behandeln. Frag nach, ob andere Tiere im Haushalt mitbehandelt werden müssen.

  3. Schritt 3: Umgebung reinigen

    Sauge Liegeplätze, Teppiche, Polster und Kratzbaum gründlich, wasch Decken heiß und reinige das Katzenklo. Lass alles gut trocknen.

  4. Schritt 4: Umgebung behandeln und vorbeugen

    Behandle Schlafplätze und Teppiche bei Flöhen mit einem Umgebungsspray, Liegeplätze bei Giardien mit einem Desinfektionsspray – beides nie auf die Katze. Vor dem Freigang in der Milben- und Zeckenzeit kann ein Repellent helfen.

  5. Schritt 5: Dranbleiben und kontrollieren

    Kämme deine Katze in den folgenden Wochen regelmäßig durch und wiederhole die Reinigung. Bei Giardien besprichst du mit der Tierarztpraxis, wann eine Kotkontrolle sinnvoll ist.

Merksätze

  • Die Katze behandelt die Tierarztpraxis, die Umgebung behandelst du.
  • Floh- und Zeckenmittel für Hunde nie bei Katzen anwenden – viele enthalten Permethrin.
  • Umgebungssprays gehören auf Liegeplätze und Teppiche, nie auf das Tier.
  • Repellents halten Parasiten nur für Stunden fern und töten sie nicht.
  • Bei Kopfschütteln, Krusten oder kahlen Stellen immer in die Tierarztpraxis.
  • Bei Giardien ist tägliche Hygiene am Katzenklo genauso wichtig wie das Medikament.

Häufige Fragen zu Parasiten bei Katzen

Woran erkenne ich, dass meine Katze Flöhe hat?

Typisch sind häufiges Kratzen und Putzen, vor allem am Rücken und Schwanzansatz, und kleine schwarze Krümel im Fell. Kämme die Katze über einem feuchten, weißen Tuch aus: Färben sich die Krümel rötlich, ist es Flohkot. Manchmal siehst du auch einen Floh davonspringen.

Gehen Katzenflöhe auf Menschen über?

Katzenflöhe stechen auch Menschen, vor allem an Beinen und Knöcheln, oft mehrere Stiche in einer Reihe. Auf dem Menschen vermehren sie sich aber nicht. Sie leben auf der Katze und in ihrem Umfeld. Wenn du Tier und Wohnung behandelst, hören auch die Stiche auf.

Was tun bei Ohrmilben bei der Katze?

Dunkelbraune, krümelige Beläge im Ohr und häufiges Kopfschütteln sprechen für Ohrmilben. Lass das in der Tierarztpraxis abklären: Dort wird der Gehörgang untersucht und mit einem Tierarzneimittel behandelt. Weil Ohrmilben leicht übertragen werden, sollten auch andere Katzen und Hunde im Haushalt untersucht werden.

Darf ich Floh- oder Zeckenmittel für Hunde bei meiner Katze verwenden?

Nein. Viele Spot-ons und Sprays für Hunde enthalten Permethrin oder andere Wirkstoffe, die für Katzen lebensgefährlich sind. Verwende nur Mittel, die ausdrücklich für Katzen zugelassen sind, und lass dich in der Tierarztpraxis beraten.

Was hilft gegen Grasmilben bei Katzen?

Gemeint sind meist die Larven der Herbstmilbe. Sie warten vom Hochsommer bis in den Herbst im Gras. Ein Repellent-Spray vor dem Freigang soll sie fernhalten; bei Katzen sprühst du es zwischen die Schulterblätter. Kämme das Fell nach dem Freigang durch. Bei Krusten, Entzündungen oder starkem Juckreiz gehört deine Katze in die Tierarztpraxis.

Hilft Kokosöl gegen Flöhe bei Katzen?

Eine verlässliche Wirkung von Kokosöl gegen einen Flohbefall ist nicht belegt. Es erreicht weder die Eier und Larven in der Umgebung noch ersetzt es ein Tierarzneimittel. Manche Hausmittel wie Teebaumöl sind für Katzen sogar giftig.

Wie reinige ich die Wohnung bei Milben oder Flöhen meiner Katze?

Sauge Liegeplätze, Teppiche, Polster, Kratzbaum und Ritzen gründlich und entsorge den Beutel sofort. Decken und Kissen wäschst du bei 60 °C, wenn das Material es zulässt. Bei Flöhen behandelst du Schlafplätze und Teppiche zusätzlich mit einem Umgebungsspray und wiederholst Saugen und Behandlung über mehrere Wochen.

Wie lange sind Giardien bei Katzen ansteckend?

Solange die Katze Zysten mit dem Kot ausscheidet. Die Zysten sind sofort ansteckend und bleiben in feuchter, kühler Umgebung wochenlang infektiös. Deshalb gehören zur Behandlung durch die Tierarztpraxis tägliche Hygiene am Katzenklo, heiß gewaschene Decken und eine Kotkontrolle nach Absprache.

Wann muss ich mit meiner Katze in die Tierarztpraxis?

Immer bei Krusten, kahlen oder entzündeten Stellen, starkem Juckreiz, Kopfschütteln, Belägen im Ohr, Durchfall oder Gewichtsverlust. Auch wenn du Flöhe findest, gehört die Behandlung der Katze selbst in die Tierarztpraxis. Für Kitten, trächtige, alte oder kranke Katzen gilt das besonders.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Unsere Sprays sind keine Tierarzneimittel – die Behandlung deiner Katze übernimmt die Tierarztpraxis.

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