- Die Raupen erreichen eine Körperlänge von ca. 20 mm und sind grün gefärbt.
- Auf dem Rücken der Raupen verläuft ein schwach ausgeprägter, weiterer Streifen neben einem kräftigen weißen Seitenstreifen.
- Am Hinterleibsende der Raupen befinden sich zwei weiße Zipfel, die an der Spitze rosa gefärbt sind und nach hinten ragen.
- Die Flügel der Falter sind grau gefranst.
- Zu den ähnlichen Arten gehört neben weiteren auch das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und das Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta).
- In Deutschland steht die Art als Vorwarnliste (V) auf der Roten Liste und ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.
- Im österreichischen Vorarlberg wird das Weißbindige Wiesenvögelchen als vom Aussterben bedroht geführt, wobei 2024 nach fünf Jahren Pause erstmals wieder ein Nachweis gelang.1
Weißbindiges Wiesenvögelchen Coenonympha arcania
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Nymphalidae
- Gattung
- Coenonympha
Überblick
Einleitung
Das Weißbindige Wiesenvögelchen oder Perlgrasfalter (Coenonympha arcania) ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Die Art ist in Mittel- und Osteuropa sowie in Teilen Asiens verbreitet und besiedelt vorzugsweise sonnendurchflutete Wälder, Waldränder und verbuschte Trockenrasen. Zu den ähnlichen Arten zählen unter anderem das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) und das Große Wiesenvögelchen (Coenonympha tullia).1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Weißbindiges Wiesenvögelchen Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Das Weißbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania) ist ein kleiner Tagfalter aus der Familie der Nymphalidae, der eine Flügelspannweite von 28 bis 35 mm erreicht. Die Vorderflügeloberseiten der Falter zeigen eine ocker- bis orangebraune Grundfärbung mit einem breiten, dunklen Rand, während die Hinterflügeloberseiten einheitlich dunkelbraun gefärbt sind. Charakteristisch für die Art ist die Unterseite der Hinterflügel, deren basaler Bereich von grau nach orange verläuft und im hinteren Drittel von einer breiten, weißen Binde dominiert wird. An diese weiße Binde grenzen mehrere schwarze Augenflecken, die weiß gekernt sowie orange und schwarz umrandet sind. Vier bis fünf dieser Augenflecken werden zum Außenrand hin von der Binde umflossen, während ein weiterer Augenfleck am Flügelvorderrand auf der innenseitigen Seite der Binde sitzt. Zwischen dieser Augenfleckreihe und der Flügelkante verläuft eine feine, weißgraue Linie, die der Kontur des Außenrandes folgt. Die Unterseiten der Vorderflügel präsentieren sich orange mit leicht gräulichen Rändern und tragen nahe den Flügelspitzen jeweils einen weiteren Augenfleck. Die Fransen der Flügel sind grau gefärbt.1 Die Raupen des Weißbindigen Wiesenvögelchens erreichen eine Länge von ca. 20 mm. Sie besitzen eine grüne Grundfärbung und tragen einen kräftigen weißen Seitenstreifen sowie einen weiteren, jedoch schwächer ausgeprägten Rückenstreifen. Am Hinterleibsende der Raupen ragen zwei charakteristische weiße Zipfel nach hinten, die an ihren Spitzen rosa gefärbt sind. Die Weibchen legen die Eier einzeln oder in kleinen Gruppen auf den Halmen der Futterpflanzen ab. Belastbare morphologische Beschreibungen zu Puppen sowie spezifische sexuelle Dimorphismen abseits der Grundfärbung liegen in der zusammenfassenden Literatur nicht detailliert vor. Zur klaren Abgrenzung gegenüber ähnlichen Arten der Gattung wie dem Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero), dem Großen Wiesenvögelchen (Coenonympha tullia), dem Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus), dem Rotbraunen Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) oder dem Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta) ist insbesondere die Kombination aus der markanten weißen Binde und der spezifischen Anordnung der Augenflecken auf der Hinterflügelunterseite heranzuziehen.1
Porträt
Beschreibung
Das Weißbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania) ist ein tagaktiver Schmetterling aus der Familie der Edelfalter, der in Mittel- und Osteuropa sowie bis nach Transkaukasien verbreitet ist. Im natürlichen Lebensraum zeigt die Art ein typisches Ruheverhalten, bei dem die Falter mit geschlossenen Flügeln auf sonnigen Stellen sitzen und ihre Flügelunterseiten direkt zur Sonne ausrichten, wodurch sie eine sehr schräge Körperhaltung einnehmen. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 28 bis 35 mm. Auf der Vorderflügelunterseite befindet sich nahe den Spitzen je ein weiterer Augenfleck, während die Flügel grau gefranst sind.1 Als artspezifische Besonderheit der Raupen, die eine Länge von ca. 20 mm erreichen, gelten zwei weiße und an der Spitze rosa gefärbte Zipfel, die am Hinterleibsende nach hinten ragen. Neben einem kräftigen weißen Seitenstreifen tragen die grünen Raupen einen weiteren, schwach ausgeprägten Streifen nahe dem Rücken. Die Entwicklung umfasst eine jährliche Generation mit einer Flugzeit von Mitte Mai bis Mitte August. Die Eiablage erfolgt einzeln oder in kleinen Grüppchen auf den Halmen der Futterpflanzen. Als Nahrung dienen den Raupen verschiedene Süßgrasarten wie das Wollige Honiggras (Holcus lanatus) und der Echte Schaf-Schwingel (Festuca ovina). Die Überwinterung erfolgt im jungen Larvenstadium. In ihrem Verbreitungsgebiet besiedeln die Tiere Höhenlagen von bis zu 1.800 m und bevorzugen sonnendurchflutete, lockere Wälder, Waldränder sowie verbuschte Trockenrasen. Zu den nah verwandten Arten der Gattung gehören unter anderem das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero), das Große Wiesenvögelchen (Coenonympha tullia), das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus), das Rotbraunen Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) und das Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta). Belastbare mikroskopische Zusatzdaten über feinstrukturelle Anatomiemerkmale abseits der makroskopischen Färbungs- und Strukturmuster fehlen in der aktuellen Datenlage.1
Systematik
Name & Einordnung
Das Coenonympha arcania wird im deutschen Sprachraum als Weißbindiges Wiesenvögelchen oder Perlgrasfalter bezeichnet. Die Art gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera).1 Belastbare historische Angaben zur genauen Erstbeschreibung, zu Synonymen oder zur Etymologie des wissenschaftlichen Namens fehlen in den vorliegenden Primärquellen, weshalb hierzu keine validen Details aufgeführt werden können. Frühere oder alternative Gattungszuordnungen sind in der aktuellen Datenbasis ebenfalls nicht dokumentiert. Auf internationaler Ebene existieren diverse Trivialnamen, wobei eine genaue regionale Differenzierung in den Quellen nicht spezifiziert wird. Die Art wird zoogeografisch dem euro-anatolischen Chorotyp zugeordnet.1 Weitere historische Nomenklaturdetails müssen wegen unvollständiger Quellenlage an dieser Stelle ausgespart bleiben.
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Das Weißbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania) entwickelt sich in einer Generation pro Jahr und fliegt von Mitte Mai bis Mitte August. Die Falter sind tagsüber aktiv und ruhen mit geschlossenen Flügeln auf sonnigen Standorten, wobei sie sich schräg zur Sonne ausrichten. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln oder in kleinen Grüppchen an den Halmen der Futterpflanzen ab.1 Als Nahrungspflanzen der oligophagen Raupen dienen verschiedene Süßgrasarten wie das Wollige Honiggras (Holcus lanatus) und der Echte Schaf-Schwingel (Festuca ovina).12 Die Raupen erreichen eine Körperlänge von ca. 20 mm und sind grün gefärbt mit einem kräftigen weißen Seitenstreifen sowie zwei rosaspitzigen Zipfeln am Hinterleibsende.1 Nach dem Schlüpfen und einer frühen Wachstumsphase überwintert die Art im Larvalstadium.12 Weitere spezifische Details zur Anzahl der Larvalstadien, zur Dauer der Puppenruhe oder zu exakten Temperaturoptima fehlen in der aktuellen Datenlage. Die Adulten treten als herbivore beziehungsweise nektarsuchende Bestäuber auf.2 Natürliche Mortalitätsfaktoren und Feinde sind in der wissenschaftlichen Literatur für diese Art kaum systematisch quantifiziert. Die Art besiedelt bevorzugt sonnige Wälder, Waldränder und verbuschte Trockenrasen bis in Höhen von 1800 Metern.1
Lebensweise
Verhalten
Das Verhalten von Coenonympha arcania ist stark von Sonneneinstrahlung und thermischen Bedingungen geprägt. Die Falter sitzen ruhend meist mit geschlossenen Flügeln auf sonnigen Stellen. Dabei richten sie ihre Flügelunterseiten direkt zur Sonne aus, wodurch sie eine sehr schräge Position einnehmen.1 Diese Ausrichtung dient vermutlich der optimalen Wärmeregulation. Belastbare Daten zu weiterem artspezifischen Sozial- oder Territorialverhalten liegen aus den Quellen nicht vor.
Lebensweise
Ökologie
Das Coenonympha arcania besiedelt als subnemorale und mesophile Art vorzugsweise sonnendurchflutete, lockere Wälder, Waldränder sowie verbuschte Trockenrasen. Die vertikale Verbreitung reicht dabei vom Tiefland bis in obere montane sowie subalpine Höhenstufen von bis zu 1.800 Metern.12 In diesen Habitaten sind die tagaktiven Falter primär in waldnahen Lichtungen, Heidegebieten und Graslandschaften anzutreffen. Als herbivore Art ernähren sich die Raupen oligophag von verschiedenen Süßgrasarten.2 Zu den spezifischen Wirtspflanzen der Raupen gehören insbesondere das Wollige Honiggras (Holcus lanatus) und der Echte Schaf-Schwingel (Festuca ovina). Die Eiablage erfolgt einzeln oder in kleinen Grüppchen direkt an den Halmen dieser Futterpflanzen. Im Zuge ihres Entwicklungszyklus überwintern die Raupen im jungen Stadium.1 Im erwachsenen Stadium übernehmen die Falter als Bestäuber eine Funktion im Ökosystem.2
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Coenonympha arcania erstreckt sich über Mittel- und Osteuropa sowie durch das gemäßigte Asien bis nach Transkaukasien. Im europäischen Raum reicht das Areal von Nordspanien im Westen bis nach Südschweden im Norden. Zudem besiedelt die Art das gesamte Festland Italiens und kommt in der Türkei vor. Chorologisch wird das Verbreitungsgebiet als euro-anatolisch eingestuft. In Deutschland und im DACH-Raum ist die Art flächendeckend verbreitet, zeigt jedoch gebietsweise rückläufige Tendenzen. So wird Coenonympha arcania in der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland auf der Vorwarnliste geführt. In Vorarlberg (Österreich) gilt die Art sogar als vom Aussterben bedroht, wobei dort nach mehrjährigen Lücken wieder Nachweise gelingen. Als typische Habitate bevorzugt der Falter sonnendurchflutete und lockere Wälder sowie deren Ränder. Darüber hinaus besiedelt er verbuschte Trockenrasen und offene Graslandschaften. Die vertikale Verbreitung reicht vom Flachland bis in subalpine Höhenstufen, wobei die Tiere in Abhängigkeit von den regionalen Temperaturen in Höhen von bis zu 1.800 Metern anzutreffen sind. Nach Datenlage umfasst das Spektrum subnemorale bis montane Habitate, darunter lichte Waldbereiche und Lichtungen. Belastbare Daten zu spezifischen Habitatpräferenzen in landwirtschaftlich intensiven oder urbanen Räumen fehlen, da entsprechende Vorkommen in Beobachtungsdaten nicht verzeichnet sind. Die Raupen nutzen als Wirtspflanzen verschiedene Süßgrasarten wie das Wollige Honiggras (Holcus lanatus) und den Echten Schaf-Schwingel (Festuca ovina).1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Das Weißbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania) zeigt eine ausgeprägte jahreszeitliche Bindung an die warmen Monate im Jahresverlauf. Die Falter fliegen jährlich in einer Generation und werden von Mitte Mai bis Mitte August beobachtet. Ergänzende ökologische Aufzeichnungen bestätigen das Hauptauftreten der Adulten in den Sommermonaten von Juni bis August.1 Für die Larvalentwicklung ist belegt, dass die Raupen nach dem Schlüpfen und Heranwachsen in jungen Stadien überwintern.12 Als Futterpflanzen für die herbivoren Larven dienen verschiedene Süßgrasarten wie das Wollige Honiggras (Holcus lanatus) und der Echte Schaf-Schwingel (Festuca ovina).1 Das öffentliche und wissenschaftliche Interesse zeigt im Jahresverlauf deutliche Peaks, wobei erhöhte Suchanfragen insbesondere im April verzeichnet werden.3
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Das Weißbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania) ist ein tagaktiver Schmetterling aus der Familie der Nymphalidae und stellt weder einen Schädling noch einen Lästling dar. Die Art hat keinerlei wirtschaftliche oder medizinische Bedeutung, da weder von den adulten Faltern noch von den Raupen Schäden an Kulturpflanzen ausgehen. Belastbare Daten zu Schadbildern oder hygienischen Risiken fehlen folglich gänzlich. Die Raupen ernähren sich als Herbivoren oligophag von Süßgrasarten wie dem Wolligen Honiggras (Holcus lanatus) und dem Echten Schaf-Schwingel (Festuca ovina), ohne dabei nennenswerte Bestandsabbrüche in der Land- oder Forstwirtschaft zu verursachen. Aufgrund dieser ökologischen Einordnung existieren weder Präventionsmaßnahmen, Monitoring-Methoden noch Bekämpfungsstrategien gegen die Art. Im Gegenteil ist das Coenonympha arcania in seinem Bestand gefährdet und in Deutschland auf der Vorwarnliste (Rote Liste BRD: V) geführt. Zudem unterliegt die Art nach der Bundesartenschutzverordnung einem besonderen Schutz. In bestimmten regionalen Gebieten wie Vorarlberg in Österreich gilt sie sogar als vom Aussterben bedroht. Aus diesen naturschutzrechtlichen Gründen sind jegliche chemische oder physikalische Bekämpfungsmaßnahmen unzulässig und die Erhaltung der Habitate wie lichte Wälder und verbuschte Trockenrasen geboten.1
Nachweise
Quellen & Referenzen
- de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fbindiges_Wiesenv%C3%B6gelchen
- gbif.org/species/7728366
- Aggregierte Zeitreihen-Analyse zum Suchinteresse in Deutschland