- Wissenschaftlicher Name: Zygiella x-notata (Clerck, 1757), GBIF: akzeptiert23
- Familie: Echte Radnetzspinnen (Araneidae), Ordnung Araneae3
- Körperlänge: Weibchen etwa 5 bis 11 mm, Männchen bis etwa 7 mm12
- Netz: Radnetz mit freiem Sektor und Signalfaden, meist in der oberen Hälfte12
- Beute: vor allem Fluginsekten, besonders Fliegen2
- Aktivität erwachsener Tiere: Juli bis Spätherbst, in warmen Regionen ganzjährig12
- Lebensdauer erwachsener Weibchen: etwa 5 bis 7 Monate2
- Lebensraum: Fenster, Mauern, Zäune, Lampen, Sträucher12
- OpenInsect-Scans bisher: 5 (zuletzt 25.09.2026)
Sektorspinne Zygiella x-notata
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Spinnentiere (Arachnida)
- Ordnung
- Webspinnen (Araneae)
- Familie
- Araneidae
- Gattung
- Zygiella
- Art
- Zygiella x-notata
Wissenschaftlicher Name Zygiella x-notata (Clerck, 1757)
Überblick
Einleitung
Die Sektorspinne (Zygiella x-notata) ist eine Radnetzspinne aus der Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae), die sich besonders gern an Fensterrahmen, Mauern, Zäunen und Lampen in Siedlungsnähe aufhält.123 Ihr Netz fällt durch einen Sektor ohne Spiralfäden auf, durch den ein Signalfaden zum Versteck der Spinne führt.12 Mit einer Körperlänge von etwa 5 bis 11 mm ist sie mittelgroß, die Tiere sind gelbbraun mit einer blattartigen Zeichnung auf dem Hinterleib.12
Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und wird häufig an Gebäuden entdeckt. Zu den ähnlich gebauten Radnetzspinnen im Lexikon zählen die Gartenkreuzspinne und die Brückenspinne; die Gesamtübersicht bieten die Spinnen.
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Sektorspinne Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Weibchen der Sektorspinne sind etwa 5 bis 11 mm lang, Männchen erreichen nach englischsprachigen Angaben bis zu etwa 7 mm.12 Der Vorderkörper (Prosoma) ist gelbbraun, auf dem Hinterleib liegt eine blattartige Zeichnung.12 Der Hinterleib der Weibchen schimmert silbrig; dieser Glanz geht auf Guanin-Kristalle zurück.2 Die Beine sind grau gebändert, auf der Oberseite des Hinterleibs verlaufen dunkelgraue Wellenmuster.2
Männchen sind kleiner, dunkler auf der Oberseite, mit dunkelbraunen Beinen und Vorderkörper und einem kleineren, helleren, glänzend cremefarbenen Hinterleib.2 Das sicherste Erkennungsmerkmal ist das Netz: Es besitzt einen Sektor ohne Spiralfäden, der meist in der oberen Hälfte liegt und von einem Signalfaden durchzogen wird.12 Die Spinne sitzt in einem Versteck in der Netzecke und hält Kontakt zum Signalfaden.12
Systematik
Namen & Einordnung (kurz)
Der wissenschaftliche Name lautet Zygiella x-notata (Clerck, 1757). Carl Clerck beschrieb die Art in seinem Werk „Aranei Svecici“ zunächst als Araneus x-notatus.23 Im Deutschen heißt sie Sektorspinne, im Englischen „missing sector orb weaver“ oder „silver-sided sector spider“.12 Systematisch gehört sie zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und zur Familie Araneidae; GBIF führt den Namen als akzeptiert.3
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Das Radnetz der Sektorspinne besteht aus etwa 25 bis 30 Speichen und besitzt zwei benachbarte Sektoren ohne Spiralfäden. Durch diese zieht ein kräftiger Signalfaden, dessen Länge mit etwa 4 bis 50 cm angegeben wird.12 Die Spinne wartet am Ende des Signalfadens in ihrem Versteck, bis Erschütterungen Beute anzeigen. Dann läuft sie rasch zur Beute, beißt sie meist in den Vorderkörper, wickelt sie ein und trägt sie ins Versteck.12 Zur Beute gehören vor allem Fluginsekten, besonders Fliegen.2 Nachts sitzt die Spinne in der Netzmitte; das Netz wird meist am Ende der Nacht erneuert, sodass es ungefähr einen Tag Bestand hat.12
Männchen und Weibchen werden häufig gemeinsam in einem Gespinst angetroffen. Das Männchen wirbt durch Zupf- und Trommelsignale auf einem Paarungsfaden am Netz des Weibchens.12 Die Eier werden in einem Kokon aus mehrlagiger Seide abgelegt; nach englischsprachigen Angaben geschieht das vor allem im September und Oktober, die Jungspinnen schlüpfen im Frühjahr.12 Zur Überwinterung weichen die Quellen voneinander ab: Die deutschsprachige Quelle nennt den Kokon als einzige überwinternde Entwicklungsstufe, die englischsprachige beschreibt überwinternde, den Eikokon bewachende Weibchen.12 Als Fressfeinde werden Wespen angeführt, vor allem die Deutsche Wespe.2
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Die Sektorspinne ist in Europa heimisch und in der westlichen Paläarktis häufig; in Mitteleuropa ist sie weit verbreitet und wird nach Osten hin seltener.12 Sie bevorzugt warme Standorte in der Nähe von Gebäuden, etwa Fensterrahmen, Mauern, Zäune und Außenlampen, kommt aber auch auf Sträuchern und Büschen vor.12 In wärmeren Regionen lebt sie ganzjährig und steht weniger geschützt, zum Beispiel in Gebüschen.1 Englischsprachige Quellen führen darüber hinaus Boote und Anlegestellen als Fundorte auf und verzeichnen die Art unter anderem in Neuseeland und in Teilen Amerikas, wo sie in einigen Küstenregionen als eingeschleppt gilt.2 In der Nähe menschlicher Bauten können sich Ansammlungen von bis zu 25 Tieren je Quadratmeter bilden.2
Aus der OpenInsect-Community liegen zu dieser Art bisher 5 Scans vor; der letzte Scan stammt vom 25. September 2026 aus Oberursel (Taunus).
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Erwachsene Sektorspinnen sind nach deutschsprachigen Angaben von Hochsommer bis Spätherbst zu sehen; englischsprachige Quellen nennen Juli bis Oktober, mitunter bis Dezember.12 Bemerkenswert ist, dass Weibchen ihr Netz fast das ganze Jahr über bauen, was bei Radnetzspinnen ungewöhnlich ist.1 In wärmeren Regionen sind die Tiere ganzjährig aktiv.2 Die Lebensdauer erwachsener Weibchen wird mit etwa fünf bis sieben Monaten angegeben.2
Die OpenInsect-Community hat bisher 5 Scans innerhalb der letzten zwölf Monate erfasst, der jüngste vom 25. September 2026 aus Oberursel (Taunus). Aus dieser kleinen Zahl lassen sich keine saisonalen Häufigkeiten ableiten.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Sektorspinne ist ein Fluginsekten fangender Netzbauer und zählt zur Spinnenfauna an Gebäuden und in Gärten.12 Als Vorrats- oder Pflanzenschädling wird sie in den herangezogenen Quellen nicht beschrieben. Angaben zu Bissen und deren Wirkung beim Menschen enthalten die Quellen nicht. Wer gebissen wird und starke Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen.
Das Netz an Fensterrahmen, Mauern oder Lampen lässt sich mit einem Besen oder Tuch entfernen. Neue Netze entstehen an geeigneten Stellen schnell wieder, da die Spinne ihr Netz fast täglich erneuert.12 Funde lassen sich anhand von Netzform und Hinterleibszeichnung einordnen. Weitere Spinnen an Gebäuden, etwa die Gewächshausspinne, werden im Lexikon gesondert beschrieben.
Nachweise
Quellen & Referenzen
- Wikipedia: Sektorspinne. de.wikipedia.org/wiki/Zygiella_x-notata (abgerufen 30.10.2026)
- Wikipedia: Zygiella x-notata. en.wikipedia.org/wiki/Zygiella_x-notata (abgerufen 30.10.2026)
- GBIF Backbone Taxonomy: Zygiella x-notata (Clerck, 1757). gbif.org/species/2159658