Lexikon-Eintrag

Hasselts Dornspinne Gasteracantha hasselti

Hasselts Dornspinne (Gasteracantha hasselti), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung
Webspinnen (Araneae)
Familie
Araneidae
Gattung
Macracantha

Überblick

Einleitung

Gasteracantha hasselti (Syn.: Macracantha hasselti) ist eine Spinnenart aus der Familie der Radnetzspinnen (Araneidae), die in Asien von Indien bis Indonesien beheimatet ist. Während das Männchen klein und unauffällig ist, erreicht das Weibchen eine Körperlänge von etwa 8 mm und zeichnet sich durch einen auffällig gefärbten, dreieckigen Hinterleib mit sechs charakteristischen schwarzen Randdornen aus.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die hinteren Dornen an den Ecken des Abdomens weisen im Vergleich zu den anderen Randdornen die größte Länge auf.1
  • Das Belegmaterial der Art umfasst unter anderem Exemplare mit den Sammlungsnummern SMF 56653, SMF 56400 und SMF 56666.
  • Wissenschaftliche Nachweise der Art basieren unter anderem auf fotograf dokumentierten Funden sowie gezielten Aufsammlungen im Gelände.2
  • Zoologische Belege der Art wurden unter anderem durch den Arachnologen P. Jäger und J. Altmann dokumentiert.2
  • Die taxonomische Bestimmung einzelner Belegexemplare erfolgte durch N. Scharff.2

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Gasteracantha hasselti zeigt einen ausgeprägten Sexualdimorphismus, der sich in Größe und Färbung der Geschlechter äußert. Das Weibchen erreicht eine Körperlänge von etwa 8 mm, wobei die Beine in dieser Messung nicht berücksichtigt sind. Der Carapace des Weibchens ist dicht mit weißen Haaren bedeckt. Das Abdomen weist eine charakteristische, annähernd dreieckige Form auf. Die Grundfärbung des Abdomens ist leuchtend orange. Auf der Rückseite des Abdomens befinden sich 12 schwarze Flecken, die in zwei Reihen angeordnet sind. Entlang des Abdomenrandes sitzen sechs schwarze Stacheln. Die beiden Stacheln an den hinteren Ecken sind dabei am längsten ausgeprägt. Im Gegensatz dazu ist das Männchen deutlich kleiner und besitzt ein unscheinbares, wenig auffälliges Erscheinungsbild. Belastbare morphologische Detaildaten zu Larven, Puppen und Eiern liegen für diese Art nicht vor. Eine Verwechslung ist aufgrund der artspezifischen Dornen- und Fleckenanordnung auf dem orangefarbenen Abdomen mit anderen Vertretern der Araneidae möglich, jedoch grenzt die Länge der hinteren Randstacheln Gasteracantha hasselti ab.1

Porträt

Beschreibung

Gasteracantha hasselti ist eine auffällige Radnetzspinne aus der Familie der Araneidae, die in Asien von Indien bis nach Indonesien beheimatet ist. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihren stark modifizierten Körperbau auf, der typisch für die Gattung ist. Das Erscheinungsbild der Art wird maßgeblich durch den ausgeprägten Sexualdimorphismus geprägt, bei dem die Männchen klein und unauffällig bleiben, während die Weibchen eine dominante, farbenprächtige Gestalt annehmen. Weibliche Exemplare erreichen eine Körperlänge von üblicherweise etwa 8 mm, gemessen ohne die Beine. Der Carapax der Weibchen weist eine dichte Bedeckung mit weißen Haaren auf, die einen deutlichen Kontrast zur übrigen Färbung bilden. Das Abdomen der weiblichen Spinnen ist grob dreieckig geformt und leuchtend orange gefärbt. Auf der Rückseite des Abdomens befinden sich 12 schwarze Flecken, die in zwei Reihen angeordnet sind. Entlang des Randes des Abdomens sitzen sechs schwarze Dornen, wobei die beiden Dornen an den hinteren Ecken am längsten ausgeprägt sind.1 Diese abdominalen Fortsätze dienen vermutlich als Schutz vor potenziellen Fressfeinden, indem sie die Fressbarkeit für Vögel herabsetzen. Belastbare mikroskopische Details über die Feinstruktur der Haare oder artspezifische Genitalstrukturen fehlen in der aktuellen Literatur weitgehend, da die wissenschaftliche Beschreibung sich primär auf makroskopische Merkmale stützt. Zu den Larvenstadien und der genauen ontogenetischen Entwicklung liegen bisher keine detaillierten publizierten Daten vor. Auch historische Beschreibungen der Erstbeschreibung wurden in den zugänglichen primären Quellen nicht näher systematisch vertieft. Im Vergleich zu anderen Vertretern der Familie Araneidae teilt Gasteracantha hasselti die charakteristischen harten Abdominalstrukturen und die Reduktion der Männchen, unterscheidet sich jedoch klar durch die spezifische Anordnung der 12 schwarzen Flecken und die markanten Randdornen.1 Da systematische Freilandstudien zur Ökologie und zum Verhalten rar sind, basieren die meisten morphologischen Kenntnisse auf Museumsbelegen und Einzelnachweisen.2 Weitere anatomische Spezialisierungen der Mundwerkzeuge oder Innengewebe sind bislang nicht im Detail untersucht worden. Die Art fügt sich morphologisch nahtlos in das Konzept der stachelten Radnetzspinnen ein, beansprucht durch ihre spezifische Färbung jedoch ein eigenes Bestimmungsfenster im Verbreitungsgebiet.1

Systematik

Name & Einordnung

Gasteracantha hasselti ist eine Spinnenart aus der Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae).1 Im deutschen Sprachraum wird die Art als Hasselts Dornspinne bezeichnet. Belastbare historische Details zur Erstbeschreibung sowie die vollständige Etymologie und genaue Synonymie sind in den verfügbaren Daten nicht dokumentiert. Die Art wird in einigen taxonomischen Systemen auch unter der alternativen Gattungsbezeichnung Macracantha hasselti geführt. Die Einordnung in die Familie der Araneidae ist wissenschaftlich etabliert.1 Weitere historische Gattungswechsel oder frühere Familienzuordnungen sind in der aktuellen Datenlage nicht systematisch hinterlegt. Trivialnamen in anderen Sprachen werden in der Fachliteratur zu dieser Art kaum standardisiert verwendet. Da spezifische historische Publikationsdaten und Autorenzitate in den vorliegenden Primärquellen fehlen, beschränkt sich die aktuelle Nomenklatur auf die gängigen Kombinationen.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Belastbare Daten zur spezifischen Biologie und zum Lebenszyklus von Gasteracantha hasselti sind in der aktuellen wissenschaftlichen Literatur kaum dokumentiert. Wie bei vielen Vertretern der Familie Araneidae zeigen sich deutliche Geschlechtsdimorphismen, wobei Männchen klein und unauffällig bleiben, während Weibchen durch ein auffälliges, etwa 8 mm langes und dreieckiges Abdomen mit charakteristischen Stacheln gekennzeichnet sind.1 Aussagen zu Paarungsverhalten, Fertilität und den einzelnen Entwicklungsstadien wie Ei, Larve oder Nymphenstadien lassen sich aufgrund fehlender systematischer Untersuchungen nicht treffen. Auch quantitative Angaben zur Entwicklungsdauer, zu temperaturabhängigen Optimumsbedingungen oder zur genauen Lebensdauer der Adulten fehlen vollständig. Die Ernährung basiert aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem für Radnetzspinnen typischen Beutespektrum aus fliegenden Insekten, jedoch existieren keine spezifischen Studien zur Wirtsspezifität oder zu Nahrungssubstraten. Physiologische Besonderheiten wie Diapause oder Kältetoleranz sind für diese Art bisher nicht beschrieben worden. Ebenso liegen keine systematischen Belege zu Mortalitätsfaktoren, natürlichen Feinden oder Parasitoiden vor. Hinsichtlich möglicher Symbiosen oder Assoziationen existieren im wissenschaftlichen Rahmen keine dokumentierten Beobachtungen.

Lebensweise

Verhalten

Belastbare Daten zum spezifischen Verhalten von Gasteracantha hasselti fehlen in der aktuellen Literaturlage weitgehend.12 Bisherige Nachweise dokumentieren lediglich Fundumstände, wie das Sammeln von Exemplaren bei Nacht per Hand oder durch Abstreifen („sweeping“).2 Über artspezifische Verhaltensweisen wie Fortbewegung, Territorialität, Kommunikation oder Abwehrreaktionen existieren keine systematischen Untersuchungen.12

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Gasteracantha hasselti ist ursprünglich in Asien beheimatet und besiedelt ein natürliches Verbreitungsgebiet, das sich von Indien in östlicher Richtung bis nach Indonesien erstreckt.1 Belastbare Daten zu einer Einschleppungshistorie oder einem Vorkommen in Europa sowie der DACH-Region fehlen.2 Die Art ist somit außerhalb ihres natürlichen asiatischen Areals in freier Wildbahn nicht etabliert. In ihrem natürlichen Verbreitungsraum besiedelt die Art vorwiegend tropische Regionen. Spezifische Daten zu Höhenstufen oder genauen Wirtspflanzen sind in der wissenschaftlichen Literatur für diese Art bisher nicht systematisch dokumentiert. Auch ein Vorkommen in menschlichen Siedlungsbereichen oder an Gebäuden wird in den verfügbaren Daten nicht beschrieben. Die globale Verbreitung beschränkt sich auf den asiatischen Raum, wobei Nachweise primär auf das genannte Kerngebiet entfallen. Weitere ökologische Details zum Habitat und zur vertikalen Verbreitung sind derzeit nicht ausreichend untersucht.1

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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Belastbare Daten zur Saisonalität und zur generellen Aktivitätsdynamik von Gasteracantha hasselti sind in der wissenschaftlichen Literatur bislang kaum systematisch untersucht worden.1 Aus vereinzelten Aufsammlungen im Jahresverlauf lässt sich lediglich ableiten, dass adulte Exemplare sowohl im November als auch im März nachgewiesen wurden.2 Spezifische Angaben zu Generationenfolgen, Überwinterungsstadien oder exakten Temperaturabhängigkeiten fehlen in den aktuellen Primärquellen vollständig.12 Beobachtungen einzelner weiblicher Tiere am Abend deuten auf eine nächtliche Aktivität hin.2 Ergänzende Auswertungen zum Suchinteresse verzeichnen geringe Ausschläge im Januar3, was jedoch keine Rückschlüsse auf die tatsächliche biologische Aktivität im Freiland zulässt.

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Gasteracantha hasselti ist eine in Asien von Indien bis Indonesien beheimatete Radnetzspinne aus der Familie der Araneidae.1 Ökonomische Schäden oder eine Funktion als Schädling im Forst- oder Agrarbereich sind für diese Art in der wissenschaftlichen Literatur nicht dokumentiert. Belastbare Daten zu einem spezifischen Schadpotenzial, typischen Schadbildern oder einer medizinischen beziehungsweise gesundheitlichen Relevanz für den Menschen fehlen vollständig. Da es sich um eine frei lebende Webspinne handelt, geht von ihr kein Befall im Sinne von Material-, Vorrats- oder Hygieneschädlingen in menschlichen Behausungen aus. Spezifische Befallsanzeichen, Früherkennungs- oder Monitoring-Methoden wurden für diese Art bisher nicht entwickelt, da sie nicht als Schadorganismus eingestuft wird. Entsprechend existieren keine präventiven baulichen oder hygienischen Maßnahmen, die speziell auf Gasteracantha hasselti ausgerichtet sind. Auch biologische, physikalische oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind in der Fachliteratur nicht beschrieben, da eine Bekämpfung medizinisch oder ökonomisch nicht indiziert ist. Konzepte einer integrierten Schädlingsbekämpfung (IPM) sind für diese Art folglich nicht vorhanden. Rechtliche Aspekte wie Quarantänevorschriften oder Meldepflichten greifen bei Gasteracantha hasselti ebenfalls nicht.

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Macracantha_hasselti
  2. gbif.org/species/2158554