- Wissenschaftlicher Name: Araniella cucurbitina (Clerck, 1757) 13
- Familie/Ordnung: Araneidae, Araneae 3
- Größe: Weibchen etwa 4,5–9,5 mm, Männchen etwa 3,5–4,5 mm 12
- Merkmal: grüner Hinterleib, roter Fleck am Hinterende 12
- Netzdurchmesser: etwa 10 cm 12
- Eikokons: bis zu 3, je etwa 140–160 Eier 1
- Reife Tiere: etwa Mai bis August 12
- Überwinterung: Jungtierstadium 1
- Verbreitung: Paläarktis 2
Kürbisspinne Araniella cucurbitina
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Spinnentiere (Arachnida)
- Ordnung
- Webspinnen (Araneae)
- Familie
- Araneidae
- Gattung
- Araniella
Überblick
Einleitung
Die Kürbisspinne (Araniella cucurbitina) ist eine kleine Radnetzspinne mit glänzend gelblich-grünem Hinterleib, die in Mitteleuropa zu den häufigsten einheimischen Spinnenarten zählt. Sie lebt im Freiland in Gebüschen, Hecken, an Waldrändern und auf Wiesen und baut ihr Netz meist in der Krautschicht oder in niedrigen Sträuchern. 12
Die Art kommt nur gelegentlich in Gebäudenähe vor und gilt nicht als Hausspinne. 12
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Kürbisspinne Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Weibchen sind klein: Wikipedia nennt etwa 6 mm (deutschsprachig) bzw. 4,5–9,5 mm (englischsprachig); die Männchen sind mit etwa 4 mm (3,5–4,5 mm) kleiner und schlanker. 12
Typische Merkmale:
- Hinterleib glänzend gelblich-grün bis grün, beidseits der Mittellinie mit vier bis fünf dunklen, grubenartigen Eindrücken bzw. vier Paaren dunkler Seitenflecken. 12
- Am Hinterleibsende befindet sich bei erwachsenen Tieren ein roter Fleck. 12
- Vorderkörper und Beine grünlich-braun bis hell gelblich bis rotbraun, die Beine tragen lange, kräftige, dunkle Borsten. 12
- Jungtiere sind beim Schlupf hell; nicht geschlechtsreife Tiere sind im Herbst rot oder bräunlich gefärbt, die grüne Färbung entwickelt sich bei den erwachsenen Tieren im Frühjahr. 12
Die Kombination aus grünem Hinterleib und rotem Fleck am Hinterende ist auffällig, reicht aber zur sicheren Unterscheidung von Araniella opisthographa nicht aus. 12
Systematik
Namen & Einordnung (kurz)
Der wissenschaftliche Name lautet Araniella cucurbitina (Clerck, 1757); die Art gehört zur Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae). 13 Das GBIF führt den Namen als akzeptiert in der Ordnung Araneae. 3 Im Deutschen ist neben „Kürbisspinne“ auch die Bezeichnung „Gewöhnliche Kürbisspinne“ üblich; der Name bezieht sich auf den glänzenden, gelblich-grünen Hinterleib, der an einen Kürbis erinnert. 1 Die englische Bezeichnung lautet cucumber green spider. 2
Eine sehr ähnliche Art ist Araniella opisthographa; beide lassen sich nach den Quellen nur anhand der Genitalmorphologie bzw. mikroskopisch sicher unterscheiden. 12 Zur Gattung siehe Kürbisspinne (Gattung). Andere häufige Radnetzspinnen sind etwa die Gartenkreuzspinne und die Spaltenkreuzspinne.
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Die Kürbisspinne baut ein Radnetz mit einem Durchmesser von etwa 10 cm. Es besitzt nach deutschsprachigen Angaben 20 bis 30 Radien (englischsprachig 15–30) und eine Fangspirale mit 10 bis 15 Umgängen und steht schräg bis waagerecht, gelegentlich nur halbkreisförmig. 12 Ein Versteck am Netz fehlt; die Spinne sitzt meist in der Netzmitte und ist durch ihre grüne Färbung gut getarnt. 12
Im Juli legen die Weibchen bis zu drei weißliche bis gelbliche Eikokons in Netznähe ab, die etwa 140 bis 160 Eier enthalten; die Kokons werden häufig an der Blattunterseite befestigt. 12 Die Männchen suchen die Netze der Weibchen auf und warten dort, bis diese paarungsbereit sind. 1 Überwintert wird im Jungtierstadium an Zweigen. 1
Wie bei Radnetzspinnen üblich, fängt das Netz kleine Fluginsekten; konkrete Beutelisten nennen die ausgewerteten Quellen nicht.
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Die Art ist paläarktisch verbreitet: Sie kommt in weiten Teilen Nordwest- und Mitteleuropas, in der Türkei und über Zentralasien bis nach China und Korea vor. 2 In Mitteleuropa gehört sie zu den häufigsten einheimischen Spinnenarten. 1
Lebensräume sind Nadelwälder, Waldränder, Waldlichtungen, Gebüsche und Hecken sowie Offenlandbiotope wie Brachen, Ruderalfluren, Felder, Wiesen, Moore und Sümpfe. 12 Die Netze stehen meist in der Krautschicht oder in Bäumen und Sträuchern bis etwa 3 m Höhe. 1 In der OpenInsect-Community wurden bisher 9 Scans erfasst, der letzte am 28.10.2026 in Sonnenbühl (Baden-Württemberg).
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Geschlechtsreife Tiere sind von Mai bis August zu finden; englischsprachige Quellen nennen Mai bis Juli, wobei Weibchen bis September zu beobachten sein können. 12 Die Eiablage erfolgt im Juli, die Überwinterung im Jungtierstadium. 1 Im Herbst sind die noch nicht erwachsenen Tiere rot oder bräunlich gefärbt und im Herbstlaub gut getarnt. 1
Die OpenInsect-Meldungen sind für eine eigene Saisonaussage zu wenige und zu ungleich verteilt.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Kürbisspinne ist eine Freilandart ohne bekannte Schadwirkung an Vorräten, Textilien oder Bausubstanz. Angaben zu einer medizinischen Bedeutung finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht; bei einem seltenen Biss oder starken Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Gelangt ein Tier in Innenräume, kann es mit Glas und Karton gefangen und im Freien wieder freigesetzt werden. Maßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich. Netze an Fenstern und im Eingangsbereich lassen sich einfach entfernen; Zugänge wie offene Fenster können bei Bedarf mit Insektenschutzgittern versehen werden.
Über den Gefährdungsstatus liefern die ausgewerteten Quellen keine Angaben; die Art gilt in Mitteleuropa als häufig. 1
Nachweise
Quellen & Referenzen
- Wikipedia: Kürbisspinne (Araniella cucurbitina). de.wikipedia.org/wiki/Araniella_cucurbitina (abgerufen 30.10.2026)
- Wikipedia: Araniella cucurbitina (cucumber green spider). en.wikipedia.org/wiki/Araniella_cucurbitina (abgerufen 30.10.2026)
- GBIF Backbone Taxonomy: Araniella cucurbitina (Clerck, 1757). gbif.org/species/2158384