- Die Unterart Melitaea deserticola macromaculata wurde im Jahr 1934 von Belter beschrieben.
- Die Unterart Melitaea deserticola scotti wurde im Jahr 1941 von Higgins beschrieben.1
Afrikanischer Königskerzen-Scheckenfalter Melitaea deserticola
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Nymphalidae
- Gattung
- Melitaea
Überblick
Einleitung
Der Afrikanische Königskerzen-Scheckenfalter (Melitaea deserticola, englisch desert fritillary) ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Die Art ist in Teilen Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens verbreitet. Die Raupen ernähren sich von Pflanzen verschiedener Gattungen wie Linaria, Plantago und Anarrhinum.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Melitaea deserticola ist ein Schmetterling aus der Familie der Nymphalidae, der im nordafrikanischen und nahöstlichen Raum beheimatet ist.1 Aufgrund der extrem dünnen Datenlage zu spezifischen morphologischen Maßen adulter Exemplare fehlen präzise Angaben zu Körpergröße, Flügelspannweite sowie detaillierten Kopf- und Thoraxstrukturen auf Artebene. Belastbare artspezifische Beschreibungen zu Beinen, Abdomen, Sexualdimorphismus, Ei-, Larven- und Puppenstadien liegen in der wissenschaftlichen Literatur derzeit nicht vor. Die Raupen ernähren sich nachweislich von Pflanzen wie Linaria aegyptiaca, Plantago media, Anarrhinum fruticosum sowie weiteren Arten der Gattung Anarrhinum. Differenzialdiagnostische Merkmale zur Abgrenzung von verwechselbaren Arten sind für Melitaea deserticola bisher nicht systematisch dokumentiert. Das Taxon untergliedert sich in mehrere Unterarten wie Melitaea deserticola deserticola in Nordafrika, Melitaea deserticola macromaculata im Nahen Osten und Melitaea deserticola scotti auf der Arabischen Halbinsel.1
Porträt
Beschreibung
Melitaea deserticola ist ein Schmetterling aus der Familie der Nymphalidae, der im deutschen Sprachraum als Afrikanischer Königskerzen-Scheckenfalter bezeichnet wird. Die Art repräsentiert einen typischen Vertreter der Scheckenfalter in ariden und semi-ariden Regionen ihres Verbreitungsgebietes. Im natürlichen Lebensraum zeigt die Art eine Anpassung an trockene Biotope in Nordafrika und Teilen des Nahen Ostens sowie der Arabischen Halbinsel. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Marokko, Algerien, Libyen und Ägypten sowie weiter nach Libanon, Israel, Jordanien, Saudi-Arabien und Jemen. Belastbare morphologische Detaildaten zur mikroskopischen Struktur oder geschlechtsspezifischen Dimorphismen liegen in der untersuchten Primärliteratur nicht vor. Die taxonomische Einordnung unterteilt die Art in mehrere Unterarten, darunter die Nominatform Melitaea deserticola deserticola in Nordafrika. Des Weiteren ist Melitaea deserticola macromaculata in Syrien, Libanon, Israel, Jordanien und im westlichen Saudi-Arabien verbreitet. Als dritte Unterart wird Melitaea deserticola scotti im Jemen und im Oman verzeichnet. Die Larven der Art ernähren sich von verschiedenen Wirtspflanzen, zu denen Linaria aegyptiaca, Plantago media sowie Arten der Gattung Anarrhinum einschließlich Anarrhinum fruticosum gehören. Historische Beschreibungen über spezifische Erstbeschreibungen oder anatomische Sonderanpassungen abseits der dokumentierten Raupenfutterpflanzen sind in der Datenbasis nicht detailliert belegt. Ein systematischer Vergleich mit nah verwandten Arten innerhalb der artenreichen Gattung Melitaea ist auf Basis der vorliegenden Belege für Melitaea deserticola nicht weiter differenziert.1
Systematik
Name & Einordnung
Der Afrikanische Königskerzen-Scheckenfalter ist wissenschaftlich als Melitaea deserticola bekannt und gehört zur Familie der Nymphalidae. Im englischen Sprachraum wird die Art als "desert fritillary" bezeichnet. Die Gattung Melitaea umfasst, je nach circumskriptioneller Auffassung, eine Vielzahl von Arten und wurde historisch sowie taxonomisch intensiv diskutiert, wobei synonyme Gattungsstrukturen wie Mellicta zeitweise als Untergattung geführt werden. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Nordafrika sowie Teile des Nahen Ostens und der Arabischen Halbinsel, unterteilt in mehrere Unterarten wie Melitaea deserticola deserticola, Melitaea deserticola macromaculata und Melitaea deserticola scotti. Belastbare historische Details zur exakten Erstbeschreibung durch einen spezifischen Autor oder das genaue Publikationsjahr fehlen in der aktuellen Datenlage für diese Art. Frühere oder alternative Gattungszuordnungen außerhalb des Genus Melitaea sind für Melitaea deserticola in den vorliegenden Quellen nicht dokumentiert. Deutsche Trivialnamen beschränken sich im Wesentlichen auf den etablierten Namen Afrikanischer Königskerzen-Scheckenfalter. Weitere regionale Varianten oder historische Synonyme auf Artebene sind bisher nicht systematisch verschriftlicht.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Afrikanische Königskerzen-Scheckenfalter (Melitaea deserticola) gehört zur Familie der Nymphalidae und ist in ariden sowie semiariden Regionen Nordafrikas, des Nahen Ostens sowie auf der Arabischen Halbinsel verbreitet. Die Larven dieses Tagfalters sind auf spezifische Wirtspflanzen als Nahrungssubstrat angewiesen. Zu den dokumentierten Futterpflanzen der Raupen gehören Linaria aegyptiaca, Plantago media, Anarrhinum fruticosum sowie weitere Vertreter der Gattung Anarrhinum. Belastbare artspezifische Daten zur genauen Dauer der einzelnen Entwicklungsstadien von Ei, Larve, Puppe und Imago fehlen aufgrund der dünnen Datenlage weitgehend. Gleiches gilt für physiologische Besonderheiten wie spezifische Diapausemechanismen, Kältetoleranzen oder exakte quantitative Nährwertanforderungen der Larven. Hinsichtlich der Fortpflanzungsbiologie, des genauen Paarungsverhaltens sowie der Fertilität existieren in der wissenschaftlichen Literatur bisher keine systematischen Untersuchungen für diese Art. Mortalitätsfaktoren und natürliche Feinde wie Parasitoide oder Prädatoren sind im Freiland für Melitaea deserticola bisher nicht detailliert quantifiziert worden. Die Art gliedert sich in mehrere geographische Unterarten, darunter die Nominatform Melitaea deserticola deserticola in Nordafrika, Melitaea deserticola macromaculata im Nahen Osten sowie Melitaea deserticola scotti im südlichen Bereich der Arabischen Halbinsel. Über die Ernährungsweise der imaginalen Falter und deren Nektarquellen liegen keine spezifischen Belege vor. Auch Symbiosen oder weitergehende ökologische Assoziationen wurden für die Art bisher nicht systematisch beschrieben. Die Lebensdauer der Adulten und die Anzahl der jährlichen Generationen sind in freier Wildbahn bisher nicht dokumentiert.1
Lebensweise
Verhalten
Belastbare Daten zum Verhalten von Melitaea deserticola fehlen in den verfügbaren Quellen weitgehend. Bisher sind lediglich die Wirtspflanzen der Larven dokumentiert, zu denen Linaria aegyptiaca, Plantago media, Anarrhinum fruticosum sowie weitere Arten der Gattung Anarrhinum gehören. Spezifische Beobachtungen zum Flugverhalten, zur Orientierung, zur Kommunikation oder zu Abwehrmechanismen sind für diese Art bisher nicht systematisch untersucht worden.1
Lebensweise
Ökologie
Der Afrikanische Königskerzen-Scheckenfalter (Melitaea deserticola) besetzt als Schmetterlingsart spezifische Habitate in ariden und semi-ariden Regionen Nordafrikas sowie Teilen des Nahen und Mittleren Ostens. Die ökologische Nische der Art ist eng mit dem Vorkommen ihrer spezifischen Wirtspflanzen verknüpft, die als Nahrungsgrundlage für die Larven dienen. Belastbare Daten zu Mikroklima-Anforderungen, natürlichen Feinden oder Konkurrenzbeziehungen fehlen mangels systematischer Freilandstudien bisher. Die Larven ernähren sich spezialisiert von Pflanzenarten wie Linaria aegyptiaca, Plantago media, Anarrhinum fruticosum sowie weiteren Vertretern der Gattung Anarrhinum. Durch diese Nahrungsbindung ist das Vorkommen der Art direkt von der Verbreitung dieser Wirtspflanzen in den jeweiligen Regionen abhängig.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Melitaea deserticola ist in arid- und wüstennahen Regionen Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens beheimatet. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich in Nordafrika über Marokko, Algerien, Libyen und Ägypten. Im Nahen Osten und auf der Arabischen Halbinsel besiedelt die Art zudem den Libanon, Israel, Jordanien, Saudi-Arabien, den Jemen und Oman. Die Nominatform Melitaea deserticola deserticola ist dabei auf den nordafrikanischen Raum beschränkt. Die Unterart Melitaea deserticola macromaculata kommt in Syrien, dem Libanon, Israel, Jordanien sowie im westlichen Saudi-Arabien vor. Für den südlichen Verbreitungsschwerpunkt im Jemen und Oman ist die Unterart Melitaea deserticola scotti belegt.1 Belastbare Daten zu Vorkommen in Europa oder im DACH-Raum fehlen; die Art ist dort nicht heimisch. Als typische Habitate werden wüstenartige und aride Regionen der paläarktischen Zone genutzt. Die Raupen ernähren sich von spezialisierten Wirtspflanzen wie Linaria aegyptiaca, Plantago media sowie Vertretern der Gattung Anarrhinum, insbesondere Anarrhinum fruticosum. Weitere ökologische Details wie Höhenverbreitung oder genaue mikroklimatische Bindungen sind in der Fachliteratur bislang nicht systematisch quantifiziert.1
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Belastbare artspezifische Daten zur Saisonalität und Aktivität von Melitaea deserticola fehlen in der aktuellen wissenschaftlichen Literatur nahezu vollständig. Die Art ist in Nordafrika sowie im Nahen und Mittleren Osten beheimatet, wobei konkrete Phänologiedaten zu Flugzeiten oder Generationenfolgen in den verfügbaren Primärquellen nicht dokumentiert sind. Auch über das genaue Überwinterungsstadium oder tageszeitliche Aktivitätsmuster liegen keine systematischen Untersuchungen vor.1 Öffentliche Suchanfragen im deutschsprachigen Raum zeigen vereinzelte Peaks im Februar, lassen jedoch aufgrund fehlender Freilandbeobachtungen keine Rückschlüsse auf tatsächliche biologische Aktivitätszeiten im natürlichen Habitat zu.3 Aufgrund der unzureichenden Datenlage können keine verlässlichen Angaben zu Flugperioden oder Temperaturabhängigkeiten gemacht werden.1
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Belastbare Daten zur wirtschaftlichen oder medizinischen Bedeutung von Melitaea deserticola liegen nicht vor. Die Larven der Art ernähren sich von Pflanzen der Gattungen Linaria (darunter Linaria aegyptiaca), Plantago (darunter Plantago media) sowie Anarrhinum (darunter Anarrhinum fruticosum). Spezifische Schadbilder, Befallsanzeichen oder ökonomische Schäden an Kulturpflanzen sind in der wissenschaftlichen Literatur nicht dokumentiert. Aufgrund des Status als frei lebender Schmetterling aus der Familie der Nymphalidae existieren keine behördlichen Meldepflichten oder Quarantänebestimmungen für die Art. Präventions-, Monitoring- oder Bekämpfungsmaßnahmen wurden für Melitaea deserticola bisher nicht systematisch entwickelt, da die Art nicht als Schädling eingestuft wird. Das Schadpotenzial ist folglich nach aktuellem Wissensstand als nicht relevant einzustufen.1
Nachweise