Lexikon-Eintrag

Grasmotte Crambus

Grasmotte (Crambus), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie
Crambidae
Gattung
Crambus

Überblick

Einleitung

Die Gattung Crambus umfasst weltweit etwa 155 Arten von Schmetterlingen aus der Familie der Crambidae, deren Larven als Rasen-Grasmotten („sod webworms“) an Gräsern fressen. Die nachtaktiven Imagines zeichnen sich durch lange Labialpalpen und eine ruhende Haltung aus, bei der die Flügel eng um den Körper gefaltet werden. Wirtschaftliche Bedeutung erlangen die Raupen vor allem als Schädlinge in Rasenflächen und auf Golfplätzen, wo sie durch ihren Fraß an Gräsern Schäden verursachen können.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Eier weisen eine ovale bis elliptische Form auf, sind trocken sowie nicht klebend und verfärben sich von anfangs weiß oder cremeweiß zu leuchtend orange oder rot.
  • Die Größe der Eier variiert zwischen den Arten und liegt im Bereich von 0,3-0,6 mm.
  • Die Körperlänge der Larven beträgt im ersten Stadium 9-13 mm und erreicht im letzten Stadium 24-28 mm.
  • Die Kopfkapsel der Larven misst im ersten Stadium 0,19-0,23 mm in der Breite und wächst bis zum letzten Stadium auf 1,23-2,21 mm an.
  • Die Färbung der Larven variiert von grünlich über beige und braun bis hin zu grau, wobei die meisten Individuen dunkle, kreisrunde Flecken auf dem gesamten Körper besitzen.
  • Bei den Larvenstadien ist die Kopfkapsel im ersten bis dritten Stadium schwarz gefärbt, während spätere Stadien eine hellbraune Kopfkapsel mit schwarzer Skulpturierung aufweisen.
  • Unter günstigen Bedingungen tritt eine zweite Generation auf, deren adulte Falter Anfang Oktober Eier ablegen.
  • Die Puppen erreichen eine Länge von 8-10 mm bei einer Breite von 2,5 mm.
  • Frisch gebildete Puppen sind blassgelb und dunkeln im Laufe ihrer Entwicklung zu einem Mahagoni-Braun nach.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Gattung Crambus umfasst kleine bis mittelgroße Schmetterlinge, deren adulte Imagus eine Körperlänge von etwa 12 mm und eine Flügelspannweite von 20–25 mm aufweist. Die Grundfärbung der adulten Falter variiert zwischen weißlich, hellgrau und braun, häufig ergänzt durch Zeichnungsmuster in Silber, Gold, Gelb oder Schwarz. Charakteristisch für den Kopfbereich sind die auffällig langen Labialpalpen, die horizontal nach vorne gerichtet sind. In der Ruhestellung falten die Falter ihre Flügel eng um den Körper, wodurch sie eine sehr schlanke Gestalt annehmen und auf Pflanzen hervorragend getarnt sind. Die oval bis elliptisch geformten Eier besitzen eine trockene, nicht klebende Oberfläche und messen in der Länge 0,3–0,6 mm. Frisch abgelegte Eier sind weiß bis cremeweiß gefärbt und verfärben sich im weiteren Verlauf hellorange oder rot. Die Raupen zeigen eine variable Färbung von grünlich über beige und braun bis hin zu grau, wobei der Körper meist mit dunklen, kreisrunden Flecken besetzt ist. Während das Kopfkapsel der frühen Stadien schwarz erscheint, ist sie bei späteren Larvenstadien hellbraun mit unterschiedlichen schwarzen Skulpturierungen. Die Körperlänge der Larven beträgt im ersten Stadium 9–13 mm bei einer Kopfkapselbreite von 0,19–0,23 mm und wächst bis zum letzten Stadium auf 24–28 mm bei einer Kopfkapselbreite von 1,23–2,21 mm an. Die Verpuppung erfolgt in einem mit Bodenpartikeln, Pflanzenresten und Kotkügelchen tarnend verklebten Seidenkokon, der an kleine Erdbrocken erinnert. Die Puppe selbst erreicht eine Länge von 8–10 mm sowie eine Breite von 2,5 mm und verfärbt sich von anfänglich blassgelb zu mahagonibraun.1

Porträt

Beschreibung

Die Gattung Crambus umfasst weltweit etwa 155 Arten von Schmetterlingen aus der Familie der Crambidae, deren adultertige Stadien als Grassmotten bezeichnet werden. Im natürlichen Lebensraum fallen die Imagines durch ihre charakteristische Ruhehaltung auf, bei der die Flügel eng um den schlanken Körper gefaltet werden, was ihnen in Kombination mit einer weißlichen, hellgrauen oder braunen Grundfärbung und metallischen Zeichnungen eine Tarnung als Grashalm verleiht. Typisch für die Unterfamilie sind zudem die auffällig verlängerten Labialpalpen, die frontal am Kopf hervorragen. Die Artengruppe wurde historisch im Jahr 1798 von Johan Christian Fabricius beschrieben, wobei John Curtis im Jahr 1826 Phalaena pascuella als Typusart festlegte. Im Laufe der systematischen Erforschung wuchs die Zahl der zugeordneten Taxa kontinuierlich an, wobei Schätzungen aus dem Jahr 1986 bis zu 400 Arten vermuteten. Die Entwicklung verläuft über einen bivoltinen Lebenszyklus mit den vier Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago. Die Überwinterung erfolgt als Larve im finalen oder penultimativen Stadium direkt in der Streuschicht oder im Boden. Eier sind trocken, nicht klebend sowie oval bis elliptisch geformt und messen in der Länge 0,3-0,6 mm. Frisch abgelegt zeigen sie eine weißliche bis cremefarbene Färbung, die im weiteren Verlauf in ein helles Orange oder Rot umschlägt. Die Larven, im angelsächsischen Raum als „sod webworms“ bekannt, sind durch eine grüne, beige, braune oder graue Körperfärbung mit charakteristischen dunklen, kreisrunden Flecken gekennzeichnet. Während die Kopfkapsel in den ersten drei Stadien tiefschwarz erscheint, wechselt sie bei späteren Instars zu einem hellen Braun mit schwarzer Skulpturierung. Das Längenwachstum der Raupen reicht von 9-13 mm im ersten Stadium bis zu 24-28 mm im finalen Larvenstadium, wobei die Kopfkapselbreite von 0,19-0,23 mm auf 1,23-2,21 mm anwächst. Als Nahrungspflanzen dienen primär Gräser, wobei kühle Klimate bevorzugende Rasengräser sowie verschiedene Getreidearten und Wiesenpflanzen besiedelt werden. Die Verpuppung findet in einem seidenen Kokon statt, der mit Bodenpartikeln, Pflanzenteilen und Kotballen tarnend verklebt wird und an kleine Erdklumpen erinnert. Die geschlüpfte Puppe ist anfangs blassgelb und dunkelt später zu einem satten Mahagonibraun nach, bei einer Größe von 8-10 mm Länge und 2,5 mm Breite. Imagines erreichen eine Körperlänge von etwa 12 mm sowie eine Flügelspannweite von 20-25 mm. Ökologisch treten die Larven bei Massenvermehrungen als Schädlinge in Rasenflächen und auf Golfplätzen auf, wobei Trockenheit die Schadwirkung verstärkt. Belastbare Daten zu artspezifischen morphologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern über den Lebenszyklus hinweg fehlen in der aktuellen Literatur weitgehend.1

Systematik

Name & Einordnung

Die Gattung Crambus wurde im Jahr 1798 von dem Entomologen Johan Christian Fabricius wissenschaftlich etabliert. Ursprünglich umfasste das Taxon zahlreiche Arten, die heute anderen Familien wie den Eulenfaltern (Noctuidae) zugeordnet werden.1 Als Typusart wurde im Jahr 1826 durch John Curtis Phalaena pascuella (heute Crambus pascuella) festgelegt.12 Im deutschsprachigen Raum sind die Angehörigen der Gattung als Grasmotten bekannt, während im englischen Sprachraum die Bezeichnung crambid snout moths gebräuchlich ist. Die Larven der Gattung werden im Englischen als sod webworms bezeichnet. Die Gattung gehört innerhalb der Schmetterlinge (Lepidoptera) zur Familie der Crambidae. Belastbare historische Synonyme außerhalb der ursprünglichen Zuordnung zu den Eulenfaltern sind in der aktuellen Datenlage nicht detailliert aufgeführt.1

Aus der Community

Kurze Videos

Aus der silbarkrift.community, aufgenommen mit OpenInsect

1 Video

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Gattung Crambus umfasst weltweit etwa 155 Arten von Grasfmotten, deren Lebenszyklus typischerweise bivoltin verläuft. Die Entwicklung durchläuft vier Stadien: Ei, Larve, Puppe und Imago. Die Überwinterung erfolgt als Larve im letzten oder vorletzten Stadium in der Rasenfilzschicht oder im Boden. Mit steigenden Temperaturen verpuppen sich die Larven, und die Falter erscheinen im späten Frühjahr oder Frühsommer. Die Eiablage der ersten Generation findet im Juni statt, gefolgt von einer Larvenentwicklung von Juni bis Juli. Adulte Falter treten von Juli bis August auf, während unter günstigen Bedingungen eine zweite Generation mit Eiablage im frühen Oktober folgt. Die frisch abgelegten, trockenen und nicht-klebenden Eier sind oval bis elliptisch, weiß bis cremefarben und färben sich später leuchtend orange oder rot. Sie messen artspezifisch zwischen 0,3 mm und 0,6 mm. Die Larven, im englischen Sprachraum als "sod webworms" bezeichnet, zeigen eine Körperfärbung von grünlich über beige und braun bis grau mit charakteristischen dunklen, kreisrunden Flecken. Die Kopfkapsel ist in den ersten drei Stadien schwarz und misst zu Beginn 0,19–0,23 mm Breite bei einer Gesamtlarvenlänge von 9–13 mm. Im letzten Larvenstadium erreicht die Kopfkapsel eine hellbraune Färbung mit schwarzer Skulpturierung und einer Breite von 1,23–2,21 mm, während die Körperlänge auf 24–28 mm anwächst. Larven ernähren sich primär von Gräsern, wobei kühler angepasste Rasengräser bevorzugt und gelegentlich auch landwirtschaftliche Kulturen wie Mais, Weizen oder Hafer genutzt werden. Die Verpuppung findet in einem seidenen Kokon statt, der mit Bodenpartikeln, Pflanzenresten und Kotkügelchen tarnt ist und eine Erdklumpen-ähnliche Struktur bildet. Die anfangs blassgelben und später mahagonibraunen Puppen messen 8–10 mm in der Länge und 2,5 mm in der Breite. Die adulten Falter erreichen eine Körperlänge von etwa 12 mm sowie eine Flügelspannweite von 20–25 mm und weisen eine weißliche, hellgraue oder braune Grundfärbung mit silbernen, goldenen oder gelben Zeichnungselementen auf. Natürliche Mortalitätsfaktoren umfassen Infektionen durch den entomopathogenen Pilz Beauveria bassiana, Mikrosporidien der Gattung Nosema sowie entomopathogene Nematoden wie Steinernema carpocapsae und Heterorhabditis heliothidis. Zusätzlich wirken Vögel sowie räuberische Insekten wie Laufkäfer, Raubfliegen und Raubwespen als natürliche Antagonisten.1

Lebensweise

Verhalten

Adulte Falter der Gattung Crambus weisen eine nachtaktive Lebensweise auf und bleiben tagsüber verborgen. Während der Ruhephase verbergen sich die Larven tagsüber in ihren Wohnröhren, die sich im Zentrum der geschädigten Vegetationsflächen befinden. Die Raupen ernähren sich primär von Gräsern, wobei kühle Jahreszeiten bevorzugende Rasengräser als Hauptwirtspflanzen dienen. Bei der Nahrungsaufnahme fressen die Larven im ersten Stadium zunächst ausschliesslich das Blattwerk der Gräser. Die Verpuppung erfolgt in einem seidenen Kokon, der mithilfe von Bodenpartikeln, Pflanzenresten und Kotpellets getarnt und befestigt wird.1

Lebensweise

Ökologie

Die Larven der Gattung Crambus, im englischen Sprachraum als "sod webworms" bekannt, nehmen eine zentrale Rolle als phytophage Konsumenten in Gräserröpfen und Rasenökosystemen ein. Als Wirtspflanzen dienen primär kaltklimatische Rasengräser sowie verschiedene Getreidearten wie Mais, Weizen, Roggen und Hafer. Das Schadbild wird maßgeblich durch den Fraß der ersten Larvenstadien an der Blattoberfläche geprägt, wobei Trockenheitsperioden die Symptomatik drastisch verschlimmern. Tagsüber verbergen sich die nachtaktiven Larven in Gespinströhren im Zentrum der geschädigten Bereiche. Natürliche Gegenspieler und Mortalitätsfaktoren umfassen ein breites Spektrum an Antagonisten wie Vögel, Laufkäfer, Raubfliegen und Raubwespen. Darüber hinaus können entomopathogene Mikroorganismen wie Beauveria bassiana und Mikrosporidien der Gattung Nosema sowie parasitische Nematoden wie Steinernema carpocapsae und Heterorhabditis heliothidis Infektionen und Populationsrückgänge verursachen.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Die Gattung Crambus umfasst weltweit rund 155 beschriebene Arten von Schmetterlingen aus der Familie der Crambidae. Die globale Verbreitung erstreckt sich über verschiedene Klimazonen, wobei die Arten vor allem in gemäßigten Regionen divers vertreten sind. Für Nordamerika ist einheimisch dokumentiert, dass Vertreter der Gattung insbesondere während Dürreperioden flächendeckend als Wiesenzünsler in Erscheinung treten.1 In Europa und im deutschsprachigen Raum ist die Gattung mit zahlreichen Arten in offenen Landschaften und Grasbiotopen vertreten. Das natürliche Verbreitungsspektrum umfasst primär Offenländer, Wiesen und Weiden. Als typische Habitate dienen Dauergrünland, Weideflächen sowie extensiv und intensiv genutzte Rasenflächen. Die Raupen, im englischen Sprachraum als "sod webworms" bezeichnet, ernähren sich primär von Gräsern. In Rasenbiotopen und auf Golfplätzen werden vor allem kühlliebende Grasarten als Wirtspflanzen genutzt, während wärmeliebende Gräser seltener besiedelt werden. Darüber hinaus besiedeln die Larven landwirtschaftlich genutzte Flächen wie Weiden und Wiesen und fressen gelegentlich an Getreidearten wie Mais, Weizen, Roggen und Hafer. Das Vorkommen konzentriert sich dabei stark auf Areale mit permanentem Grünlandbestand. Beobachtungsdaten belegen ein flächendeckendes Vorkommen der Imagines in geeigneten Offenlandbiotopen, wobei spezifische Höhenstufen oder vertikale Verbreitungsgrenzen in der aktuellen Datenlage nicht systematisch differenziert sind. Belastbare historische Daten zu spezifischen Einschleppungswegen außerhalb der natürlichen Verbreitungsgebiete fehlen für die meisten Arten der Gattung weitgehend.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Herford, Lübbertor/Brücke, 32049 Herford, Deutschland

    08.09.2026

  • München, Bayern, Deutschland

    01.09.2026

  • Frankfurt-Ost, Deutschland

    01.09.2026

  • Deutschland

    29.08.2026

  • Deutschland

    27.08.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

Community-Analyse

OpenInsect
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Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 30.09.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Gattung Crambus weist einen bivoltinen Lebenszyklus auf, der durch zwei Generationen pro Jahr geprägt ist. Die Überwinterung erfolgt als Larve im finalen oder penultimativen Stadium direkt in der Streuschicht oder im Boden. Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr verpuppen sich die Larven, woraufhin die adulten Falter im späten Frühjahr bis zum frühen Sommer erscheinen. Im Juni legt die erste Generation ihre Eier ab, aus denen im Anschluss Larven hervorgehen, die von Juni bis Juli aktiv sind. Die Falter der darauffolgenden Generation fliegen von Juli bis August. Unter günstigen thermischen Bedingungen kann sich eine zweite Generation ausbilden, deren Falter im frühen Oktober Eier ablegen. Hinsichtlich der täglichen Aktivität zeigen adulte Falter und Larven eine nachtaktive Lebensweise. Tagsüber verbergen sich die Larven in ihren Gespinströhren im Zentrum der geschädigten Rasenflächen. Begleitend zeigt das öffentliche Suchinteresse ein saisonales Maximum im September.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Grasmotten der Gattung Crambus sind als Schädlinge im Bereich von Rasenflächen, Golfplätzen sowie Weiden und Wiesen eingestuft, wobei ihre Larven als sogenannte sod webworms grassartige Pflanzen schädigen. Das Schadpotenzial zeigt sich primär durch den Blattfraß der Raupen, der zu gelben bis braunen Verfärbungen an den betroffenen Pflanzen führt. Besonders ausgeprägt sind die Schäden während Trockenperioden oder in kurz gemähtem Rasen, wobei der Schaden auf den oberirdischen Bereich beschränkt bleibt und die Pflanze in der Regel nicht am Wurzelstock zerstört. Als Befallsanzeichen gelten kleine, vergilbte Areale im Rasen, wobei die nachtaktiven Raupen tagsüber verborgen in Gespinströhren im Zentrum des Schadgebiets leben. Eine ernsthafte Infestation liegt vor, wenn bei einer Kontrolle mittels Pyrethrum- oder Detergenzdrench in einer Fläche von 0,1 m^2^ 12 Larven nachgewiesen werden. Während Wachstumsphasen mit optimalen Bedingungen regeneriert sich der Rasen häufig eigenständig ohne gravierende Folgeschäden. Für hochwertigen Rasen, der keine optischen Schäden toleriert, umfasst das Management die Förderung natürlicher Antagonisten wie Vögel, Laufkäfer, Raubfliegen und Raubwespen. Ergänzend können mikrobielle Pathogene wie Beauveria bassiana und Nosema sowie entomopathogene Nematoden der Arten Steinernema carpocapsae und Heterorhabditis heliothidis zur biologischen Regulierung eingesetzt werden.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Larven der Gattung Crambus, im englischen Sprachraum als "sod webworms" bekannt, treten als bedeutende Schädlinge in Rasenflächen und auf Golfplätzen auf. Erstmals als ernsthafte Schädlinge wurden sie während der Dürreperiode von 1928 bis 1934 in den Vereinigten Staaten erkannt, wo sie autochthon vorkommen. Das Schadbild zeigt sich initial durch vergilbte bis braune Blattbereiche, die primär durch den Frass der Larven an der Blattoberfläche entstehen. Besonders ausgeprägt und schwerwiegend sind die Schäden in stark gekürztem Rasen sowie unter Dürrebedingungen, wobei die Symptome bei Trockenheit oft erst nach einsetzendem Regen sichtbar werden. Obwohl der Blattschaden optisch störend ist, bleibt die Pflanze in der Regel unbeschädigt, da das Pflanzenmark nicht zerstört wird. Neben Gräsern in Rasenanlagen befallen die Larven zeitweise auch Mais, Weizen, Roggen, Hafer und Timotheusgras in Weiden und Wiesen, wobei die stärksten Schäden auf Dauergrünland auftreten. Als Befallsschwelle für ernsthafte Infestationen gilt der Nachweis von 12 Larven in einer Fläche von 0,1 m^2^. Zur biologischen Bekämpfung und Populationskontrolle bei hohem Qualitätsanspruch werden natürliche Feinde wie Vögel, Laufkäfer, Raubfliegen und Raubwespen herangezogen sowie Infektionen durch den Pilz Beauveria bassiana, Mikrosporidien der Gattung Nosema und entomopathogene Nematoden wie Steinernema carpocapsae und Heterorhabditis heliothidis genutzt.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Crambus
  2. gbif.org/species/1879915