Lexikon-Eintrag

Himmelblauer Bläuling Lysandra bellargus

Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie
Lycaenidae
Gattung
Lysandra

Überblick

Einleitung

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus, Syn. Polyommatus (Meleageria) bellargus) ist ein Schmetterling aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Die Art besiedelt sonnige, magere Wiesen sowie Trockenhänge im Bergland1 und ist in Süd- und Mitteleuropa verbreitet. Von ähnlichen Arten wie dem Silbergrünen Bläuling (Polyommatus coridon) und dem Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) lässt sich die Art unter anderem durch braune Flecke auf den weißen Fransen der Flügel unterscheiden.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Vom Genom eines Weibchens von Lysandra bellargus wurden 529 Mb sequenziert und im European Nucleotide Archive unter der Nummer PRJEB43534 hinterlegt.
  • Das Genom des Himmelblauen Bläulings umfasst insgesamt 13.249 proteinkodierende Gene.
  • Die chromosomal heterozygote Geschlechtsbestimmung des untersuchten Weibchens folgt der Karyotyp-Formel 2n = AA+ZW mit einem haploiden Chromosomensatz von 1n = 45.
  • Die 44 Autosomen des genotypisierten Exemplars sind im Datensatz nach abnehmender Größe geordnet.
  • Die Überwinterung erfolgt im Stadium der Jungraupe, bevor sich diese im April des Folgejahres weiterentwickelt.
  • Die Verpuppung findet häufig geschützt unter Steinen, Laub oder Moos in unmittelbarer Nähe von Ameisenbauten statt.
  • Die Art hybridisiert neben Polyommatus coridon auch mit Polyommatus hispana sowie möglicherweise mit Polyommatus philippi.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) präsentiert sich als kleiner Tagfalter mit einer Flügelspannweite von 30 bis 40 Millimetern. Die Falter zeigen einen ausgeprägten Sexualdimorphismus in der Grundfärbung ihrer Flügeloberseiten. Männchen besitzen eine leuchtend blaue Flügeloberseite, die der Art ihren Namen einbrachte und gelegentlich einen grünlichen Schimmer aufweist. Diese blaue Zeichnung wird von einer feinen schwarzen Randlinie sowie weißen Fransen an den Außenkanten begrenzt. Letztere weisen charakteristische braune Flecke in Höhe der Flügeladern auf, während die Hinterflügel zusätzlich kleine dunkle Randpunkte zeigen. Im Gegensatz dazu tragen die Weibchen überwiegend braune Flügeloberseiten, die besonders in der Basalregion teilweise blau übergossen sind. Am Rand der Hinterflügel und selten auch auf den Vorderflügeln der Weibchen befinden sich kräftige orange Flecke. Auf den Hinterflügeln werden diese orangefarbenen Flecke durch einen zusätzlichen weißen u-förmigen Bogen zum Flügelrand ergänzt. Die Flügelunterseite ist bei beiden Geschlechtern hellbraun bis graubraun gefärbt und zeigt hell umrandete schwarze sowie orange Flecke in der Submarginalregion. Im südlichen Verbreitungsgebiet fallen die Zeichnungen der Falter insgesamt kräftiger aus. Raupen des Himmelblauen Bläulings sind grün gefärbt und besitzen gelbe Streifen. Zur Unterscheidung von ähnlichen Arten dienen spezifische Fransen- und Punktmuster. So fehlen beim Silbergrünen Bläuling (Polyommatus coridon) sowie beim Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) die braunen Flecke auf den weißen Fransen. Zudem besitzen die Männchen dieser verwechselbaren Arten keine dunklen Randpunkte auf den Hinterflügeln.1

Porträt

Beschreibung

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) repräsentiert einen bemerkenswerten Tagfalter aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Seine allgemeine Charakterisierung zeigt eine starke ökologische Bindung an wärmebegünstigte, offene Habitate im Bergland. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre rasche, bodennahe Flugweise auf mageren Wiesen auf. Das typische Erscheinungsbild im Feld unterscheidet sich deutlich zwischen den Geschlechtern, wobei Männchen durch ein intensives Blau auffallen. Im Gegensatz dazu zeigen Weibchen eine braune Flügeloberseite, die teilweise blau übergossen sein kann. Für eine exakte Bestimmung unter dem Mikroskop dienen feine morphologische Details wie die Fransenflecken und die Struktur der Hinterflügelränder. Im Vergleich dazu besitzen nahe verwandte Arten wie Polyommatus coridon oder Polyommatus icarus keine braunen Flecke auf den weißen Fransen. Aus genetischer Sicht ist die Art durch ein sequenziertes Genom mit 529 Mb und einem haploiden Chromosomensatz von 1n = 45 bei Weibchen gut dokumentiert. Die Chromosomenstruktur umfasst dabei 44 Autosomenpaare sowie ein Z- und W-Chromosom. Hinsichtlich der anatomischen Besonderheiten weist das Genom insgesamt 13.249 proteinkodierende Gene auf. Die Larvenstadien zeichnen sich durch eine grüne Grundfärbung mit gelben Streifen aus. Nach der Eiablage an Blättern der Nahrungspflanzen durchlaufen die Jungraupen eine Überwinterung. Das Verhalten der Raupen ist stark myrmekophil, wobei sie eng mit Ameisenarten der Gattungen Myrmica, Lasius, Tapinoma und Plagiolepis zusammenleben. Die Verpuppung erfolgt im Frühjahr typischerweise versteckt unter Steinen, Laub oder Moos in der Nähe dieser Ameisenbauten. Belastbare historische Erstbeschreibungen sind in der zitierten Literatur nicht detailliert ausgeführt, weshalb hierzu keine spezifischen Belege vorliegen. Die Falter treten in Mitteleuropa in der Regel in zwei Generationen von Mitte Mai bis Juni sowie von Ende Juli bis Mitte September auf. Als artspezifische Besonderheit gilt die Fähigkeit zur Hybridisierung mit verwandten Taxa wie Polyommatus coridon und Polyommatus hispana. Ökologisch ist die Art streng an das Vorkommen ihrer larvalen Nahrungspflanzen wie den Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) gebunden.1

Systematik

Name & Einordnung

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) ist ein Schmetterling aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Neben dem gültigen wissenschaftlichen Namen wird die Art in der Literatur gelegentlich als Polyommatus (Meleageria) bellargus geführt. Die deutsche Trivialbezeichnung leitet sich direkt von der leuchtend blauen Färbung der Flügeloberseiten bei den Männchen ab.1 Innerhalb der Gattung Lysandra ist die Art durch morphologische Merkmale und genetische Daten klar abgegrenzt, wobei gelegentlich Hybridisierungen mit verwandten Arten wie Polyommatus coridon und Polyommatus hispana vorkommen. Belastbare historische Details zur genauen Erstbeschreibung sowie zur detaillierten Etymologie des Artnamens bellargus sind in den Standardquellen nicht spezifisch belegt. Die Art wird traditionell den Tagfaltern zugeordnet und ist durch eine charakteristische Flügelzeichnung sowie spezifische Ansprüche an den Lebensraum definiert.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Lebenszyklus von Lysandra bellargus ist eng an kalkreiche Habitate und das Vorkommen spezifischer Wirtspflanzen gebunden. Die Art entwickelt in Mitteleuropa in der Regel zwei Generationen pro Jahr, wobei die Falter von Mitte Mai bis Juni sowie von Ende Juli bis Mitte September fliegen. Im Gebirge, wie etwa im Chelmos-Gebirge in Griechenland, reduziert sich der Voltinismus aufgrund der klimabedingten Bedingungen auf eine Generation. Die Eiablage erfolgt direkt an den Blättern der Nahrungspflanzen.1 Als Hauptnahrung für die oligophagen Raupen dienen vor allem der Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) und die Bunte Kronwicke (Securigera varia).12 Das Larvalsubstrat wächst primär auf basischen Böden. Nach dem Schlupf durchlaufen die Raupen aufeinanderfolgende Larvenstadien, die durch eine grüne Färbung mit gelben Streifen gekennzeichnet sind.1 Die Jungraupe stellt das Überwinterungsstadium der Art dar.12 Im April des folgenden Jahres setzen die Larven ihre Entwicklung bis zur Verpuppung fort. Die Verpuppung findet bevorzugt in geschützten Bereichen unter Steinen, Laub oder Moos in unmittelbarer Nähe von Ameisenbauten statt. Während ihrer Entwicklung leben die Raupen myrmekophil und gehen Assoziationen mit verschiedenen Ameisenarten der Gattungen Myrmica, Lasius, Tapinoma und Plagiolepis ein.1 Die Adulten agieren als tagaktive Bestäuber, während die Larvalernährung erfolgt herbivor.2 Belastbare quantitative Daten zu exakten Entwicklungsdauern bei bestimmten Temperaturen, Fertilitätsraten oder spezifischen Parasitoiden fehlen in der aktuellen Datenlage. Die Art neigt zudem zu Hybridisierungen mit verwandten Arten wie Polyommatus coridon und Polyommatus hispana.1

Lebensweise

Verhalten

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) zeigt eine tagaktive Lebensweise und fliegt in Mitteleuropa in zwei Generationen von Mitte Mai bis Juni sowie von Ende Juli bis Mitte September. Im Gebirge, wie etwa im griechischen Chelmos-Gebirge, ist hingegen nur eine Generation bekannt. Die Raupen der Art leben myrmekophil in enger Interaktion mit Ameisenarten der Gattungen Myrmica, Lasius, Tapinoma und Plagiolepis. Für die Eiablage nutzen die Weibchen die Blätter der Nahrungspflanzen wie den Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) oder die Bunte Kronwicke (Securigera varia). Nach dem Schlüpfen überwintert die Jungraupe als Larve, bevor sie sich im April des folgenden Jahres weiterentwickelt. Die Verpuppung findet häufig geschützt unter Steinen, Laub oder Moos in unmittelbarer Nähe von Ameisenbauten statt.1

Lebensweise

Ökologie

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) besetzt als herbivore Art eine spezifische ökologische Nische in offenen, sonnigen und mageren Lebensräumen des Berglandes von 100 bis 2000 m Höhe. Das Habitat ist eng an das Vorkommen von basischen Böden gebunden, da dort die obligaten Wirtspflanzen gedeihen. Als Hauptnahrung für die Raupen dienen der Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) sowie die Bunte Kronwicke (Securigera varia), wobei das Larvalsubstrat spezifisch an kalkreiche Standorte gekoppelt ist. Die Eiablage erfolgt direkt an den Blättern der Nahrungspflanzen, bevor die Jungraupe als überwinterndes Stadium in die Diapause geht. Im April des Folgejahres setzt die weitere Entwicklung bis zur Verpuppung fort. Die Verpuppung findet bevorzugt in direkter Nähe von Ameisenbauten unter Steinen, Laub oder Moos statt. Dabei zeigt die Art eine obligate myrmekophile Beziehung zu Ameisenarten der Gattungen Myrmica, Lasius, Tapinoma und Plagiolepis. Im Nahrungsnetz agieren die adulten Falter als Pollinatoren, während die Präimaginalstadien durch ihre enge Bindung an Ameisen und spezifische Wirtspflanzen charakterisiert sind. Belastbare quantitative Daten zu Parasitoiden oder spezifischen Feinden über die Ameiseninteraktion hinaus fehlen in den aktuellen Quellen.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) ist in Süd- und Mitteleuropa bis zum 55. nördlichen Breitengrad weit verbreitet. Das natürliche Areal reicht von den Mittelmeerküsten und dem europäischen Teil der Türkei bis nach Südengland und Litauen. Im Norden und in bestimmten Regionen wie Norddeutschland, im nördlichen Belgien sowie in den Niederlanden fehlt die Art jedoch. Auch in Süditalien südlich von Neapel, in Südgriechenland sowie auf den meisten Mittelmeerinseln mit Ausnahme von Mallorca ist sie nicht vertreten. Nach historischen Daten gilt der Bläuling in Lettland als ausgestorben, während aus dem nordwestafrikanischen Rif-Atlas lediglich eine einzelne Meldung vorliegt. Über Europa hinaus erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über den asiatischen Teil der Türkei bis in den Irak und Iran sowie in den Kaukasus und nach Transkaukasien. In Deutschland wird Lysandra bellargus in der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) geführt. Als typischer Lebensraum werden sonnige, magere Wiesen und Trockenhänge im Bergland bevorzugt. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich über Höhenlagen von 100 bis 2000 Metern. Ein Beispiel hierfür sind Nachweise aus dem Bergland in etwa 1000 bis 1300 Metern Höhe. Das Vorkommen ist eng an das Larvalsubstrat gebunden, da die Wirtspflanzen auf basischen Böden wachsen. Hauptnahrungspflanzen der Raupen sind der Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) sowie die Bunte Kronwicke (Securigera varia).1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    13.05.2026

  • Deutschland

    13.05.2026

  • Jena, Thuringia, Deutschland

    13.05.2026

  • Deutschland

    13.05.2026

  • Unsleben

    10.05.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

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OpenInsect
4
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Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 06.10.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) zeigt im Großteil seines Verbreitungsgebiets eine bivoltine Generationenfolge mit zwei aufeinanderfolgenden Flugperioden pro Jahr. Die Falter treten primär von Mitte Mai bis Juni sowie von Ende Juli bis Mitte September als Adulte auf. Regional kann diese Abfolge variieren, wie das Beispiel des Chelmos-Gebirges in Griechenland zeigt, wo die Art univoltin auftritt.1 Die Aktivität der tagaktiven Falter ist eng an witterungsabhängige Faktoren und Sonnenschein gebunden.2 Nach der Fortpflanzung und Eiablage an den Blättern der Nahrungspflanzen überwintert die Art ausschließlich als Jungraupe.12 Im darauffolgenden Jahr setzen die Larven ihre Entwicklung ab April bis zur Verpuppung fort. Die Verpuppung findet terrestrisch in geschützten Bereichen wie unter Steinen, Laub oder Moos in unmittelbarer Nähe von Ameisenbauten statt.1 Begleitend zeigt sich ein erhöhtes öffentliches und wissenschaftliches Interesse an der Art, welches in Suchzeitreihen regelmäßige Peaks in den Monaten März und Mai aufweist.3 Belastbare physiologische Messdaten zur exakten Temperaturabhängigkeit der Flugaktivität fehlen in der Fachliteratur weitgehend.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) ist als heimischer Tagfalter weder ein Schädling noch ein Lästling, sondern nimmt als Bestäuber und Teil naturnaher Ökosysteme eine ökologische Nische ein. Das Schadpotenzial der Art ist gleich null, da weder von den im Erwachsenenstadium als Pollinatoren agierenden Faltern noch von den oligophagen Raupen wirtschaftliche Schäden an Kulturpflanzen ausgehen. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergien oder Vektoreigenschaften sind für Lysandra bellargus nicht bekannt. Befallsanzeichen oder Schadbilder existieren demzufolge nicht, weshalb auch keine spezifischen Früherkennungs- oder Überwachungsmaßnahmen für den Pflanzenschutz erforderlich sind.12 Präventions- oder Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht indiziert, da die Art in Deutschland auf der Roten Liste in die Kategorie 3 als gefährdet eingestuft wird.1 Entsprechend existieren keine baulichen, hygienischen oder chemischen Bekämpfungsstrategien; vielmehr stehen artenschutzrechtliche Aspekte und der Erhalt von Magerwiesen und Trockenhängen im Vordergrund. Integrierte Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen (IPM) finden keine Anwendung, da es sich um keinen Schadorganismus handelt.12 Rechtliche Aspekte beschränken sich auf den allgemeinen Naturschutzstatus und die artspezifische Gefährdungseinstufung in der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland.1 Belastbare Daten zu spezifischen Monitoring-Programmen für diese Art im Rahmen des kommerziellen Pflanzenschutzes fehlen, da sie ausschließlich in naturschutzfachlichen Kontexten erfasst wird.12 Die Larvalstadien ernähren sich spezialisiert von Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) sowie Bunter Kronwicke (Securigera varia) und leben myrmekophil mit Ameisenarten wie Myrmica, Lasius, Tapinoma und Plagiolepis.1 Der Schutz dieser Habitate auf basischen Böden und mageren Wiesen stellt die wesentliche Maßnahme zum Erhalt der Populationen dar.12

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Belastbare Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung von Lysandra bellargus fehlen, da die Art als nicht schädlich in der Land- oder Forstwirtschaft eingestuft wird. Die Raupen ernähren sich oligophag von spezifischen Leguminosen wie dem Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) auf Magerwiesen und Trockenhängen, wodurch keine wirtschaftlich genutzten Kulturen beeinträchtigt werden. Negative Auswirkungen auf die Wirtschaft oder nennenswerte Bekämpfungskosten sind nicht dokumentiert. Als Blütenbesucher tragen die Falter potenziell zur Bestäubung bei, ein quantifizierter ökonomischer Nutzen liegt jedoch nicht vor.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Himmelblauer_Bl%C3%A4uling
  2. gbif.org/species/1925233
  3. Zeitreihen-Analyse Suchinteresse DE