- Die Raupen erreichen eine Körperlänge von 35 bis 40 mm, während frisch geschlüpfte Exemplare etwa 3 mm lang und hellgelblich gefärbt sind.
- Ältere Raupen zeigen eine kräftig hellgrüne Färbung mit einer hellen Längslinie beidseits des Rückens sowie eine deutlich abgesetzte dunkelbraune Bauchseite.
- Die Körperoberfläche der Raupen ist sehr rau, mit zahlreichen kleinen hellen Punktwarzen besetzt, und weist um die Stigmen je einen rötlichen Fleck auf.
- Gelegentlich treten bei den Raupen auch komplett braune oder goldene Farbvarianten auf.
- Das Analhorn der Raupen ist anfangs dunkel, verfärbt sich später an der Basis rötlich und zur Spitze hin bräunlich.
- Bei Abnützung der Behaarung der Falter wird die dunkle, metallisch glänzende Farbe des Körpers sowie der gleichmäßig keulenförmig verdickten Fühler sichtbar.
- Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Süden Großbritanniens und größeren Teilen der Iberischen Halbinsel sowie Sardinien ostwärts bis nach Zentral- und Ostasien.
- Die Art fehlt in Irland sowie im Norden Großbritanniens und dringt weniger weit in den Hohen Norden vor als der Skabiosenschwärmer.3
Breitrandiger Hummel-Glasflügler Hemaris fuciformis
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Sphingidae
- Gattung
- Hemaris
Überblick
Einleitung
Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) ist ein tagaktiver Schmetterling aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae). Die Art unterscheidet sich von anderen Schwärmern durch ihre weitgehend durchsichtigen Flügel und die starke Ähnlichkeit mit Hummeln. Von dem ebenfalls ähnlichen Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus) kann sie insbesondere durch das längs durch eine Falte geteilte Costalfeld und den breiteren Saum am Vorderflügelaußenrand abgegrenzt werden.
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Breitrandiger Hummel-Glasflügler Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Breitrandige Hummel-Glasflügler (Hemaris fuciformis) ist ein tagaktiver Schmetterling aus der Familie der Schwärmer, der eine starke morphologische Ähnlichkeit mit Hummeln aufweist.1 Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 38 bis 48 mm bei einer durchschnittlichen Vorderflügellänge von ca. 22 mm. Beide Flügelpaare sind weitgehend durchsichtig, wobei die Vorderflügel an der Basis und entlang des Costalfeldes olivgrün beschuppt sind. Der Außenrand der Vorderflügel sowie der Saum der Hinterflügel sind rotbraun gefärbt, ebenso wie die Flügeladern und ein charakteristischer Fleck am Costalfeld. Der Thorax zeigt auf der Oberseite eine kräftige olivgrüne und an der Unterseite eine helle Behaarung. Der Hinterleib besitzt eine dichte Behaarung, die am Abdomenanfang olivgrün und an den Seiten sowie unten weiß gefärbt ist. In der Mitte des Hinterleibs befinden sich zwei Segmente mit einer kräftigen weinroten Behaarung, während das hintere Drittel dorsal olivgrün und seitlich weißlich behaart ist. Am Abdomenende tragen die Tiere einen schwarzen Haarbüschel, der durch olivgrüne Haare zweigeteilt ist. Die gleichmäßig keulenförmig verdickten Fühler sind dunkel und metallisch glänzend. Abgenutzte Exemplare offenbaren die darunterliegende dunkle, metallisch glänzende Körperfarbe. Die Art lässt sich vom ähnlichen Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus) vor allem durch das längs durch eine Falte geteilte Costalfeld, den breiteren Saum des Vorderflügelaußenrandes und die weinroten Hinterleibsringe unterscheiden. Die kugelig geformten Eier messen 1,1 mal 1,0 mm und schimmern blassgrün.1 Frisch geschlüpfte Raupen sind ca. 3 mm lang und hellgelblich gefärbt, während ältere Larven eine Körperlänge von 35 bis 40 mm erreichen und eine kräftig hellgrüne Färbung mit heller Rückenlängslinie aufweisen. Die Oberfläche der älteren Raupen ist rau und mit hellen Punktwarzen besetzt, zudem tragen sie einen rötlichen Fleck um die Stigmen und ein an der Basis rötliches Analhorn. Die schwarzbraune Puppe besitzt glänzende Bereiche sowie braune Segmentübergänge und dient als Überwinterungsstadium.1
Porträt
Beschreibung
Der Breitrandige Hummel-Glasflügler (Hemaris fuciformis) ist ein tagaktiver Schmetterling aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae) und gehört zu den vier in Europa ausschließlich tagaktiven Arten dieser ansonsten überwiegend nachtaktiven Familie. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre starke Mimikry auf, die eine Verwechslung mit Hummeln begünstigt.1 Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 38 bis 48 mm bei einer durchschnittlichen Vorderflügellänge von ca. 22 mm. Beide Flügelpaare sind weitgehend durchsichtig, wobei ein rotbrauner Saum den Außenrand der Vorderflügel sowie die Hinterflügel prägt. Der Thorax zeigt auf der Oberseite eine kräftige olivgrüne Behaarung, während die Unterseite hell behaart ist. Ein markantes anatomisches Merkmal zur Abgrenzung von ähnlichen Arten ist das durch eine Falte geteilte Costalfeld der Vorderflügel. Am Hinterleib besitzen die Tiere zwei Segmente mit einer kräftigen weinroten Ringelstockbehaarung, die von einer olivgrünen und weißlichen Behaarung flankiert wird. Das Hinterleibsende trägt einen zweigeteilten schwarzen Haarbüschel aus olivgrünen Haaren. Durch mechanische Abnützung der Behaarung im Laufe des Lebens tritt die darunterliegende, dunkle und metallisch glänzende Körperfarbe zutage. Die Falter besitzen gleichmäßig keulenförmig verdickte Fühler mit ebenfalls dunklem Metallglanz. Im Gegensatz zum olivgrünen Hummelschwärmer (Hemaris croatica), welcher voll gefärbte Flügel aufweist, sind die Flügel von Hemaris fuciformis transparent.1 Die Raupen erreichen eine Körperlänge von 35 bis 40 mm, wobei frisch geschlüpfte Larven ca. 3 mm lang und hellgelblich gefärbt sind. Ältere Raupen zeigen eine kräftige hellgrüne Grundfärbung mit einer hellen Längslinie beidseits des Rückens sowie eine sehr raue, mit hellen Punktwarzen besetzte Körperoberfläche. Die Bauchseite der Raupen ist dunkelbraun abgesetzt, und um die Stigmen befindet sich bei ausgewachsenen Tieren je ein rötlicher Fleck. Das Analhorn wandelt sich farblich von anfangs dunkel über eine rötliche Basis hin zu einer bräunlichen Spitze. Neben der typischen grünen Färbung treten gelegentlich auch komplett braune oder golden gefärbte Raupenvarianten auf. Die Verpuppung erfolgt am Boden in einem locker gesponnenen Kokon, in den Pflanzenteile eingewoben werden. Die Überwinterung findet als schwarzbraune Puppe mit glänzenden Bereichen und braunen Segmentübergängen statt.1
Systematik
Name & Einordnung
Der breitrandige Hummel-Glasflügler, wissenschaftlich als Hemaris fuciformis beschrieben, gehört innerhalb der Schmetterlinge (Lepidoptera) zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Die Art wird im deutschen Sprachraum primär als Hummelschwärmer bezeichnet. Für diese Art ist eine Unterart namens Hemaris fuciformis pseudodentata bekannt. In Bezug auf die globale Verbreitung existieren verschiedene geografisch isolierte Populationen, darunter solche im Atlasgebirge von Marokko und Algerien. Belastbare historische Details zur exakten Erstbeschreibung oder zur Etymologie des Gattungs- und Artnamens fehlen in der aktuellen Datenlage. Gleichermaßen liegen keine dokumentierten Synonyme oder früheren gattungsspezifischen Zuordnungen vor. Die Einordnung stützt sich primär auf die morphologische Differenzierung innerhalb der Gattung Hemaris, insbesondere durch Merkmale wie die weinroten Hinterleibsringe und das geteilte Costalfeld, wodurch eine Verwechslung mit Arten wie dem Skabiosenschwärmer vermieden wird.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Im Gegensatz zu den meisten Schwärmern ist Hemaris fuciformis tagaktiv und beginnt seine Flugaktivität ab etwa 10:00 Uhr auf der Suche nach Nektar. Während der Nektarsuche an verschiedenen Blütenpflanzen wie Leimkräutern und Rhododendron finden sich die Pärchen zur Balz und Paarung zusammen. Nach erfolgter Paarung begibt sich das Weibchen auf die Suche nach geeigneten Eiablageplätzen, wobei extrem sonnige oder dauerhaft schattige Lagen gemieden werden. Die kugeligen, blassgrün schimmernden Eier besitzen eine Größe von 1,1 mal 1,0 Millimeter und werden einzeln auf der Unterseite der Blätter der Futterpflanzen abgelegt. Die frisch geschlüpften Raupen erreichen eine Länge von etwa 3 Millimeter und sind hellgelb, während ältere Larven eine kräftige hellgrüne Färbung mit einer hellen Längslinie aufweisen und ausgewachsen eine Körperlänge von 35 bis 40 Millimetern erreichen. Die Raupen ernähren sich oligophag überwiegend von Heckenkirschen wie dem Waldgeißblatt oder der Roten Heckenkirsche, fressen gelegentlich aber auch an Schneebeeren oder Labkräutern. Jüngere Larven sitzen zur Nahrungsaufnahme auf der Blattmittelrippe und nagen kleine Löcher in das Blatt, wohingegen ältere Raupen auf den Ästen ruhen. Bei Störungen lassen sich die Raupen zu Boden fallen, zeigen sich dabei jedoch weniger schreckhaft als verwandte Arten. Die Verpuppung erfolgt in einem locker gesponnenen Kokon am Boden, in den Pflanzenteile eingewoben werden. Als Überwinterungsstadium dient eine schwarzbraune Puppe mit glänzenden Bereichen und braunen Segmentübergängen. Die Anzahl der Generationen pro Jahr variiert je nach geografischer Region stark zwischen einer unvollständigen oder vollständigen Generation in kühleren Gebieten und zwei Generationen in wärmeren Regionen. So fliegen die Falter im Norden Europas von Ende Mai bis Mitte Juni, während in wärmeren Regionen wie Nordafrika zwei Generationen von April bis Juli auftreten. Zu den natürlichen Feinden und bekannten Parasitoiden des Hummelschwärmers zählen die Schlupfwespe Amblyjoppa fuscipennis, die Brackwespe Cotesia coryphe sowie die Raupenfliege Tachina praeceps.1
Lebensweise
Verhalten
Der Hemaris fuciformis unterscheidet sich von den meisten anderen Schwärmerarten durch seine ausgeprägte Tagaktivität und beginnt ab etwa 10:00 Uhr mit dem raschen Flug auf Nektarsuche. Bei Störungen reagieren die Falter äußerst scheu und fliehen mit hoher Geschwindigkeit. Während der Nektarsuche an Pflanzen wie Rhododendron, Leimkräutern oder Lungenkräutern kommt es zur Zusammenkunft der Geschlechter und anschließenden Balz und Paarung. Nach der erfolgreichen Paarung widmet sich das Weibchen der gezielten Suche nach geeigneten Eiablageplätzen. Dabei meidet das Weibchen bei der Einzelablage der blassgrün schimmernden Eier auf den Blattunterseiten der Futterpflanzen sowohl Standorte in praller Sonne als auch solche in ganztägig schattigem Bereich. Die überwiegend nachtaktiven Raupen verbringen den Tag ruhend auf der Blattunterseite, wo sie sitzend auf der Mittelrippe oder einer Blattader kleine Löcher in das Blatt fressen. Ältere Raupen verlagern ihre Ruheposition im Tagesverlauf auf die Äste der Wirtspflanzen. Bei Störungen zeigen die Raupen ein Abwehrverhalten, indem sie sich von der Pflanze auf den Boden fallen lassen, wobei sie sich als weniger schreckhaft erweisen als die Raupen des Skabiosenschwärmers. Die Verpuppung findet schließlich am Boden in einem locker gesponnenen Kokon statt, in welchen Pflanzenteile eingewoben werden.1
Lebensweise
Ökologie
Der breitrandige Hummel-Glasflügler (Hemaris fuciformis) nimmt als tagaktiver Bestäuber eine wichtige Rolle in verschiedenen Wald- und Offenlandbiotopen ein. Die Falter sind ab den Vormittagstunden aktiv und ernähren sich obligat von Nektar verschiedener Blütenpflanzen wie Rhododendron, Leimkräutern, Günsel, Pechnelken und Lungenkräutern. Als Habitate bevorzugt die Art sonnige Lichtungen, lichte Wälder mit Heckenkirschenbewuchs sowie sandiges und kalkhaltiges Hügelland. Die Raupen sind auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiert und ernähren sich überwiegend von Heckenkirschen wie dem Waldgeißblatt, der Roten Heckenkirsche, der Schwarzen Heckenkirsche und der Tataren-Heckenkirsche. Natürliche Gegenspieler der Art sind spezifische Parasitoide, zu denen die Schlupfwespe Amblyjoppa fuscipennis, die Brackwespe Cotesia coryphe und die Raupenfliege Tachina praeceps zählen. Lokale Gefährdungen ergeben sich vor allem durch Habitatverlust infolge von Flurbereinigungen und intensiver Mahd an Standorten von Nektarpflanzen.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Der Breitrandige Hummel-Glasflügler (Hemaris fuciformis) verfügt über ein weites paläarktisches Verbreitungsgebiet, das sich vom Süden Großbritanniens und der Iberischen Halbinsel über Mitteleuropa bis nach Zentral- und Ostasien erstreckt. Im Norden des Kontinents ist die Art weniger weit verbreitet und besiedelt in Skandinavien den südöstlichen Teil Norwegens sowie etwa die südliche Hälfte Schwedens.1 Nach Osten hin reicht das Vorkommen über den Ural, den Norden Kasachstans und Sibirien bis zum Altai sowie vereinzelt bis nach Sachalin.12 Isolierte Populationen existieren zudem im Atlasgebirge Marokkos und Algeriens. In Deutschland und im DACH-Raum ist die Art etabliert, wird in der Roten Liste Deutschlands jedoch als gefährdet (Kategorie 3) geführt. Regional wie in Baden-Württemberg zeigt sich auf der Vorwarnliste ein stabilerer Trend mit lokalen Zunahmen. Als natürliche Habitate bevorzugt Hemaris fuciformis im Norden Europas sonnige Waldlichtungen, lichte Wälder und Waldränder mit Vorkommen von Heckenkirschen. Im Süden werden bevorzugt sandiges und kalkhaltiges Hügelland mit Koniferen und buschigen Heckenkirschen besiedelt. In Nordafrika umfasst das Spektrum feuchte Bergwälder und Buschland mit Eichen- und Heckenkirschenbewuchs. Offene Wiesen werden von der Art weitgehend gemieden, wobei in der Türkei und auf der Krimhalbinsel gelegentlich auch Gärten und Wiesen genutzt werden. Die Raupen sind obligat an das Vorkommen von Heckenkirschen (Lonicera-Arten) sowie sogleich an Schneebeeren, Labkräuter oder Witwenblumen gebunden. Belastbare Daten zur genauen Vertikalverbreitung in Höhenstufen liegen aus der systematischen Literatur für alpine Zonen kaum vor, jedoch ist die Art in entsprechenden Mittelgebirgs- und Hügellandbiotopen nachgewiesen. Bestandsrückgänge sind vor allem dort zu verzeichnen, wo anthropogene Eingriffe wie Flurbereinigungen und Mahd an Fließgewässern oder Dämmen das Nektar- und Raupenfutterpflanzenangebot reduzieren.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Hemaris fuciformis unterscheidet sich von den meisten anderen Schwärmern durch seine tagaktive Lebensweise und beginnt bei günstiger Witterung ab etwa 10:00 Uhr mit dem raschen Flug auf Nektarsuche. Im Jahresverlauf variiert die Generationenfolge je nach Region stark, wobei die Anzahl der Generationen zwischen einer, einer unvollständigen und zwei schwankt. In Nordeuropa fliegen die Falter in einer Generation von Ende Mai bis Mitte Juni, ergänzt durch eine unvollständige zweite Generation im August. Im südlichen Ural tritt die Art von Mitte Mai bis Anfang Juli auf, während in wärmeren Regionen wie Nordafrika zwei vollständige Generationen von April bis Mai sowie von Juni bis Juli fliegen. Die Raupen sind in Mittel- und Nordeuropa von Mitte Juni bis Anfang August zu finden, in wärmeren Gebieten verlängert sich dieser Zeitraum von Mai bis September. Die überwiegend nachtaktiven Raupen ruhen tagsüber auf der Blattunterseite ihrer Futterpflanzen. Die Verpuppung findet in einem locker gesponnenen Kokon am Boden statt, wobei die Puppe das Überwinterungsstadium der Art darstellt.1
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Hemaris fuciformis ist kein Schädling oder Lästling, sondern ein in Mitteleuropa autochthoner Schmetterling, der in der Roten Liste Deutschlands als gefährdet (Kategorie 3) geführt wird. Ein Schadpotenzial an Kulturpflanzen existiert nicht, da die Raupen sich primär oligophag von Heckenkirschen (Lonicera) und anderen Waldgehölzen ernähren. Präventions- oder Bekämpfungsmaßnahmen sind folglich nicht erforderlich; stattdessen steht der Artenschutz im Vordergrund. Regional führen forstwirtschaftliche Eingriffe und Flurbereinigungen zu Bestandsrückgängen, da hierbei Nektarpflanzen an Waldrändern und Säumen vernichtet werden. Als Schutzmaßnahme dient daher der Erhalt und die naturnahe Pflege von sonnenbeschienenen Waldsäumen und buschreichen Heckenkirschenbeständen. Belastbare Daten zu Monitoring-Methoden oder chemischen Regulierungsmaßnahmen fehlen, da die Art aufgrund ihrer Schutzbedürftigkeit nicht bekämpft wird.1
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden durch Hemaris fuciformis fehlen in der aktuellen Literatur, da die Art weder als Forst- noch als Agrarschädling in Erscheinung tritt. Die Raupen ernähren sich zwar von verschiedenen Heckenkirschen-Arten (Lonicera) sowie gelegentlich von Schneebeeren und anderen Ziergehölzen, verursachen dort jedoch keine quantifizierbaren Ertrags- oder wirtschaftlichen Totalschäden. Wirtschaftliche Aspekte beschränken sich stattdessen auf den Naturschutz und die Erhaltung der Biodiversität, da die tagaktiven Falter als Bestäuber verschiedener Blütenpflanzen fungieren. Indirekt ergeben sich wirtschaftliche Aufwendungen lediglich im Rahmen von Biotop- und Landschaftspflegemaßnahmen, bei denen gezielt Nektar- und Futterpflanzen geschützt werden.1
Nachweise
Quellen & Referenzen
- de.wikipedia.org/wiki/Hummelschw%C3%A4rmer
- gbif.org/species/1861797
- Literaturzusammenfassung: Hemaris fuciformis