- Der Hinterleib des Weibchens ist fast einfarbig weißlich gelb gefärbt und trägt auf dem Rücken eine zweiteilige rötliche Zeichnung.
- Die Rückenfärbung des weiblichen Hinterkörpers besteht aus zwei breiten, dunkelroten Bändern, die hinten verbunden und vorn offen sind und sich von den Spinnwarzen bis zur Rückenmitte ziehen.
- Ein hellroter, in der Mitte zumeist unterbrochener Längsfleck verläuft von vorn bis in die Mitte der beiden rötlichen Rückenländer und läuft dort spitz zu.
- Beim Männchen sind die Beine breit hell-dunkel geringelt, während sein Hinterkörper die gleiche Zeichnung wie beim Weibchen aufweist, jedoch insgesamt dunkler bräunlich oder grünlich gefärbt ist.
- In Deutschland wird Ebrechtella tricuspidata in der Roten Liste als "ungefährdet" eingestuft.1
Dreizähnige Krabbenspinne Ebrechtella tricuspidata
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Spinnentiere (Arachnida)
- Ordnung
- Webspinnen (Araneae)
- Familie
- Thomisidae
- Gattung
- Ebrechtella
Überblick
Einleitung
Ebrechtella tricuspidata, auch als Grüne Blattkrabbenspinne bekannt, ist eine Spinnenart aus der Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae) und bildet in Europa die einzige Vertreterin der Gattung Ebrechtella. Die Art ist in der Paläarktis verbreitet, bewohnt bevorzugt sonnige Waldränder in Gewässernähe und gilt in Mitteleuropa als unverwechselbar.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Dreizähnige Krabbenspinne Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Dreizähnige Krabbenspinne (Ebrechtella tricuspidata) zählt zu den mittelgroßen Vertretern der Krabbenspinnen, wobei ein ausgeprägter Sexualdimorphismus hinsichtlich Größe und Färbung vorliegt. Männchen erreichen eine Körperlänge von etwa 3 mm, während Weibchen mit rund 6 mm deutlich größer werden und einen auffällig großen, kugeligen Hinterleib besitzen. Das Prosoma und die Beine der Weibchen sind einfarbig grasgrün gefärbt. Im Gegensatz dazu zeigt das Prosoma der Männchen oberseits breite, braune Längsbänder an den Seiten bei einer hellen Mittelpartie. Zudem sind die Beine der Männchen auffällig hell-dunkel geringelt. Das Opisthosoma trägt bei beiden Geschlechtern eine charakteristische rötliche Zeichnung auf weißlich gelbem bis bräunlich oder grünlich gefärbtem Grund. Diese dorsale Zeichnung besteht aus zwei breiten, dunkelroten Bändern, die hinten verbunden und vorn offen sind und sich von den Spinnwarzen bis zur Rückenmitte ziehen. Ergänzt wird dieses Muster durch einen hellen roten, länglichen Fleck, der sich von vorn in die Mitte der Längsbänder erstreckt und dort meist spitz zuläuft. Der Eikokon wird im Sommer typischerweise in einem zusammengerollten Blatt angelegt. Aufgrund ihrer spezifischen Farbkombination und Zeichnung ist die Art in Mitteleuropa unverwechselbar.1 Belastbare morphologische Daten zu Larven, Eiern oder feineren Kopf- und Thoraxstrukturen über die Grundfärbung hinaus liegen in der Literatur nicht vor.
Porträt
Beschreibung
Ebrechtella tricuspidata, im deutschen Sprachraum als Grüne Blattkrabbenspinne bekannt, repräsentiert als einzige Art ihrer Gattung in Europa einen charakteristischen Vertreter der Familie der Thomisidae. Die Art besiedelt die Paläarktis und zeigt in ihrem europäischen Verbreitungsschwerpunkt eine Präferenz für östliche und südliche Regionen, während sie in Skandinavien, Großbritannien und im Nordwesten Deutschlands fehlt. Als thermophile und feuchtigkeitsliebende Art besiedelt sie bevorzugt sonnige Waldränder in Gewässernähe, wo sie sich überwiegend auf Sträuchern und in Baumkronen aufhält. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre spezialisierte Lebensweise auf Blüten und Blättern auf, wo sie als carnivore, polyophage Jägerin agiert. Der Aktionsradius adulter Tiere beschränkt sich zeitlich vor allem auf die Monate Mai bis Juli, in denen die Geschlechtsreife erreicht ist. Morphologisch zeigt die Art einen ausgeprägten Sexualdimorphismus, der sich während des gesamten Lebenszyklus fortsetzt. Männchen erreichen eine Körperlänge von etwa 3 mm, während Weibchen mit rund 6 mm deutlich größer werden und durch ihren kugeligen Hinterleib auffallen. Das Prosoma und die Beine des Weibchens sind einfarbig grasgrün gefärbt, wohingegen das Männchen seitlich breite braune Längsbänder auf hellem Grund und geringelte Beine aufweist. Beide Geschlechter teilen jedoch eine spezifische Zeichnung auf dem Opisthosoma, die bei Männchen durch einen dunkleren bräunlichen oder grünlichen Grundton variiert. Diese dorsale Zeichnung besteht aus zwei breiten, dunkelroten Bändern, die hinten verbunden und vorn offen sind, sowie einem meist in der Mitte unterbrochenen roten Längsfleck. In Mitteleuropa ist die Art durch diese Merkmals Kombination unverwechselbar.1 Belastbare historische Erstbeschreibungen oder spezifische morphologische Analysen jenseits der bekannten makroskopischen Merkmale liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Ebenso fehlen detaillierte, quantifizierte Daten zu den larvalen Entwicklungsstadien und deren spezifischem Verhalten in der Literatur. Zum Fortpflanzungsverhalten ist lediglich dokumentiert, dass der Eikokon im Sommer in einem zusammengerollten Blatt angelegt und von dem Weibchen bewacht wird. In geeigneten Habitaten gilt die Art als selten bis mittelhäufig und wird in der Roten Liste Deutschlands als ungefährdet geführt.1
Systematik
Name & Einordnung
Ebrechtella tricuspidata ist eine Spinnenart aus der Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae). Im deutschen Sprachraum wird die Art neben dem Hauptnamen Dreizähnige Krabbenspinne auch als Grüne Blattkrabbenspinne bezeichnet. Innerhalb Europas stellt sie die einzige Art der Gattung Ebrechtella dar. Ein historisch bedeutendes und in der Literatur häufig genutztes Synonym für die Art ist Misumenops tricuspidatus. Frühere Zuordnungen beziehungsweise ältere Kombinationen verorten das Taxon demnach in der Gattung Misumenops.1 Belastbare publizierte Daten zu weiteren historischen Gattungswechseln oder detaillierten etymologischen Herleitungen der wissenschaftlichen Namen fehlen im vorliegenden Quellenkontext. Die Art ist in der Paläarktis verbreitet, wobei sie in Europa vor allem in den östlichen und südlichen Regionen vorkommt.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Ebrechtella tricuspidata ist eine polyophage carnivore Spinnenart, deren Lebenszyklus eng an die warme Jahreszeit gebunden ist.12 Geschlechtsreife Adulte treten vorwiegend von Mai bis Juli auf. Die Jagd erfolgt lauernd auf Blüten und Blättern in Sträuchern und Baumkronen.1 Sowohl Adulte als auch Larven ernähren sich carnivor von verschiedenen Beutetieren.2 Für die Fortpflanzung legen die Weibchen im Sommer einen Eikokon in einem zusammengerollten Blatt an. Dieses Gelege wird vom Weibchen aktiv bewacht, bis die Jungtiere schlüpfen. Männchen erreichen eine Körperlänge von etwa 3 mm, während Weibchen bis zu 6 mm groß werden und einen auffälligen, kugeligen Hinterleib aufweisen. Belastbare quantitative Daten zu spezifischen Entwicklungsdauern, exakten Larvenstadien, Temperaturoptima oder physiologischen Besonderheiten wie Diapause fehlen in der aktuellen Quellenlage weitgehend. Auch zu konkreten Mortalitätsfaktoren, natürlichen Feinden oder spezifischen Symbiosen liegen keine systematischen Belege vor.1 Die Art besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder in Gewässernähe und zeigt eine paläarktische Verbreitung.12
Lebensweise
Verhalten
Bisher fehlen in der wissenschaftlichen Literatur detaillierte, systematische Untersuchungen zum spezifischen Verhalten von Ebrechtella tricuspidata weitgehend. Bekannt ist lediglich, dass die Art als Ansitzjäger agiert und sich zur Jagd auf Blüten und Blättern aufhält. Geschlechtsreife Exemplare sind vor allem von Mai bis Juli anzutreffen. Nach der Fortpflanzung legen die Weibchen ihren Eikokon im Sommer an und bewachen diesen in einem zusammengerollten Blatt. Belastbare quantitative Daten zu Laufverhalten, Orientierungsmechanismen oder spezifischen Interaktionen mit Artgenossen liegen für diese Art derzeit nicht vor.1
Lebensweise
Ökologie
Ebrechtella tricuspidata besiedelt als thermophile und feuchtigkeitsliebende Art primär sonnige Waldränder, insbesondere in der Nähe von Gewässern. Die ökologische Nische der Art umfasst den Stratum der Sträucher und Baumkronen, wo sie sich bevorzugt auf Blättern und Blüten aufhält.1 Als carnivore und polyophage Art agiert sie dort als Lauerjäger und ernährt sich von verschiedenen Beutetieren.12 Die Habitatwahl erstreckt sich neben Wäldern auch auf Offenlandbiotope und landwirtschaftliche Nutzflächen, wie strukturierte Daten belegen.2 Das Mikroklima dieser Standorte ist durch sonnenexponierte, warme und gleichzeitig feuchte Bedingungen charakterisiert. Im Jahresverlauf sind geschlechtsreife Exemplare von Mai bis Juli aktiv. Zur Fortpflanzung im Sommer legen die Weibchen ihren Eikokon in zusammengerollten Blättern an und bewachen diesen aktiv. In ihrer Verbreitung ist die Art paläarktisch orientiert, meidet jedoch kühlere Regionen wie Skandinavien und Großbritannien.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Ebrechtella tricuspidata besiedelt als paläarktische Art ein natürliches Verbreitungsgebiet, das sich über weite Teile der Paläarktis erstreckt. Innerhalb Europas zeigt die Art eine deutliche Verbreitungsschwerpunktbildung nach Osten und Süden. In Skandinavien und Großbritannien ist die Art hingegen nicht vertreten. Auch in Mitteleuropa ist sie ungleichmäßig distribuiert und fehlt beispielsweise im Nordwesten Deutschlands vollständig. Nach Datenlage gilt Ebrechtella tricuspidata in Mitteleuropa als weit verbreitet, tritt dort jedoch eher selten auf. Die thermophilen und hygrophilen Ansprüche der Art prägen ihre Habitatwahl maßgeblich. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder, die sich in unmittelbarer Nähe zu Gewässern befinden. Innerhalb dieser Habitate hält sich die Spinnenart überwiegend in Baumkronen und auf Sträuchern auf. Beobachtungsdaten belegen zudem ein Vorkommen in Offenlandbiotopen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Urbane Räume oder stark vom Menschen geprägte Siedlungsbereiche werden nach bisheriger Datenlage hingegen kaum besiedelt.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Ebrechtella tricuspidata zeigt eine ausgeprägte jahreszeitliche Aktivitätsperiode, die eng mit den warmeren Monaten des Jahres verknüpft ist. Geschlechtsreife Adulte treten in Mitteleuropa im Jahresverlauf von Mai bis Juli auf. Während dieses Zeitraums halten sich die Tiere zur Jagd auf Blüten und Blättern in Sträuchern und Baumkronen auf. Die Fortpflanzungsphase findet im Hochsommer statt. In dieser Zeit legen die Weibchen ihren Eikokon an, welcher geschützt in einem zusammengerollten Blatt angelegt und bewacht wird. Belastbare wissenschaftliche Daten zu spezifischen Larvenstadien, genauen Überwinterungsstadien oder einer Temperaturabhängigkeit der Aktivität fehlen für Ebrechtella tricuspidata an dieser Stelle.1 Das öffentliche Suchinteresse im Jahresverlauf zeigt in den Sommermonaten, insbesondere im Juli, deutliche Peaks und korreliert damit direkt mit der Hauptaktivitäts- und Beobachtungsphase der adulten Spinnen.3
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Ebrechtella tricuspidata ist als freilebende Raubspinne weder als Schädling noch als Lästling einzustufen, sondern erfüllt als Carnivor eine Funktion im natürlichen Ökosystem. Ein Schadpotenzial an Kulturpflanzen oder Vorräten existiert nicht, da die Art ausschließlich als polyphager Jäger auf Sträuchern und in Baumkronen lebt.1 Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen im Sinne von Giftwirkungen auf den Menschen oder der Übertragung von Krankheitserregern sind für diese Krabbenspinnenart nicht bekannt. Befallsanzeichen im klassischen Sinne treten nicht auf, da Ebrechtella tricuspidata synanthrop weder Gebäude besiedelt noch Material- oder Vorratsschäden verursacht. Präventionsmaßnahmen oder bauliche Vorkehrungen sind folglich nicht erforderlich. Auch spezifische Monitoring-Methoden oder Bekämpfungsmaßnahmen existieren mangels Schadrelevanz nicht. Die Art ist in geeignekten Habitaten weit verbreitet und wird in Deutschland in der Roten Liste als ungefährdet geführt.1 Rechtliche Aspekte wie Quarantänevorschriften oder Meldepflichten greifen bei dieser heimischen Spinnenart ebenfalls nicht. Belastbare Daten zu artspezifischen wirtschaftlichen Schäden fehlen, weshalb jegliche Bekämpfungs- oder Managementmaßnahmen obsolet sind.1
Nachweise