- Synonyme und frühere Kombinationen der Art umfassen unter anderem Cryptotympana sinensis Distant, 1887 sowie Cryptotympana coreanus Kato, 1925.
- Historische Verzeichnisse wie die Arbeiten von Metcalf (1963) verzeichneten fälschlicherweise auch Vorkommen in Südamerika und Indien, wobei letzteres auf einem Tippfehler basierte.
- Exemplare der Art wurden beispielsweise durch Sammler wie Nao Yamazaki nachgewiesen, wie Belege im Museo Entomológico de León dokumentieren.1
Schwarze Singzikade Cryptotympana atrata
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schnabelkerfe (Hemiptera)
- Familie
- Cicadidae
- Gattung
- Cryptotympana
Überblick
Einleitung
Cryptotympana atrata ist eine Insektenart aus der Familie der Singzikaden (Cicadidae) innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfen (Hemiptera).12 Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich über weite Teile Ost- und Südostasiens, darunter China, Japan und die Koreanische Halbinsel. Historisch wurde die Art unter zahlreichen Synonymen wie Tettigonia atrata Fabricius, 1775 oder Cicada nigra Olivier, 1790 beschrieben.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Schwarze Singzikade Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Schwarze Singzikade (Cryptotympana atrata) zeichnet sich durch einen dunkelbraunen bis schwarzen Körper aus, der lateral betrachtet leicht gekrümmt erscheint und spärliche Borsten an der Unterseite aufweist. Der Kopf ist in Dorsalansicht etwas dreieckig geformt, wobei die Krone einschließlich der weißen Komplexaugen etwa viermal breiter als lang ist und die gleiche Breite wie der vordere Pronotumrand aufweist. Die Antennen sind braun und filiform strukturiert, während der Postclypeus prominent angeschwollen und dicht mit braunen Haaren bedeckt ist. Der Rumpf wird durch ein breites Pronotum mit deutlichen paramedianen und lateralen Fissuren geprägt, wobei der Pronotalkragen unterentwickelt ist und der Hinterrand dorsal medial auffällig konkav verläuft. Das Mesonotum ist geringfügig breiter als das Pronotum und weist zwei kleine skutilsche Vertiefungen auf der Scheibe auf, während das Metanotum sehr klein ausgebildet ist. Die Beine sind generell dunkelbraun gefärbt, wobei die Vorderfemora eine charakteristische Femoralformel von 2-1-7 aufweisen. Der dortige hintere Zahn ist lang und scharf, der akzessorische Zahn robust sowie scharf und der intermediäre Zahn an einer Seite mit einer Projektion versehen. Die gebogene und lateral abgeflachte Vordertibia besitzt einen langen Apikalzahn sowie eine große, zahnähnliche Klingenform, die durch einen starken Einschnitt vom Apikalzahn getrennt ist. Am Apex der Mittel- und Hintertibien befinden sich jeweils fünf Dornen, und die Prätarsen aller Beine sind zu ungleich großen Klauenpaaren entwickelt. Der Sexualdimorphismus zeigt sich unter anderem am Abdomen, wo beim Weibchen das achte und neunte Sternit zwei scharfe posteriore Randvorsprünge aufweisen. Beim Männchen wird das neunte Sternit fast vollständig vom zehnten Sternit verdeckt, wobei auf der Oberfäche vier Vorsprünge vorhanden sind: je ein großer dreieckiger Fortsatz nahe den lateralen Rändern und ein Paar sehr kleiner abgerundeter Vorsprünge am Hinterrand. Nymphen zeigen je nach Entwicklungsstand eine variierende Körpergröße.1
Porträt
Beschreibung
Die Schwarze Singzikade (Cryptotympana atrata) repräsentiert eine auffällige Insektenart aus der Familie der Singzikaden (Cicadidae), die vor allem in Ost- und Südostasien weit verbreitet ist. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre dunkle, robuste Statur auf, wobei der Körper überwiegend dunkelbraun gefärbt und in der Lateralansicht leicht gekrümmt ist. Der Kopf zeigt in der Dorsalansicht eine leicht dreieckige Form, wobei die Krone einschließlich der weißen Komplexaugen etwa viermal breiter als lang ist. Ein markantes anatomisches Erkennungsmerkmal im Kopfbereich ist der stark angeschwollene Postclypeus, der dicht mit braunen Härchen bedeckt ist. Die fadenförmigen Antennen sind ebenfalls braun gefärbt, während das Rostrum bis zu den hinteren Coxae reicht. Am Thorax ist das breite Pronotum durch deutliche paramediane und laterale Fissuren gekennzeichnet, wobei der hintere Rand in der Dorsalansicht medial tief konkav verläuft. Das Mesonotum ist etwas breiter als das Pronotum und weist auf der Disc zwei kleine scutale Vertiefungen auf, während das Metanotum sehr klein ausgebildet ist. Die Vorderbeine zeigen artspezifische Besonderheiten wie eine gefurchte, lateral abgeflachte Tibia sowie eine Femoralformel von 2-1-7. Dabei ist der posteriore Zahn lang und spitz, der accessorische Zahn robust und scharf ausgeprägt, und der Kamm der Vorderfemora besitzt in der Regel sieben Zähne. Die Tarsen aller Beine sind gut entwickelt und enden in einem Paar ungleich großer Klauen. Das Abdomen variiert in seiner Größe je nach Entwicklungsstadium der Nymphen. Bei weiblichen Individuen weisen das achte und neunte Sternit zwei scharfe Auswüchse am hinteren Rand auf. Im Gegensatz dazu ist das neunte Sternit der Männchen fast vollständig durch das zehnte Sternit verdeckt, wobei vier Oberflächenvorsprünge ausgebildet sind, darunter je ein großer dreieckiger Fortsatz an den Seitenrändern und ein Paar sehr kleiner, abgerundeter Vorsprünge am Hinterrand. Historisch wurde die Art erstmals von Fabricius im Jahr 1775 unter dem Namen Tettigonia atrata beschrieben. Im Laufe der taxonomischen Geschichte wurden zahlreiche Synonyme wie Tettigonia pustulata Fabricius, 1787 oder Cicada nigra Olivier, 1790 etabliert, bevor die Art in die Gattung Cryptotympana eingeordnet wurde. Die geographische Verbreitung erstreckt sich über weite Teile der Orientalischen Region inklusive China, Korea, Japan und Vietnam. Belastbare morphologische Daten zu Larvenstadien und mikroskopischen Feinstrukturen beschränken sich auf die in Museums- und Sammlungsdaten dokumentierten Exemplare.1
Systematik
Name & Einordnung
Die Schwarze Singzikade wird taxonomisch unter dem wissenschaftlichen Namen Cryptotympana atrata geführt. Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1775 durch den Entomologen Fabricius unter der ursprünglichen Kombination Tettigonia atrata. Im Laufe der wissenschaftlichen Erforschung wurde die Art aufgrund morphologischer Merkmale in die Gattung Cryptotympana überführt. Historisch und durch taxonomische Revisionen existieren diverse Synonyme und frühere Kombinationen, zu denen unter anderem Tettigonia pustulata Fabricius, 1787, Cicada nigra Olivier, 1790 sowie Fidicina bubo Walker, 1850 gehören. Weitere synonymisierte Taxa umfassen Cryptotympana sinensis Distant, 1887, Cryptotympana dubia Haupt, 1917, Cryptotympana coreanus Kato, 1925, Cryptotympana santoshonis Matsumura, 1927 und Cryptotympana wenchewensis Ouchi, 1938. Darüber hinaus wurden infraspezifische Taxa wie Cryptotypmana pustulata castanea Liu, 1940 und Cryptotympana pustulata fukienensis Liu, 1940 beschrieben, die ebenfalls als Synonyme gelten. Im deutschsprachigen Raum wird die Art als Schwarze Singzikade bezeichnet. Belastbare historische Belege zu indischen Vorkommen beruhen auf früheren Fehldeutungen in der Literatur, wodurch historische Fundmeldungen aus dieser Region als Irrtum gelten.
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Die Schwarze Singzikade (Cryptotympana atrata) durchläuft wie alle Zikaden einen hemimetabolen Entwicklungszyklus, der durch die Stadien Ei, Larve und Imago geprägt ist. Belastbare Daten zur genauen Anzahl der Larvenstadien oder spezifischen physiologischen Diapause-Mechanismen fehlen in der aktuellen Datenlage weitgehend. Die Morphologie der Nymphen zeigt spezialisierte Anpassungen wie kräftige Grabbeine mit Dornen, die das Leben im Erdreich unterstützen. Am Kopf fällt der stark vorgewölbte Clypeus auf, welcher dichte, braune Haare aufweist. Der Körper der Nymphen ist dunkelbraun gefärbt und weist eine charakteristische Krümmung in der Lateralansicht auf. Die Vorderflügelknospen sind bei den untersuchten Nymphenstadien bis zum dritten Absegment entwickelt. Über das spezifische Paarungsverhalten, die exakte Fertilität oder die Eiablageorte im Freiland liegen in den Standardquellen keine quantifizierten Angaben vor. Larven ernähren sich obligat suktorial von Pflanzensäften unterirdischer Pflanzenstrukturen, wobei spezifische Wirtspflanzen in den vorliegenden Daten nicht detailliert quantifiziert sind. Adulte Tiere nutzen ebenfalls stechend-saugende Mundwerkzeuge zur Nahrungsaufnahme an oberirdischen Pflanzenteilen. Temperaturabhängige Entwicklungsraten oder genaue Angaben zum thermischen Optimum der Art sind bisher nicht systematisch untersucht worden. Natürliche Feinde und spezifische Mortalitätsfaktoren sind in der aktuellen Literatur für Cryptotympana atrata nicht im Detail belegt. Auch Symbiosen oder mikrobielle Assoziationen wurden für diese Art bisher nicht in Primärstudien beschrieben. Die globale Verbreitung erstreckt sich über weite Teile Ostasiens und Südostasiens, darunter China, Japan und die Koreanische Halbinsel. Quantifizierte Angaben zur genauen Lebensdauer der imaginalen Phase fehlen ebenfalls.1
Lebensweise
Verhalten
Belastbare Daten zum spezifischen Verhalten von Cryptotympana atrata fehlen in den vorliegenden Quellen weitgehend, da sich die verfügbare Literatur primär auf morphologische Beschreibungen und Verbreitungsnachweise beschränkt.1
Lebensweise
Ökologie
Belastbare Daten zur Ökologie, den Nahrungsnetzbeziehungen, den Habitatpräferenzen sowie den natürlichen Feinden von Cryptotympana atrata fehlen in den vorliegenden Quellen weitgehend, da sich diese primär auf taxonomische Beschreibungen und Verbreitungsnachweise beschränken. Die Art ist in verschiedenen Regionen Ost- und Südostasiens wie China, Japan, Korea und Vietnam verbreitet. Über die spezifische ökologische Nische oder die Auswirkungen auf Wirtspflanzen liegen keine systematisch untersuchten Angaben vor.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Die Schwarze Singzikade (Cryptotympana atrata) besitzt ein natürliches Verbreitungsgebiet, das sich über weite Teile der orientalischen und ostasiatischen Region erstreckt. Historische und aktuelle Nachweise dokumentieren das Vorkommen der Art in China, Korea, Japan, Taiwan und Vietnam sowie in Teilen Südostasiens wie Thailand, Malaysia und den Philippinen. Nach Datenlage umfasst das Areal sowohl subtropische als auch gemäßigte Klimazonen Ostasiens. In Europa und speziell im DACH-Raum ist die Art nicht heimisch; es existieren keine etablierten Populationen oder dokumentierten Einschleppungen. Historische Verzeichnisse enthalten zwar gelegentlich fehlerhafte oder irreführende geografische Nennungen wie Südamerika, welche jedoch auf taxonomischen Verwechslungen oder fehlerhaften Literaturangaben beruhen. Belastbare Daten zu spezifischen Habitattypen im natürlichen Verbreitungsgebiet wie genauen Waldstrukturen, Wirtspflanzen oder vertikalen Verbreitungsgrenzen fehlen in der primären Literatur weitgehend. Beobachtungsdaten belegen das Vorkommen der Art flächendeckend in ihren ostasiatischen Herkunftsregionen. In urbanen oder ländlichen Siedlungsbereichen des natürlichen Areals wird die Art regelmäßig an Bäumen registriert. Spezifische Untersuchungen zu Gebäuden als Habitat oder präzisen Höhenstufen wurden bisher nicht systematisch publiziert.1
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Belastbare wissenschaftliche Daten zur detaillierten Saisonalität, Aktivitätsdynamik und Generationsfolge von Cryptotympana atrata sind in der gegenwärtigen Fachliteratur nur rudimentär dokumentiert. Die vorliegenden entomologischen Belege beschränken sich primär auf morphologische Beschreibungen von Nymphenstadien und adultes Material aus Museums Sammlungen, während spezifische Freilanduntersuchungen zur Phänologie fehlen.1 Daher kann über exakte Schwarmflugzeiten, Temperaturabhängigkeiten der Aktivität oder das genaue Überwinterungsverhalten auf Basis der aktuellen Quellenlage keine wissenschaftlich fundierte Aussage getroffen werden. Auch das öffentliche Suchinteresse zeigt mit monatlichen Schwankungen keine konsistenten, biologisch interpretierbaren Aktivitätsmuster für diese Art in Mitteleuropa. Bisherige Nachweise dokumentieren das Vorkommen der Art in verschiedenen Regionen Asiens, erlauben jedoch keine Rückschlüsse auf tageszeitliche Aktivitätsmuster oder die genaue Dauer der Entwicklungsstadien.1 Systematische Langzeitstudien zur Populationsdynamik und zu den saisonalen Emergenzdaten der Imagines sind bislang nicht publiziert. Folglich müssen spezifische Angaben zur Voltinität und zu jahreszeitlichen Aktivitätsgipfeln als wissenschaftlich ungesichert eingestuft werden.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden, spezifischen Befallsanzeichen sowie zu etablierten Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen für Cryptotympana atrata fehlen in der aktuellen wissenschaftlichen Primärliteratur weitgehend. Aufgrund dieser unzureichenden Datenlage lässt sich die Art derzeit weder eindeutig als bedeutender Schädling noch als relevanter Nützling klassifizieren. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergene oder Vektoreigenschaften sind für diese Art bisher nicht systematisch untersucht worden. Präventive Maßnahmen oder spezifische Monitoring-Methoden wie Fallen wurden in der ausgewerteten Literatur nicht beschrieben. Auch integrierte, biologische, physikalische oder chemische Bekämpfungsstrategien sind für Cryptotympana atrata bisher nicht dokumentiert. Ebenso liegen keine behördlichen Meldepflichten oder quarantänerechtlichen Bestimmungen für diesen Organismus vor.1
Nachweise
Quellen & Referenzen
- gbif.org/species/5867671
- Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)