- Die Erstbeschreibung der Art erfolgte im Jahr 1775 unter der ursprünglichen wissenschaftlichen Kombination Curculio griseus durch Johann Christian Fabricius.
- Zu den bekannten heterotypischen Synonymen der Art zählen unter anderem Curculio cupreosquamosus Goeze, 1777 sowie Curculio intersectus Geoffroy, 1785.
- Weitere historische Synonyme umfassen die Bezeichnung Curculio squamosus Gmelin, 1790.1
- In der taxonomischen Hierarchie wird die Art der Gattung Charagmus innerhalb der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) zugeordnet.2
Grauer Blattrüssler Charagmus griseus
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Käfer (Coleoptera)
- Familie
- Curculionidae
- Gattung
- Charagmus
- Art
- Charagmus griseus
Wissenschaftlicher Name Charagmus griseus (Fabricius, 1775)
Überblick
Einleitung
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus, Syn.: Sitona griseus), bisweilen auch als Gemeiner Lupinenblattrandkäfer oder Großer Grauer Blattrandrüssler bezeichnet, ist ein Rüsselkäfer (Curculionidae) aus der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Die Art ist in Europa sowie Teilen Nordafrikas und des Nahen Ostens weit verbreitet und besiedelt dort verschiedene Wirtspflanzen wie Besenginster, Hauhecheln und Lupinen. Durch den Blattfraß der adulten Käfer an Lupinen kann die Art wirtschaftliche Schäden auf Feldern verursachen.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Grauer Blattrüssler Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus, Syn.: Sitona griseus) ist ein Vertreter der Rüsselkäfer und erreicht eine Körperlänge von 5,5–10 mm. Ein auffälliges Bestimmungsmerkmal der adulten Käfer ist der ausgeprägte farbliche Kontrast zwischen der bräunlichen Oberseite und der weißen Unterseite. Der Kopf trägt einen Rostrum, der im Vergleich zu ähnlichen Vertretern der Gattung Sitona länger und schmäler ausgebildet ist. Das Pronotum weist eine größere Breite auf als der Kopf mitsamt den Augen.1 Belastbare Daten zu weiteren morphologischen Details des Sexualdimorphismus, der Larven, Puppen sowie der Eier fehlen in der aktuellen Datenlage. Zur präzisen Abgrenzung von verwechselbaren Arten dient insbesondere die charakteristische Form des Rúscelns sowie der Körperkontrast, wobei detaillierte differentialdiagnostische Merkmale gegenüber anderen Rüsselkäfern in der Fachliteratur weiter zu spezifizieren sind.1
Porträt
Beschreibung
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus), in der historischen Literatur häufig unter dem Synonym Sitona griseus (Fabricius, 1775) geführt, gehört zur artenreichen Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Als typischer Vertreter seiner Gattung prägen ihn spezifische morphologische Anpassungen wie das im Vergleich zu verwandten Arten längere und schmalere Rostrum. Der Halsschild der Tiere übertrifft in seiner Breite den Kopf mitsamt den Augen deutlich. Ein auffälliger farblicher Kontrast zwischen der bräunlichen Oberseite und der hellen, weißen Unterseite dient als charakteristisches Erscheinungsbild im natürlichen Lebensraum. Die Körperlänge der adulten Käfer bewegt sich im Bereich von 5,5–10 mm. In Europa ist die Art weit verbreitet und besiedelt neben dem europäischen Festland auch die Britischen Inseln. Nach Süden hin erstreckt sich das Verbreitungsgebiet bis nach Nordafrika sowie in den Nahen Osten. Ökologisch ist die Art eng an bestimmte Wirtspflanzen gebunden, zu denen Besenginster (Sarothamnus scoparius), verschiedene Hauhechel-Arten (Ononis) und diverse Lupinen (Lupinus) zählen. Die überwinternden imaginalen Käfer erscheinen ab April nach der Winterruhe in ihrem Habitat. Nach der Paarung erfolgt die Ablage der Eier, woraufhin sich die Larven im subterranen Wurzelwerk der Wirtspflanzen entwickeln. Mitte Juli schlüpft schließlich die neue Generation der Käfer. Insbesondere durch den charakteristischen Blattfraß an Lupinen können die Tiere auf entsprechenden Feldern landwirtschaftliche Schäden verursachen. Historisch wurde die Art im Jahr 1775 durch Fabricius als Curculio griseus erstbeschrieben. Im Laufe der taxonomischen Geschichte wurden verschiedene Synonyme wie Curculio cupreosquamosus Goeze, 1777, Curculio intersectus Geoffroy, 1785 sowie Curculio squamosus Gmelin, 1790 etabliert. Belastbare Detaildaten zu mikroskopischen Feinstrukturen der Larvenstadien oder geschlechtsspezifischen Dimorphismen außerhalb der bekannten Körpermaße fehlen in der aktuellen Literaturlage weitgehend.1
Systematik
Name & Einordnung
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus) ist eine Art aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1775 durch Johann Christian Fabricius unter der ursprünglichen Kombination Curculio griseus. Im Laufe der taxonomischen Geschichte wurde die Art lange Zeit der Gattung Sitona zugeordnet, weshalb das Synonym Sitona griseus (Fabricius, 1775) in der älteren und teilweise auch neueren Literatur gebräuchlich ist. Zu den weiteren heterotypischen Synonymen zählen Curculio cupreosquamosus Goeze, 1777, Curculio intersectus Geoffroy, 1785 sowie Curculio squamosus Gmelin, 1790. Neben dem etablierten Hauptnamen Grauer Blattrandkäfer existieren im deutschen Sprachraum verschiedene Trivialnamen wie Gemeiner Lupinenblattrandkäfer und Großer Grauer Blattrandrüssler.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus) durchläuft einen vollständigen Lebenszyklus mit Ei-, Larven-, Puppen- und Adultstadium. Die Art bildet in der Regel eine Generation pro Jahr aus. Nach der Überwinterung erscheinen die adulten Käfer ab April in der Vegetation. Als Wirtspflanzen dienen den Tieren verschiedene Leguminosen wie Besenginster (Sarothamnus scoparius), Hauhecheln (Ononis) sowie diverse Lupinen-Arten (Lupinus). Adulte Käfer ernähren sich von den oberirdischen Pflanzenteilen und verursachen durch typischen Blattfraß nennenswerte Schäden auf Lupinenfeldern. Im Gegensatz dazu besiedeln die Larven das unterirdische Wurzelwerk der Wirtspflanzen und entwickeln sich dort. Die konkrete Dauer der einzelnen Entwicklungsstadien ist in der aktuellen Literatur nicht detailliert beziffert. Mitte Juli schlüpft schließlich die neue Generation der adulten Käfer. Belastbare physiologische Daten zur Diapause, Kältetoleranz oder genaue Fertilitätsraten fehlen für diese Art weitgehend. Ebenso liegen keine systematischen Untersuchungen zu spezifischen Parasitoiden, natürlichen Feinden oder Mortalitätsfaktoren vor. Die Artüberwinterung erfolgt im Adultstadium, wobei die genauen Verstecke in der Quellliteratur nicht näher beschrieben sind. Weitere Details zur Paarungsbiologie und den exakten Parametern der Eiablage sind bisher nicht systematisch dokumentiert.1
Lebensweise
Verhalten
Belastbare Daten zum spezifischen Verhalten von Charagmus griseus wie Fortbewegung, Orientierung oder Kommunikation fehlen in den vorliegenden Quellen weitgehend. Bekannt ist lediglich, dass adulte Exemplare ab April nach der Überwinterung aktiv werden und sich an Wirtspflanzen wie Besenginster, Hauhecheln und Lupinen aufhalten. Dort verursachen sie durch ihren Fraß messbare Schäden an Lupinenfeldern. Die Entwicklung der Larven findet im Verborgenen im Wurzelwerk dieser Wirtspflanzen statt. Ab Mitte Juli erscheint dann die neue Generation der Käfer.1 Weitergehende wissenschaftliche Untersuchungen zum Verhaltensrepertoire der Art sind in den aktuellen Daten nicht dokumentiert.
Lebensweise
Ökologie
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus) besetzt als phytophager Verbraucher eine spezifische ökologische Nische in trocken-kargen Lebensräumen und Agrarökosystemen. Seine Nahrungsnetzbeziehungen basieren primär auf der Bindung an spezifische Wirtspflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Als Hauptnahrungspflanzen der adulten Käfer dienen der Besenginster (Sarothamnus scoparius), verschiedene Hauhechel-Arten (Ononis) sowie diverse Lupinen-Arten (Lupinus). Durch den gezielten Blattfraß an diesen Wirtspflanzen verursachen die Tiere insbesondere auf landwirtschaftlich genutzten Lupinenfeldern wirtschaftlich relevante Schäden.1 Die ökologische Rolle der Art wird im larvalen Stadium im Boden fortgesetzt. Larven von Charagmus griseus entwickeln sich direkt im unterirdischen Wurzelwerk der jeweiligen Wirtspflanzen.1 Dort ernähren sie sich von unterirdischen Pflanzenteilen, wodurch sie in direktem Konkurrenz- und Schadwirkungsverhältnis zur Wirtspflanze stehen. Nach Abschluss der unterirdischen Entwicklung erscheinen die Imago-Generationen ab Mitte Juli des Jahres. Die Überwinterung erfolgt im adulten Stadium, wobei die Tiere nach der Winterruhe ab April erneut aktiv werden. Weitergehende quantitative Daten zu spezifischen Parasitoiden, mikroklimatischen Toleranzgrenzen oder interspezifischen Konkurrenten liegen aus der aktuellen Quellenlage nicht vor.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus) ist in Europa weit verbreitet und kommt darüber hinaus auf den Britischen Inseln vor. Nach Süden hin erstreckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet der Art bis nach Nordafrika sowie in den Nahen Osten.1 In Deutschland und im mitteleuropäischen Raum wird die Art regelmäßig in geeigneten Habitaten angetroffen. Belastbare quantitative Daten zur Höhenverbreitung oder flächendeckenden Vertikalverbreitung liegen in der Fachliteratur nicht vor. Die Art besiedelt bevorzugt Offenlandbiotope, Waldränder und Brachflächen, an denen die spezifischen Wirtspflanzen gedeihen. Zu den primären Wirtspflanzen von Charagmus griseus zählen der Besenginster (Sarothamnus scoparius), verschiedene Hauhechel-Arten (Ononis) sowie diverse Lupinen-Arten (Lupinus). In der Agrarlandschaft tritt der Käfer regelmäßig als schädlicher Insekt an Kultur-Lupinen auf, wo er durch seinen spezifischen Blattfraß wirtschaftliche Schäden auf Lupinenfeldern verursacht. Die Überwinterung erfolgt als im Boden oder in der Streuschicht verborgenes adultes Exemplar, welches ab April wieder aktiv wird. Ab Mitte Juli erscheint die neue Generation der Käfer, die wiederum auf den Wirtspflanzen Nahrung aufnimmt. Die Larvenentwicklung findet im subterraneanen Bereich im Wurzelwerk der jeweiligen Wirtspflanzen statt.1 Siedlungsbereiche oder Gebäude werden von der Art nicht als typischer Lebensraum genutzt; das Vorkommen ist strikt an die Vegetation der Wirtspflanzen gebunden. Bisher fehlen in der Literatur systematische Untersuchungen zur langfristigen Arealveränderung oder detaillierte historische Einschleppungsnachweise. Daher beschränkt sich die kartografische Erfassung auf das bekannte paläarktische Artareal.
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Die Aktivitätsdynamik von Charagmus griseus ist eng an den Lebenszyklus seiner Wirtspflanzen angepasst. Die überwinternden adulten Käfer treten nach der Winterruhe ab April erstmals wieder in Erscheinung. Im weiteren Jahresverlauf erfolgt die Larvalentwicklung, die im Boden an den Wurzeln von Wirtspflanzen wie Lupinen und Besenginster stattfindet. Aus dieser Entwicklung geht Mitte Juli die neue Generation der Käfer hervor. Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse in den Sommermonaten, insbesondere im August, erhöhte Werte, was mit der Hauptaktivitätsphase der Imagines und deren Fraßschäden zusammenhängt.1
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus, Syn.: Sitona griseus) tritt landwirtschaftlich als Schädling in Erscheinung, da er gezielt Bestände von Wirtspflanzen befällt. Schadbildprägend ist insbesondere der Blattfraß an verschiedenen Lupinen-Arten (Lupinus), wodurch es auf betroffenen Feldern zu wirtschaftlich relevanten Beeinträchtigungen kommt. Neben Lupinen bilden auch Besenginster (Sarothamnus scoparius) und Hauhecheln (Ononis) die natürlichen Wirtspflanzen der Art. Die adulten Käfer überwinterten und sind ab April im Freiland aktiv. Nach der Überwinterung und dem anschließenden Reifungsfraß erfolgt die Eiablage, woraufhin sich die Larven im Wurzelwerk der Wirtspflanzen entwickeln. Ab Mitte Juli schlüpfen schließlich die Käfer der neuen Generation.1 Über spezifische medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergien oder Vektoreigenschaften liegen nach aktueller Datenlage keine Belege vor. Belastbare Daten zu spezifischen Monitoring-Methoden, chemischen oder biologischen Bekämpfungsmaßnahmen sowie integrierten Schadkonzepten fehlen in der zugrundeliegenden Literatur für Charagmus griseus vollständig. Gleiches gilt für rechtliche Aspekte oder spezifische Präventionsmaßnahmen, die über die allgemeinen biologischen Kenntnisse hinausgehen. Bisher sind lediglich die Grundzüge der Lebensweise und das Schadbild des Blattfraßes systematisch dokumentiert.1
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Graue Blattrandkäfer (Charagmus griseus) tritt als phytophager Schädling in der Landwirtschaft in Erscheinung. Die Art verursacht insbesondere durch den Blattfraß adulter Käfer messbare Schäden auf Lupinenfeldern. Als primäre Wirtspflanzen dienen neben verschiedenen Lupinen-Arten (Lupinus) auch Besenginster (Sarothamnus scoparius) und Hauhecheln (Ononis). Belastbare quantitative Daten zur ökonomischen Schadenshöhe, zu Bekämpfungskosten oder zu spezifischen Ertragsminderungen fehlen in der aktuellen Datenlage jedoch weitgehend. Bisher sind keine detaillierten historischen Schadensberichte oder flächendeckenden Großausbrüche systematisch dokumentiert.1
Nachweise