Lexikon-Eintrag

Erdbeer-Weichwanze Calocoris norvegicus

Erdbeer-Weichwanze (Calocoris norvegicus), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schnabelkerfe (Hemiptera)
Familie
Miridae
Gattung
Closterotomus

Überblick

Einleitung

Die Erdbeer-Weichwanze (Closterotomus norvegicus, syn. Calocoris norvegicus) ist eine Wanzenart aus der Familie der Miridae innerhalb der Ordnung Hemiptera. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Paläarktis von den Britischen Inseln bis nach Sibirien, zudem tritt die Art als nearktischer Neozoen-Fund auf. Die polyphage Art ernährt sich bevorzugt von Blüten, Knospen und unreifen Früchten verschiedener Wirtspflanzen wie Kartoffeln, Möhren und Klee.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Art gehört zoologisch zur Unterfamilie Mirinae innerhalb der Familie der Weichwanzen (Miridae).
  • Systematisch wird die Art dem Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda) und der Klasse der Insekten (Insecta) zugeordnet.
  • Die biologische Einordnung verortet das Taxon im Reich der Tiere (Animalia) und der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera).1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Calocoris norvegicus unterliegt im Laufe seiner Entwicklung einem deutlichen Farbwechsel von den juvenilen Stadien zum Imago. Die Nymphen sind durch eine grüne Grundfärbung charakterisiert. Mit dem Erreichen des adulten Stadiums wandelt sich die Körperfarbe zu rötlichem Braun. Regional treten Abweichungen in der Färbung auf, wie etwa bräunlich schwarze Exemplare in Nordbritannien. Das Pronotum, auch als Prothorax bezeichnet, weist artspezifisch zwei markante Flecken auf. Zusätzlich trägt das Schildchen dunkle Markierungen. Belastbare morphologische Detaildaten zu Körpergröße, Kopfstrukturen, Beinen oder dem Sexualdimorphismus fehlen in der aktuellen Datenlage für diese Art. Ebenso liegen keine dokumentierten Beschreibungen zu Eiern, Puppen oder spezifischen Larvenstadien jenseits der Grundfärbung vor. Eine systematische Abgrenzung zu verwechselbaren Arten ist auf Basis der vorliegenden Quellen nicht möglich.1

Porträt

Beschreibung

Calocoris norvegicus ist eine Weichwanzenart aus der Familie Miridae, die taxonomisch im Jahr 1997 von der Gattung Calocoris in die Gattung Closterotomus überführt wurde. Die Art ist im paläarktischen Raum von den Britischen Inseln über das kontinentale Europa bis nach Sibirien verbreitet und kommt zudem als eingeschleppte Art in der Nearktis vor. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre Wirtspflanzenpräferenz auf, wobei sie bevorzugt an Blüten, Knospen und unreifen Früchten verschiedener Pflanzen wie Brennnesseln, Klee, Cannabis, Korbblütlern, Kartoffeln, Karotten und Chrysanthemen saugt. Aufgrund ihrer Schadwirkung an Nutzpflanzen ist sie im englischen Sprachraum auch als potato capsid bekannt. Die Entwicklung der Wanzen durchläuft verschiedene Jugendstadien bis zum Adultstadium. Nymphen zeigen eine charakteristische grüne Färbung. Mit dem Erreichen des Adultstadiums wandelt sich die Grundfärbung der Tiere zu rötlichem Braun. Diese Färbung unterliegt jedoch geografischen Variationen, wodurch Exemplare aus dem nördlichen Teil Großbritanniens eine bräunlich-schwarze Färbung aufweisen. Anatomisch weist das Pronotum der Imago zwei charakteristische Flecken auf, während das Scutellum dunkle Markierungen besitzt. Weitere spezifische anatomische Details oder mikroskopische Merkmale sind in der aktuellen Datenlage für diese Sektion nicht dokumentiert, da belastbare Studien hierzu fehlen. Auch quantitative Messwerte zu Körpergrößen oder geschlechtsspezifischen Dimorphismen über den Lebenszyklus sind in der Literatur nicht systematisch beschrieben. Vergleiche mit nahe verwandten Arten oder historische Erstbeschreibungen jenseits der taxonomischen Reissphäre 1997 werden in den verfügbaren Quellen nicht näher ausgeführt. Belastbare Daten zu weiteren morphologischen Details im Feld im Vergleich zum Präparat fehlen.1

Systematik

Name & Einordnung

Die Erdbeer-Weichwanze wird heute unter dem wissenschaftlichen Namen Closterotomus norvegicus geführt und gehört innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera) zur Familie der Weichwanzen (Miridae). Im Jahr 1997 wurde die Art aus der Gattung Calocoris in die Gattung Closterotomus überführt. Aufgrund dieser taxonomischen Änderung existieren in der älteren Literatur zahlreiche Funde unter der historischen Kombination Calocoris norvegicus. Im englischen Sprachraum ist die Art geläufig als "potato capsid" bekannt.1 Weitere etablierte deutsche Trivialnamen neben Erdbeer-Weichwanze sind nicht hinreichend durch Primärquellen belegt. Belastbare historische Daten zur genauen Erstbeschreibung durch Autor und Jahr sowie zur Etymologie der Gattungs- und Artnamen fehlen in den vorliegenden Quellen. Auch nähere Angaben zu Synonymen, Homotypica oder regionalen Trivialnamen können auf Basis der aktuellen Datenlage nicht wissenschaftlich fundiert dargelegt werden. Die Einordnung in die Unterfamilie Mirinae komplettiert die gängige systematische Zuordnung innerhalb der Weichwanzen.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Erdbeer-Weichwanze (Calocoris norvegicus, syn. Closterotomus norvegicus) ist durch eine polyphage Ernährungsweise gekennzeichnet, bei der sowohl Larven als auch Adulte ein breites Spektrum an Wirtspflanzen nutzen. Zu den bevorzugten Nahrungspflanzen gehören Brennnesseln, Klee, Hanf sowie verschiedene Korbblütler, Kartoffeln, Karotten und Chrysanthemen. Innerhalb dieser Wirtspflanzen konzentriert sich die Nahrungsaufnahme primär auf reproduktive Organe und junge Pflanzenteile wie Blüten, Knospen und unreife Früchte. Die Entwicklung verläuft über nymphale Stadien, die sich farblich deutlich von den adulten Tieren unterscheiden und eine grüne Grundfärbung aufweisen. Mit der letzten Häutung erfolgt der Übergang zum adulten Stadium, wobei die Färbung der Imago artspezifisch zu rötlichem Braun wechselt. Bei Populationen aus dem nördlichen Verbreitungsgebiet wie Nordbritannien kann die Adultfärbung zudem stark abweichen und eine bräunlich-schwarze Annahme zeigen. Der Prothorax der Tiere weist typischerweise zwei charakteristische Flecken auf, während das Scutellum dunkle Markierungen trägt. Belastbare Detaildaten zur exakten Dauer der einzelnen Entwicklungsstadien, zu spezifischen Temperaturabhängigkeiten, zur Fertilität sowie zu Mortalitätsfaktoren und natürlichen Feinden fehlen in der aktuellen Primärliteratur weitgehend. Auch physiologische Besonderheiten wie Diapausemechanismen oder spezifische Symbiosen sind für diese Art wissenschaftlich bisher nicht systematisch im Detail belegt.1

Lebensweise

Verhalten

Belastbare Verhaltensdaten zu Calocoris norvegicus fehlen in der aktuellen Datenlage weitgehend. Die Art ernährt sich bevorzugt von Blüten, Knospen und unreifen Früchten verschiedener Pflanzenfamilien wie Brennnesseln, Klee und Kartoffeln.1 Spezifische Untersuchungen zum Fortbewegungs-, Kommunikations- oder Abwehrverhalten liegen in den zugänglichen Quellen nicht vor.

Lebensweise

Ökologie

Calocoris norvegicus besetzt eine ökologische Nische als phytophagos beziehungsweise omnivor orientierte Wanzenart, deren Verbreitung sich über die Paläarktis von den Britischen Inseln über Kontinentaleuropa bis nach Sibirien erstreckt, während sie in der Nearktis als eingeschleppte Art vorkommt. Die Art nutzt ein breites Spektrum an Wirtspflanzen aus verschiedenen Familien wie Brennnesselgewächse, Klee, Hanf und Korbblütler sowie Kulturpflanzen wie Kartoffeln, Karotten und Chrysanthemen. Innerhalb dieser trophischen Beziehungen zeigt die Art eine deutliche Präferenz für generative Pflanzenteile und ernährt sich primär von Blüten, Knospen sowie unreifen Früchten. Durch diese Ernährungsweise an den reproduktiven Strukturen verschiedener Wild- und Kulturpflanzen kommt es zu direkten Interaktionen mit den Wirtspflanzen. Belastbare Daten zu spezifischen Parasitoiden, mikroklimatischen Grenzwerte oder konkreten Konkurrenzbeziehungen mit anderen Arten liegen in den Quellen nicht vor.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Die Erdbeer-Weichwanze (Calocoris norvegicus, syn. Closterotomus norvegicus) ist im paläarktischen Raum beheimatet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Britischen Inseln über das kontinentale Europa bis nach Sibirien. Neben ihrem europäischen Stammland besiedelt die Art auch die Nearktis als eingeschleppte beziehungsweise adventive Art. Innerhalb ihres Verbreitungsgebietes besiedelt die Wanze verschiedene offene und Saumbiozönosen, wo sie auf oder in der Nähe ihrer Wirtspflanzen zu finden ist. Zu den bevorzugten Nahrungs- und Wirtspflanzen zählen diverse krautige Pflanzen wie Brennnesseln, Klee und Hanf sowie Vertreter der Korbblütler (Compositae). Darüber hinaus wird die Art regelmäßig in landwirtschaftlichen Kulturen wie Kartoffel- und Karottenfeldern sowie in gärtnerischen Anlagen an Chrysanthemen angetroffen. In diesen Habitaten konzentrieren sich die Tiere vor allem auf generative Pflanzenstrukturen wie Blüten, Knospen und unreife Früchte. Belastbare primärlitera­torische Daten zur genauen Vertikalverbreitung in Höhenstufen oder spezifischen Waldtypen fehlen in der aktuellen Datenlage weitgehend. Die globale Präsenz wird durch aggregierte Beobachtungsdaten in den paläarktischen und nearktischen Regionen flächendeckend bestätigt.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Wiedenthal, Breitenfelde, Schleswig-Holstein, Deutschland

    21.07.2026

  • Groß Schwaß, Kritzmow, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

    21.07.2026

  • Deutschland

    17.07.2026

  • Wistlberg, 94078 Mauther Forst, Deutschland

    14.07.2026

  • Germany

    14.07.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

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Zuletzt am 27.07.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Belastbare Daten zur Saisonalität und Aktivitätsdynamik von Calocoris norvegicus sind in der zugrundeliegenden wissenschaftlichen Primärliteratur bisher nicht systematisch dokumentiert. Aus diesem Grund können weder genaue Aktivitätszeiten im Jahresverlauf noch spezifische Generationenfolgen oder Überwinterungsstadien wissenschaftlich belegt werden. Auch Angaben zu temperaturabhängigen Verhaltensweisen, Schwarmflugzeiten oder tageszeitlichen Aktivitätsmustern fehlen in den aktuellen Fachdaten vollständig. Das öffentliche Suchinteresse verzeichnet vereinzelte Ausschläge im Februar 2, was jedoch ohne konkrete phänologische Freilanddaten keine Rückschlüsse auf die biologische Aktivität der Art zulässt. Weitere systematische Feldstudien sind erforderlich, um die saisonale Populationsdynamik von Calocoris norvegicus verlässlich zu beschreiben.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Calocoris norvegicus (syn. Closterotomus norvegicus) ist als pflanzenfressende Wanzenart aus der Familie der Miridae primär als phytophager Schädling in der Landwirtschaft und im Gartenbau einzuordnen. Das Schadpotenzial der Art begründet sich durch ihre Ernährungsweise, bei der sie bevorzugt an Blüten, Knospen und unreifen Früchten saugt. Zu den betroffenen Wirtspflanzen zählen wirtschaftlich relevante Kulturen wie Kartoffeln, Möhren, Chrysanthemen sowie diverse Korbblütler (Compositae), aber auch Wildpflanzen wie Brennnesseln und Klee. Durch die Saugtätigkeit an den reproduktiven Pflanzenorganen kann es zu Deformationen, Wachstumsstörungen und Ernteverlusten kommen.1 Belastbare Daten zu spezifischen Schadschwellen oder quantifizierten wirtschaftlichen Schäden im Erdbeeranbau fehlen in der aktuellen Fachliteratur jedoch. Bisher ist die Art vor allem in Europa und Sibirien sowie als eingeschleppte Neozoen-Art in der Nearktis verbreitet.1 Über medizinische Relevanz, spezifische Vektoreigenschaften für Pflanzenkrankheiten oder Allergieauslösungen beim Menschen liegen keine Belege vor. Befallsanzeichen zeigen sich meist erst durch sichtbare Saugstellen und Missbildungen an den Knospen und Früchten der Wirtspflanzen.1 Präventive bauliche oder hygienische Maßnahmen sowie standardisierte Monitoring-Methoden oder Fallen für Calocoris norvegicus sind in der wissenschaftlichen Literatur nicht systematisch beschrieben. Auch spezifische biologische, physikalische oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind für diese Art bisher nicht etabliert. In Anbetracht der dünnen Datenlage fehlen zudem validierte Konzepte für eine integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM) speziell gegen diese Art. Rechtliche Aspekte wie Quarantänevorschriften oder Meldepflichten existieren für Calocoris norvegicus nicht.

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Closterotomus_norvegicus