Spinnenspray Anti Spinnen Mittel
ab 19,90 €
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Überblick
Die Speispinne (Scytodes thoracica) ist eine kleine, langbeinige Spinne, die ihre Beute nicht in einem Netz fängt, sondern aus einigem Abstand mit einem klebrigen Sekret anspuckt. Das Sekret wird in zwei Fäden im Zickzack über das Opfer gelegt und fixiert es am Untergrund 12. Dieses ungewöhnliche Jagdverfahren macht die Art zu einer der auffälligsten Spinnen in Wohnräumen.
In Mitteleuropa lebt sie vor allem in älteren Gebäuden und wird dort meist nachts beim Umherlaufen an Wänden und Möbeln bemerkt 12. Sie ist mit etwa 3 bis 6 mm Körperlänge klein und unauffällig. Zu Wirkungen auf Menschen liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben vor.
Auf einen Blick
Erkennen
Die Körperlänge beträgt nach deutschsprachiger Literatur 4 bis 6 mm, die englischsprachige Quelle nennt 3 bis 6 mm 12. Typisch ist der hoch aufgewölbte Vorderkörper, der etwa so groß wie der Hinterleib ist 1. Die Grundfarbe ist sandgelb bis durchscheinend mit dunkelgrauen bis schwarzen Flecken, die Beine sind dunkel geringelt 1.
Ein auffälliges Merkmal sind die Augen: Die Speispinne besitzt nur sechs statt der bei den meisten Spinnen üblichen acht Augen, angeordnet in drei Paaren 12. Da auch andere Spinnenfamilien sechs Augen haben können, genügt dieses Merkmal allein nicht. Die Zeichnung aus dunklen Flecken auf hellem Grund und die meist langsame Fortbewegung helfen bei einer ersten Einordnung. Zur sicheren Artbestimmung, besonders bei Jungtieren, ist die Untersuchung unter dem Mikroskop nötig.
Systematik
Der gültige wissenschaftliche Name lautet Scytodes thoracica (Latreille, 1802); GBIF führt ihn als akzeptierten Artnamen der Familie Scytodidae (Speispinnen) in der Ordnung der Webspinnen (Araneae) 3. Als Synonyme nennt die englischsprachige Quelle Aranea thoracica Latreille, 1802, Scytodes tigrina C. L. Koch, 1838 und Scytodes cameratus Hentz, 1850 2.
Im Deutschen heißt die Art Speispinne, zur Abgrenzung von anderen Arten auch Gewöhnliche Speispinne 1. Englisch wird sie „spitting spider“ genannt 2. Sie ist die einzige in Mitteleuropa heimische Art ihrer Familie 1. Andere, gelegentlich im Haus gefundene Spinnen im Lexikon sind etwa die Zitterspinne, die Hauswinkelspinne und die Gewöhnliche Fettspinne.
Lebensweise
Die Speispinne ist eine nachtaktive und sehr langsame Jägerin. Sie erkennt Beute vermutlich über lange Haarsinnesorgane (Trichobothrien) an den vorderen Beinen; die deutschsprachige Quelle verortet sie am vorderen Beinpaar, die englischsprachige bezeichnet die Funktion als Annahme 12. Nach der englischsprachigen Quelle bleibt die Spinne etwa 10 mm vor der Beute stehen und misst mit einem Vorderbein den Abstand; die deutschsprachige nennt als größte Spuckweite 20 mm 12. Das Sekret entsteht in umgebildeten Giftdrüsen, deren größere Kammer im Vorderkörper den Leim liefert 1. Zwei Fäden werden nach der englischsprachigen Quelle in etwa 1/600 Sekunde im Zickzack über das Opfer gelegt; die deutsche Beschreibung nennt rund 20 Leimbahnen, die die Beute innerhalb von etwa 140 Millisekunden festkleben 12. Größere Beute erhält mehrere Spuckstöße.
Das Weibchen trägt den Eikokon in einem Gespinst unter dem Vorderkörper mit sich; nach dem Schlupf baut die Mutter ein Aufzuchtgespinst für die Jungspinnen 12. Männchen spinnen vor der Paarung einen Faden 1. Zu Gelegegröße, Entwicklungsdauer und Lebensspanne enthalten die ausgewerteten Quellen keine belegten Zahlen, weshalb sie hier nicht angegeben werden.
Verbreitung
Die Art ist nahezu weltweit verbreitet. Ursprünglich stammt sie vermutlich aus subtropischen Zonen, wo sie unter Steinen lebte; in Europa ist sie synanthrop und kommt fast nur in älteren Häusern vor 1. Die nördliche Verbreitungsgrenze in Europa verläuft durch Mittelengland und Dänemark, östlich von Polen fehlt die Art 1. Die englischsprachige Quelle nennt als Verbreitungsgebiet Europa, Nordafrika, die Türkei und das gemäßigte Asien bis nach China, Korea und Japan; eingeschleppt wurde sie unter anderem nach Nordamerika, Südamerika, Indien, Australien und Neuseeland 2.
In Deutschland gilt die Speispinne in der Roten Liste als ungefährdet 1. In der OpenInsect-Community wurden bisher 17 Scans dieser Art erfasst, der letzte am 09.10.2026 in Bonn.
Verbreitung
Sichtungen
Jahresverlauf
Als Bewohnerin beheizter Gebäude kann die Speispinne grundsätzlich ganzjährig angetroffen werden. Sie jagt nachts, wenn viele Insekten weniger aktiv sind 2.
Jahresverlauf
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Praxiswissen
Die Speispinne verursacht keine Schäden an Vorräten, Textilien oder der Bausubstanz. Sie ernährt sich von kleinen Gliederfüßern und trägt so im Haus zur Verringerung von Insekten bei; eine bestimmte Wirkung lässt sich daraus nicht ableiten. Das Gift dient nach der deutschsprachigen Quelle dem Beuteerwerb; Wirkungen auf Menschen werden in den ausgewerteten Quellen nicht beschrieben 1. Wer nach einem Kontakt mit Spinnen ungewöhnlich starke Beschwerden bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.
Wer die Tiere nicht in Wohnräumen haben möchte, kann sie mit Glas und Karton behutsam nach draußen setzen. Vorbeugend wirken allgemeine Maßnahmen: Ritzen und Fugen verschließen, Staub- und Rückzugsorte reduzieren und das Insektenangebot im Haus gering halten.
Aus unserem Shop
ab 19,90 €
ab 22,99 €
ab 23,99 €
ab 5,99 €
ab 2,99 €
Nachweise