- Die Familie der Bauchsammlerbienen gliedert sich in die vier Unterfamilien Fideliinae, Lithurginae, Megachilinae sowie Pararhophitinae.
- Innerhalb der Systematik ist die Familie zusätzlich in elf Tribus wie die Anthidiini, Osmiini und Megachilini unterteilt.
- Zahlreiche Vertreter wie Mauer- und Blattschneiderbienen zeigen eine ausgeprägte Synanthropie und sind häufig in der unmittelbaren Umgebung menschlicher Siedlungen anzutreffen.
- Die als Brutschmarotzer lebenden Kegelbienen verdanken ihren Namen einer charakteristischen, nach hinten gleichmäßig zugespitzten und gedrungen-breiten Körperform.
- Die Steinbienenart Lithurgus dentipes nutzt auf den Karolinen abgestorbene Stämme von Hibiskus als Ablageort für ihre Vorratskammern.2
Wildbienen (Megachilidae) Megachilidae
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Hautflügler (Hymenoptera)
- Familie
- Megachilidae
Überblick
Einleitung
Die Bauchsammlerbienen (Megachilidae) bilden mit ca. 4135 Arten und 76 Gattungen die zweitgrößte Familie der Bienen innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Gemeinsam mit den Apidae gehören sie zur Gruppe der langzungigen Bienen. Charakteristisch für die Weibchen nichtparasitischer Arten ist die namensgebende Bauchbürste, eine dichte Behaarung der Hinterleibsunterseite zum Sammeln von Blütenpollen.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Wildbienen (Megachilidae) Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Bauchsammlerbienen (Megachilidae) bilden eine gut abgrenzbare Familie innerhalb der Hautflügler mit einem meist gedrungenen Körperbau. Bei den größeren Vertretern ist der Hinterleib oft sehr breit, während einige Arten einen fast kugeligen Abdomen aufweisen. Kleinere Arten der Familie zeichnen sich dagegen durch einen meist zylindrischen Körperbau aus. Als Angehörige der langzungigen Bienen besitzen die Megachilidae charakteristische anatomische Merkmale im Kopfbereich. Ein zentrales Bestimmungsmerkmal der Weibchen nichtparasitischer Arten ist die sogenannte Bauchbürste. Diese besteht aus langen, steifen und schräg nach hinten abstehenden Haaren auf der Unterseite des Hinterleibs. Die Bienen nutzen diese spezielle Behaarung zum Sammeln von Blütenpollen als Larvenernährung. Bestimmte Gruppen wie die Kegelbienen (Coelioxys) lassen sich morphologisch leicht durch ihre gedrungen-breite, nach hinten gleichmäßig zugespitzte Körperform abgrenzen. Belastbare morphologische Detaildaten zu Eiern, Larven, Puppen sowie zum Flügelgeäder oder spezifischen Sexualdimorphismen fehlen in der aktuellen Datenlage für die Gesamtfamilie weitgehend.1
Porträt
Beschreibung
Die Familie der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) stellt mit ca. 4135 Arten und 76 Gattungen die zweitgrößte Bienenfamilie innerhalb der Hautflügler dar. Als Teil der langzungigen Bienen zeichnen sich die Vertreter durch eine weltweite Verbreitung und eine hohe ökologische Diversität aus. Ein zentrales Erkennungsmerkmal der nichtparasitischen Weibchen ist die sogenannte Bauchbürste, eine dichte Behaarung aus langen, steifen und schräg nach hinten abstehenden Haaren auf der Unterseite des Hinterleibs. Diese anatomische Struktur dient primär dem Sammeln von Blütenpollen, die als Nahrung für die Larven eingetragen werden. Der Habitus der Megachilidae variiert stark zwischen den verschiedenen Gruppen, wobei größere Arten meist einen gedrungenen, oft sehr breiten Hinterleib besitzen. Kleinere Vertreter weisen hingegen überwiegend einen zylindrischen Körperbau auf. Innerhalb der Familie haben sich spezialisierte Lebensweisen herausgebildet, zu denen neben dem Nestbau in Hohlräumen auch cleptoparasitische Formen gehören. So zeigen etwa die Kegelbienen (Coelioxys) eine eigentümliche, nach hinten gleichmäßig zugespitzte Körperform als Anpassung an ihre parasitische Lebensweise bei Blattschneiderbienen. Auch die Düsterbienen (Stelis) leben als Brutschmarotzer, deren Wirtsspektrum verschiedene Mauerbienen und Löcherbienen umfasst. Viele Arten aus den Gattungen der Mauerbienen und Blattschneiderbienen zeigen eine ausgeprägte Synanthropie und sind deshalb in der Nähe menschlicher Siedlungen regelmäßig anzutreffen. Die systematische Gliederung der Familie unterteilt sich in 11 Tribus und 4 Unterfamilien, darunter die Fideliinae, Lithurginae und Megachilinae. Belastbare morphologische Details zu den Larvenstadien und deren artspezifischer Individualentwicklung liegen in der zusammenfassenden Literatur nur stark aggregiert vor.1
Systematik
Name & Einordnung
Die Familie der Megachilidae wird im Deutschen als Bauchsammlerbienen bezeichnet, was sich auf die namensgebende Bauchbürste der Weibchen zum Sammeln von Blütenpollen bezieht.1 International sind Vertreter dieser Gruppe unter anderem als leafcutter bees oder mason bees bekannt. Die Taxonomie der Familie umfasst zahlreiche etablierte Gattungen wie Mauerbienen (Osmia), Blattschneiderbienen (Megachile) oder Wollbienen (Anthidium). Belastbare Daten zu historischen Erstbeschreibungen oder exakten Autorenzitationen fehlen in den vorliegenden Primärquellen der aktuellen Literaturbasis. Die Gliederung in Gattungen und Unterfamilien wird in der wissenschaftlichen Literatur teilweise unterschiedlich gehandhabt, wie etwa die Zuordnung der Gattung Hoplitis zu Osmia bei bestimmten Autoren zeigt. Die Familie gliedert sich systematisch in elf Tribus sowie vier Unterfamilien, darunter die Fideliinae, Lithurginae, Megachilinae und Pararhophitinae.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Die Familie der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) umfasst weltweit etwa 4135 Arten in 76 Gattungen und gehört zu den langzungigen Bienen. Weibliche, nichtparasitische Vertreter nutzen eine charakteristische Bauchbürste, bestehend aus langen, steifen und schräg nach hinten abstehenden Haaren auf der Unterseite des Hinterleibs, um Blütenpollen als Larvenernährung einzutragen. Die Nester werden überwiegend in vorgefundenen Hohlräumen angelegt, wobei die Innenwände je nach Art kunstvoll mit abgeschabten Pflanzenfasern oder abgeschnittenen Blattstückchen ausgekleidet werden. Einige Arten nutzen stattdessen selbst genagte Längsgänge in Pflanzenstängeln als Nistersatz. Ein spezifischer Teil der Lebensweise ist durch Brutparasitismus geprägt, wie er etwa bei den Kegelbienen (Coelioxys) und Düsterbienen (Stelis) auftritt. Die Kegelbienen sind als Brutschmarotzer obligat an Blattschneiderbienen gebunden, während die Düsterbienen parasitisch bei verschiedenen Mauerbienen- und Löcherbienen-Arten leben. Belastbare physiologische Details zur exakten Entwicklungsdauer der Stadien, zu genauen Kältetoleranzen oder spezifischen Mortalitätsfaktoren fehlen in der aktuellen Datenlage für die Gesamtfamilie weitgehend. Bislang sind primär die morphologischen Strukturen und die breite Vielfalt der Nistweisen systematisch dokumentiert. Genauere quantitative Analysen zu Fertilität oder artspezifischen Generationsdauern sind hingegen nur für einzelne Modellarten detailliert untersucht.1
Lebensweise
Verhalten
Die Lebensweise und Verhaltensweisen der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) sind äußerst vielfältig ausgeprägt. Für den Nestbau nutzen verschiedene Arten Hohlräume, wobei die Innenwände spezifisch bearbeitet werden. So kleiden Wollbienen die Brutstätten mit abgeschabten Pflanzenfasern aus, während Blattschneiderbienen hierfür präzise abgeschnittene Blattstückchen verwenden. Andere Vertreter der Familie nisten in selbst genagten Längsgängen innerhalb von Pflanzenstängeln. Bestimmte Arten wie die Steinbienenart Lithurgus dentipes legen ihre Vorratskammern in abgestorbenen Hölzern an. Neben freilebenden und nestbauenden Arten existieren auch brutparasitische Verhaltensweisen innerhalb der Familie. Die Kegelbienen (Coelioxys) agieren als Brutschmarotzer bei Blattschneiderbienen, wobei jede Art an spezifische Wirtsarten gebunden ist. Auch die Düsterbienen (Stelis) zeigen ein solches kleptoparasitisches Verhalten und nutzen diverse Mauerbienen sowie Löcherbienen als Wirte.1
Lebensweise
Ökologie
Die Familie der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) nimmt als Bestäuber eine wichtige Rolle im Ökosystem ein. Die Weibchen sammeln Blütenpollen mithilfe einer speziellen Bauchbürste auf der Unterseite des Hinterleibs als Nahrung für ihre Larven. Das Nahrungsnetz der Megachilidae umfasst auch spezialisierte Parasitoide und Brutschmarotzer wie die Kegelbienen der Gattung Coelioxys, die als Kuckucksbienen bei Blattschneiderbienen leben und dabei artspezifische Wirte nutzen. Zusätzlich treten Düsterbienen der Gattung Stelis als Brutschmarotzer bei diversen Mauerbienen-Arten (Osmia) sowie bei Löcherbienen auf. Bezüglich ihrer Habitatpräferenzen und Nistweisen zeigen die Vertreter eine große Vielfalt, indem sie Brutzellen in verschiedensten Hohlräumen anlegen. Einige Arten kleiden diese Innenwände mit abgeschabten Pflanzenfasern oder abgeschnittenen Blattstückchen aus, während andere Nester in selbst genagten Längsgängen von Pflanzenstängeln errichten. Vor allem Arten aus den Gattungen der Mauerbienen und Blattschneiderbienen sind häufig in der Umgebung menschlicher Behausungen anzutreffen und weisen damit eine ausgeprägte Synanthropie auf.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Die Familie der Megachilidae ist weltweit verbreitet und umfasst mit ca. 4135 Arten und 76 Gattungen die zweitgrößte Bienenfamilie der Hautflügler. Sie gehören zur Gruppe der langzungigen Bienen und besiedeln verschiedenste terrestrische Lebensräume. In Europa und speziell im DACH-Raum sind zahlreiche Vertreter wie Mauerbienen, Blattschneiderbienen und Wollbienen heimisch. Belastbare Daten zur genauen weltweiten Höhen- und Vertikalverbreitung auf Artniveau fehlen in der Gesamtschau, jedoch sind Arten von kollinen bis in alpine Höhenstufen nachgewiesen. Die Lebensräume der Megachilidae zeichnen sich durch eine große Vielfalt an artspezifischen Nistplätzen aus. Meist werden Brutzellen in bereits vorhandenen Hohlräumen angelegt, wobei die Innenwände oft mit Pflanzenfasern, Laubteilen oder resinösen Substanzen ausgekleidet werden. Einige Vertreter nisten zudem in selbstgenagten Längsgängen von Pflanzenstängeln. Durch diese synanthrope Lebensweise sind etliche Arten aus den Gattungen der Mauerbienen und Blattschneiderbienen regelmäßig in der unmittelbaren Umgebung menschlicher Behausungen anzutreffen. Dort nutzen sie Gebäudestrukturen oder künstliche Nisthilfen als Bruthabitate. Die Brutschmarotzer unter den Megachilidae, wie etwa die Kegelbienen der Gattung Coelioxys oder die Düsterbienen der Gattung Stelis, kommen habitatspezifisch stets in direkter Nähe ihrer jeweiligen Wirte vor. Spezifische Wirtspflanzen und -bäume sind für bestimmte holz- oder markbewohnende Arten wie die Steinbienenart Lithurgus dentipes dokumentiert, die ihre Vorratskammern in abgestorbenen Hölzern anlegt. Über historische Einschleppungsdaten einzelner exotischer Taxa liegen aggregiert keine flächendeckend systematisierten Langzeitstudien vor.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Belastbare und flächendeckende Daten zur spezifischen Saisonalität und Aktivitätsdynamik der einzelnen Arten innerhalb der Familie der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) sind in der zusammenfassenden Literatur nicht detailliert quantifiziert. Generell treten die imaginalen Bienen im Jahresverlauf während der Vegetationsperioden auf, wobei artspezifische Flugzeiten stark variieren. Überwinterungsstadien und konkrete Generationenfolgen wie Univoltinität oder Multivoltinität sind für die Gesamtfamilie ebenfalls nicht pauschal belegt, da die Lebensweisen stark zwischen den verschiedenen Gattungen und Arten divergieren. Das öffentliche Suchinteresse zeigt in den späten Sommermonaten (September) merkliche Peaks, während in den Wintermonaten (Januar und Februar) keine nennenswerten Suchaktivitäten registriert werden. Weitere artspezifische Parameter wie tageszeitliche Aktivitätsmuster oder präzise Temperaturabhängigkeiten des Flugverhaltens fehlen in der aktuellen Datenlage für das Gesamtلهtaxon weitgehend und müssen auf Artniveau betrachtet werden.1
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Familie der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) ist als wertvoller Bestäuber in der Natur und im Gartenbau ausschließlich als Nützling einzustufen und besitzt keinerlei schädliche Relevanz. Ein Schadpotenzial geht von diesen Wildbienen nicht aus, da sie weder Holzstrukturen zerstören noch als Vorratsschädlinge auftreten; gelegentliche Blattschäden an Zierpflanzen durch das Herausschneiden von kreisrunden Stückchen für den Nestbau sind minimal und erfordern keine Bekämpfung. Medizinische oder gesundheitliche Risiken sind nicht gegeben, da die Tiere solitär leben, nicht aggressiv sind und Stacheln ausschließlich zur passiven Verteidigung bei direktem physischem Kontakt eingesetzt werden. Befallsanzeichen beschränken sich auf naturnahe Niststrukturen oder Hohlräume wie Pflanzenstängel und vorhandene Löcher in der Umgebung des Menschen, die von synanthropen Arten besiedelt werden. Präventions- oder Bekämpfungsmaßnahmen sind aufgrund des ökologischen Nutzens und der Schutzbedürftigkeit von Wildbienen nicht erforderlich und rechtlich nicht vorgesehen. Belastbare Daten zu chemischen oder physikalischen Regulierungsmaßnahmen fehlen, da ein Management dieser geschützten Nützlinge weder sinnvoll noch zulässig ist.1
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden durch Vertreter der Familie der Megachilidae fehlen im vorliegenden Text und in der wissenschaftlichen Literatur weitgehend. Die in den Quellen zusammengefassten Informationen enthalten keinerlei Berichte über Materialschäden, Ertragsausfälle oder wirtschaftliche Negativeffekte in der Land-, Forst- oder Bauwirtschaft. Daher lässt sich auf Basis der gegenwärtigen Datenlage keine substantielle wirtschaftliche Schadrelevanz für diese Bienengruppe belegen. Positive wirtschaftliche Aspekte wie die Bestäubungsleistung werden in den vorliegenden Quellen zwar durch die Nennung zahlreicher Arten und deren Pollensammelverhalten angedeutet, jedoch ohne konkrete ökonomische Bezifferung.1
Nachweise
Quellen & Referenzen
- de.wikipedia.org/wiki/Bauchsammlerbienen
- Literaturzusammenfassung: Megachilidae