- Die Eier des Grauen Zwergspanners zeigen zunächst eine graugelbliche Färbung, die später in ein rosafarbenes Erscheinungsbild mit unregelmäßigen Flecken übergeht und eine Oberfläche mit einem Netzwerk feiner polygonaler Grübchen aufweist.
- Die Raupen zeichnen sich durch eine relativ lange und schlanke Gestalt aus, wobei sie zum Vorderende hin leicht an Durchmesser abnehmen und starke Einschnürungen sowie deutliche seitliche Kiele besitzen.
- Die Puppe der Art misst in der Länge 6,5 Millimeter und weist einen Durchmesser von 1,7 Millimetern auf.
- Der Kremaster der Puppe ist mittelgroß, am Ende abgerundet und etwa so lang wie an seiner Basalseite breit.
- Am Kremaster befinden sich drei Paare gleichförmiger, hakenförmiger Borsten, die in etwa die Länge des Kremasters erreichen.3
Grauer Zwergspanner Idaea seriata
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Geometridae
- Gattung
- Idaea
Überblick
Einleitung
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata), auch als Graubestäubter Kleinspanner bekannt, ist ein Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae). In Mitteleuropa tritt die Art vorwiegend als Kulturfolger in Siedlungsbereichen auf. Die Falter sind in West-, Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet.
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Grauer Zwergspanner Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Falter des Grauen Zwergspanners (Idaea seriata) besitzen eine variable Flügelspannweite von 13 bis 22 Millimetern. Die Vorderflügel zeigen eine schmutzigweiße Grundfärbung, die in ihrer Zeichnung stark variabel ausgeprägt ist. Eine undeutliche innere Querlinie fehlt auf den Hinterflügeln gänzlich. Der dunkelgraue Mittelschatten verläuft durch den Mittelpunkt oder saumwärts davon und setzt sich auf den Hinterflügeln fort. Die äußere Querlinie ist durch charakteristische Aderpunkte gekennzeichnet, während die Wellenlinie auf beiden Seiten dunkel eingefasst ist. Die Saumlinie verläuft strichförmig und wird durch deutlich schwärzlich gezeichnete Fransenpunkte ergänzt. Neben der Nominatform treten abhängig von Umweltbedingungen während der Präimaginalstadien auch melanistische Formen auf.1 So existieren rauchgrau übergossene Exemplare der Form f. obscura, Individuen mit einer scharfen, breiten und hellen Wellenlinie vor dem Saum (f. undulata) sowie dunkelgrau bis schwarz verdunkelte Falter mit hellen Fransen (f. cubicularia). Die Eier sind anfangs graugelb und färben sich später rosafarben mit unregelmäßigen Flecken. Ihre Oberfläche weist ein feines, polygonales Grübchennetzwerk auf. Die Raupen sind relativ lang und schlank gebaut und verringern ihren Durchmesser zum Vorderende hin leicht. Sie zeigen starke Einschnürungen sowie deutliche seitliche Kiele und variieren in ihrer Grundfärbung von hellbraun über rotbraun und hellgrau bis dunkelgrau. Die dorsale Zeichnung ist variabel und zeigt oft Rautenflecken, die von einer schmalen, hellen Rückenlinie durchschnitten werden, bei einem verhältnismäßig kleinen Kopf. Die Puppen sind relativ schlank und erreichen eine Länge von 6,5 Millimetern sowie einen Durchmesser von 1,7 Millimetern. Sie sind grau-gelbbraun gefärbt, weisen dunkle Sprenkel auf und sind auf dem Rücken dunkel gefleckt. Der mittelgroße Kremaster ist am Ende abgerundet und etwa so lang wie an seiner Basalseite breit.1
Porträt
Beschreibung
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata) repräsentiert als Nachtfalter aus der Familie der Spanner eine morphologisch variable Art mitteleuropäischer Kulturlandschaften. Im natürlichen Lebensraum zeigt die Art eine Anpassung an menschliche Siedlungsbereiche, wo sie tagsüber oft an hellen Wänden ruht. Die Falter erreichen eine variable Flügelspannweite von 13 bis 22 Millimeter und besitzen eine schmutzigweiße Grundfärbung. Neben der Nominatform treten abhängig von Umweltbedingungen während der Präimaginalstadien, wie hoher Temperatur und Trockenheit, melanistische Morphen auf.1 Zu diesen Erscheinungsformen gehören Exemplare mit rauchgrau übergossenen Flügeln (f. obscura), Formen mit einer scharfen, breiten hellen Wellenlinie (f. undulata) sowie dunkelgrau bis schwarz verdunkelte Individuen mit hellen Fransen (f. cubicularia). Die Vorderflügel zeigen einen dunkelgrauen Mittelschatten, der durch den Mittelpunkt oder saumwärts verläuft und sich auf den Hinterflügeln fortsetzt. Die äußere Querlinie ist durch Aderpunkte gekennzeichnet, während die Wellenlinie auf beiden Seiten dunkel angelegt ist. Die Saumlinie verläuft strichförmig und wird durch deutlich schwärzlich gezeichnete Fransenpunkte ergänzt. Unter dem Mikroskop offenbaren die Eier zunächst eine graugelbe, später rosafarbene Färbung mit unregelmäßigen Flecken sowie ein Oberflächennetzwerk aus feinen polygonalen Grübchen. Die Raupen sind relativ lang, schlank und verringern ihren Durchmesser zum Vorderende hin leicht. Sie zeichnen sich durch starke Einschnürungen, deutliche seitliche Kiele sowie eine variable Färbung von hellbraun über rotbraun bis hin zu hell- oder dunkelgrau aus. Dorsal tragen sie oft Rautenflecken, die von einer schmalen, hellen Rückenlinie durchschnitten werden, bei einem verhältnismäßig kleinen Kopf. Die Verpuppung bringt eine schlanke, 6,5 Millimeter lange und 1,7 Millimeter im Durchmesser messende Puppe hervor. Diese ist grau-gelbbraun mit dunklen Sprenkeln und Rückenflecken gefärbt und trägt einen mittelgroßen, am Ende abgerundeten Kremaster, der etwa so lang wie an der Basalseite breit ist. Der Kremaster ist mit drei Paaren gleichförmiger, hakenförmiger Borsten besetzt, die etwa seine eigene Länge erreichen. In der historischen Systematik wurde die Art 1802 von Franz von Paula Schrank als Phalaena seriata mit der Typlokalität Ingolstadt in Bayern erstmals wissenschaftlich beschrieben. Im Laufe der Forschungsgeschichte wurde die Art unter diversen Synonymen geführt, darunter Idaea calcearia Zeller, 1849 und Acidalia canteneraria Boisduval, 1840. Neben der nominotypischen Unterart wird Idaea seriata canteneraria anerkannt, welche die Nominatform im nordostspanischen, zentralen und östlichen Mittelmeergebiet bis zur Krim ersetzt und eine hellweiße Grundfarbe bei meist fehlender Mittelbinde aufweist.1
Systematik
Name & Einordnung
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata) wurde im Jahr 1802 von Franz von Paula Schrank unter dem protonymischen Namen Phalaena seriata erstmals wissenschaftlich beschrieben. Als Typlokalität der Art ist Ingolstadt in Bayern dokumentiert. Die Art gehört innerhalb der Familie der Spanner (Geometridae) zur Gattung Idaea. Im Laufe der Forschungsgeschichte wurde das Taxon aufgrund taxonomischer Revisionen und morphologischer Neubewertungen unter verschiedenen Synonymen geführt. Zu den jüngeren Synonymen und historischen Kombinationen zählen unter anderem Acidalia canteneraria Boisduval, 1840, Dosithea incanaria cubicularia Peyerimhoff, 1862, Idaea incanata australis Zeller, 1847, Idaea australis Zeller, 1847 sowie Idaea calcearia Zeller, 1849. Neben der nominotypischen Unterart Idaea seriata seriata (Schrank, 1802) wird gegenwärtig die Unterart Idaea seriata canteneraria (Boisduval, 1840) anerkannt. Eine zeitweise durch Scoble berücksichtigte Unterart, Idaea seriata paleacata (Guenée, 1858) von den Îles d’Hyères, wurde in jüngerer Zeit durch Axel Hausmann wieder mit der Nominatform synonymisiert. Im deutschen Sprachraum ist neben dem Hauptnamen Grauer Zwergspanner auch die Bezeichnung Graubestäubter Kleinspanner gebräuchlich.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata) absolviert in Mitteleuropa, abhängig von den regionalen Umweltbedingungen, in der Regel zwei Generationen pro Jahr. Die Falter der ersten Generation fliegen von Ende Mai bis Ende Juli, während die zweite Generation von Anfang August bis Mitte Oktober aktiv ist. Im Norden des Verbreitungsgebietes tritt hingegen nur eine Generation auf, die von Mitte Juni bis Mitte August fliegt. Unter optimalen Zuchtbedingungen oder in südlichen Regionen können bis zu vier Generationen ausgebildet werden. Tagsüber ruhen die Falter häufig an hellen Wänden, wohingegen ihre Hauptaktivitätszeit in der Dämmerung liegt. Adulte Falter nehmen Nektar an Blüten wie Sommerflieder (Buddleja) und Heckenkirschen (Lonicera) auf. Nach der Paarung legen die Weibchen etwa 50 Eier an den Nahrungspflanzen der Raupen ab. Die Eier sind anfangs graugelb und verfärben sich später rosafarben mit unregelmäßigen Flecken sowie einer Oberfläche aus feinen polygonalen Grübchen. Die Raupen ernähren sich polyphag und bevorzugen vertrocknete, verwelkte Blätter krautiger Pflanzen sowie verwesende Pflanzenreste. Zu den nachgewiesenen Nahrungspflanzen und Substraten gehören unter anderem das Einjährige Rispengras (Poa annua), Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum officinale), Efeu (Hedera helix), Brennnesseln (Urtica) sowie verschiedene Steinobstgewächse und Laubbäume. Die Überwinterung erfolgt bei dieser Art im Stadium der Raupe. Die Raupen der ersten Generation entwickeln sich im September sowie nach der Überwinterung im Mai, während die zweite Generation von Juli bis August heranwächst. Die Verpuppung führt zu einer relativ schlanken Puppe mit einer Länge von 6,5 mm und einem Durchmesser von 1,7 mm. Diese ist grau-gelbbraun gefärbt, weist dunkle Sprenkel sowie Rückenflecken auf und besitzt einen mittelgroßen, am Ende abgerundeten Kremaster. Umweltfaktoren während der Präimaginalentwicklung wie hohe Temperaturen und Trockenheit begünstigen die Entstehung melanistisch gefärbter Falterformen. Belastbare quantitative Daten zu spezifischen Mortalitätsfaktoren oder Parasitoiden fehlen in der aktuellen Literatur weitgehend.1
Lebensweise
Verhalten
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata) zeigt eine überwiegend nachtaktive Lebensweise, wobei die Hauptaktivitätszeit in der Dämmerung liegt. Tagsüber ruhen die Falter häufig auf hellen Wänden. In Bezug auf künstliche Lichtquellen zeigt sich ein geografisch unterschiedliches Verhalten, da Falter im Norden nur selten an Lichtquellen oder Ködern zu finden sind, während sie in Südeuropa häufig am Licht beobachtet werden. Die Falter nehmen Nektar an Blüten wie Sommerflieder (Buddleja) und Heckenkirschen (Lonicera) auf. Die Weibchen legen etwa 50 Eier an die Nahrungspflanzen der Raupen ab. Die Raupen ernähren sich polyphag und bevorzugen dabei vertrocknete sowie verwelkte Blätter krautiger Pflanzen und verwesende Pflanzenreste.1
Lebensweise
Ökologie
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata) agiert in Mitteleuropa als typischer Kulturfolger, der außerhalb menschlicher Siedlungsbereiche nur selten angetroffen wird. In Südeuropa ist die Art hingegen allgegenwärtig und besiedelt bevorzugt mediterrane Dickicht- und Gebüschlandschaften sowie Macchien. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich in geeigneten Habitaten bis in Höhen von etwa 500 Metern, wobei bestimmte Unterarten in Südeuropa auch in Lagen bis zu 1.000 Metern oder auf sonnenexponierten Berghängen bis zu 1.800 Metern vorkommen. Tagsüber ruhen die Falter häufig an hellen Wänden, während ihre Hauptaktivitätszeit in die Dämmerung fällt. Nektar saugende Falter wurden an Blüten von Sommerflieder und Heckenkirschen beobachtet. Die polyphagen Raupen ernähren sich vorwiegend von vertrockneten und verwelkten Blättern krautiger Pflanzen sowie von verwesenden Pflanzenresten. Als Nahrungspflanzen und Substrate dienen den Larven unter anderem Fruchtstände des Taubenkropf-Leimkrautes, welke Blätter des Einjährigen Rispengrases, Gewöhnlicher Löwenzahn, Efeu, Steinobstgewächse, Apfelbäume, Rosengewächse, Brennnesseln, Schneeball, Heckenkirschen, Wegeriche, Klee, Moose, Flechten, Vogelknöterich, Echte Nelkenwurz, Ampfer, Gemüsekohl sowie Blätter verschiedener Laubbäume.1 Die Überwinterung erfolgt bei dieser Art im Larvenstadium.2
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata) ist in West-, Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet, wobei sein natürliches Areal im Norden bis nach Dänemark und in das südliche Skandinavien reicht. Nach Osten hin erstreckt sich das Verbreitungsgebiet bis nach Russland in die Regionen Moskau und Weliki Nowgorod. Außerhalb Europas besiedelt die Art den Nordwesten Afrikas mit Teilen von Algerien und Tunesien, die Türkei, Zypern, den Kaukasus sowie den Nordwesten des Transkaukasus. Im Mittelmeerraum wird die nominotypische Form in vielen Regionen durch spezifische Unterarten oder Schwesterarten ersetzt. So besiedelt die Unterart Idaea seriata canteneraria das Gebiet vom Nordosten Spaniens über den mittleren und östlichen Mittelmeerraum bis zur Krimhalbinsel. Im westlichen Mittelmeerraum und auf den Balearen tritt stattdessen die Schwesterart Idaea minuscularia auf. In Mitteleuropa verhält sich der Graue Zwergspanner ausgeprägt als Kulturfolger. Aus diesem Grund wird die Art außerhalb von Siedlungsbereichen nur selten angetroffen. In Südeuropa sind die Falter hingegen allgegenwärtig und treten besonders zahlreich in mediterranen Dickicht- und Gebüschlandschaften wie der Macchie auf. Geeignete Habitate befinden sich in Mitteleuropa zumeist in niederen Lagen bis etwa 500 Meter Höhe. In wärmeren Regionen wie dem Südosten Frankreichs steigen die Falter bereits etwas höher auf. Die Unterart Idaea seriata canteneraria besiedelt regulär Höhenlagen bis etwa 1.000 Meter. In Ausnahmesituationen, wie auf trockenen und sonnenexponierten Berghängen im Süden der Alpen, im Apennin sowie auf Sizilien und Korsika, reicht die vertikale Verbreitung bis in Höhen von 1.800 Metern.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata) zeigt im Jahresverlauf eine komplexe, von der geografischen Breite abhängige Generationsfolge. In Mitteleuropa bildet die Art grundsätzlich zwei Generationen pro Jahr aus, deren Falter von Ende Mai bis Ende Juli sowie von Anfang August bis Mitte Oktober fliegen. Im Norden des Verbreitungsgebietes reduziert sich der Zyklus auf eine Generation, die von Mitte Juni bis Mitte August aktiv ist. Die südlich beheimatete Unterart Idaea seriata ssp. canteneraria zeigt hingegen eine deutlich gesteigerte Aktivität: Im küstennahen Flachland erfolgt die Reproduktion kontinuierlich über den gesamten Jahresverlauf. In höheren Lagerungen dieses südlichen Areals werden drei Generationen von Anfang Mai bis Juli, Mitte August bis September sowie von Oktober bis November ausgeprägt. Unter optimalen Zuchtbedingungen lassen sich sogar vier Generationen pro Jahr nachweisen. Die Raupen der ersten mitteleuropäischen Generation treten im September und nach der Überwinterung erneut im Mai auf, während sich die zweite Generation von Juli bis August entwickelt. Beide Generationen überlappen sich dabei erheblich. Die Überwinterung erfolgt bei dieser Art im Larvalstadium. Hinsichtlich der täglichen Aktivität ruhen die Falter tagsüber bevorzugt auf hellen Wänden, während die Hauptaktivitätszeit in der Dämmerung liegt. Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse in Mitteleuropa deutliche Peaks in den Monaten Mai und Juli, was mit der Hauptflugzeit der Falter korreliert.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Graue Zwergspanner (Idaea seriata) ist als harmloser Kulturfolger einzustufen, der weder als wesentlicher Schädling noch als medizinischer Vektor von Bedeutung ist. Die Art verursacht keine nennenswerten Schäden an lebenden Kulturpflanzen, da sich die polyphagen Raupen vor allem von vertrockneten und verwelkten Blättern sowie verwesenden Pflanzenresten ernähren. Gelegentlich werden Larven an welken Blättern verschiedener Nutzpflanzen oder Gehölze wie Apfelbäumen und Steinobstgewächsen gefunden, ein wirtschaftliches Schadpotenzial ist jedoch nicht belegt. Belastbare Daten zu spezifischen Bekämpfungsmaßnahmen oder Schädlingsbekämpfung im Sinne eines integrierten Pflanzenschutzes fehlen für diese Art, da sie in der Praxis nicht als Schadorganismus eingestuft wird. Präventions- oder Überwachungsmaßnahmen sind aufgrund der harmlosen Lebensweise der Falter und Raupen nicht erforderlich. In Deutschland gilt der Graue Zwergspanner als nicht gefährdet, und es existieren keine rechtlichen Regelungen oder Meldepflichten bezüglich seines Vorkommens.1
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Belastbare Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung von Idaea seriata als Schädling oder Nützling liegen nicht vor. Die Art wird in den verfügbaren Quellen weder als Verursacher nennenswerter land- oder fortwirtschaftlicher Schäden noch im Kontext von Material- oder Vorratsschäden geführt. Obwohl sich die polyphagen Raupen von verwesenden Pflanzenresten sowie verschiedenen krautigen Pflanzen und Gehölzen ernähren, sind keine wirtschaftlich relevanten Ausfälle an Kulturpflanzen dokumentiert. Der Graue Zwergspanner gilt somit als Art ohne ökonomische Relevanz in der Schad- oder Nutzinsektenkunde.1
Nachweise
Quellen & Referenzen
- de.wikipedia.org/wiki/Grauer_Zwergspanner
- gbif.org/species/5147039
- Literaturzusammenfassung: Idaea seriata