- Die Form f. fimbriolata besitzt ein breiteres und stärker verdunkeltes Saumfeld, wobei diese Verdunklung durch höhere Feuchtigkeit induziert wird und vor allem im Vereinigten Königreich verbreitet ist.
- Das ovale Ei ist abgestumpft mit flachen Einsenkungen auf der Oberfläche und wechselt seine Farbe von zunächst hellgelb zu hellrot mit dunklen Flecken.
- Die schlanken Raupen erreichen eine Länge von etwa 22 mm, sind grau, graubraun oder blass gelblichbraun gefärbt und tragen eine dunkle V-förmige Rückenzeichnung.
- Die Puppe misst eine Länge von 6,1 bis 8,0 mm sowie einen Durchmesser von 2,0 bis 2,2 mm und besitzt einen annähernd viereckigen Kremaster mit vier Paar hakenförmigen Borsten.
- Zu den morphologisch ähnlichen Arten zählen unter anderem Idaea politaria, Idaea mancipiata, Idaea subsaturata und Idaea trigeminata.
- Die Höhenverbreitung der Art reicht normalerweise von 0 bis 800 m, selten bis 1.200 m, während sie in den Alpen bis auf etwa 1.700 m vordringt.
- Südlich der Alpen ist die Art auf die Buchen-Zone in Höhenlagen von 600 bis 1.500 m beschränkt und wird dort nur selten unterhalb angetroffen.
- In Korea und der Ussuri-Region wird die nominotypische Unterart durch die Subspezies Idaea biselata extincta vertreten.1
Braungestreifter Zwergspanner Idaea biselata
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Geometridae
- Gattung
- Idaea
Überblick
Einleitung
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) ist ein Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae). Die Art ist von Westeuropa bis zum Ural sowie in Teilen Asiens weit verbreitet und bewohnt bevorzugt feuchte Mischwälder sowie Waldränder. In Deutschland gilt die Art als nicht gefährdet.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Braungestreifter Zwergspanner Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) ist ein kleiner Nachtfalter aus der Familie der Spanner (Geometridae). Die Falter der ersten Generation erreichen eine Flügelspannweite von 16 bis 21 Millimetern, während Exemplare der zweiten Generation kleiner bleiben und eine Spannweite von 15 bis 17 Millimetern aufweisen. Die Grundfärbung der Flügel ist gelblichweiß bis leicht bräunlichweiß, und die Zeichnungselemente sind braun bis dunkelbraun ausgebildet. Auf den Vorderflügeln sind die innere Querlinie und der Mittelschatten meist undeutlich gezeichnet, wohingegen die äußere Querlinie überwiegend deutlich entwickelt ist. Das Saumfeld zeigt eine helle Wellenlinie, die sowohl innen als auch außen dunkel gesäumt ist. Sowohl Vorder- als auch Hinterflügel tragen charakteristische schwarze Diskalpunkte.1 Bei der Form f. fimbriolata ist das Saumfeld breiter und stärker verdunkelt, was durch höhere Feuchtigkeit induziert wird. Das ovale Ei ist an den Polen abgestumpft und besitzt eine Oberfläche mit flachen Einsenkungen. Es zeigt zunächst eine hellgelbe Färbung und verfärbt sich später hellrot mit dunklen Flecken. Die schlanken und nach vorn verjüngten Raupen erreichen eine Körperlänge von etwa 22 Millimetern. Sie sind überwiegend grau oder graubraun gefärbt, tragen eine dunkle V-förmige Rückenzeichnung und besitzen einen sehr kleinen, eingekerbten Kopf sowie kurze Haarborsten. Alternativ existiert eine blasse gelblichbraune Raupenform mit ähnlicher Zeichnung. Die Puppe misst 6,1 bis 8,0 Millimeter in der Länge sowie 2,0 bis 2,2 Millimeter im Durchmesser. Sie ist hellbraun gefärbt, während Kopf und Flügelscheiden grünlich erscheinen. Der Kremaster ist von der Rücken- und Bauchseite betrachtet annähernd viereckig, in Seitenansicht keilförmig geformt und trägt vier Paar hakenförmige Borsten, die etwas länger als der Kremaster selbst sind. Belastbare morphologische Abgrenzungen zu den nah verwandten Arten Idaea politaria, Idaea mancipiata, Idaea subsaturata und Idaea trigeminata sind im Textteil nicht detailliert quantifiziert.1
Porträt
Beschreibung
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) ist ein weit verbreiteter Nachtfalter aus der Familie der Spanner, der sich durch eine starke Bindung an feuchtkeitsreiche waldartige Habitate auszeichnet. Im natürlichen Lebensraum verbergen sich die Falter tagsüber bevorzugt in der Strauchschicht, wodurch sie aufgrund ihrer unauffälligen Grundfärbung kaum wahrnehmbar sind. Mit Einbruch der Dämmerung beginnt ihre Aktivitätsphase, in der sie häufig an künstlichen Lichtquellen oder verschiedenen Nektarpflanzen wie dem Gewöhnlichen Wasserdost (Eupatorium cannabinum) anzutreffen sind. Historisch wurde die Art erstmals im Jahr 1767 von Johann Siegfried Hufnagel unter dem Namen Phalaena biselata wissenschaftlich beschrieben. Im Laufe der Forschungsgeschichte erfolgten jedoch weitere Beschreibungen unter anderen Namen, darunter Synonyme wie Geometra fimbriata oder Ptychopoda fimbriolata. Der Falter unterscheidet sich von nah verwandten Arten der Gattung Idaea durch spezifische Zeichnungselemente der Flügel wie die deutlich entwickelte äußere Querlinie und die charakteristischen Diskalpunkte.1 Unter höheren Feuchtigkeitsbedingungen kann zudem die Form f. fimbriolata ausgebildet werden, die ein breiteres und stärker verdunkeltes Saumfeld aufweist. Die Eiablage erfolgt im Juli durch die Weibchen, wobei das ovale Ei eine Oberfläche mit flachen Einsenkungen aufweist und seine Farbe von hellgelb zu hellrot mit dunklen Flecken wechselt. Die geschlüpften Raupen erreichen eine Länge von etwa 22 mm und zeigen eine schlanke, nach vorn verjüngende Gestalt. Ihre Grundfärbung variiert zwischen grau, graubraun und einer blassen gelblichbraunen Form, die stets eine dunkle V-förmige Rückenzeichnung und einen sehr kleinen, eingekerbten Kopf trägt. Als artspezifische Verhaltensweise lassen sich gestörte Raupen zu Boden fallen und verharren dort in einer hakenförmigen Haltung. Die Entwicklung der Raupen verläuft langsam und ungleichmäßig, wobei sie sich primär von herabgefallenen welken oder trockenen Blättern von Laubbäumen sowie von krautigen Pflanzen und Gräsern ernähren. Bei milder Witterung wird die Nahrungsaufnahme sogar während der Wintermonate fortgesetzt, bevor die Raupen ihre Entwicklung im darauffolgenden Mai abschließen. Die anschließende Verpuppung erfolgt in einer 6,1 bis 8,0 mm langen und 2,0 bis 2,2 mm dicken Puppe, die durch eine hellbraune Grundfärbung sowie grünlich gefärbte Kopf- und Flügelscheiden gekennzeichnet ist. Ein anatomisches Detail der Puppe stellt der Kremaster dar, der von der Rücken- und Bauchseite betrachtet annähernd viereckig und in Seitenansicht keilförmig geformt ist sowie vier Paar hakenförmige Borsten trägt. Während nördlich der Alpen in der Regel eine Generation ausgebildet wird, kann unter günstigen Bedingungen eine zweite Generation entstehen, und in den südlichen Teilen West-Sibiriens überwintert die Art abweichend als Puppe.1
Systematik
Name & Einordnung
Der Braungestreifte Zwergspanner (Idaea biselata) wurde im Jahr 1767 von Johann Siegfried Hufnagel unter dem Namen Phalaena biselata wissenschaftlich erstbeschrieben. Im Laufe der Forschungsgeschichte wurde die Art verschiedenen Gattungen zugeordnet und lief unter mehreren Synonymen. Dazu gehören unter anderem Geometra fimbriata beschrieben durch Michael Denis und Ignaz Schiffermüller im Jahr 1775, Ptychopoda fimbriolata publiziert von Stephens im Jahr 1831 sowie Acidalia plumipedata durch Walker im Jahr 1861 und Ptychopoda shimizuensis durch Matsumura im Jahr 1925. Aktuell wird die Art zur Gattung Idaea innerhalb der Familie der Spanner (Geometridae) gezählt. Neben dem wissenschaftlichen Namen ist die Art im Deutschen als Breitgesäumter Zwergspanner oder Breitgesäumter Gebüsch-Kleinspanner bekannt. Taxonomisch werden derzeit zwei Unterarten unterschieden, wobei die Nominatform Idaea biselata biselata weite Teile des Verbreitungsgebietes besiedelt. Im Fernen Osten wird sie durch die Unterart Idaea biselata extincta vertreten, welche 1897 von Staudinger beschrieben wurde.1
Aus der Community
Kurze Videos
Aus der silbarkrift.community, aufgenommen mit OpenInsect
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) bildet in seinem Hauptverbreitungsgebiet nördlich der Alpen in der Regel eine Generation pro Jahr aus, bei der die Falter von Ende Juni bis Anfang September fliegen. Unter günstigen thermischen Bedingungen kann eine partielle zweite Generation entstehen, deren Falter von August bis Mitte September schlüpfen, während südlich der Alpen Generationenfolgen von Mitte September bis Anfang Oktober beobachtet werden. Die nachtaktiven Falter verbringen den Tag verborgen in der Strauchschicht und werden mit Beginn der Dämmerung aktiv. Als Pheromonbestandteile der Fortpflanzungsbiologie sind verschiedene Acetate von Alkenen nachgewiesen. Zur Nektaraufnahme besuchen die imaginalen Falter unterschiedliche Blütenpflanzen wie das Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum) oder Kratzdisteln (Cirsium). Die Eiablage erfolgt im Juli durch die Weibchen. Das ovale und an den Polen abgestumpfte Ei zeigt eine Oberfläche mit flachen Einsenkungen und wandelt sich farblich von zunächst hellgelb zu hellrot mit dunklen Flecken. Aus diesen schlüpfen im August die Raupen, die sich durch eine langsame und ungleichmäßige Entwicklung auszeichnen. Die Raupen erreichen eine maximale Länge von etwa 22 mm und sind durch eine graue bis graubraune Grundfärbung mit dunkler, V-förmiger Rückenzeichnung gekennzeichnet. Sie ernähren sich polyphag als Herbivoren von herabgefallenen welken oder trockenen Blättern verschiedener Laubbäume wie Erlen (Alnus) und Hasel (Corylus), aber auch von krautigen Pflanzen wie Löwenzahn (Taraxacum officinale) und verschiedenen Gräsern (Poaceae). Bei Störungen lassen sich die Raupen zu Boden fallen und verharren in einer hakenförmigen Schockhaltung. Die Überwinterung erfolgt überwiegend im Larvenstadium als Raupe, die bei milder Witterung selbst in den Wintermonaten Nahrung aufnimmt und ihre Entwicklung im darauffolgenden Jahr im Mai abschließt. In südlichen Teilen West-Sibiriens ist zudem eine Überwinterung als Puppe belegt. Die Verpuppung führt zu hellbraunen Puppen mit einer Länge von 6,1 bis 8,0 mm und einem Durchmesser von 2,0 bis 2,2 mm, deren Kopf und Flügelscheiden grünlich gefärbt sind. Der charakteristische Kremaster ist keilförmig und mit vier Paar hakenförmigen Borsten besetzt.1
Lebensweise
Verhalten
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) zeigt ein nachtaktives Verhalten und wird mit Beginn der Dämmerung aktiv. Tagsüber verbergen sich die Falter in der Strauchschicht. Bei der Nahrungssuche besuchen die Falter verschiedene Blütenpflanzen wie Pfeifengräser, Kratzdisteln, Gewöhnlichen Wasserdost, die Gewöhnliche Sumpfbinse und den Zwerg-Holunder zur Nektaraufnahme. Zudem werden die Falter häufig von künstlichen Lichtquellen angezogen oder lassen sich am Köder finden. Als Pheromonbestandteile sind verschiedene Acetate von Alkenen bekannt. Die Raupen leben einzeln und ernähren sich polyphag von welken oder trockenen, herabgefallenen Blättern verschiedener Laubbäume, krautigen Pflanzen sowie Gräsern. Bei milder Witterung setzen die Raupen ihre Nahrungsaufnahme auch während der Wintermonate fort. Werden die Raupen gestört, zeigen sie ein Abwehrverhalten, bei dem sie sich zu Boden fallen lassen und dort eine Weile in einer hakenförmigen Haltung verharren.1
Lebensweise
Ökologie
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) ist eine feuchtigkeitsliebende Schmetterlingsart, die überwiegend waldreiche Habitate wie feuchte Mischwälder, Waldränder und dichte Heckenbestände besiedelt. Die Falter sind nachtaktiv und beginnen ihre Aktivität mit der Dämmerung, während sie tagsüber in der Strauchschicht Deckung suchen. Als Blütenbesucher fungieren die imaginalen Falter als Nektaraufnehmer und besuchern verschiedene Pflanzenarten wie Pfeifengräser (Molinia), Kratzdisteln (Cirsium), den Gewöhnlichen Wasserdost (Eupatorium cannabinum), die Gewöhnliche Sumpfbinse (Eleocharis palustris) sowie den Zwerg-Holunder (Sambucus ebulus).1 Die polyphagen Raupen ernähren sich einzeln lebend von einer Vielzahl an Substraten, wozu herabgefallene welke oder trockene Blätter von Laubbäumen wie Erlen (Alnus), Hasel (Corylus) und Linden (Tilia) ebenso gehören wie diverse krautige Pflanzen und Gräser.12 Bei Störungen zeigen die Raupen ein charakteristisches Antipraedationsverhalten, indem sie sich zu Boden fallen lassen und dort in einer hakenförmigen Haltung verharren. Die Entwicklung der Raupen verläuft langsam und ungleichmäßig; sie überwintern und schließen ihre Entwicklung im darauffolgenden Jahr im Mai ab, wobei in bestimmten südlichen Regionen auch die Überwinterung als Puppe vorkommt. Nördlich der Alpen bringt die Art in der Regel eine Generation hervor, deren Falter von Ende Juni bis Anfang September fliegen, während unter günstigen Bedingungen oder in südlicheren Arealen auch eine partielle zweite Generation ausgebildet wird.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) besitzt ein transeurasiatisches, temperates Verbreitungsgebiet, das sich von Westeuropa bis zum Ural erstreckt.12 Im Norden Europas reicht das Areal bis in das mittlere Fennoskandien, während es im Süden das mittlere Portugal, Korsika, den nördlichen Apennin sowie den Norden Griechenlands umfasst. Isolierte Vorkommen der Art sind zudem aus Kalabrien und dem Peloponnes belegt.1 Außerhalb Europas erstreckt sich das natürliche Vorkommen über den Kaukasus, Transkaukasien, den Norden der Türkei, Sibirien, den nördlichen Kasachstan sowie den Fernen Osten.12 In der Ussuri-Region und in Korea wird die nominotypische Form durch die Unterart Idaea biselata extincta vertreten. In Deutschland ist die Art weit verbreitet und gilt derzeit als nicht gefährdet. Als feuchtigkeitsliebende Art besiedelt Idaea biselata überwiegend waldreiche Habitate wie feuchte Mischwälder, Waldränder sowie dichte Heckenbestände und Heckenreihen. Darüber hinaus kommt sie in geeigneten Kulturlandschaften vor. Südlich der Alpen ist ihr Vorkommen streng an die Buchen-Zone gebunden. Die Vertikalverbreitung erstreckt sich im Regelfall von 0 bis 800 Meter, selten reicht sie bis in Höhen von 1.200 Metern. In den Alpen steigt die Art bis auf Höhenlagen von etwa 1.700 Metern auf. Südlich der Alpen wird sie primär in Höhen von 600 bis 1.500 Meter angetroffen, während Funde unterhalb dieses Bereichs selten sind.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) bildet nördlich der Alpen in der Regel eine Generation pro Jahr aus, deren Falter von Ende Juni bis Anfang September fliegen. Unter günstigen Bedingungen kann eine partielle zweite Generation von Anfang August bis Mitte September entstehen, während südlich der Alpen Falter dieser zweiten Generation von Mitte September bis Anfang Oktober beobachtet werden. Die Falter zeigen eine nachtaktive Lebensweise und beginnen ihre Aktivität mit Einsetzen der Dämmerung. Tagsüber verbergen sich die Tiere in der Strauchschicht. Die Eiablage findet im Juli statt, woraufhin die Raupen im August schlüpfen. Diese Raupen durchlaufen eine langsame und ungleichmäßige Entwicklung, bei der sie sich von herabgefallenen welken oder trockenen Blättern, krautigen Pflanzen und Gräsern ernähren. Bei milder Witterung setzen die Raupen ihre Nahrungsaufnahme auch während der Wintermonate fort. Die Überwinterung erfolgt im Larvalstadium, wobei die Entwicklung im darauffolgenden Jahr im Mai abgeschlossen wird. In südlichen Teilen West-Sibiriens überwintert die Art alternativ als Puppe.1 Das öffentliche Suchinteresse in Deutschland konzentriert sich vor allem auf die Sommermonate mit einem deutlichen Peak im Juni, was mit der Hauptflugzeit der Falter korreliert.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Breitgesäumte Zwergspanner (Idaea biselata) ist weder ein Schädling noch ein Lästling, sondern eine in waldreichen Habitaten und im Kulturland weit verbreitete Schmetterlingsart, die keine wirtschaftlichen Schäden verursacht. Belastbare Daten zu einem Schadpotenzial oder typischen Schadbildern an Kultur- oder Nutzpflanzen liegen nicht vor. Die Raupen ernähren sich polyphag von herabgefallenen welken oder trockenen Blättern verschiedener Laubbäume sowie von krautigen Pflanzen und Gräsern. Eine medizinische oder gesundheitliche Relevanz der Art ist nicht bekannt, da weder Allergien noch die Übertragung von Krankheitserregern durch Falter oder Raupen dokumentiert sind. Befallsanzeichen im Sinne eines Haus- oder Vorratsschädlings existieren nicht, da die Art als freilebender Waldbewohner und Offenlandbewohner auftritt. Präventions- oder Bekämpfungsmaßnahmen sind folglich nicht erforderlich, und es gibt keine Berichte über chemische, physikalische oder biologische Interventionsstrategien gegen diese Art. Aufgrund des Status als in Deutschland nicht gefährdete Art sind weder integrierte Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen noch rechtliche Aspekte wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten relevant.1
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden durch Idaea biselata fehlen in der aktuellen Fachliteratur vollständig. Die Art tritt weder in der Forstwirtschaft noch in der Landwirtschaft oder im Vorratsschutz als Schädling auf. Auch positive ökonomische Aspekte wie eine gezielte Nutzung als Nützling oder Bestäuber sind nicht dokumentiert.
Nachweise