Bremsen-Spray Pferde
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KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Überblick
Die Regenbremse (Haematopota pluvialis) ist eine kleine, unauffällig graubraun gezeichnete Bremse aus der Familie der Tabanidae. Nach der deutschen Quelle gilt sie als häufigste Bremse Europas. Ihre Weibchen stechen Säugetiere und gelegentlich auch Menschen und saugen Blut; der Stich ist schmerzhaft, die Annäherung erfolgt fast lautlos 12.
Die Namen Regenbremse und Gewitterbremse verweisen auf die hohe Stichaktivität kurz vor und während Regen 1. Regenbogenbremse bezieht sich dagegen vermutlich auf die regenbogenfarbenen Augenbänder (siehe Aussehen). Die Männchen ernähren sich dagegen von Nektar und Pflanzensaft 1.
Auf einen Blick
Erkennen
Die Regenbremse ist etwa 8 bis 12 mm lang 1; englischsprachige Angaben nennen 5 bis 11,5 mm 2. Der Körper ist schlank, dunkelbraun bis grau, auf dem Brustabschnitt verlaufen dunkle Längsstreifen 1. Die Flügel sind milchig mit weißer bis grauer Marmorierung und werden in Ruhe dachförmig über dem Hinterleib gehalten 12. Die Fühler sind gegliedert und zeigen nach vorn 1.
Auffällig sind die großen Facettenaugen, die rötlich-weinfarben mit regenbogenfarbenen Bändern erscheinen. Bei den Weibchen sind die Augen deutlich getrennt, bei den Männchen berühren sie sich fast. Weibchen haben drei, Männchen ein Band 1. Die Weibchen besitzen einen kurzen, kräftigen Stechrüssel, der bei den Männchen weitgehend zurückgebildet ist 1.
Nach englischsprachigen Angaben ist die Art behaart und der Brustabschnitt grau mit schwarzen Streifen; der Hinterleib trägt helle Seitenflecken, die Flügel zeigen klare Flecken in der Marmorierung, und die schwarzen Beine haben gelbbraune Ringe. Die Männchen haben in der Gesichtsmitte zusammenstoßende Augen, die Weibchen ein aufgetriebenes erstes Fühlerglied mit einer Kerbe nahe der Spitze 2.
Systematik
Der wissenschaftliche Name lautet Haematopota pluvialis (Linnaeus, 1758) 13. Neben Regenbremse sind im Deutschen die Namen Regenbogenbremse, Blinde Fliege, Gewitterbremse und Faulstich gebräuchlich 1. Der Ursprung von „Blinde Fliege“ ist unklar. Diskutiert werden die getrübten Flügel, das leichte Erschlagen während des Saugens und ein alter Volksglaube, der Stich könne blind machen 1. Im Englischen heißt die Art „common horse fly“, in Schottland und Teilen Nordirlands „cleg“ 2.
Im Lexikon sind weitere Bremsen etwa die Gemeine Viehbremse, die Rinderbremse und die Goldaugenbremse.
Lebensweise
Die Weibchen benötigen eine Blutmahlzeit von Säugetieren für die Eientwicklung; als Wirte werden vor allem Rinder und Pferde genannt 12. Beim Stich geben sie einen Speichel ab, der die Blutgerinnung hemmt, sodass das Blut weiterfließt und aufgeleckt werden kann 2. Die Stichstelle schwillt als Quaddel an und juckt stark 1.
Die Weibchen legen ihre Eier in geschichteten Paketen an Pflanzen in Wassernähe, nach englischsprachigen Angaben am Grund von Grashalmen oder auf feuchtem Boden ab 12. Die Larven leben im Wasser oder in feuchtem Boden, atmen über die Haut und ernähren sich von Detritus und Aas 1.
Verbreitung
Verbreitung
Sichtungen
Jahresverlauf
Die Regenbremse fliegt von Mai bis Oktober, mit besonders häufigen Stichen im Hochsommer 1. Englischsprachige Quellen geben einen tagaktiven Flug von Ende Mai bis Ende Oktober an 2. Die Stichaktivität ist kurz vor und während Regen besonders hoch 1.
In der OpenInsect-Community wurden bisher 6 Scans dieser Art erfasst, der letzte am 27.07.2026.
Jahresverlauf
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Praxiswissen
Für Menschen und Weidetiere ist die Regenbremse vor allem durch ihre schmerzhaften Stiche lästig 12. Die deutsche Quelle nennt ihre mögliche Rolle als Überträger von Krankheitserregern wie Milzbrand und der Weilschen Krankheit; die englische Quelle behandelt diesen Punkt nicht 1. Bei starken Schwellungen, Entzündungen oder allgemeinen Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Da die Art vor allem in Feuchtwiesen und Sümpfen sowie in Waldnähe vorkommt 1, treten Stiche dort am ehesten auf; wer sich dort im Hochsommer aufhält, kann die Haut mit Kleidung bedecken. Dieser Hinweis ist allgemein gehalten und nicht aus den Quellen abgeleitet.
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Nachweise