- Die Art besitzt eine extrem hohe Hungerresistenz und kann im adulten Stadium bis zu vier Jahre ohne Nahrungsaufnahme überleben.
- Anatomisch ist der hintere Körperrand durch 11 sogenannte Festons (Randfalten) gegliedert, auf denen sich das netzartige Muster des Rückenschildes fortsetzt.
- Ein spezifisches mikroskopisches Bestimmungsmerkmal ist ein nach hinten gerichteter Dorn am zweiten Glied der kurzen, breiten Palpen.
- Die Basis des Stechapparats (Basis capituli) ist bei Dermacentor reticulatus rechteckig geformt, wobei die Augen an den seitlichen Rändern des Scutums positioniert sind.
- Während Adulte freilaufend (exophil) jagen, leben die Larven und Nymphen vorwiegend nidicol (nestbewohnend) und parasitieren spezifisch Wühlmäuse.
- Neben dem kontinentalen Verbreitungsgebiet existieren etablierte Populationen im Vereinigten Königreich.7
- Klimamodelle prognostizieren bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts eine Arealerweiterung nach Skandinavien und in die Hochlagen der mitteleuropäischen Gebirge.
- Zum Vektorspektrum gehören neben Babesien auch Francisella tularensis (Erreger der Tularämie) sowie Rickettsia raoultii.7