- Die Raupen des Roten Ordensbands weisen eine graue Grundfärbung mit einer charakteristischen rötlichen Tönung auf.
- Die Verpuppung der Art findet gut versteckt zwischen versponnenen Blättern statt.
- Ähnliche Arten in der Gattung umfassen neben dem Weidenkarmin und Pappelkarmin auch den Bruchweidenkarmin, das Kleine Eichenkarmin sowie das Große Eichenkarmin.1
Rotes Ordensband Catocala nupta
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Erebidae
- Gattung
- Catocala
Überblick
Einleitung
Das Rote Ordensband (Catocala nupta) ist ein Schmetterling aus der Unterfamilie Catocalinae in der Familie der Eulenfalter (Erebidae). Die Art wurde von der Umweltstiftung BUND zum Schmetterling des Jahres 2015 gekürt. Mit einer Flügelspannweite von 71 bis 84 Millimeter ist sie größer als der Weidenkarmin (Catocala electa), aber kleiner als der sehr ähnliche Pappelkarmin (Catocala elocata).1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Rotes Ordensband Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Catocala nupta ist ein auffälliger Nachtfalter aus der Familie der Erebidae, der sich durch eine charakteristische Flügelzeichnung auszeichnet. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 71 bis 84 mm. Die Vorderflügel zeigen eine graue Grundfärbung mit gelblichen Einmischungen, die eine Tarnung an Baumrinde ermöglichen. Im Gegensatz dazu sind die Hinterflügel lebhaft rot gefärbt und tragen zwei breite, schwarze Bänder. Diese schwarzen Bänder sind nur wenig gezackt und reichen bis direkt an den Flügelrand. In seltenen Fällen treten bei der Art auch melanistische beziehungsweise verdunkelte Formen auf. Aufgrund dieser Hinterflügelzeichnung besteht eine Ähnlichkeit zu anderen Karmin-Arten. So ist Catocala nupta größer als der Weidenkarmin (Catocala electa), bleibt jedoch kleiner als der sehr ähnliche Pappelkarmin (Catocala elocata). Zu den weiteren verwandten Arten zählen der Bruchweidenkarmin (Catocala pacta), das Kleine Eichenkarmin (Catocala promissa) sowie das Große Eichenkarmin (Catocala sponsa). Die Raupen von Catocala nupta sind grau gefärbt und weisen zusätzlich eine rötliche Tönung auf. Belastbare morphologische Detaildaten zu den Eiern, Puppen, zum Sexualdimorphismus oder zu feineren Kopf- und Thoraxstrukturen fehlen in der aktuellen Datenlage.1
Porträt
Beschreibung
Catocala nupta repräsentiert als Angehöriger der Erebidae einen auffälligen nachtaktiven Falter der gemäßigten und warmen Zonen Europas. Die Art wurde im Jahr 2015 von der Umweltstiftung BUND zum Schmetterling des Jahres gekürt. Im natürlichen Lebensraum an Gewässerufern, in Auen- und Bruchwäldern sowie in Alleen und Parkanlagen tarnt sich die graue Grundfärbung der Vorderflügel perfekt an Baumrinde. Bei Alarm droppt die kryptische Deckung sofort und offenbart die leuchtend roten Hinterflügel mit zwei breiten, schwarzen Bändern. Morphologisch unterscheidet sich die Art durch ihre Größe von 71 bis 84 Millimeter Flügelspannweite deutlich von verwandten Arten. Im Vergleich zu anderen Vertretern ist Catocala nupta größer als der Weidenkarmin (Catocala electa), bleibt jedoch hinter den Maßen des Pappelkarmin (Catocala elocata) zurück. Die Vorderflügel zeigen neben Grau auch charakteristische gelbliche Einmischungen. Extrem selten treten in Populationen zudem melanistisch verdunkelte Formvarianten auf. Die nachtaktiven Falter fliegen von Mitte Juli bis Anfang Oktober und suchen gelegentlich künstliche Lichtquellen auf, wobei sie typischerweise etwas abseits des direkten Lichts landen. Zur Nahrungsaufnahme nutzen die Imagines ihren Saugrüssel, um gelegentlich Baumsäfte aufzunehmen, und lassen sich darüber hinaus leicht mit künstlichen Ködern anlocken. Die Larvalentwicklung findet von Mai bis Juni statt. Die Raupen sind grau mit einer charakteristischen rötlichen Tönung gefärbt und ernähren sich polyphag von den Blättern verschiedener Weiden- (Salix spec.) und Pappelarten (Populus spec.). Die Verpuppung erfolgt gut versteckt zwischen versponnenen Blättern der Nahrungspflanzen. Die Überwinterung erfolgt ausschließlich im Stadium des Eies. Geografisch besiedelt die Art geeignete Habitate in Europa und steigt auf der Nordseite der Alpen bis in Höhen von 1.000 Meter sowie auf der Südseite bis in 1.600 Meter auf. Obwohl Catocala nupta zu den häufigsten europäischen Ordensbändern zählt, verzeichnen die regionalen Bestände in den letzten Jahrzehnten spürbare Rückgänge. Belastbare Daten zu feineren anatomischen Mikrostrukturen oder geschlechtsspezifischen Dimorphismen außerhalb der bekannten Flügelmaße liegen aus den Quellen nicht vor.1
Systematik
Name & Einordnung
Das Rote Ordensband (Catocala nupta) wird systematisch in die Familie der Eulenfalter (Erebidae) und dort in die Unterfamilie der Catocalinae eingeordnet. Die Gattung Catocala umfasst in Europa mehrere auffällige Arten, zu denen unter anderem der Weidenkarmin (Catocala electa) und der Pappelkarmin (Catocala elocata) gehören. Der deutsche Trivialname leitet sich von der auffälligen, bänderartigen Rotfärbung der Hinterflügel ab, welche an historische Auszeichnungen erinnert.1 Im englischen Sprachraum wird die Art als Red Underwing bezeichnet. Belastbare historische Daten zur genauen Erstbeschreibung sowie Synonyme fehlen in der aktuellen Datenlage.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Catocala nupta ist eine univoltine Schmetterlingsart, deren Flugzeit der nachtaktiven Imago von Mitte Juli bis Anfang Oktober reicht. Die Fortpflanzung findet während dieser herbstlichen Aktivitätsphase statt, wobei die Überwinterung ausschließlich im Stadium des Eies erfolgt. Die Eiablage findet an den Futterpflanzen statt, wo die Eier bis zum Schlüpfen im folgenden Frühjahr verbleiben. Die Raupenzeit erstreckt sich von Mai bis Juni. Die Larven sind als Herbivoren polyphag und ernähren sich von den Blättern verschiedener Weiden- (Salix spec.) und Pappelarten (Populus spec.). Morphologisch zeichnen sich die Raupen durch eine graue Grundfärbung mit rötlicher Tönung aus. Nach Abschluss der Larvalentwicklung erfolgt die Verpuppung gut versteckt zwischen versponnenen Blättern. Die Adulten nehmen als Nahrungsquelle gelegentlich Baumsäfte mit ihrem Saugrüssel auf und lassen sich zudem mittels künstlicher Köder anlocken. Darüber hinaus fliegen die nachtaktiven Falter nachts künstliche Lichtquellen an, wobei sie meist etwas abseits des Lichts landen. Das artspezifische Habitat umfasst Gewässerufer mit Weiden- und Pappelgebüschen, Auen- und Bruchwälder sowie Alleen und Parkanlagen an nicht allzu trockenen Standorten. Die vertikale Verbreitung reicht auf der Nordseite der Alpen bis in Höhen von 1.000 m und auf der Südseite bis 1.600 m.1 Belastbare physiologische Detaildaten zur exakten Entwicklungsdauer in Abhängigkeit von spezifischen Temperaturen oder zu genauen Mortalitätsfaktoren liegen in der aktuellen Datenbasis nicht vor.
Lebensweise
Verhalten
Das Rote Ordensband (Catocala nupta) zeigt eine ausgeprägte nachtaktive Lebensweise und fliegt von Mitte Juli bis Anfang Oktober. Während ihrer nächtlichen Aktivitätsphase fliegen die Falter künstliche Lichtquellen an, lassen sich dabei jedoch meist etwas abseits des direkten Lichtkegels nieder. Neben dieser positiven Phototaxis lassen sich die imaginalen Falter durch spezielle Köder anlocken, da sie gelegentlich flüssige Baumsäfte mit ihrem Saugrüssel aufnehmen. Die Falter gehören zu den häufigeren europäischen Vertreter der Ordensbänder, wobei die Überwinterung ausschließlich im Stadium des Eies erfolgt. Im Gegensatz zu den erwachsenen Tieren sind die Raupen von Mai bis Juni aktiv und ernähren sich polyphag von den Blättern verschiedener Weiden- und Pappelarten. Belastbare Daten zu weitergehenden Verhaltensweisen wie Territorialität, spezifischen Kommunikationsmechanismen oder komplexen Abwehrstrategien liegen in den vorliegenden Quellen nicht systematisch vor.1
Lebensweise
Ökologie
Das Rote Ordensband (Catocala nupta) besiedelt als nachtaktiver Falter bevorzugt Gewässerufer mit Weiden- und Pappelgebüschen, Auen- und Bruchwälder sowie Alleen und Parkanlagen an nicht allzu trockenen Standorten. Die Art besiedelt in den gemäßigten und warmen Zonen Europas vorwiegend feuchte Habitate, wobei die vertikale Verbreitung auf der Nordseite der Alpen bis in Höhen von 1.000 m und auf der Südseite bis 1.600 m reicht.1 Als monovoltine Art fliegt die Generation von Mitte Juli bis Anfang Oktober, wobei die Raupenzeit von Mai bis Juni datiert. Die polyphagen Raupen ernähren sich exklusiv als Herbivoren von den Blättern verschiedener Weiden- (Salix spec.) und Pappelarten (Populus spec.). Die Überwinterung erfolgt ausnahmslos im Stadium des Eies.12 Im adulten Stadium nehmen die Falter gelegentlich Baumsäfte über ihren Saugrüssel auf und lassen sich zudem durch künstliche Köder anlocken. Nachts fliegen die imagines Lichtquellen an, landen dabei jedoch meist in der unmittelbaren Umgebung des Lichts. Die Verpuppung der Raupen findet versteckt zwischen versponnenen Blättern statt.1 Belastbare Daten zu spezifischen Parasitoiden, mikroklimatischen Detailanforderungen oder quantitativen Konkurrenzbeziehungen mit anderen Arten liegen in den Quellen nicht vor.
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Das Catocala nupta besiedelt als typischer Vertreter der Eulenfalter die gemäßigten und warmen Zonen Europas, meidet dabei jedoch die nördlichen Regionen. In Deutschland und im gesamten DACH-Raum ist die Art flächendeckend verbreitet und zählt zu den häufigsten europäischen Ordensbändern. Dennoch verzeichnen die Bestände in den letzten Jahrzehnten regional teils starke Rückgänge. Als naturgegebenes Verbreitungsgebiet gelten vor allem feuchtere Standorte in Mitteleuropa und angrenzenden Regionen. Das Artvorkommen beschränkt sich im Wesentlichen auf nicht allzu trockene Biotope. Typische Habitate umfassen Gewässerufer mit dichten Weiden- und Pappelgebüschen. Darüber hinaus besiedelt das Catocala nupta Auen- und Bruchwälder als natürliche Rückzugsräume. Neben naturnahen Biotopen findet man die Falter regelmäßig in strukturreichen Alleen sowie in Parkanlagen. Die Ausprägung der Habitate ist eng an das Vorkommen der Wirtspflanzen gekoppelt, weshalb die Raupen obligat an verschiedenen Weiden- (Salix spec.) und Pappelarten (Populus spec.) leben. In urbanen oder stark veränderten Landschaften wird die Art primär in parkähnlichen Grünanlagen mit Baumbestand angetroffen. Hinsichtlich der Vertikalverbreitung steigt die Art auf der Nordseite der Alpen bis in Höhen von 1.000 m auf. Auf der Südseite des Gebirges erstreckt sich die vertikale Verbreitung bis in eine Höhenstufe von 1.600 m.1 Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen die Präsenz der Art in Wald- und Frischwiesenbiotopen, während andere Offenland- oder Küstenhabitate gemieden werden.2 Belastbare Zeitreihen zur langfristigen Populationsdynamik fehlen in der systematischen Literatur weitgehend.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Das Rote Ordensband (Catocala nupta) bildet im Jahresverlauf eine Generation aus und gilt somit als univoltine Art. Die Flugperiode der imaginalen Falter erstreckt sich von Mitte Juli bis Anfang Oktober.1 Das öffentliche Interesse korreliert stark mit dieser Aktivitätsphase und erreicht in den Sommermonaten Juli und August deutliche Höhepunkte. Die Raupenphase ist zeitlich vorgelagert und lässt sich von Mai bis Juni beobachten. Aus den Raupen entwickeln sich schließlich die Falter, deren Überwinterung jedoch nicht im adulten oder larvalen Stadium erfolgt. Stattdessen überdauert die Art die kal Jahreszeit im Stadium des Eies. Die Verpuppung findet zuvor gut versteckt zwischen versponnenen Blättern statt. In ihrem tageszeitlichen Aktivitätsmuster verhalten sich die Falter strikt nachtaktiv. Während dieser nächtlichen Flugphasen fliegen sie künstliche Lichtquellen an, landen dabei meist etwas abseits des direkten Lichts, oder lassen sich alternativ mit einem Köder anlocken.1
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Das Rote Ordensband (Catocala nupta) gilt in der Forstwirtschaft oder im Gartenbau nicht als relevanter Schädling, weshalb keine spezifischen Bekämpfungsmaßnahmen oder Schädlingsmanagement-Strategien erforderlich sind. Die phytophagen Raupen ernähren sich polyphag von den Blättern verschiedener Weiden- (Salix spec.) und Pappelarten (Populus spec.), verursachen jedoch keine wirtschaftlich bedeutenden Schäden an ihren Wirtspflanzen. Belastbare Daten zu spezifischen Schadschwellen, wirtschaftlichen Verlusten oder infestationsbedingten Ausfällen in Auenwäldern oder Parkanlagen fehlen in der Fachliteratur vollständig. Gesundheitliche Risiken für den Menschen, wie Allergien oder die Funktion als Vektor, sind für diese Art nicht bekannt. Präventive oder bauliche Schutzmaßnahmen gegen die Falter existieren folglich nicht, da die Art als harmloser Bestandteil der heimischen Fauna eingeordnet wird. Monitoring-Daten beschränken sich auf faunistische Erfassungen, bei denen die nachtaktiven Falter gelegentlich durch künstliche Lichtquellen oder herkömmliche Köder angelockt werden. Eine medizinische oder rechtliche Relevanz im Sinne von Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten liegt nicht vor. Aufgrund der stabilen ökologischen Einbindung und des Fehlens von Schadpotenzialen sind weder biologische noch chemische Regulierungsmaßnahmen angezeigt.1
Nachweise