Lexikon-Eintrag

Braunschwarze Rossameise Camponotus ligniperdus

Braunschwarze Rossameise (Camponotus ligniperdus), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Lästling

Klassifikation

Taxonomie

Akzeptierter Name
Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Hautflügler (Hymenoptera)
Familie
Formicidae
Gattung
Camponotus
Art
Camponotus ligniperdus

Wissenschaftlicher Name Camponotus ligniperdus (Latreille, 1802)

Überblick

Einleitung

Die Braunschwarze Rossameise (Camponotus ligniperda, synonym Camponotus ligniperdus) ist eine in Europa weit verbreitete Ameisenart aus der Gattung der Rossameisen (Camponotus) und zählt zu den größten Ameisenarten Mitteleuropas.123 Systematisch gehört sie zur Familie der Ameisen (Formicidae) innerhalb der Unterfamilie der Schuppenameisen (Formicinae).13 Im Gegensatz zur nah verwandten Schwarzen Rossameise (Camponotus herculeanus) besiedelt sie bevorzugt deutlich wärmere und trockenere Standorte.2

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) wird die Art der Teilordnung der Stechimmen (Aculeata) und der Überfamilie Vespoidea zugeordnet.16
  • Die Art ist im globalen taxonomischen System dem Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda) sowie der Klasse der Insekten (Insecta) zugehörig.
  • In der globalen Biodiversitätsdatenbank GBIF ist die Art unter dem wissenschaftlichen Namen Camponotus ligniperdus mit dem eindeutigen Datensatz-Key 1312367 registriert.6

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Braunschwarze Rossameise (Camponotus ligniperda) gehört zu den größten in Mitteleuropa heimischen Ameisenarten. Der gesamte Körper der Imagines weist eine stark glänzende Oberfläche auf. Farblich sind der Kopf sowie der überwiegende Teil des Hinterleibs (Gaster) tiefschwarz gefärbt. Einen deutlichen Kontrast hierzu bilden die Beine, das Mesosoma und das stielchenförmige Verbindungsglied (Petiolus), welche eine rotbraune Färbung besitzen. Die Art zeigt eine ausgeprägte Variabilität in der Körpergröße innerhalb der verschiedenen Kasten. Bei den Arbeiterinnen schwankt die Körperlänge erheblich und liegt in einem Bereich von 6 bis 14 mm. Ein deutlicher Sexualdimorphismus zeigt sich bei den Geschlechtstieren: Während die Königinnen eine Länge von 16 bis 18 mm erreichen, sind die Männchen mit 8 bis 12 mm signifikant kleiner.1 Belastbare morphologische Beschreibungen zu den Eiern, Larven und Puppenstadien fehlen in den Standardwerken weitgehend.12 Zur Differenzierung von nahe verwandten Arten dient unter anderem der Vergleich mit der Schwarzen Rossameise (Camponotus herculeanus), die sich ökologisch durch die Bevorzugung feuchterer und kühlerer Standorte abgrenzt.2 Zudem unterscheidet sich C. ligniperda im Nistverhalten von anderen Rossameisen dadurch, dass sie in der Regel kein lebendes Holz besiedelt, sondern Totholz oder reine Erdnester nutzt.12

Porträt

Beschreibung

Camponotus ligniperdus, im Jahr 1802 von Latreille erstbeschrieben, gehört zu den größten Ameisenarten Mitteleuropas und weist einen ausgeprägten Größenpolymorphismus innerhalb der Arbeiterinnenkaste auf.16 Während die Arbeiterinnen eine stark variierende Körperlänge von 6 bis 14 mm aufweisen, erreichen die Königinnen eine Länge von 16 bis 18 mm, wohingegen die Männchen mit 8 bis 12 mm deutlich kleiner bleiben. Das Erscheinungsbild im natürlichen Lebensraum ist durch einen stark glänzenden Körper charakterisiert, bei dem der Kopf und der Großteil des Hinterleibs (Gaster) tiefschwarz gefärbt sind. Im Kontrast dazu weisen die Beine, das Mesosoma sowie das stielchenförmige Petiolusglied eine auffällige rotbraune Färbung auf.1 In der wissenschaftlichen Nomenklatur existiert eine anhaltende Debatte über die korrekte Endung des Artnamens: Während einige Autoren die Endung -ligniperda als Substantiv in Apposition bevorzugen, nutzen andere die maskuline Form -ligniperdus. Im Freiland bevorzugt die Art im Vergleich zur nahe verwandten Schwarzen Rossameise (Camponotus herculeanus) deutlich wärmere und trockenere Standorte. Dementsprechend besiedelt sie vor allem sonnenexponierte Laub- und Mischwälder, verbuschte Trockenrasen sowie offene Feldraine.2 Ihre Nester legt die Art primär in Totholz an, wobei Weichholz bevorzugt und bis in eine Höhe von drei Metern ausgenagt wird.12 Typisch für den Nestbau ist die Kombination aus diesem oberirdischen Holzteil und einem meist sehr ausgedehnten unterirdischen Erdnestbereich, wobei auch reine Erdnester angelegt werden können.2 Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung Camponotus besiedelt Camponotus ligniperdus im Regelfall kein lebendes Holz.1 Die Nahrungssuche erfolgt über weite Distanzen, wobei die Arbeiterinnen Entfernungen von bis zu 40 m vom Nest zurücklegen. Die Ernährung ist vielseitig und basiert neben dem direkten Aufnehmen von süßen Pflanzensäften und dem Melken von Blattläusen zur Honigtaugewinnung auch auf einer zoophagen Lebensweise. Der Fortpflanzungszyklus ist durch eine lange Entwicklungszeit der Geschlechtstiere geprägt, die vor dem Schwärmen zweimal im mütterlichen Nest überwintern. Der Hochzeitsflug findet schließlich an warmen Nachmittagen im Zeitraum von Anfang Mai bis Ende Juni statt. Die anschließende Koloniegründung erfolgt typischerweise claustral durch eine einzelne Königin, kann jedoch auch in Pleometrose initiiert werden. Die etablierten Staaten sind fast ausschließlich monogyn organisiert, wenngleich in der Literatur auch das Auftreten von Oligogynie als möglich diskutiert wird.2

Systematik

Name & Einordnung

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Braunschwarzen Rossameise lautet Camponotus ligniperdus, basierend auf der Erstbeschreibung durch Pierre André Latreille im Jahr 1802.4 In der myrmekologischen Fachliteratur besteht jedoch eine anhaltende Diskussion über die korrekte Schreibweise des Artnamens. Der Taxonom Bernhard Seifert vertritt die Auffassung, dass die Bezeichnung Camponotus ligniperda Priorität besitzt, da das Epitheton als Substantiv in Apposition nicht an das grammatikalische Geschlecht der Gattung angepasst werden muss. Im Gegensatz dazu führen andere Standardwerke, wie die Systematik von Barry Bolton aus dem Jahr 1995, die Art unter dem Namen Camponotus ligniperdus. Eine endgültige Klärung dieses nomenklatorischen Konflikts steht aus.2 Im deutschen Sprachraum ist die Art unter dem Trivialnamen Braunschwarze Rossameise etabliert.1 Taxonomisch gehört die Art zur Gattung der Rossameisen (Camponotus) innerhalb der Unterfamilie der Schuppenameisen (Formicinae).14 Gemeinsam mit der syntop vorkommenden Schwarzen Rossameise (Camponotus herculeanus) stellt sie eine der größten Ameisenarten Mitteleuropas dar.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung von Camponotus ligniperda beginnt mit dem Hochzeitsflug der Geschlechtstiere, die nach einer zweifachen Überwinterung im Mutternest an warmen Nachmittagen zwischen Anfang Mai und Ende Juni schwärmen. Die anschließende Koloniegründung erfolgt typischerweise claustral durch eine einzelne, begattete Königin, kann jedoch in Ausnahmefällen auch in Pleometrose stattfinden. Die etablierten Staaten weisen eine fast ausschließlich monogyne Struktur auf, wenngleich vereinzelte Berichte über Oligogynie existieren.2 Der Lebenszyklus umfasst die klassischen Entwicklungsstadien vom Ei über die Larve und Puppe bis zur Imago, wobei detaillierte quantitative Daten zur Anzahl der Larvenstadien für diese Art in der Standardliteratur nicht explizit ausgewiesen sind. Auch präzise Angaben zur temperaturabhängigen Entwicklungsdauer der einzelnen Brutstadien sowie ein definiertes Temperaturoptimum fehlen für Camponotus ligniperda in den vorliegenden systematischen Erfassungen.12 Eine physiologische Besonderheit ist die endogene Diapause, die sich unter anderem in der obligatorischen zweifachen Überwinterung der Jungköniginnen und Männchen vor dem eigentlichen Schwärmflug zeigt.2 Während die Lebensdauer der Arbeiterinnen mehrere Jahre betragen kann, erreichen Königinnen ein hohes Alter, wozu konkrete statistische Mittelwerte für Freilandpopulationen jedoch rar sind.12 Die Ernährung der adulten Ameisen basiert primär auf Trophobiose, wobei der Honigtau von Blattläusen sowie direkt aufgenommene süße Pflanzensäfte die Hauptkohlenhydratquelle darstellen. Zur Deckung des Proteinbedarfs der heranwachsenden Larven ernährt sich die Art zudem zoophag durch die Jagd auf andere Arthropoden. Die Nahrungssuche wird flexibel organisiert und erstreckt sich auf Quellen in bis zu 40 Meter Entfernung vom Nest.2 Der Nestbau erfolgt vorzugsweise in Totholz, wobei Weichholz bevorzugt und im Gegensatz zu verwandten Arten lebendes Holz in der Regel gemieden wird.12 Diese Nester erstrecken sich oft bis in eine Höhe von drei Meter im Holz, besitzen jedoch meist auch einen ausgeprägten unterirdischen Erdnestanteil oder werden seltener als reine Erdnester angelegt.2 Systematische Untersuchungen zu spezifischen Mortalitätsfaktoren, Krankheitserregern oder spezialisierten Parasitoiden von Camponotus ligniperda sind in den Standardwerken nicht detailliert dokumentiert.12

Lebensweise

Verhalten

Das Beute- und Eintragsverhalten von Camponotus ligniperda erstreckt sich über einen weiten Aktionsradius um das Nest. Arbeiterinnen nutzen für die Nahrungsbeschaffung systematisch Quellen in einer Entfernung von bis zu 40 Metern. Die Ernährung basiert auf dem verhaltensmäßigen Melken von Blattläusen zur Honigtaugewinnung, der direkten Aufnahme von Pflanzensäften sowie zoophager Jagd.2 Beim Nestbau zeigt die Art ein selektives Verhalten, bei dem Totholz – bevorzugt Weichholz – aktiv ausgenagt wird.12 Die Nestkonstruktion erstreckt sich vertikal bis in eine Stammhöhe von drei Metern, wird jedoch meist durch das Anlegen eines großen unterirdischen Nestteils im Boden ergänzt.2 Im Gegensatz zu anderen Rossameisen meidet C. ligniperda beim Nestbau in der Regel lebendes Holz.1 Das Schwärmverhalten der Junggeschlechtstiere ist zeitlich eng eingegrenzt und erfolgt an warmen Nachmittagen zwischen Anfang Mai und Ende Juni, nachdem die Tiere zuvor zweimal im Nest überwintert haben. Die anschließende Koloniegründung wird von der Königin primär claustral vollzogen, kann jedoch verhaltensbiologisch auch in Pleometrose erfolgen. Das soziale Gefüge innerhalb der Kolonien ist fast ausnahmslos monogyn geprägt, wobei oligogyne Staatenbildung als seltene Verhaltensvariante beschrieben ist.2

Lebensweise

Ökologie

Camponotus ligniperda besiedelt bevorzugt warme und trockene Standorte, womit sie sich ökologisch von der nah verwandten Art Camponotus herculeanus abgrenzt. Zu ihren primären Lebensräumen gehören sonnige Laub- und Mischwälder, verbuschte Trockenrasen sowie Feldraine. Für den Nestbau nutzt die Art vorwiegend Totholz, wobei Weichholz bevorzugt ausgenagt und bis in eine Höhe von drei Metern besiedelt wird.2 Im Gegensatz zu anderen Rossameisen meidet C. ligniperda dabei in der Regel lebendes Holz.1 Die Nestarchitektur ist meist zweigeteilt und umfasst neben dem oberirdischen Holznest einen großen unterirdischen Erdbereich, wobei auch reine Erdnester angelegt werden können. Als trophische Ressource dient der Art primär der Honigtau von Blattläusen sowie direkt aufgenommene, süße Pflanzensäfte. Ergänzt wird dieses Nahrungsspektrum durch eine zoophage Lebensweise, bei der andere Organismen erbeutet werden. Zur Nahrungsbeschaffung legen die Arbeiterinnen bei ihren Streifzügen Distanzen von bis zu 40 Metern Entfernung zum Nest zurück. Die Ausbreitung erfolgt über geflügelte Geschlechtstiere, die nach zweimaliger Überwinterung im Mutternest an warmen Nachmittagen zwischen Anfang Mai und Ende Juni schwärmen.2

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Camponotus ligniperdus erstreckt sich über ganz Europa, wobei die Art in Mitteleuropa weit verbreitet und gebietsweise recht häufig ist.24 Innerhalb dieses Areals gehört sie zu den größten dort vorkommenden Ameisenarten.1 Im direkten Vergleich zur Schwarzen Rossameise (Camponotus herculeanus) besiedelt Camponotus ligniperdus signifikant wärmere und trockenere Standorte. Hauptsächlich bewohnt die Art sonnenexponierte Laub- und Mischwälder sowie buschbestandene Trockenrasen. Zudem ist sie regelmäßig an Feldrainen und offenen Übergangszonen zu finden. Als Nistsubstrat dient vorwiegend Totholz, wobei Weichholzarten bevorzugt genutzt werden. Die Kolonien nagen Gangsysteme in das Holz und dehnen das Nest bis in eine Stammhöhe von drei Metern aus. Zum Nest gehört meist ein großer unterirdischer Teil, der tief in den Boden reicht. Unter geeigneten Bedingungen ist die Art zudem in der Lage, reine Erdnester anzulegen.2 Im Gegensatz zu anderen Rossameisenarten besiedelt Camponotus ligniperdus in der Regel kein lebendes Holz.1 Durch diese ökologische Eigenschaft bleibt ein potenzieller Befall im Siedlungsbereich meist auf verbautes, trockenes Totholz im Außenbereich beschränkt.12 Präzise Daten zur maximalen Höhenverbreitung in den europäischen Gebirgen sind in der herangezogenen Standardliteratur nicht explizit ausgewiesen.2

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    15.11.2025

  • Lautenthal Innerstebrücke, 38685 Langelsheim, Deutschland

    09.11.2025

  • Rothaus Forsthaus, 79865 Grafenhausen, Deutschland

    01.11.2025

  • Deutschland

    29.10.2025

  • Naturpark Stromberg-Heuchelberg, Maulbronn, Baden-Württemberg, Deutschland

    29.10.2025

Daten: iNaturalist

Sichtungen

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6
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Zuletzt am 09.09.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivitätsphase von Camponotus ligniperda ist stark saisonal geprägt und eng an die warmen Monate des Frühjahrs und Sommers gebunden. Die jungen Geschlechtstiere weisen einen mehrjährigen Entwicklungszyklus auf, bei dem sie vor dem Hochzeitsflug zweimal im mütterlichen Nest überwintern. Nach dieser zweifachen Überwinterung erfolgt das Schwärmen der Geschlechtstiere an warmen Nachmittagen im Zeitraum von Anfang Mai bis Ende Juni. Diese Flugaktivität ist stark temperaturabhängig, da die Art im Vergleich zu verwandten Arten wie Camponotus herculeanus deutlich wärmere und trockenere Standorte bevorzugt. Während der aktiven Phase zeigt die Art einen großen Aktionsradius und sucht zoophage Nahrungsquellen sowie Honigtau in einer Entfernung von bis zu 40 m um das Nest herum auf.2 Systematische Daten zur genauen tageszeitlichen Aktivitätsverteilung oder zu exakten Temperaturschwellen der Arbeiterinnen fehlen in der herangezogenen Literatur weitgehend.12 Das öffentliche Interesse an Bekämpfungsmaßnahmen spiegelt diesen biologischen Aktivitätszyklus wider. Analysen von Suchanfragen in Deutschland zeigen ein deutliches Maximum im Juni, was exakt mit dem Höhepunkt der Schwarmzeit und der Hauptaktivitätsphase korreliert.5 Im Gegensatz dazu sinkt das Suchinteresse in den Wintermonaten Januar und Februar auf null, da sich die Kolonien zu dieser Zeit in der winterlichen Diapause befinden und keine Außenaktivität stattfindet.25

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die ökologische Einnischung von Camponotus ligniperda bestimmt ihr potenzielles Schadbild an Holzkonstruktionen, wobei systematische Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung oder spezifischen Bekämpfungsmethoden in der vorliegenden Literatur nicht detailliert ausgeführt sind.12 Die Art nistet bevorzugt in Totholz, wobei Weichholz gegenüber Hartholz generell bevorzugt wird.2 Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung Camponotus besiedelt C. ligniperda in der Regel kein lebendes Holz, was das forstwirtschaftliche Schadpotenzial an gesundem Baumbestand minimiert.1 Die Nester werden durch das Ausnagen des Holzes angelegt und können sich bis in eine Höhe von drei Metern erstrecken. Da zum Nest meist auch ein großer unterirdischer Teil gehört oder reine Erdnester angelegt werden, ist eine vollständige Lokalisierung des Nestes oft erschwert.2 Ein potenzielles Risiko für verbautes Holz im Außenbereich ergibt sich aus dieser Bevorzugung von Totholz, konkrete bauliche Präventionsmaßnahmen werden in den Quellen jedoch nicht beschrieben.12 Die Nahrungssuche erfolgt in einem Radius von bis zu 40 Metern Entfernung vom Nest, wodurch die Arbeiterinnen auch in menschliche Siedlungsbereiche vordringen können. Die Ernährung basiert neben zoophager Kost auf dem Honigtau von Blattläusen sowie direkt aufgenommenen süßen Pflanzensäften.2 Medizinische oder gesundheitliche Risiken wie eine Vektorfunktion oder spezifische Allergien sind für diese Art in den ausgewerteten Daten nicht belegt. Belastbare Angaben zu chemischen, physikalischen oder biologischen Bekämpfungsmaßnahmen sowie zu Monitoring-Methoden fehlen in den zugrunde liegenden Werken vollständig.12 Auch rechtliche Aspekte wie eine Quarantäne- oder Meldepflicht sind für C. ligniperda nicht dokumentiert. Zusammenfassend lässt sich die Art aufgrund ihrer Biologie primär als potenzieller Materialschädling an totem Weichholz einordnen, während sie im lebenden Forst als weitgehend unschädlich gilt.12

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. Heiko Bellmann: Bienen, Wespen, Ameisen. Hautflügler Mitteleuropas. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1995, ISBN 3-440-09690-4
  2. Bernhard Seifert: Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas. lutra Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Görlitz/Tauer 2007, ISBN 978-3-936412-03-1
  3. gbif.org/species/1312367)
  4. gbif.org/species/1312367
  5. Zeitreihen-Analyse des Suchinteresses für das Keyword 'Roßameise Bekämpfen' in Deutschland (Datenstand: 2026).
  6. gbif.org/species/1312367