Die adulten Falter der Pyralidae sind klein bis mittelgroß und erreichen typischerweise eine Flügelspannweite von 9 bis 40 mm. Ein charakteristisches Merkmal sind die verlängerten Labialpalpen, die gerade nach vorne ragen und dem Kopf ein schnauzenartiges Aussehen verleihen. Die Antennen sind bei beiden Geschlechtern fadenförmig und weisen keine keulenartigen Verdickungen an den Spitzen auf. In der Ruhehaltung werden die dreieckigen Vorderflügel meist flach oder dachartig über das Abdomen gelegt, wodurch die schmaleren, abgerundeten Hinterflügel verdeckt bleiben. Die Grundfärbung ist oft unscheinbar in Braun-, Grau- oder Ockertönen zur Tarnung, wobei einige Arten metallische Schuppen oder Muster aufweisen.2 Diagnostisch relevant für das Flügelgeäder ist die Verschmelzung oder Stielung der Vorderflügelader R5 mit R3+4 sowie das Vorhandensein von drei Analadern auf den Hinterflügeln.21 Zur Abgrenzung von den verwandten Crambidae dient das Fehlen einer ovalen Sklerotisierung an der Basis der Vorderflügelader A1+2 sowie der Bau der Tympanalorgane, die bei Pyralidae ein geschlossenes Gehäuse aufweisen. Für die Artbestimmung sind oft die Genitalien entscheidend; Männchen zeigen variierende Uncus-Formen, während Weibchen spezifische Sklerotisierungen in der Corpus bursae besitzen.1 Die Larven erscheinen als längliche, zylindrische Raupen mit glattem bis leicht gekörntem Integument und einer stark sklerotisierten Kopfkapsel. Bauchbeine finden sich an den Abdominalsegmenten 3 bis 6 und 10, wobei die Hakenkränze (Crochets) kreis- oder ellipsenförmig angeordnet sind. Die Puppen sind kompakt, rotbraun bis glänzend gefärbt, messen etwa 10 bis 25 mm und besitzen eine deutliche Rüsselscheide.2 Die Eiablage erfolgt in Clustern von 50 bis 300 Stück, wobei die kleinen, abgeflachten Eier eine weiße Färbung aufweisen.1