Die adulte Getreidemotte (Sitotroga cerealella) ist ein kleiner, schlanker Falter mit einer Flügelspannweite von 12 bis 20 mm und einer Körperlänge von etwa 4 bis 6 mm.21 Der Körper ist mit mäßig glänzenden, grauen bis braunen Schuppen bedeckt, was dem Tier ein insgesamt hellbraunes bis gelblich-braunes Erscheinungsbild verleiht. Am kleinen, hellbraunen Kopf befinden sich lange, schlanke und nach oben gebogene Labialpalpen, die spitz zulaufen und deutlich über den Kopf hinausragen, während der Rüssel reduziert und funktionslos ist. Die fadenförmigen Antennen bestehen aus 28 bis 34 Segmenten, erreichen etwa die Hälfte der Körperlänge und zeigen bei Männchen eine dichtere Besetzung mit Sensillen. Die langgestreckten, schmalen Vorderflügel sind blassgelb bis goldbraun gefärbt und weisen oft einige schwärzliche Schuppen oder Flecken nahe der Spitze sowie an der Basis auf.1 Charakteristisch sind die helleren, trapezförmigen Hinterflügel, die – ebenso wie die Vorderflügel – an den Rändern mit einem dichten, langen Haarsaum (Fransen) besetzt sind.21 Ein Sexualdimorphismus zeigt sich in der Größe und Abdomenform: Weibchen sind mit ca. 5,4 mm etwas größer und besitzen einen breiteren Hinterleib, während Männchen kleiner sind (ca. 4,3 mm) und ein spitzeres, schwärzliches Abdomen aufweisen.1 Die ovalen, etwa 0,5 mm langen Eier sind anfangs cremeweiß, verfärben sich jedoch im Verlauf der Embryonalentwicklung rötlich und besitzen eine genetzte Oberflächenstruktur.13 Die Larven leben endophag im Korn, sind cremefarben bis gelblich-weiß, besitzen einen kleinen, gelblich-braunen Kopf und erreichen im letzten Stadium eine Länge von bis zu 5 mm.23 Sie verfügen über drei Beinpaare und einen gedrungenen Körper, der sich im Laufe der fünf bis sieben Larvenstadien verdickt. Die Verpuppung erfolgt innerhalb des Korns, wobei die 3 bis 4 mm lange, rotbraune Puppe in einem seidenen Kokon ruht.3 Von ähnlichen Vorratsschädlingen wie Arten der Gattung Gelechia unterscheidet sich S. cerealella durch die Kombination aus trapezförmigen Hinterflügeln, der spezifischen Fransendichte und den apikalen schwarzen Markierungen.1 Ein typisches Bestimmungsmerkmal bei Befall ist zudem das kreisrunde, etwa 1–2 mm große Schlupfloch im Getreidekorn, das oft von einem „Fenster“ in der Samenschale bedeckt war.2