Lexikon-Eintrag

Rotbindiger Blütenspanner Gymnoscelis rufifasciata

Rotbindiger Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie
Geometridae
Gattung
Gymnoscelis

Überblick

Einleitung

Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Spanner (Geometridae). Namensgebend ist die rötliche Binde in der charakteristischen Flügelzeichnung der Art.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Labialpalpen der Falter sind grau gefärbt und besitzen helle Spitzen.
  • Auf den Hinterflügeln ist ein sehr kleiner oder stark zurückgebildeter Diskalpunkt vorhanden.
  • Das zweite Abdominalsegment ist meistens dunkler, gelegentlich ziegelrot und schwarz umrandet.
  • Die Schienen des hinteren Beinpaares sind mit einem einzigen Spornpaar ausgestattet.
  • Die Raupen erreichen eine maximale Körperlänge von bis zu 17 Millimetern.
  • Die Grundfärbung der Raupen variiert stark und reicht von weißlich über gelblichgrün, braun und rot bis hin zu lila.
  • Auf dem Rücken der Raupen verläuft ein blasses Band mit einer dunklen Rauten- oder Dreieckszeichnung, die an einen Dreizack oder Krähenfuß erinnert.
  • Der Kopf der Raupen ist gelblichbraun gefärbt.
  • In den Alpen steigt die Art bis in Höhenlagen von 2.400 Metern auf.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) ist ein kleiner Nachtfalter aus der Familie der Spanner, der eine Flügelspannweite von 11 bis 19 Millimetern erreicht. Die Falter zeichnen sich durch schmale Vorderflügel mit gerader Costalader und einem spitzen Apex aus. Ihre Grundfärbung ist gräulich-weiß mit einem bräunlichen Ton, wobei das namensgebende Basal- und Mittelfeld oft ziegelrot bis rotbraun gefärbt sind. Die Querlinien auf den Vorderflügeln sind meist leicht gebogen, dunkelbraun und am Vorderrand scharf gewinkelt. Ein Diskalpunkt fehlt auf den Vorderflügeln gänzlich, während er auf den gräulich-weißen Hinterflügeln sehr klein oder zurückgebildet ist. Die Falter besitzen fahlgraue bis bräunlichgraue Labialpalpen mit hellen Spitzen sowie eine fahlgraue Stirn und einen fahlgrauen Scheitel. Das Notum und das Abdomen sind ebenfalls fahlgrau bis bräunlichgrau, wobei letzteres gelegentlich einen rötlichen Ton und am zweiten Segment eine dunkle, bisweilen ziegelrote und schwarz umrandete Zeichnung aufweist. Am hinteren Beinpaar tragen die Schienen jeweils ein Spornpaar. Bezüglich Größe, Grundfärbung und Zeichnung zeigt die Art eine hohe Variabilität. Die Raupen erreichen eine Länge von bis zu 17 Millimetern und besitzen einen gelblichbraunen Kopf. Ihre Grundfärbung ist extrem variabel und reicht von weißlich über gelblichgrün, braun und rot bis hin zu lila. Dorsal tragen sie ein blasses Band mit einer charakteristischen, nach hinten gerichteten dreizack- oder krähenfußähnlichen Zeichnung aus dunklen Rauten oder Dreiecken.1 Über Eier und Puppen liegen in den verfügbaren Quellen keine detaillierten morphologischen Beschreibungen vor.

Porträt

Beschreibung

Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) ist ein nachtaktiver Schmetterling aus der Familie der Spanner, dessen Evolution und Erscheinungsbild eng an wärmebegünstigte Offenland- und Waldhabitate angepasst sind. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre namensgebende, variable rötliche Binde in der Flügelzeichnung auf, die eine Tarnung in blütenreichen Biotopen begünstigt. Während im Feld vor allem die schmalen Vorderflügel mit ihrer charakteristischen Querlinienzeichnung zur Bestimmung dienen, offenbart die mikroskopische Untersuchung spezifische anatomische Strukturen. So besitzt das männliche Genital einen kurzen, fingerförmigen Uncus, der zur ventralen Seite des Tegumens verschoben ist, sowie schmale Valven mit einer gut definierten Costa. Besondere anatomische Anpassungen zeigen sich auch in der Muskulatur des männlichen Apparats, die präzise Differenzierungen zu verwandten Arten aufweist, darunter spezielle Muskelbündel an der Transtilla und am Aedeagus. Die Raupen erreichen eine Länge von bis zu 17 Millimetern und weisen eine extreme Variabilität ihrer Grundfärbung auf, die von weißlich über gelblichgrün und braun bis hin zu rot und lila reicht. Auf dem Rücken tragen diese Larven ein blasses Band mit einer charakteristischen, nach hinten gerichteten dreizack- oder krähenfußähnlichen Zeichnung aus dunklen Rauten oder Dreiecken. Im Verhalten zeigen die Raupen eine hohe Anpassungsfähigkeit, indem sie meist offen an den Blüten ihrer zahlreichen krautigen Nahrungspflanzen fressen, sich bei bestimmten Arten wie dem Roten Fingerhut aber auch vollständig im Blüteninneren einspinnen. Bezüglich des Geschlechtsdimorphismus sterben die Männchen nach einer kurzen, auf etwa ein bis zwei Stunden verkürzten Paarung in der ersten Nachthälfte rasch ab, während die Weibchen in der Folgenacht mit der Eiablage beginnen. Als artspezifische Besonderheit gilt die starke Plastizität der Generationsfolge, die von bivoltinen Populationen in Mitteleuropa bis zu kontinuierlich neuen Generationen in wärmeren südlichen Regionen reicht. Im Vergleich zu nah verwandten Arten der Gattung zeigt Gymnoscelis rufifasciata spezifische Abweichungen in den genitalmorphologischen Merkmalen, wie etwa in der Form des Tegumens und der Labides. Historisch wurde die Art seit ihrer Erstbeschreibung durch Haworth im Jahr 1809 unter zahlreichen Synonymen geführt, was die Variabilität der Falter widerspiegelt. Die Falter überwintern in Mitteleuropa als Puppe im Boden oder geschützten Verstecken. Belastbare quantitative Daten zur genauen Mortalitätsrate in den einzelnen Entwicklungsstadien fehlen bislang in der Literatur. Die vertikale Verbreitung reicht von Meereshöhe bis in alpine Regionen, wobei die Art in den Alpen bis zu 2400 Meter Höhe steigt.

Systematik

Name & Einordnung

Der Rotgebänderte Blütenspanner trägt den wissenschaftlichen Namen Gymnoscelis rufifasciata (Haworth, 1809). Die Erstbeschreibung erfolgte durch den britischen Entomologen Adrian Hardy Haworth im Jahr 1809 unter der Bezeichnung Phalaena rufifasciata. Der Artname leitet sich von den lateinischen Wörtern rufus (rothaarig) und fascia (Binde) ab, was auf die charakteristische rötliche Binde in der Flügelzeichnung verweist. Im Laufe der wissenschaftlichen Erforschung wurde die Art verschiedenen Gattungen zugeordnet und in der Literatur unter zahlreichen Synonymen geführt. Dazu gehören unter anderem Geometra pumilata Hübner, 1813, Eupithecia recictaria Boisduval, 1840, Larentia improbata Lienig & Zeller, 1846, Larentia tempestivata Zeller, 1847, Eupithecia parvularia Herrich-Schäffer, 1848, Eupithecia globulariata Millière, 1861, Eupithecia incertata Millière, 1876 sowie Eupithecia bucovinata Hormuzaki, 1893. Historisch wurde das Taxon zeitweise direkt der Gattung Eupithecia zugerechnet. Neben dem etablierten deutschen Trivialnamen Rotgebänderter Blütenspanner ist die Art im deutschsprachigen Raum vereinzelt auch als Rotbindiger Blütenspanner bekannt. Innerhalb der Familie der Spanner (Geometridae) gehört die Art zur Gattung Gymnoscelis.1 Weitere taxonomische Unterteilungen in Form von aberrations- oder variationsbedingten Formen wie f. tenebrata, f. tempestivaria, f. nigrostriata, f. nigrofasciata oder f. postgenitata Dietze, 1910 besitzen heute keine taxonomische Gültigkeit mehr.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Rotbindige Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) zeichnet sich durch eine komplexe Fortpflanzungsbiologie aus, bei der nach einem ausgedehnten Balzflug eine kurze Paarung in der ersten Nachthälfte stattfindet. Diese Kopula dauert im Gegensatz zu verwandten Arten lediglich ein bis zwei Stunden. Kurz nach der Paarung sterben die Männchen, während die Weibchen in der darauffolgenden Nacht mit der Eiablage beginnen. In Mitteleuropa bringt die Art bivoltine Generationen hervor, die von Mitte April bis Anfang Juni sowie von Ende Juni bis Ende August fliegen. In südlichen Regionen verhält sich die Art polyvoltin und bringt ununterbrochen neue Generationen hervor. Die Raupen der ersten Generation entwickeln sich von Ende April bis Mitte Juni, gefolgt von der zweiten Generation von Anfang Juli bis Anfang Oktober. Unter warmen oder heißen klimatischen Bedingungen läuft die Entwicklung der Präimaginalstadien sehr rasch ab. In diesem Fall benötigen die Raupen lediglich 14 Tage bis zur Verpuppung. Die Dauer der Puppenruhe beläuft sich anschließend auf etwa zehn Tage. In Mitteleuropa überwintert die Art ausschließlich im Stadium der Puppe. Die Raupen erreichen eine maximale Länge von bis zu 17 Millimetern und zeigen eine stark variable Grundfärbung von weißlich über gelblichgrün, braun und rot bis hin zu lila. Auf dem Rücken tragen sie ein blasses Band mit einer Reihe dunkler Rauten oder Dreiecke, die typischerweise an einen nach hinten gerichteten Dreizack oder Krähenfuß erinnern. Ernährungsbiologisch leben die Raupen polyphag an den Blüten und Samen einer Vielzahl krautiger Pflanzen. Während sie sich normalerweise offen an den Nahrungspflanzen aufhalten, wurde bei Digitalis purpurea dokumentiert, dass sich eine Larve vollständig im Inneren der Blüte entwickelt und die Öffnung aktiv mit Spinnfäden verschließt. Die Falter selbst sind nachtaktiv und scheu, fliegen abends Blüten zur Nektarsuche an und nehmen zudem Futter an Früchten und Ködern auf. Belastbare quantitative Daten zu spezifischen Mortalitätsfaktoren, Parasitoiden oder physiologischen Kältetoleranzgrenzen jenseits der Puppendiapause in Mitteleuropa liegen aus der Literatur nicht systematisch vor.1

Lebensweise

Verhalten

Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) zeigt eine nachtaktive Lebensweise und gilt als scheue Art, die abends bei der Nektarsuche an Blüten angetroffen werden kann. Neben Blüten werden von den im Falterstadium befindlichen Tieren auch Früchte und Köder angeflogen. Nach einem längeren Balzflug findet die Paarung statt, welche im Gegensatz zu anderen Blütenspannerarten nur etwa ein bis zwei Stunden in Anspruch nimmt und in der ersten Nachthälfte abläuft. Die männlichen Tiere sterben kurze Zeit nach der Paarung, während die Weibchen in der folgenden Nacht mit der Eiablage beginnen. Die Raupen leben in der Regel polyphag an den Blüten und Samen einer Vielzahl von krautigen Pflanzen. Normalerweise halten sich die Raupen offen an den Blüten der Nahrungspflanzen auf. Im Falle des Roten Fingerhuts (Digitalis purpurea) wurde jedoch beobachtet, dass sich die Raupe vollständig im Inneren der Blüte entwickelt und die Blütenöffnung aktiv mit Spinnfäden verschließt. Zudem leben die Raupen häufig in Gesellschaft mit anderen Spannerarten wie Eupithecia haworthiana, Chloroclystis v-ata und Eupithecia pulchella. Unter warmen oder heißen klimatischen Bedingungen kann die Entwicklung sehr schnell ablaufen, wobei die Raupen nach Angaben für die Entwicklung bis zur Verpuppung 14 Tage benötigen und die Dauer der Puppenruhe etwa zehn Tage beträgt.1

Lebensweise

Ökologie

Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) ist eine wärmeliebende Art, deren Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeerraum liegt und die trockene Standorte mit einer mittleren Lufttemperatur von acht bis neun Grad Celsius sowie Niederschlagsmengen von weniger als 700 Millimetern pro Jahr bevorzugt. Als Habitat werden offene sommergrüne Misch- und Nadelwälder, Waldränder, Hecken, Buschland, Wiesen, Grasland, Moore, Heideland, Dünen, Öd- und Brachland, Gärten, Parks, Kulturland, warme und trockene Hänge, Felsen und Geröllhalden besiedelt. Die vertikale Verbreitung reicht von 0 bis 1.800 Metern im Apennin, während die Art in den Alpen bis zu 2.400 Meter Höhe steigt. Bergmann bezeichnet den Blütenspanner zudem als Leitart von Waldrebengebüschen in Schluchten an warmen Lehnen des Flach- und Hügellandes. Die Raupen ernähren sich polyphag an den Blüten und Samen einer Vielzahl von krautigen Pflanzen. Normalerweise leben die Raupen offen an den Blüten der Nahrungspflanzen, wobei für Digitalis purpurea dokumentiert ist, dass sich die Raupe vollständig im Inneren der Blüte entwickelt und die Blütenöffnung aktiv mit Spinnfäden verschließt. Häufig leben die Raupen in Gesellschaft mit anderen Spannerarten wie Eupithecia haworthiana, Chloroclystis v-ata und Eupithecia pulchella. Unter warmen oder heißen klimatischen Bedingungen kann die Entwicklung sehr schnell ablaufen, wobei die Raupen dann nur 14 Tage bis zur Verpuppung benötigen und die Dauer der Puppenruhe etwa zehn Tage beträgt.1 In Mitteleuropa überwintert die Art als Puppe.12

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) besiedelt als paläarktische Art ein ausgedehntes Verbreitungsgebiet, das von den Kanarischen Inseln und Madeira über den gesamten Mittelmeerraum bis in den Nordwesten Chinas reicht. Den geografischen Verbreitungsschwerpunkt bildet der mediterrane Raum, welcher flächendeckend besiedelt wird. Als wärmeliebende Art bevorzugt Gymnoscelis rufifasciata trockene Standorte mit einer mittleren Jahrestemperatur von acht bis neun Grad Celsius und jährlichen Niederschlagsmengen von weniger als 700 Millimetern. In Mitteleuropa tritt die Art in geeigneten Regionen regelmäßig auf, wobei sie in Österreich in allen Bundesländern vereinzelt und etwas häufiger im Unterland sowie im Osten nachgewiesen ist. Das Artenspektrum besiedelt eine Vielzahl offener und halboffener Habitate, darunter sommergrüne Misch- und Nadelwälder, Waldränder, Hecken, Buschland, Wiesen, Grasland, Moore, Heideland, Dünen sowie Öd- und Brachland. Zudem werden Kulturlandschaften wie Gärten und Parks sowie warme, trockene Hänge, Felsen und Geröllhalden als Lebensräume genutzt. Bergmann charakterisiert Gymnoscelis rufifasciata zudem als Leitart für Waldrebengebüsche in Schluchten an warmen Lehnen des Flach- und Hügellandes. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich im Flachland beginnend ab 0 Metern bis in Höhen von 1.800 Metern im Apennin, während die Art in den Alpen bis in Höhenlagen von 2.400 Metern vordringt. Regionale Nachweise belegen Vorkommen in Höhenstufen zwischen 440 und 700 Metern, wie beispielsweise in Vorarlberg, Liechtenstein und Graubünden.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    19.04.2026

  • Deutschland

    19.04.2026

  • Ilsenburg (Harz), 38871 Ilsenburg (Harz), Deutschland

    18.04.2026

  • Німеччина

    18.04.2026

  • Deutschland

    18.04.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

Community-Analyse

OpenInsect
3
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 14.07.2026
Werde Teil der Community
Lade ein Foto hoch und hilf uns, Arten zu erfassen.

Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Der Rotbindige Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) zeigt im Jahresverlauf eine ausgeprägte bivoltine Aktivitätsdynamik in Mitteleuropa. Die Falter der ersten Generation fliegen von Mitte April bis Anfang Juni, während die zweite Generation von Ende Juni bis Ende August aktiv ist. In südlicheren Regionen verhält sich die Art polyvoltin und bringt kontinuierlich neue Generationen hervor. Parallel dazu entwickeln sich die Raupen der ersten Generation von Ende April bis Mitte Juni sowie die der zweiten Generation von Anfang Juli bis Anfang Oktober. Unter warmen klimatischen Bedingungen läuft die Entwicklung der Raupen innerhalb von 14 Tagen bis zur Verpuppung ab, gefolgt von einer etwa zehntägigen Puppenruhe.1 Die Überwinterung erfolgt in Mitteleuropa im Stadium der Puppe.12 Hinsichtlich der Tagesaktivität sind die Falter nachtaktiv und scheu, wobei sie in der ersten Nachthälfte bei der Paarung angetroffen werden können. Abends fliegen sie zudem zur Nektarsuche Blüten sowie Früchte und Köder an.1 Das öffentliche Suchinteresse spiegelt diese Aktivitätsphasen wider und verzeichnet erhöhte Peaks in den Frühlingsmonaten sowie im August.

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) wird weder als Schädling noch als medizinisch relevante Art eingestuft, da nennenswerte ökonomische Schäden in der Land- oder Forstwirtschaft durch die Art nicht dokumentiert sind. Die Raupen ernähren sich polyphag an den Blüten und Samen verschiedener krautiger Pflanzen, wobei sie vereinzelt offen an den Blüten oder bei bestimmten Pflanzenarten wie dem Roten Fingerhut (Digitalis purpurea) vollständig im Inneren der Blüte leben. Belastbare Daten zu spezifischen Schadschwellen oder wirtschaftlichen Verlusten im Kulturland fehlen in der wissenschaftlichen Literatur vollständig. Bisher sind keine spezifischen Präventions- oder Bekämpfungsmaßnahmen für Gymnoscelis rufifasciata erforderlich, da die Art nicht als Schadorganismus in Erscheinung tritt. Auch bauliche oder hygienische Schutzmaßnahmen sowie chemische Bekämpfungsstrategien existieren für diesen Nachtfalter nicht. Das Vorkommen beschränkt sich auf natürliche und halbnatürliche Habitate wie offene Wälder, Heiden und Gärten, wo die Falter gelegentlich bei der Nektarsuche an Blüten angetroffen werden. Rechtliche Aspekte wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten sind für den Rotgebänderten Blütenspanner nicht relevant. Monitoring-Methoden beschränken sich auf wissenschaftliche Erfassungen mittels Licht- oder Köderfängen im Rahmen faunistischer Untersuchungen. Die Entwicklung der Art verläuft unter warmen Bedingungen rasch, wobei die Raupenstadien und Puppenruhen jeweils nur etwa zwei Wochen beziehungsweise zehn Tage beanspruchen. In Mitteleuropa bildet die Art in der Regel zwei Generationen aus, während in südlichen Regionen kontinuierlich neue Generationen hervorgebracht werden. Die Art überwintert in Mitteleuropa als Puppe im Boden oder in der Streuschicht.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden durch den Rotgebänderten Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) fehlen in der einschlägigen Literatur völlig. Die Art ist polyphag und ernährt sich als Raupe an den Blüten und Samen verschiedener krautiger Pflanzen, tritt jedoch weder in der Forstwirtschaft noch in der Landwirtschaft als bedeutender Schädling in Erscheinung. Wirtschaftliche Aspekte wie Schadensschwellen, Bekämpfungskosten oder Qualitätsminderungen an Kulturpflanzen sind für diese Art nicht dokumentiert.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Rotgeb%C3%A4nderter_Bl%C3%BCtenspanner
  2. gbif.org/species/1992066