- Die Flügelspannweite des Grauen Steinspanners entspricht umgerechnet 1,6–1,8 in.
- Im englischen Sprachraum ist die Art unter den Trivialnamen Scotch annulet oder Scottish annulet bekannt.1
Grauer Steinspanner Gnophos obfuscata
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Geometridae
- Gattung
- Gnophos
Überblick
Einleitung
Der Graue Steinspanner (Gnophos obfuscata) ist ein Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae) und im nördlichen, zentralen sowie südöstlichen Europa, in Schottland, Irland und auf der Iberischen Halbinsel verbreitet. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 41–46 mm und sind durch graubraune, gleichmäßig gefärbte Vorderflügel mit undeutlichen Querlinien gekennzeichnet. Ihre Flugzeit fällt in die Monate Juli und August, während sich die Raupen von verschiedenen Heidekrautgewächsen wie Calluna vulgaris und Saxifraga-Arten ernähren.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Grauer Steinspanner Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Graue Steinspanner (Gnophos obfuscata) ist ein Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae). Die Flügelspannweite der imaginalen Falter beträgt 41–46 mm. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist gleichmäßig grau, wobei ein dunkler Fleck sowie zwei meist undeutliche, dunkle Querlinien ausgeprägt sind. Diese Querlinien begrenzen ein trapezförmiges Mittelfeld, welches gelegentlich etwas dunkler als die übrige Flügelfläche erscheint. Entlang des Außenrandes kann zudem eine schwache, helle Querbinde angedeutet sein.1 Weitere morphologische Details zu Kopf, Thorax, Abdomen und Beinen sind in der Literatur derzeit nicht detailliert beschrieben. Belastbare Daten zum Sexualdimorphismus oder zu spezifischen Merkmalen von Puppen und Eiern fehlen in den vorliegenden Quellen gänzlich. Die Raupe zeigt eine glatte, graulich-braune Körperoberfläche. Am hintersten Körpersegment trägt die Larve zwei kleine Warzen auf dem Rücken. Eine systematische Abgrenzung zu verwechselbaren Arten ist auf Basis der aktuellen Datenlage nicht dokumentiert.1
Porträt
Beschreibung
Gnophos obfuscata, im Deutschen als Grauer Steinspanner oder unter dem englischen Namen Scotch annulet bekannt, gehört zur Familie der Spanner (Geometridae). Die Erstbeschreibung der Art erfolgte im Jahr 1775 durch Michael Denis und Ignaz Schiffermüller. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Nord-, Mittel- und Südosteuropa sowie lokal auf Schottland, Irland und die Iberische Halbinsel. Innerhalb der Art werden verschiedene Unterarten wie Gnophos obfuscata obfuscata, Gnophos obfuscata androgynus (beschrieben von Reisser 1936), Gnophos obfuscata marsicaria (Dannehl 1933) und Gnophos obfuscata nivea (Schawerda 1913) unterschieden. Im natürlichen Lebensraum zeigt die Art eine an steinige und heideartige Biotope angepasste Kryptie. Die Flügelspannweite der Imago beträgt 41–46 mm. Auf den Vorderflügeln befindet sich ein dunkler Punkt sowie zwei oft undeutliche, dunkle Querlinien, die ein trapezförmiges Mittelfeld eingrenzen. Dieses Mittelfeld kann sich bisweilen leicht vom übrigen, ansonsten recht gleichmäßig gefärbten Flügel abheben. Optional tritt entlang des Außenrandes eine angedeutete weiße Querbinde auf. Die Flugzeit der adulten Falter beschränkt sich im Jahresverlauf auf die Monate Juli und August. Bezüglich der Anatomie und Morphologie der Raupen zeigt sich eine glatte, graulich-braune Körperoberfläche. Am hintersten Segment des Abdomens weist die Larve artspezifisch zwei kleine Warzen auf dem Rücken auf. Diese Raupen ernähren sich polyphag von verschiedenen niederen Pflanzen in Heidegebieten, darunter insbesondere Calluna vulgaris sowie Saxifraga-Arten. Belastbare morphologische Detaildaten zur Unterscheidung unter dem Mikroskop oder spezifische anatomische Funktionsanalysen jenseits der genannten Grundmerkmale fehlen in der aktuellen Datenlage. Auch zu geschlechtsspezifischen Dimorphismen im Lebensverlauf liegen außerhalb der taxonomischen Unterartdifferenzierung keine weiterführenden systematischen Belege vor.1
Systematik
Name & Einordnung
Der Graue Steinspanner (Gnophos obfuscata) gehört zur Familie der Spanner (Geometridae). Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Art erfolgte im Jahr 1775 durch Michael Denis und Ignaz Schiffermüller. Im Laufe der Taxonomie wurden verschiedene Unterarten beschrieben, zu denen Gnophos obfuscata obfuscata, Gnophos obfuscata androgynus (beschrieben von Reisser im Jahr 1936), Gnophos obfuscata marsicaria (beschrieben von Dannehl im Jahr 1933) sowie Gnophos obfuscata nivea (beschrieben von Schawerda im Jahr 1913) gehören. Im deutschen Sprachraum ist die Art als Grauer Steinspanner bekannt. Im englischen Sprachraum wird sie gebräuchlich als "Scotch annulet" oder "Scottish annulet" bezeichnet. Belastbare Belege zur Etymologie des Gattungs- und Artnamens sowie zu weiteren historischen Synonymen oder früheren Gattungszuordnungen fehlen in der aktuellen Datenlage.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Graue Steinspanner (Gnophos obfuscata) durchläuft als Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae) einen kompletten Entwicklungszyklus, dessen Details in der wissenschaftlichen Literatur teilweise Lücken aufweisen. Die Flugzeit der Imago beschränkt sich auf die Sommermonate Juli und August. Zu Fortpflanzungsverhalten, Paarungsbiologie und spezifischer Eiablage fehlen im aktuellen Datenbestand belastbare quantitative Studien. Die Raupen sind graubraun gefärbt, weisen eine glatte Körperoberfläche auf und besitzen zwei kleine Warzen am Rücken des hintersten Körpersegments. Bezüglich der Anzahl der Larvalstadien, der exakten Dauer der Metamorphose sowie temperaturabhängiger Entwicklungsraten existieren gegenwärtig keine publizierten Messwerte. Die Larven ernähren sich polyphag von verschiedenen Pflanzen, die typischerweise in Heidelandschaften vorkommen, darunter Besenheide (Calluna vulgaris) sowie Steinbrech-Arten (Saxifraga). Über physiologische Besonderheiten wie Diapause, Kältetoleranzen oder spezifische Mortalitätsfaktoren liegen in der aktuellen Literaturbasis keine gesicherten Befunde vor.1
Lebensweise
Verhalten
Belastbare Daten zum spezifischen Verhalten von Gnophos obfuscata fehlen in den vorliegenden Quellen weitgehend. Bekannt ist lediglich der Flugzeitraum der imaginalen Stadien, der sich auf die Monate Juli und August erstreckt. Hinsichtlich der Trophik zeigen die Larven ein spezialisiertes Ernährungsverhalten und nutzen verschiedene in Heidelandschaften vorkommende Pflanzen wie Calluna vulgaris sowie Saxifraga-Arten als Nahrungsquelle.1 Weiterführende Verhaltensweisen wie Fortbewegung, Orientierung, Abwehrreaktionen oder intraspezifische Kommunikation sind in der aktuellen Datenlage nicht dokumentiert.
Lebensweise
Ökologie
Der Graue Steinspanner (Gnophos obfuscata) besetzt als phytophage Art eine spezifische ökologische Nische in offenen und gehölzarmen Habitaten Europas. Die Habitatpräferenzen der Art sind eng mit Heidegebieten verknüpft, in denen die Larven auf substratspezifische Vegetation angewiesen sind. Als Nahrungspflanzen der Raupen dienen verschiedene in Heidelandschaften vorkommende Pflanzenarten, darunter insbesondere Calluna vulgaris sowie diverse Saxifraga-Arten. Durch diese spezialisierte Ernährungsweise sind die Larven unmittelbar an das Vorkommen dieser Zwergsträucher und Polsterpflanzen gebunden. Über weitere trophische Ebenen wie spezifische Parasitoide, Feinde oder Konkurrenzbeziehungen liegen in der aktuellen Datenlage keine belastbaren Informationen vor.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Der Graue Steinspanner (Gnophos obfuscata) besiedelt ein natürliches Verbreitungsgebiet, das sich über weite Teile Europas erstreckt. Die Art ist in Nord-, Zentral- und Südosteuropa heimisch. Darüber hinaus umfasst das Areal spezifische Vorkommen in Schottland, Irland sowie auf der Iberischen Halbinsel.1 Innerhalb dieser Regionen zeigt die Art eine Prävalenz in kühlgemäßigten bis mediterranen Zonen. Belastbare historische Daten zur Einschleppung oder künstlichen Ausbreitung außerhalb dieses natürlichen Areals fehlen. Im Rahmen der taxonomischen Differenzierung werden verschiedene Unterarten wie Gnophos obfuscata obfuscata, Gnophos obfuscata androgynus, Gnophos obfuscata marsicaria und Gnophos obfuscata nivea unterschieden. Das typische Habitat der Art umfasst primär offene Heidegebiete. In diesen Landschaften sind die Larven an spezifische Wirtspflanzen gebunden, zu denen insbesondere Calluna vulgaris sowie verschiedene Arten der Gattung Saxifraga zählen. Ergänzende aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen das Vorkommen in naturnahen Offenlandbiotopen, während spezifische Daten zur Vertikalverbreitung in Höhenstufen oder zum Vorkommen in urbanen Siedlungsbereichen bisher nicht systematisch dokumentiert sind.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Gnophos obfuscata zeigt einen klar eingegrenzten Aktivitätszeitraum im Jahresverlauf. Die imaginale Flugzeit beschränkt sich auf die Sommermonate Juli und August, in denen die adulten Falter anzutreffen sind. Belastbare Daten zu früheren Entwicklungsstadien, Generationsfolgen oder dem genauen Überwinterungsverhalten fehlen in der wissenschaftlichen Literatur weitgehend. Larven ernähren sich von verschiedenen Heidekrautgewächsen und Steinbrecharten, wobei spezifische Phasen der larvalen Aktivität nicht detailliert belegt sind. Auch tageszeitliche Aktivitätsmuster oder thermische Abhängigkeiten der Flugaktivität sind bisher nicht systematisch untersucht worden. Ergänzende Analysen zum öffentlichen Informationsinteresse verzeichnen in den aggregierten Daten wiederkehrende Peaks im September, während in den Wintermonaten wie Januar und Februar keine Aktivitäten messbar sind.1
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Graue Steinspanner (Gnophos obfuscata) wird in der land- und forstwirtschaftlichen Literatur nicht als relevanter Schädling geführt. Wirtschaftliche Schäden an Nutzpflanzen sind durch die Art bisher nicht dokumentiert. Die Larven ernähren sich zwar von verschiedenen Pflanzen in Heidegebieten wie Calluna vulgaris und Saxifraga-Arten, bleiben jedoch in ihren Populationen unauffällig. Ein spezifisches Schadbild oder eine Gefährdung von Ökosystemen ist für die Art nicht bekannt. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergien oder die Übertragung von Krankheitserregern existieren durch Gnophos obfuscata ebenfalls nicht. Befallsanzeichen, spezifische Früherkennungsmethoden oder Monitoringsysteme wurden für diesen Schmetterling bisher nicht entwickelt. Da keine wirtschaftlichen Schäden ausgehen, sind weder bauliche noch hygienische Präventionsmaßnahmen erforderlich. Auch biologische, physikalische oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind für Gnophos obfuscata weder standardisiert noch in der Praxis relevant. Konzepte der integrierten Schädlingsbekämpfung müssen für diese Art nicht angewendet werden. Rechtliche Aspekte wie Quarantäenvorschriften oder Meldepflichten bestehen für den Grauen Steinspanner nicht. Belastbare Daten zu artspezifischen Regulierungsmaßnahmen fehlen aufgrund der fehlenden ökonomischen Bedeutung gänzlich.
Nachweise