Lexikon-Eintrag

Ampfer-Blattkäfer Gastrophysa viridula

Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Käfer (Coleoptera)
Familie
Chrysomelidae
Gattung
Gastrophysa

Überblick

Einleitung

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula), auch als Grüner Sauerampferkäfer bekannt, ist ein phytophager Vertreter der Blattkäfer (Chrysomelidae). Die Art besiedelt weite Teile Mitteleuropas und ist primär an Ampferarten (Rumex) zu finden. Bei massenhaftem Auftreten können sowohl die Käfer als auch ihre Larven durch Schabe- und Lochfraß beträchtlichen Schaden an den Wirtspflanzen anrichten.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Weibliche Ampfer-Blattkäfer werden deutlich größer als die Männchen.
  • Die Eiablage erfolgt in Gelegen von etwa 30 bis 40 Stück an der Blattunterseite der Futterpflanzen.
  • Die ovalen, gelblichen Eier bringen nach einigen Tagen gräuliche bis dunkelgraue Larven hervor, deren segmentierter Körper auffallend pockig ist.
  • Die Larven durchlaufen insgesamt drei Larvenstadien, bevor sie sich zur Verpuppung wenige Zentimeter tief in den Boden eingraben.
  • Nach einer Puppenruhe von ein bis zwei Wochen schlüpfen die fertigen Käfer im Erdreich.
  • Der Flugradius der geschlüpften Imagines ist stark eingeschränkt und beträgt meist weniger als zehn Meter.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula) erreicht eine Körperlänge von 4 bis 7 mm und besitzt einen sehr glatten Körper. Die Grundfärbung der Deckflügel und des übrigen Körpers schimmert metallisch und variiert je nach Lichteinfall von grün, blau und rot bis hin zu purpur und violett. Kopf, Halsschild und Abdomen grenzen sich äußerlich deutlich voneinander ab. Die Augen des Käfers befinden sich vorn seitlich am Kopf. Seine Fühler sind mittellang ausgebildet und weisen eine leicht gesägte Form auf. Der Thorax trägt ein kräftig gebautes, meist grünlich schallerndes Beinpaar. Hinsichtlich des Sexualdimorphismus werden die Weibchen deutlich größer als Männchen. Zudem ist das Abdomen der Weibchen während der Paarungszeit sowie vor der Eiablage stark vergrößert und leicht physogastrisch aufgedunsen. Die ovalen Eier besitzen eine gelbliche Färbung und werden in Gelegen von etwa 30 bis 40 Stück an der Blattunterseite der Futterpflanzen abgelegt. Nach einigen Tagen schlüpfen daraus gräuliche bis dunkelgraue Larven mit einem auffallend pockigen, segmentierten Körper. Diese erzeugen durch ihren Fraß einen massiven Schabefraß, der durch anschließenden Lochfraß bis zum Skelettieren der Blätter führen kann.1 Belastbare morphologische Beschreibungen zu Puppenstadien oder spezifischen Abgrenzungsmerkmalen gegenüber anderen Arten fehlen in der aktuellen Datenlage.

Porträt

Beschreibung

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula), taxonomisch eingeordnet in die Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae), repräsentiert eine phytophage Käferart mit weitesgehend mitteleuropäischer Verbreitung. Die Art zeichnet sich durch einen glatten, metallisch schimmernden Körper aus, dessen Farbspektrum je nach Lichteinfall von grün und blau bis hin zu rot, purpur und violett variiert. Im natürlichen Lebensraum an Waldrändern, in Heidelandschaften und Gärten fällt der Käfer durch seine deutliche Dreiteilung in Kopf, Halsschild und Abdomen auf. Die vorn seitlich am Kopf positionierten Augen sowie die mittellangen, leicht gesägten Fühler stellen charakteristische makroskopische Erkennungsmerkmale dar. Die kräftig gebauten Beine schillern überwiegend in grünlichen Tönen. Hinsichtlich der Geschlechterdimorphismen werden Weibchen deutlich größer als Männchen. Zudem ist das Abdomen der Weibchen während der Paarungszeit und vor der Eiablage stark vergrößert und zeigt eine leicht physogastrische Ausprägung. Das natürliche Spektrum der Wirtspflanzen umfasst Vertreter aus zehn Familien, darunter Knöterichgewächse, Kreuzblütengewächse, Veilchengewächse und Raublattgewächse. Dennoch ist eine vollständige Larvenentwicklung nicht auf allen besiedelten Wirtspflanzen möglich. Sowohl Käfer als auch Larven erzeugen durch ihren Fraß einen charakteristischen Schabe- und Lochfraß, der bis zum Skelettieren der Blätter führen kann. Die Eiablage erfolgt in Gelegen von etwa 30 bis 40 ovalen, gelblichen Eiern an den Blattunterseiten der Futterpflanzen. Daraus schlüpfen gräuliche bis dunkelgraue Larven mit einem auffallend pockigen, segmentierten Körper. Die Art durchläuft drei Larvenstadien, an deren Ende sich die Larven wenige Zentimeter tief in den Boden zur Verpuppung eingraben. Nach einer Dauer von ein bis zwei Wochen schlüpfen schließlich die imaginalen Käfer. Der Aktionsradius der frisch geschlüpften Tiere ist stark eingeschränkt und beträgt meist weniger als zehn Meter. Im Jahresverlauf bringt die Art in der Regel drei Generationen hervor, wobei sich die Paarungszeit vom Frühjahr bis in den Herbst erstreckt und die dritte Generation als im Boden überwinternder Käfer verbleibt. Die Forschungen zur Systematik unterteilen die Art in die Nominatform Gastrophysa viridula viridula sowie die alpine Unterart Gastrophysa viridula pennina, welche in Italien, der Schweiz und Tirol nachgewiesen ist.1

Systematik

Name & Einordnung

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula), im deutschen Sprachraum auch als Grüne Sauerampferkäfer bekannt, wurde im Jahr 1775 durch den schwedischen Naturforscher Carl De Geer wissenschaftlich erstbeschrieben. Die Art gehört innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera) zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Ein historisch relevantes Synonym für die Art lautet Gastroidea viridula (De Geer, 1775). Innerhalb der Art werden neben der Nominatform Gastrophysa viridula viridula (De Geer, 1775) noch Unterarten wie Gastrophysa viridula pennina (Weise, 1882) unterschieden, die in Regionen wie Italien, der Schweiz und Tirol verbreitet sind.1 Im englischsprachigen Raum ist die Art unter Trivialnamen wie dem green dock beetle bekannt. Weitere detaillierte etymologische Herleitungen der Gattungs- und Artnamen sind in der Primärliteratur nicht systematisch belegt.

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula) zeichnet sich durch eine komplexe phytophage Lebensweise mit mehreren Generationen pro Jahr aus. Die Paarungszeit und Fortpflanzungsphase erstreckt sich über das gesamte Frühjahr bis in den Herbst hinein. Nach erfolgreicher Befruchtung legt das Weibchen, dessen Abdomen zu diesem Zeitpunkt physogastrisch aufgedunsen sein kann, einige hundert Eier ab. Diese gelblichen, ovalen Eier werden in Gelegen zu etwa 30 bis 40 Stück an der Blattunterseite der Futterpflanzen platziert. Nach wenigen Tagen schlüpfen die gräulichen bis dunkelgrauen, pockig segmentierten Larven. Die Larvenentwicklung umfasst insgesamt drei Stadien, die sich wie die adulten Käfer durch herbivore Ernährungsweise auszeichnen. Sowohl Larven als auch Adulte erzeugen einen massiven Schabefraß, der bei starkem Befall zu Lochfraß und einer vollständigen Skelettierung der Blätter führt. Die Wirtsspezifität umfasst primär Ampferarten (Rumex), wobei Pflanzen aus insgesamt 10 Familien als Wirtsarten beschrieben sind; eine vollständige Larvenentwicklung ist jedoch nicht auf allen Wirtspflanzen möglich. Nach Durchlaufen der drei Larvenstadien graben sich die Larven zur Verpuppung wenige Zentimeter tief in den Boden ein. Nach einer Puppenruhe von ein bis zwei Wochen schlüpfen die fertigen Käfer, deren aktiver Flugradius meist weniger als zehn Meter beträgt. Im Jahresverlauf kommt es in der Regel zu drei Generationen, wobei die Adulten der dritten Generation als Überwinterungsstadium fungieren. Die Käfer sind von April bis Oktober aktiv in der Natur anzutreffen. Belastbare physiologische Detaildaten zu exakten Temperatur-Optima, spezifischen Mortalitätsfaktoren oder natürlichen Feinden fehlen in der aktuellen Datenlage.1

Lebensweise

Verhalten

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula) zeigt ein eng an seine Wirtspflanzen gebundenes Verhaltensspektrum, das von spezifischen Fraßmustern bis hin zu kurzen Fortbewegungsdistanzen reicht. Sowohl die im Frühjahr bis Herbst aktiven Imagines als auch ihre Larven ernähren sich phytophag und verursachen durch massiven Schabefraß charakteristische Perforationen an den Blättern, die bei starkem Befall bis zum vollständigen Skelettierfraß führen können. Neben dem namensgebenden Sauerampfer werden Wirtspflanzen aus insgesamt zehn Pflanzenfamilien genutzt, wobei eine vollständige Larvenentwicklung nicht auf allen Wirtsspezies erfolgreich verläuft. Die Aktivitätsphase der Art erstreckt sich von April bis Oktober, wobei im Jahresverlauf meist drei Generationen ausgebildet werden. Nach erfolgreicher Paarung legen die Weibchen, deren Abdomen vor der Eiablage physogastrisch aufgedunsen sein kann, gelbliche und ovale Eier in Gelegen von etwa 30 bis 40 Stück an den Blattunterseiten ab. Aus diesen schlüpfen nach wenigen Tagen die gräulichen bis dunkelgrauen Larven, die nach dem Durchlaufen von drei Larvenstadien ein grabendes Verhalten zeigen. Zur Verpuppung verlassen die Larven die Pflanze und graben sich wenige Zentimeter tief in den Boden ein, wo nach ein bis zwei Wochen die Metamorphose zum fertigen Käfer stattfindet. Die Mobilität der adulten Tiere ist räumlich stark begrenzt, da der Flugradius meist weniger als zehn Meter beträgt.1 Die Überwinterung erfolgt bei dieser multivoltinen Art regelhaft im Stadium des adulten Käfers.12

Lebensweise

Ökologie

Gastrophysa viridula besetzt als phytophager Herbivor eine spezialisierte ökologische Nische an Ampferpflanzen und verwandten Arten. Die Art besiedelt bevorzugt Offenlandbiotope wie Wiesen und landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Waldränder und Gärten. Sowohl die imaginalen Käfer als auch ihre Larven ernähren sich phytophag und sind auf bestimmte Wirtspflanzen angewiesen. Der Fraß erfolgt primär an Pflanzen der Gattung Rumex, wobei Wirtspflanzen aus insgesamt zehn Pflanzenfamilien wie Polygonaceae, Brassicaceae, Violaceae oder Boraginaceae beschrieben sind. Eine vollständige Larvenentwicklung ist jedoch nicht auf allen dokumentierten Wirtspflanzen erfolgreich möglich. Bei massenhaftem Auftreten verursachen die Tiere durch massiven Schabefraß und anschließenden Lochfraß beträchtliche Schäden an den Blättern, was bis zum Skelettierfraß führen kann. Der Flugradius der Individuen ist mit meist weniger als zehn Metern sehr gering, wodurch Ausbreitung und Populationsdynamik stark an das lokale Vorkommen der Futterpflanzen gebunden sind.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula) ist in weiten Teilen Mitteleuropas heimisch und besiedelt darüber hinaus Regionen, die sich im Osten bis in den Kaukasus sowie stellenweise bis ins westliche Sibirien erstrecken. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst zudem spezifische Unterarten wie Gastrophysa viridula pennina, die in Italien, der Schweiz und Tirol nachgewiesen ist.1 Die Art zeigt eine weite geographische Amplitude, wobei paläarktische Vorkommen dominieren. Beobachtungsdaten belegen ein flächendeckendes Vorkommen in Kulturlandschaften und Offenbiotopen. Typische Habitate des Käfers umfassen Heidelandschaften, Waldränder sowie größere Gärten. Darüber hinaus wird die Art regelmäßig in landwirtschaftlich genutzten Flächen und auf Grünländern angetroffen. Das Vorkommen ist primär an das Vorhandensein von Wirtspflanzen der Gattung Ampfer (Rumex) gekoppelt. Neben dem namensgebenden Sauerampfer werden auch andere Knöterichgewächse und diverse alternative Wirtspflanzen besiedelt.1 In Siedlungsbereichen tritt die Art vor allem in Gärten und strukturreichen Grünanlagen auf, sofern dort entsprechende Futterpflanzen wachsen. Belastbare quantitative Daten zur vertikalen Verbreitung in verschiedenen Höhenstufen fehlen in der aktuellen Literatur weitgehend. Der Aktionsradius der Tiere ist standortgebunden, da der Flugradius meist weniger als zehn Meter beträgt.1 Daher erfolgt die Ausbreitung primär über lokale Populationen in geeigneten Habitaten. Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen das Fehlen in extremen Habitaten wie Salzmarschen oder reinen Waldforsten, während Offenland- und Agrarbiotope bevorzugt werden.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Leydeck, 65366 Geisenheim, Deutschland

    12.05.2026

  • Tegernsee, Bayern, Deutschland

    10.05.2026

  • Fredersdorf-Vogelsdorf, Brandenburg, Deutschland

    10.05.2026

  • Tyskland

    10.05.2026

  • Scheftheimer Wiesen bei Darmstadt, Darmstadt, Hesse, Deutschland

    10.05.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

Community-Analyse

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5
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Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 17.08.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula) zeigt eine ausgeprägte saisonale Aktivität, die sich über den gesamten Frühling und Sommer erstreckt. Im Jahresverlauf können die adulten Käfer von April bis Oktober angetroffen werden. Die Fortpflanzungsperiode und Aktivität der Tiere erstreckt sich kontinuierlich vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Innerhalb dieses Zeitraums bildet die Art in Mitteleuropa in der Regel drei Generationen pro Jahr aus. Nach erfolgreicher Entwicklung und den Sommergenerationen erfolgt die Überwinterung ausschließlich im Stadium des adulten Käfers durch die dritte Generation. Das öffentliche und wissenschaftliche Beobachtungsinteresse konzentriert sich dabei stark auf die Hauptaktivitätsphase im April, was sich in entsprechenden monatlichen Häufungen widerspiegelt. Belastbare physiologische Messwerte zur exakten Temperaturabhängigkeit der Flug- oder Laufaktivität liegen aus der Literatur ansonsten nicht vor. Der Flugradius der geschlüpften Imagines ist mit meist weniger als zehn Metern sehr gering. Nach der Eiablage an den Blattunterseiten der Wirtspflanzen schlüpfen die Larven nach wenigen Tagen. Nach dem Durchlaufen von drei Larvenstadien graben sich diese zur Verpuppung wenige Zentimeter tief in den Boden ein, wo nach ein bis zwei Wochen die neuen Käfer schlüpfen.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Grüne Sauerampferkäfer (Gastrophysa viridula) ist als pflanzenfressender Insektenschädling einzustufen, der vor allem an Ampferarten (Rumex) auftritt. Bei massenhaftem Auftreten verursacht die Art beträchtlichen Schaden an den Wirtspflanzen. Sowohl die im Frühjahr bis Herbst aktiven Käfer als auch ihre Larven erzeugen zunächst massiven Schabefraß, der in einen Lochfraß übergeht. Dieser Frass führt zu einer starken Perforation der Blätter bis hin zum vollständigen Skelettierfraß, wodurch die betroffenen Pflanzen massiv geschädigt werden. Neben dem namensgebenden Sauerampfer umfasst das Spektrum der Wirtspflanzen Vertreter aus insgesamt 10 Pflanzenfamilien, darunter Knöterichgewächse, Kreuzblütengewächse, Veilchengewächse und Raublattgewächse. Dennoch ist eine vollständige Larvenentwicklung nicht auf allen diesen alternativen Wirtspflanzen möglich. Als Früherkennung dient das gezielte Absuchen der Blätter von Ampferpflanzen auf Befallsanzeichen. Typische Indikatoren für eine beginnende Aktivität sind die gelblichen, ovalen Eier, die in Gelegen von 30 bis 40 Stück an den Blattunterseiten abgelegt werden. Auch die gräulichen bis dunkelgrauen, pockigen Larven in ihren drei Entwicklungsstadien weisen auf einen akuten Befall hin. Der Flugradius der adulten Käfer ist mit meist weniger als zehn Metern sehr gering, weshalb Ausbreitungen lokal begrenzt ablaufen. Spezifische bauliche oder hygienische Präventionsmaßnahmen sowie standardisierte Monitoring-Fallen sind für diese Art in der fachlichen Literatur nicht dokumentiert. Auch zu biologischen, physikalischen oder chemischen Bekämpfungsmaßnahmen sowie zu integrierten Konzepten liegen in den verfügbaren Daten keine belastbaren Angaben vor. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergien oder Vektoreigenschaften sind für Gastrophysa viridula nicht bekannt. Ebenso existieren keine rechtlichen Aspekte bezüglich Quarantäne oder Meldepflicht.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Ampfer-Blattkäfer (Gastrophysa viridula) kann bei massenhaftem Auftreten beträchtlichen Schaden an Ampferpflanzen (Rumex) anrichten. Käfer und Larven verursachen durch ihre Ernährungsweise einen intensiven Schabe- und Lochfraß, der die Blätter bis zum Skelettierfraß perforieren kann. Neben dem namensgebenden Sauerampfer werden auch Wirtspflanzen aus insgesamt zehn verschiedenen Pflanzenfamilien, darunter Knöterichgewächse und Kreuzblütengewächse, befallen. Da eine vollständige Larvenentwicklung jedoch nicht auf allen Wirtspflanzen möglich ist, konzentriert sich die wirtschaftliche beziehungsweise ökologische Relevanz primär auf Bestände von Rumex-Arten.1 Eine Bezifferung konkreter wirtschaftlicher Schäden, Bekämpfungskosten oder Totalverluste liegt in der aktuellen Datenlage für land- oder fortwirtschaftliche Kulturen nicht vor. In bestimmten Kontexten kann der Fraß an als Unkraut geltenden Ampfer-Arten theoretisch auch als nützlich betrachtet werden, allerdings ist eine solche regulatorische Wirkung wissenschaftlich nicht quantifiziert. Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Ausfällen oder spezifischen Bekämpfungsmaßnahmen fehlen für diese Art weitgehend.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Sauerampferk%C3%A4fer
  2. gbif.org/species/4460724