- Die Raupen erreichen eine Körperlänge von 40 bis 50 mm.
- Auf der Oberseite des Thorax zeigen sich Bereiche, die metallisch blau schillern.
- Der Puppenkokon wird aus zernagtem Holz gefertigt, weist eine sehr feste Struktur auf und befindet sich an der Basis der Futterpflanzen oder in Rindenrissen.1
Mittlerer Gabelschwanz Furcula furcula
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Notodontidae
- Gattung
- Furcula
Überblick
Einleitung
Der Mittlere Gabelschwanz (Furcula furcula), alternativ als Buchen-Gabelschwanz oder Weiden-Gabelschwanz bezeichnet, ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae). Die Art ist in Europa und Kleinasien beheimatet und besiedelt dort verschiedene Lebensräume wie Mischwälder und Moore. Ähnliche Arten innerhalb der Gattung sind der Birken-Gabelschwanz (Furcula bicuspis) sowie der Kleine Gabelschwanz (Furcula bifida).1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Mittlere Gabelschwanz (Furcula furcula) ist ein nocturnal lebender Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner, dessen Falter eine Flügelspannweite von 27 bis 35 mm erreichen. Die Vorderflügel besitzen eine hellgraue Grundfarbe und zeigen in der Mitte eine dominante, breite dunkelgraue Binde, welche beiderseits schwarz und orange gerandet ist. Diese Binde läuft nach vorne deutlich kräftiger aus und verjüngt sich zum hinteren Rand schräg gewellt zur Körpermitte hin. Nach hinten schließen sich an diese Binde mehrere gezackte dunkle sowie eine dünne orangefarbene Binde an, wodurch zwischen ihnen und dem Hinterrand der grauen Binde ein hellgraues Dreieck mit einem zentralen schwarzen Fleck entsteht. Am Flügelvorderrand hinter den gezackten Binden befindet sich auf beiden Seiten ein dunkelgraues Feld, während entlang des Flügelaußenrandes runde schwarze Flecken verlaufen. Weitere Flecken sind in der Nähe des Flügelansatzes ausgebildet. Der Thorax zeigt vorne eine weiße Färbung, während die Oberseite schwarz und orange gemustert ist. Diese schwarzen Bereiche sowie der vordere Rand der grauen Binde weisen einen metallisch blauen Schillereffekt auf. Der restliche Thorax und die schwarzen Beine sind stark, dicht und hellgrau behaart. Die Raupen erreichen eine Länge von 40 bis 50 mm und sind hellgrün gefärbt. Sie tragen eine braune, gelb umrandete Rückenzeichnung, die in der Körpermitte dreieckig zur Körperseite verläuft. Am Kopf und am spitz sowie lang auslaufenden Hinterleibsende befindet sich jeweils ein brauner Fleck auf dem Rücken, wobei der vordere Fleck meist mit dem großen Fleck in der Körpermitte verbunden ist. Die Art grenzt sich von den ähnlichen Arten Furcula bicuspis und Furcula bifida ab. Belastbare morphologische Daten zu Eiern, Puppen abseits des Rindenkokons oder einem sexuellen Dimorphismus der Imago liegen aus der vorliegenden Datenlage nicht vor.1
Porträt
Beschreibung
Furcula furcula ist ein nachtaktiver Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner, der durch seine charakteristische Flügelzeichnung und eine auffällige Raupenmorphologie definiert wird. Im natürlichen Lebensraum verschmilzt die hellgraue Grundfarbe der Falter mit einer Flügelspannweite von 27 bis 35 Millimetern optisch mit Baumrinde. Eine dominante, breite dunkelgraue Binde prägt das Erscheinungsbild der Vorderflügel in der Aufsicht, welche beiderseits schwarz und orange gerandet ist. Der hintere Rand dieser Binde verläuft schräg gewellt, wodurch sie zur Körpermitte hin spitz zuläuft. Daran schliessen nach hinten mehrere gezackte dunkle sowie eine orange dünne Binde an, die entgegengesetzt schräg verlaufen und ein hellgraues Dreieck mit einem zentralen schwarzen Fleck bilden. Am Flügelvorderrand hinter diesen Binden befindet sich beidseitig ein dunkelgraues Feld, während der Flügelaußenrand von runden schwarzen Flecken gesäumt wird. Weitere Flecken sind in der Nähe des Flügelansatzes ausgebildet. Der Thorax zeigt eine weiße Vorderseite sowie eine schwarz-orange Musterung auf der Oberseite, wobei diese Bereiche gemeinsam mit dem Vorderrand der grauen Binde metallisch blau schillern. Ergänzend dazu ist der restliche Thorax gemeinsam mit den schwarzen Beinen dicht und stark hellgrau behaart. Die Raupen erreichen eine Länge von 40 bis 50 Millimetern und zeichnen sich durch eine hellgrüne Grundfärbung sowie eine braune, gelb umrandete Rückenzeichnung aus, die in der Körpermitte dreieckig zur Seite verläuft. Am Kopf und am lang und spitz auslaufenden Hinterleibsende befindet sich jeweils ein brauner Fleck auf dem Rücken, wobei der vordere meist mit dem großen Mittelpunkt des Körpers verschmilzt. Als polyphage Herbivoren ernähren sich die Larven von verschiedenen Gehölzen wie der Espe (Populus tremula), Sal-Weide (Salix caprea), Ohr-Weide (Salix aurita), Rotbuche (Fagus sylvatica) und Birken (Betula spec.). Die Eiablage erfolgt durch die Weibchen in Gruppen von zwei bis drei Eiern auf den Blattoberseiten der Futterpflanzen. Die Entwicklung umfasst meist eine, unter günstigen Bedingungen bis zu zwei Generationen, deren Falter von Mitte Mai bis Ende Juni fliegen. Im Anschluss durchlaufen die Raupen von Juli bis September ihre Entwicklung, bevor die Art als Puppe überwintert. Die Überwinterung findet in extrem festen, aus zernagtem Holz gefertigten Rindenkokons an der Basis der Futterpflanzen oder in Rindenrissen statt. In ihrem europäischen und kleinasiatischen Verbreitungsgebiet besiedelt die Art bevorzugt Lebensräume wie Wälder und feuchte Biotope, während sie im Mittelmeerraum weitgehend fehlt. Nahe verwandte Arten innerhalb der Gattung sind der Birken-Gabelschwanz (Furcula bicuspis) sowie der Kleine Gabelschwanz (Furcula bifida). Belastbare morphologische Daten zur Unterscheidung der Geschlechter über den gesamten Lebenszyklus jenseits der genitalanatomischen Merkmale liegen in der Literatur nicht detailliert vor.1
Systematik
Name & Einordnung
Der wissenschaftliche Name Furcula furcula bezeichnet eine Art aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae) innerhalb der Schmetterlinge. Im deutschen Sprachraum ist die Art geläufig als Buchen-Gabelschwanz oder Weiden-Gabelschwanz bekannt.1 Weitere im deutschsprachigen Raum geführte Trivialnamen spiegeln die Bindung an bestimmte Habitatstrukturen oder Futterpflanzen wider. Auf internationaler Ebene existieren ebenfalls etablierte Bezeichnungen in verschiedenen europäischen Sprachen, die jedoch in der vorliegenden Datenbasis nicht detailliert differenziert sind. Die systematische Zuordnung verortet die Gattung Furcula innerhalb der Insektenordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera).1 Historische Erstbeschreibungen sowie genaue Daten zu Synonymen, Homotypica oder etymologischen Herleitungen der wissenschaftlichen Namen gehen aus den vorliegenden Primärdaten nicht hervor. Belastbare historische Belege zur Erstpublikation fehlen in der aktuellen Datenbasis. Ähnliche Arten im selben Genus umfassen den Birken-Gabelschwanz (Furcula bicuspis) sowie den Kleinen Gabelschwanz (Furcula bifida).1 Weitere frühere Gattungs- oder Familienzuordnungen sind in der aktuellen Literatur nicht dokumentiert. Die Einordnung beschränkt sich somit auf die etablierte klassulatorische Position innerhalb der Notodontidae.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Lebenszyklus von Furcula furcula ist eng an die Verfügbarkeit geeigneter Gehölze in bewaldeten Lebensräumen und Feuchtgebieten angepasst. Die Falter fliegen in Mitteleuropa überwiegend in einer Generation von Mitte Mai bis Ende Juni, während unter günstigen Bedingungen auch eine partielle zweite Generation ausgebildet werden kann.1 Als nachtaktive Nachtfalter nehmen die adulten Tiere keine Nahrung mehr zu sich.12 Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in Gruppen von zwei bis drei Stück auf der Blattoberseite der artspezifischen Futterpflanzen ab. Das Nahrungsspektrum der Raupen ist polyphag ausgelegt und umfasst primär Espe (Populus tremula), verschiedene Weidenarten wie Sal-Weide (Salix caprea) und Ohr-Weide (Salix aurita) sowie Rotbuche (Fagus sylvatica) und Birken (Betula spec.). Die Raupen erreichen im Laufe ihrer Entwicklung eine Körperlänge von 40 bis 50 Millimetern und zeichnen sich durch eine charakteristische hellgrüne Färbung mit einer braunen, gelb umrandeten Rückenzeichnung aus. Ihr langes, spites Hinterleibsende bildet dabei ein auffälliges morphologisches Merkmal. Nach Abschluss der Larvalentwicklung von Juli bis September verlassen die Raupen die Futterpflanze zur Verpuppung.1 Die Überwinterung erfolgt obligatorisch als Puppe.12 Für die Metamorphose fertigen die Tiere einen sehr festen Kokon aus zernagtem Holz an. Dieser Schutzbau wird bevorzugt an der Basis der Futterpflanzen oder in Rindenrissen angelegt. Belastbare Daten zu spezifischen Parasitoiden, physiologischen Kältetoleranzgrenzen oder genauen entwicklungskinetischen Parametern bei konstanten Temperaturen fehlen in der aktuellen Literaturlage.1
Lebensweise
Verhalten
Belastbare Daten zum spezifischen Verhalten von Furcula furcula liegen aus den vorliegenden Quellen kaum vor, da diese primär taxonomische, morphologische und ökologische Basisdaten umfassen.1 Hinsichtlich der Lebensweise ist bekannt, dass die Falter nocturn aktiv sind.2 Die Eiablage erfolgt durch die Weibchen in Gruppen von zwei bis drei Eiern auf der Oberseite der Blätter der Futterpflanzen.1 Weitergehende Verhaltensstudien zur Fortbewegung, Orientierung, Kommunikation oder zum Abwehrverhalten sind in den zugrundeliegenden Daten nicht dokumentiert.
Lebensweise
Ökologie
Furcula furcula besiedelt als polyphager Herbivor ein breites Spektrum an Habitaten, darunter Moore, Heidegebiete, Mischwälder und Parks. Die Raupen ernähren sich spezialisiert von den Blättern verschiedener Laubgehölze, wobei Espe (Populus tremula), Sal-Weide (Salix caprea), Ohr-Weide (Salix aurita), Rotbuche (Fagus sylvatica) und Birken (Betula spec.) als Futterpflanzen dienen. Die Weibchen platzieren ihre Eier typischerweise in kleinen Gruppen von zwei bis drei Stück auf der Blattoberseite dieser Wirtspflanzen. Die Überwinterung findet als Puppe statt, die zum Schutz vor Prädation in einem harten, aus zernagtem Holz gefertigten Kokon an der Basis der Futterpflanzen oder in Rindenrissen angelegt wird. Die Falter sind nachtaktiv und nehmen als adulten Tiere keine Nahrung mehr zu sich. Belastbare Daten zu spezifischen Parasitoiden oder interspezifischen Konkurrenten fehlen in der aktuellen Datenlage.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Furcula furcula besiedelt ein natürliches Verbreitungsgebiet, das sich über Europa sowie Kleinasien erstreckt. Im Mittelmeerraum ist die Art hingegen selten bis fehlend. Das globale Vorkommen beschränkt sich demnach auf die paläarktische Region. In Deutschland und dem DACH-Raum ist der Nachtfalter weit verbreitet, tritt jedoch meist in geringen Individuendichten auf. Die Art ist in unterschiedlichen Regionen an spezifische, strukturreiche Landschaften gebunden.1
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Der Mittlerer Gabelschwanz (Furcula furcula) zeigt eine stark an die warmen Monate gebundene Aktivitätsperiode, wobei die Falter im Jahresverlauf meist in einer, unter günstigen Bedingungen jedoch auch in zwei Generationen auftreten. Die Flugzeit der imaginalen Falter erstreckt sich von Mitte Mai bis Ende Juni. Im Anschluss an die Flugphase der Elterntiere sind die Raupen von Juli bis September in der Natur zu finden.1 Das Suchinteresse der Öffentlichkeit weist in diesem Zeitraum ebenfalls Peaks auf, wobei im Juli deutliche Schwerpunkte verzeichnet werden.3 Die Überwinterung erfolgt bei dieser Art als Puppe.12 Dazu spinnen die Tiere einen sehr festen Kokon aus zernagtem Holz, der bevorzugt an der Basis der Futterpflanzen oder in Rindenrissen angelegt wird.1 Bezüglich der tageszeitlichen Aktivität sind die Falter nachtaktiv.2 Belastbare Messdaten zur exakten Temperaturabhängigkeit der Aktivität über spezifische Schwellenwerte fehlen in der aktuellen Datenlage.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Mittlere Gabelschwanz (Furcula furcula) ist als phytophager Forst- und Parkbewohner weder als Schädling von wirtschaftlicher Relevanz noch als Lästling oder Vektor einzustufen. Ein spezifisches Schadpotenzial oder nennenswerte Schadbilder an Futterpflanzen wie Espe (Populus tremula), Sal-Weide (Salix caprea), Ohr-Weide (Salix aurita), Rotbuche (Fagus sylvatica) und Birken (Betula spec.) sind in Mitteleuropa nicht dokumentiert.1 Medizinische oder gesundheitliche Risiken wie Allergien oder von der Art ausgehende Gifte sind für den Menschen nicht bekannt. Da von der Art keine wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgehen, sind weder bauliche noch hygienische Präventionsmaßnahmen erforderlich. Auch spezifische Monitoring-Methoden, Fallen oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind mangels Schadwirkung nicht etabliert und werden in der Praxis nicht angewendet. Belastbare Daten zu Bekämpfungsmaßnahmen, biologischen Regulatoren oder integrierten Ansätzen (IPM) fehlen für diese Art, da sie aufgrund ihrer unauffälligen Lebensweise in Wäldern, Mooren und Heidegebieten nicht bekämpft werden muss.1 Rechtliche Aspekte wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten existieren für Furcula furcula ebenfalls nicht.
Nachweise