- Für Eriophyes pyri wurde im Iran (Sardrud) ein neuer Fundort auf 1.377 m Höhe mit 10 Weibchen, 2 Männchen und 4 Nymphen dokumentiert.
- Das Artenspektrum der Wirtspflanzen umfasst neben Birnen auch diverse Cotoneaster-Arten wie Cotoneaster fontanesii, Cotoneaster nummularius und Cotoneaster integerrimus.
- Weitere nachgewiesene Wirtspflanzen beinhalten verschiedene Arten der Gattung Sorbus wie Sorbus aria, Sorbus aucuparia, Sorbus chamaemespilus und Sorbus torminalis.
- Auch Arten der Gattung Amelanchier wie Amelanchier ovalis und Amelanchier vulgaris dienen der Milbe als Wirt.
- Provinzielle Nachweise im Iran stammen unter anderem aus East Azerbaijan, West Azerbaijan, Fars, Esfahan, Guilan, Mazandaran, Hamadan und Tehran.
- Aufgrund der breiten Palette dokumentierter Wirtspflanzen wird eine sorgfältige Untersuchung der Populationen durch morphometrische, biologische und molekulare Daten empfohlen.1
Birnenpockenmilbe Eriophyes pyri
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Spinnentiere (Arachnida)
- Ordnung
- Laufmilben (Trombidiformes)
- Familie
- Eriophyidae
- Gattung
- Eriophyes
Überblick
Einleitung
Die Birnenpockenmilbe (Eriophyes pyri) gehört zur Familie der Eriophyidae innerhalb der Ordnung Trombidiformes und ist als phytophages Spinnentier auf Rosengewächse, insbesondere Pyrus-Arten, spezialisiert. Die Art besiedelt als Schädling im Sommer Blattpusteln und überwintert in den Knospen der Wirtspflanzen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Paläarktis, Nearktis, Neotropis sowie Regionen in Australien, Nordafrika und Asien.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Birnenpockenmilbe Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Birnenpockenmilbe (Eriophyes pyri) ist ein mikroskopisch kleiner phytophager Schadorganismus, der primär an Kultur- und Wildbirnen (Pyrus) sowie weiteren Rosengewächsen auftritt. Belastbare morphologische Detaildaten zu Körpergröße, Färbung oder spezifischen Extremitäten der einzelnen Entwicklungsstadien wie Adulten, Eiern oder Larven fehlen in der aktuellen Datenlage weitgehend. Charakteristisch für die Art ist jedoch die makroskopisch sichtbare Induktion von spezifischen Gallen und Pocken auf den Wirtspflanzen. Diese Blattpocken verlaufen entlang der Blattadern und sind auf beiden Blattseiten aufgewölbt, wobei sich ihre Öffnungen auf der Blattunterseite befinden. Im Frühlingsstadium erscheinen die Pocken zunächst gelblich-grün. Im Verlauf der Reifung verfärben sie sich auffällig rot, purpurn bis tief schwarz. Im Inneren dieser festen Gallen leben die Milben zwischen den parenchymatischen Zellen der Wirtspflanze. In den Wintermonaten wandern die Tiere in die terminalen Knospen ab, wo sie geschützt überwintern. Eine morphologische Abgrenzung zu ähnlichen Gallmilbenarten ist anhand der reinen Symptomschau im Feld oft schwierig und erfordert eine kombinierte morphometrische, biologische sowie molekulare Untersuchung.1
Porträt
Beschreibung
Eriophyes pyri ist eine phytophage Gallmilbe aus der Familie der Eriophyidae, die vor allem durch die Verursachung von Blattpusteln und Knospenschäden an Vertretern der Gattung Pyrus sowie weiteren Rosengewächsen auffällt. Die Art besiedelt im Sommer typischerweise Blattblasen und zieht sich im Winter in die terminalen Knospen der Wirtspflanzen zurück. Das natürliche Verbreitungsgebiet gilt als kryptogen, wobei Vorkommen in der Nearktis, Neotropis, Paläarktis, der orientalischen Region, Australien sowie Nordafrika dokumentiert sind. Historisch wurde die Art von Pagenstecher im Jahr 1857 beschrieben, wobei Deutschland als vermuteter Herkunftsort des Typs gilt. Die Wirtsspezifität erstreckt sich neben Kultur- und Wildbirnen auch auf Arten der Gattungen Cydonia, Amelanchier, Cotoneaster und Sorbus. Im Feld äußert sich der Befall durch glatte Pusteln entlang der Blattadern, die auf beiden Blattseiten hervortreten und deren Öffnungen auf der Blattunterseite liegen. Diese Gallen zeigen im Anfangsstadium eine gelbgrüne Färbung und verfärben sich im Laufe ihrer Reifung rot, purpurn oder schwarz. Anatomisch sind die Pusteln kompakt aufgebaut, wobei sich die Milben direkt zwischen den Parenchymzellen aufhalten. Die Art teilt sich morphologische Ähnlichkeiten mit anderen Vertretern gallbildender Milben, jedoch erfordert die breite Palette dokumentierter Wirtspflanzen eine sorgfältige morphometrische, biologische und molekulare Überprüfung der Populationen. In Funden aus dem Iran wurden Exemplare morphologisch nachgewiesen, darunter 10 Weibchen, 2 Männchen und 4 Nymphen, gesammelt in einer Höhenlage von 1377 m. Belastbare morphologische Detaildaten zu den Larvenstadien jenseits der Zahl im Fundmaterial fehlen in den Quellen weitgehend. Die ökologische Einordnung verortet die Art in regulär oder kürzlich kultivierten agrarischen, hortikulturellen und häuslichen Habitaten.1
Systematik
Name & Einordnung
Die Birnenpockenmilbe wird taxonomisch unter dem wissenschaftlichen Namen Eriophyes pyri geführt. Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1857 durch Pagenstecher, wobei Deutschland als Herkunftsort der Typusdaten vermutet wird.1 Das Artepitheton pyri leitet sich vom Hauptwirt, der Gattung Pyrus, ab. Die Art gehört zur Familie der Eriophyidae innerhalb der Ordnung Trombidiformes und der Klasse Arachnida.1 Belastbare Daten zu historischen Synonymen, älteren Kombinationen oder weiteren Trivialnamen liegen in den analysierten Quellen nicht vor.
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Die Birnenpockenmilbe Eriophyes pyri ist eine phytophage Milbenart, die primär auf Wirtspflanzen der Gattung Pyrus, insbesondere Pyrus communis, sowie auf Cydonia oblonga parasitiert. Die Entwicklung und Lebensweise der Art ist eng an das pflanzliche Gewebe gebunden, wobei die Tiere im Sommer in Blattpocken und im Winter in den Knospen leben. Die charakteristischen Blattpocken zeigen sich entlang der Blattadern, sind auf beiden Blattseiten erhoben und besitzen ihre Öffnungen an der Blattunterseite. Diese Gallen verändern im Laufe ihrer Entwicklung ihre Farbe von anfänglich gelbgrün zu rot, purpur oder schwarz bei Reife. Innerhalb dieser Pusteln befinden sich die Milben zwischen den Parenchymzellen, wo sie sich von Pflanzensaft ernähren. Neben Pyrus werden in der Literatur diverse weitere Wirtspflanzen aus der Familie der Rosaceae wie Amelanchier, Cotoneaster und Sorbus genannt, wobei für diese Populationen eine kritische morphologische und molekulare Überprüfung angeraten wird. Die geografische Verbreitung der Art umfasst die Nearktis, Neotropis sowie die Paläarktis, inklusive Nachweisen in Europa, China, Nordafrika und dem Iran. Belastbare quantitative Daten zu Entwicklungsdauern, Fertilität, spezifischen Mortalitätsfaktoren oder dem genauen Paarungsverhalten liegen in den verfügbaren Quellen nicht vor.1
Lebensweise
Ökologie
Eriophyes pyri besetzt als phytophages Spinnentier eine spezialisierte ökologische Nische als Wirtspflanzenspezialist an Vertretern der Rosaceae, insbesondere der Gattung Pyrus sowie Cydonia oblonga. Im Jahresverlauf wechselt die Art ihre Habitatstrukturen und besiedelt im Sommer gallartige Blattpusteln, während sie den Winter in den terminalen Knospen verbringt. Die Nahrungsaufnahme erfolgt in diesen spezifischen Blattpusteln, die sich entlang der Blattvenen erstrecken und beidseitig aufwölben; die Milben leben hierbei zwischen den parenchymatischen Zellen. Diese Pusteln zeigen eine charakteristische Farbdynamik, indem sie anfangs gelblich-grün erscheinen und im Zuge ihrer Reifung rot, purpurn oder schwarz werden. Neben der primären Wirtspflanze Pyrus communis umfasst das Wirtsspektrum zahlreiche weitere Gehölze wie Amelanchier, Cotoneaster und Sorbus-Arten. Die phytophage Lebensweise führt zu direkten Symptomen an der Wirtspflanze, die sich in Form von Blattpusteln und einer Verschlechterung des Knospenzustands äußern. Ökologisch ist die Art in regulär oder kürzlich kultivierten landwirtschaftlichen, gärtnerischen und domestizierten Habitaten anzutreffen. Aufgrund der breiten Dokumentation verschiedener Wirtspflanzenarten wird eine sorgfältige Untersuchung der Populationen durch morphometrische, biologische und molekulare Daten gefordert.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Die Birnenpockenmilbe (Eriophyes pyri) besitzt ein weltweites Verbreitungsgebiet, das sich über die paläarktische, nearktische und neotropische Region sowie Australien und Nordafrika erstreckt. Das natürliche Ursprungsgebiet gilt als kryptogen, wobei Deutschland basierend auf dem Wirkungsort des Erstbeschreibers als Typuslokalität vermutet wird.1 Das Artvorkommen erstreckt sich zudem über den ostpaläarktischen Raum bis nach China in Regionen wie Beijing, Gansu und Shandong. Belastbare Daten zur genauen Vertikalverbreitung fehlen weitgehend, jedoch ist ein Nachweis aus dem Iran bei 1.377 m über Normalnull dokumentiert. Als typische Habitate besiedelt die Art regulär oder kürzlich kultivierte landwirtschaftliche, gartenbauliche und häusliche Umgebungen. Das Spektrum der Wirtspflanzen konzentriert sich primär auf die Gattung Pyrus sowie Kultur- und Wildquitten (Cydonia oblonga).1 Darüber hinaus belegen regionale Funde aus dem Iran das Vorkommen auf diversen Rosengewächsen wie Felsenbirnen (Amelanchier), Zwergmispeln (Cotoneaster) und Mehlbeeren bzw. Ebereschen (Sorbus). Die Milben besiedeln im Sommer Blattpusteln auf der Blattspreite und wandern im Winter in die Knospenspitzen ab. Aufgrund des breiten Spektrums dokumentierter Wirtspflanzen wird eine kritische Revision der Populationen mittels morphometrischer und molekulariologischer Daten empfohlen.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Die Birnenpockenmilbe (Eriophyes pyri) zeigt einen stark an die Wirtspflanze gekoppelten Jahresrhythmus. Im Sommer besiedeln die Milben die typischen Blattpusteln an Pyrus-Arten, wo sie sich zwischen den Parenchymzellen aufhalten. Mit fortschreitender Entwicklung und dem herbstlichen Laubfall wandern die Tiere in die terminalen Knospen ab, um dort zu überwintern. Belastbare wissenschaftliche Primärdaten zur genauen Generationenfolge, zu spezifischen Schwellentemperaturen oder zu exakten Schwarmflugzeiten fehlen in der aktuellen Literatur weitgehend.1 Das öffentliche und praktische Interesse an der Art konzentriert sich vor allem auf das Frühjahr, wobei die monatlichen Suchanfragen in Deutschland in den Monaten Mai und April Maxima erreichen. In den Wintermonaten Januar und Februar sinkt das Suchinteresse hingegen auf einen Wert von null ab.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Birnenpockenmilbe Eriophyes pyri agiert als phytophager Schädling an Kulturpflanzen der Gattung Pyrus, insbesondere an Pyrus communis sowie an Cydonia oblonga. Als charakteristisches Schadbild verursacht die Art Blattpusteln sowie eine Verschlechterung des Zustands der Knospen. Die Milben besiedeln im Sommer die Blattblasen und überwintern in den Knospenenden. Die Gallen beziehungsweise Pusteln verlaufen entlang der Blattadern, sind beidseitig erhaben und besitzen ihre Öffnungen auf der Blattunterseite. Initial zeigen sich diese Pusteln hellgrün bis gelblich, färben sich im Reifezustand jedoch rot, purpurn oder schwarz. Strukturell handelt es sich um weitgehend feste Wucherungen, in deren Parenchymzellen sich die Milben aufhalten.1 Belastbare quantitative Daten zu Schadschwellen oder spezifischen ökonomischen Schadwirkungen in kommerziellen Plantagen fehlen in der aktuellen Literaturlage weitgehend. Gleiches gilt für spezifische Monitoringmethoden oder chemische, physikalische beziehungsweise biologische Bekämpfungsmaßnahmen, die im Rahmen der bereitgestellten Daten nicht dokumentiert sind. Vorbeugende bauliche oder hygienische Maßnahmen lassen sich aus den vorliegenden Primärdaten ebenfalls nicht ableiten. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen sind für den Menschen nicht bekannt. Rechtliche Aspekte wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten werden in der Datenbasis nicht erwähnt.
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Belastbare quantitative Daten zur wirtschaftlichen Schadwirkung von Eriophyes pyri fehlen in der aktuellen Datenlage weitgehend. Die Art befällt primär Kultur- und Wildpflanzen der Gattung Pyrus, insbesondere Pyrus communis, sowie Cydonia oblonga und diverse Sorbus-Arten. Durch ihre saugende Lebensweise verursacht die Milbe charakteristische Blattpusteln sowie eine Verschlechterung des Zustands der Knospen im Winter. Diese Schädigungen betreffen vor allem kultivierte gartenbauliche und landwirtschaftliche Habitate. Ob es dadurch zu messbaren Ertragsminderungen oder Qualitätsverlusten im Obstbau kommt, ist in den vorliegenden Quellen nicht systematisch beziffert. Spezifische historische Schadensberichte, Ausbrüche oder Angaben zu Bekämpfungskosten sind bisher nicht dokumentiert. Positive wirtschaftliche Aspekte oder eine Funktion als Nützling sind für Eriophyes pyri ebenfalls nicht bekannt. Aufgrund der lückenhaften Datenlage lässt sich das genaue Ausmaß wirtschaftlicher Schäden derzeit nicht abschließend bewerten.1
Nachweise