Drosophila suzukii ist eine kleine Essigfliege mit einer Körperlänge von 2 bis 4 mm und einer gelblich-braunen bis hellbraunen Grundfärbung. Der Kopf trägt rote Facettenaugen sowie kurze Antennen mit einer verzweigten Arista, während der Thorax schwarze Längsstreifen aufweist. Auf dem Abdomen befinden sich dunkle, durchgehende Bänder, die sich über die Segmente ziehen. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus erleichtert die Bestimmung: Männchen besitzen charakteristische dunkle Flecken an der Vorderkante jedes Flügels nahe der Spitze, zentriert auf der ersten Längsader (R2+3). Zudem verfügen die Männchen an den Vordertarsen über zwei Reihen von Geschlechtskämmen mit je 3 bis 6 Zähnen, die parallel zum Tarsus ausgerichtet sind. Die männlichen Genitalien zeigen einen großen Surstylus mit verjüngter Spitze sowie medial 10 bis 11 primäre Prensisetae. Weibchen fehlen die Flügelflecken und Tarsalkämme; stattdessen besitzen sie einen großen, stark sklerotisierten und gesägten Legebohrer (Ovipositor). Dieser ist sägeartig mit 30 bis 36 schwarzen Randzähnen besetzt, wobei die distale Hälfte dunkler und robuster erscheint.3 Die ovalen, milchig-weißen Eier sind etwa 0,6 mm lang und weisen zwei schlanke, 0,4 bis 0,6 mm lange Atemfilamente auf, die nach der Ablage aus der Fruchtoberfläche ragen. Die Larven sind weiß, beinlos und madenartig; sie wachsen von etwa 0,5 mm im ersten Stadium auf bis zu 6 mm im reifen dritten Stadium heran. Charakteristisch für die Larven sind die schwarzen Mundhaken sowie die erhöhten hinteren Stigmen, die hornförmig sind und parallele Tubuli aufweisen. Die spindelförmigen, rotbraunen Puppen erreichen eine Länge von 2 bis 3,5 mm und besitzen am hinteren Ende zwei kleine, fingerartige Fortsätze.1 Zur Abgrenzung von verwechselbaren Arten wie Drosophila melanogaster dienen bei Männchen primär der Flügelfleck und die zwei Reihen der Tarsalkämme, da D. melanogaster nur eine Reihe oder anders angeordnete Zähne besitzt. Weibchen lassen sich durch die Untersuchung der Ovipositor-Zähnelung unterscheiden, da der Legebohrer bei ähnlichen Arten kürzer und weniger stark gesägt ist.2 Auch die durchgehenden Bänder auf dem Abdomen grenzen D. suzukii von Imitatoren ab, die oft unterbrochene Bänder oder Flecken zeigen.2