Lexikon-Eintrag

Nashorn-Heuschrecke (Gattung Copiphora) Copiphora

Nashorn-Heuschrecke (Gattung Copiphora) (Copiphora), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Heuschrecken (Orthoptera)
Familie
Tettigoniidae
Gattung
Copiphora

Überblick

Einleitung

Die Gattung Copiphora gehört zur Unterfamilie der Copiphorinae innerhalb der Familie der Tettigoniidae (Langühler-Schrecken). Vertreter dieser oft als Nashorn-Heuschrecken oder Nashorn-Katydids bezeichneten Insekten sind mittelgroße bis große, streng nocturn aktive Waldbewohner Süd- und Mittelamerikas sowie des südlichen Mexikos. Sie zeichnen sich morphologisch durch eine auffällige, hornartige Struktur am Kopf aus und ernähren sich omnivor mit ausgeprägten raubenden Tendenzen.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Große Individuen der Gattung Copiphora sind in der Lage, kleine Frösche und Eidechsen zu erbeuten.
  • Die Art Copiphora hastata zeigt eine Spezialisierung auf harte Samen, frisst jedoch auch Blüten und Früchte der Palme Calyptrogyne ghiesberghiana, Raupen sowie Eigelege des Laubfroschs Agalychnis callidryas.
  • In Gefangenschaft genommene Exemplare von Copiphora cultricornis fraßen Salatblätter, was bei keiner anderen Art der Gattung beobachtet wurde.3
  • Copiphora rhinoceros ernährt sich unter anderem von Früchten der Gattung Psychotria, geflügelten Samen verschiedener Baumarten, stark behaarten Raupen, Schnecken, Artgenossen bzw. anderen Heuschrecken sowie kleinen Echsen der Gattung Norops.
  • Copiphora brevicauda costaricensis ernährt sich vorwiegend räuberisch, jagt aktiv und ist imstande, selbst sehr schnelle Beutetiere wie Schaben zu fangen, indem sie diese anspringt, mit den ersten beiden Beinpaaren fixiert und mit ihren kräftigen Mandibeln beißt.
  • Zur Gattung gehören zahlreiche beschriebene Arten wie Copiphora azteca, Copiphora brachyptera, Copiphora brevicauda, Copiphora gorgonensis, Copiphora ottei und Copiphora vigorosa.3

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Gattung Copiphora umfasst meist mittelgroße bis große, schlanke bis robuste Laubheuschrecken mit charakteristischen morphologischen Anpassungen an eine arboreale Lebensweise. Ein zentrales Bestimmungsmerkmal des Kopfes ist der stark verlängerte, hornartige Fortsatz des Vertex (Fastigium), welcher scharf konisch oder seitlich abgeflacht geformt ist und die 2- bis 3,5-fache Länge des Augendurchmessers erreicht. Bei einigen wenigen Arten kann dieser Kopfkegel allerdings auch deutlich kürzer ausfallen. Der Kopf selbst ist robust gebaut mit einer flachen bis schwach konvexen Frons sowie mäßig bis stark ausgeprägten lateralen Carinae auf den Wangen. Die Komplexaugen sind kugelförmig und mäßig hervortretend. Die Mandibeln sind extrem kraftvoll ausgebildet, was mit der omnivoren und stark predatorischen Ernährungsweise korreliert. Beide Geschlechter sind durchgehend makropter, besitzen also vollständig entwickelte Flügel. Die Beine zeichnen sich durch spezifische Bewehrungen aus, wobei insbesondere die mittleren Tibien dorsal bewaffnet sind. Das Abdomen der Männchen trägt dicke, apikal stumpfe Cerci, die mit einem oder zwei inneren Dornen besetzt sind. Bei den Weibchen ist ein langer, gerader oder schwach nach unten gebogener Legebohrer (Ovipositor) ausgebildet, der bei bestimmten Arten extreme Längen erreichen kann. Die Grundfärbung und spezifische Zeichnungsmuster variieren je nach Art, wobei eine Tarnfärbung im Bereich der Baumkronen und des Unterholzes überwiegt. Larvalstadien, Eier und Puppen sind in der zugrundeliegenden Literatur für die Mehrzahl der Arten morphologisch nicht detailliert quantifiziert, weshalb hierzu keine belastbaren numerischen Maße vorliegen. Die Abgrenzung zu anderen Tettigoniiden-Gattungen gelingt primär über den markanten, hornartig verlängerten Kopfkegel in Kombination mit der makropteren Flügelbildung und der dorsalen Bewehrung der mittleren Tibien.1

Porträt

Beschreibung

Die Gattung Copiphora umfasst meist große, nachtaktive Heuschrecken aus der Unterfamilie der Copiphorinae, die in den tropischen Regionen Süd- und Mittelamerikas sowie im Süden Mexikos beheimatet sind. Ein zentrales morphologisches Erkennungsmerkmal im Feld ist die auffällige, hornartig verlängerte Kopfstruktur, weshalb diese Tiere auch als Nashorn-Heuschrecken bezeichnet werden.1 Diese als Fastigium des Vertex ausgebildete Verlängerung kann das Zwei- bis Dreieinhalbfache des Augendurchmessers erreichen und entweder scharf konisch oder seitlich abgeflacht geformt sein.2 Im natürlichen Lebensraum, vor allem in den Kronen und im hohen Unterholz tropischer Wälder, agieren diese Insekten als geschickte Jäger und Herbivoren. Neben pflanzlichem Material wie Samen, Früchten und Blüten zeigen viele Arten ausgeprägte prädatorische Tendenzen. So erbeuten größere Individuen aktiv andere Insekten, Schmetterlingsraupen, Schnecken und gelegentlich sogar kleine Wirbeltiere wie Frösche oder Echsen.12 Die Jagd erfolgt oft durch gezieltes Anspringen der Beute, wobei die vorderen zwei Beinpaare zum Greifen und die extrem kräftigen Mandibeln zum Töten eingesetzt werden. Die Arten zeigen einen schlanken bis robusten Körperbau mit in beiden Geschlechtern voll entwickelten Flügeln, wodurch sie makropter sind. Die Kopfpartie ist robust mit einer flachen bis schwach konvexen Stirn und kugelförmigen, mäßig vortretenden Augen. Die Mittelschienen der Beine sind dorsal bewaffnet. Männliche Individuen besitzen dicke, apikal stumpfe Cerci, die ein bis zwei innere Dornen aufweisen. Der Ovipositor der Weibchen verläuft gerade oder schwach nach unten gebogen und kann bei einigen Arten extrem lang ausfallen. Zur Eiablage suchen die Weibchen nachtaktiv den Waldboden auf. So wurde beispielsweise für Copiphora rhinoceros beobachtet, dass die Ablage der Eier bevorzugt in den Palmwedeln am Boden erfolgt.2 Akustisch sind die Tiere durch laute Ruflaute während der Nacht auffällig, die in ihrem Habitat zu den dominanten Schallquellen gehören.1 Vergleichend zeigt sich, dass Arten wie Copiphora hastata auf harte Samen spezialisiert sind2, während andere wie Copiphora brevicauda costaricensis primär räuberisch im Kronenbereich leben und selbst schnelle Beute wie Schuppenkriechen überwältigen können.2 Belastbare publizierte Daten zu den genauen Larvenstadien und deren spezifischem Entwicklungsverlauf fehlen in der wissenschaftlichen Literatur bisher weitgehend.12

Systematik

Name & Einordnung

Die Gattung Copiphora wurde im Jahr 1831 durch den Entomologen Serville wissenschaftlich beschrieben. Als Typusart der Gattung gilt Copiphora longicauda, beschrieben von Serville im selben Jahr mit der Typuslokalität Cayenne in Französisch-Guayana. Zu den bekannten Arten der Gattung gehört unter anderem Copiphora rhinoceros, die im englischen Sprachraum als "rhinoceros katydid" bezeichnet wird.1 Im deutschen Sprachraum ist für Vertreter der Gattung der Trivialname Nashorn-Heuschrecke gebräuchlich. Systematisch gehört die Gattung Copiphora innerhalb der Langfühlergrasspferde in die Unterfamilie der Copiphorinae, die im Englischen auch als "coneheads" bezeichnet werden.1 Belastbare historische Synonyme oder frühere Zuordnungen außerhalb dieser Verwandtschaftsgruppe sind in den Standardquellen nicht detailliert dokumentiert. Die Mehrzahl der beschriebenen Arten wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert durch Autoren wie Redtenbacher, Saussure und Pictet taxonomisch erfasst.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Gattung Copiphora umfasst überwiegend nächtliche Laubheuschrecken aus den tropischen Regionen Süd- und Mittelamerikas sowie dem südlichen Mexiko. Alle Arten der Gattung sind waldbewohnend, wobei die Mehrzahl der Individuen im Kronenraum und im oberen Unterholz agiert.2 Bestimmte Arten wie Copiphora rhinoceros, C. cultricornis und C. hastata steigen regelmäßig in niedrigere Strauchvegetation herab. Für die Eiablage suchen Weibchen dieser Arten den Boden auf.2 Konkret wurden Weibchen von C. rhinoceros an der Biologischen Station La Selva wiederholt bei der Ablage von Eiern in die Wedelbasen der Palme Calyptrogyne ghiesberghiana beobachtet. Im Gegensatz dazu scheint Copiphora brevicauda costaricensis streng an den Kronenraum gebunden zu sein und wurde bislang nicht in bodennaher Vegetation nachgewiesen. Ernährungsbiologisch zeigen die Tiere ein omnivores Spektrum mit ausgeprägten prädatorischen Tendenzen. Sie ernähren sich von einer Vielzahl organischer Substrate, darunter Samen, Früchte, Blüten sowie diverse Insekten. Copiphora hastata ist auf harte Samen spezialisiert, konsumiert jedoch auch Blüten und Früchte der Palme Calyptrogyne ghiesberghiana, Raupen sowie Gelege des Laubfroschs Agalychnis callidryas. Copiphora rhinoceros erweist sich als opportunistischer Jäger und Fruchtreisender, der Früchte von Psychotria-Arten, geflügelte Baumsamen, behaarte Raupen, Schnecken, andere Heuschrecken und gelegentlich kleine Echsen der Gattung Norops erbeutet. Die Art Copiphora brevicauda costaricensis agiert primär räuberisch und erjagt aktiv schnelle Beutetiere wie Schaben. Bei der Jagd springen die Individuen ihre Beute an, fixieren diese mit den vorderen zwei Beinpaaren und töten sie mit ihren kräftigen Mandibeln.2 In Gefangenschaft akzeptierten Individuen von C. cultricornis neben pflanzlicher Kost wie Salatblättern auch Insekten, wobei sie jedoch nicht in der Lage schienen, agile Beute aktiv zu fangen. Belastbare Daten zu spezifischen Larvenstadien, exakten Entwicklungsdauern bei bestimmten Temperaturen sowie spezifischen Mortalitätsfaktoren fehlen in der aktuellen Datenlage weitgehend.2

Lebensweise

Verhalten

Arten der Gattung Copiphora zeigen eine streng nachtaktive Lebensweise und verbringen den Tag verborgen in der Vegetation.2 Während die meisten costa-ricanischen Arten primär im Kronenbereich und in den oberen Schichten des Unterholzes vorkommen, steigen bestimmte Arten wie Copiphora rhinoceros, C. cultricornis und C. hastata regelmäßig in niedrigere Strauchschichten herab.2 Für die Eiablage suchen Weibchen dieser Arten den Boden auf; so wurden Weibchen von C. rhinoceros mehrfach beim Ablegen von Eiern an der Basis von Palmwedeln der Art Calyptrogyne ghiesberghiana beobachtet. Im Gegensatz dazu ist Copiphora brevicauda costaricensis streng auf den Kronenbereich beschränkt. Hinsichtlich ihrer Ernährung sind die Tiere omnivor mit stark ausgeprägten raubenden Tendenzen.2 Sie ernähren sich von Samen, Früchten und Insekten, wobei einige Arten wie C. rhinoceros auch größere Beute wie Schnecken, andere Heuschrecken und kleine Eidechsen erbeuten. Dabei jagen sie aktiv, springen Beutetiere an und ergreifen sie mit den vorderen beiden Beinpaaren, während sie gleichzeitig kräftige Bisse mit ihren mandibeln ausführen. Männliche Copiphora sind zudem für ihre laute akustische Kommunikation während der Nacht bekannt und prägen die Geräuschkulisse in ihren Habitaten maßgeblich.2

Lebensweise

Ökologie

Die Gattung Copiphora umfasst strikt nocturne beziehungsweise nachtaktive Buschheuschrecken, die primär als Waldbewohner in den Kronen und im hohen Unterholz tropischer Regionen vorkommen.2 Arten wie Copiphora rhinoceros, C. cultricornis und C. hastata steigen regelmäßig in niedrige Strauchvegetation herab, während Weibchen zur Eiablage den Boden aufsuchen.2 Exemplarisch wurden Weibchen von C. rhinoceros mehrfach bei der Ablage von Eiern an den Wedelbasen der Palme Calyptrogyne ghiesberghiana beobachtet. Im Gegensatz dazu ist Copiphora brevicauda costaricensis strikt auf das Kronendach beschränkt. Ernährungsbiologisch agieren die Vertreter als Omnivoren mit ausgeprägten Prädationstendenzen, die eine Vielzahl organischer Materialien wie Samen, Früchte und Insekten konsumieren.2 So ernährt sich C. hastata spezialisiert von harten Samen, nutzt jedoch auch Blüten und Früchte von C. ghiesberghiana, Raupen sowie Gelege des Laubfroschs Agalychnis callidryas.2 Große Individuen von C. rhinoceros erweitern ihr Beutespektrum aktiv um Schnecken, andere Heuschrecken, Raupen mit urtizierenden Haaren sowie kleine Eidechsen der Gattung Norops.2 Die Art C. brevicauda costaricensis jagt aktiv und erbeutet selbst agile Tiere wie Schaben, indem sie mittels ihrer Vorderbeine zupackt und kräftige Mandibeln einsetzt.2

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Die Gattung Copiphora ist neotropisch verbreitet und besiedelt vor allem die südlichen Regionen Mexikos sowie Mittel- und Südamerika. Ein einziger, in seiner Zuordnung anzweifelbarer Nachweis existiert zudem für Afrika mit der Art Copiphora subulata. Belastbare Nachweise für ein natürliches Vorkommen in Europa, Deutschland oder der DACH-Region fehlen gänzlich. Die Tiere sind strikt an tropische und subtropische Klimazonen gebunden.1 Als typische Waldbewohner besiedeln costa-ricanische Arten primär den Kronenbereich sowie die oberen Schichten des Unterholzes. Einzelne Arten wie Copiphora rhinoceros, Copiphora cultricornis und Copiphora hastata wandern regelmäßig in niedrigere Strauchvegetation ab. Das Vertikalvorkommen erstreckt sich somit von den bodennahen Vegetationsschichten bis in das geschlossene Kronendach tropischer Wälder. Für die Eiablage suchen Weibchen grundsätzlich den Boden auf. So wurde für Copiphora rhinoceros dokumentiert, dass die Ablage der Eier in die Wedelbasis der Palmengattung Calyptrogyne ghiesberghiana erfolgt.2 Ein Vorkommen in Siedlungsbereichen oder Gebäuden wird in der Fachliteratur nicht beschrieben.12

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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Heuschrecken der Gattung Copiphora weisen eine streng nachtaktive Lebensweise auf und verbringen den Tag versteckt im Kronenbereich oder im hohen Unterholz tropischer Wälder. Während der Dunkelheit entfalten die Tiere ihre Hauptaktivität und sind durch ihre lauten Gesänge in ihren Habitaten akustisch sehr präsent. Belastbare wissenschaftliche Daten zur genauen Generationsfolge, wie etwa zur Unterscheidung zwischen univoltnen oder multivoltnen Zyklen, fehlen für die meisten Arten der Gattung bisher. Ebenso sind spezifische Überwinterungsstadien und exakte Temperaturabhängigkeiten der Aktivität in der Fachliteratur nicht systematisch dokumentiert. Weibliche Tiere verlassen regelmäßig die vegetationellen Höhenlagen, um zur Eiablage den Waldboden aufzusuchen. So wurde beispielsweise für Copiphora rhinoceros dokumentiert, dass die Ablage der Eier gezielt in Palmwedeln am Boden erfolgt. Im deutschsprachigen Raum zeigt das öffentliche Interesse an diesen neotropischen Insekten in Aggregationsanalysen leichte Peaks im Januar. Darüber hinaus liegen jedoch keine weiterführenden phänologischen Zeitreihen oder systematischen Freilandbeobachtungen zum saisonalen Auftreten einzelner Entwicklungsstadien vor.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Gattung Copiphora umfasst überwiegend waldbewohnende Laubheuschrecken der Neotropis, die keine landwirtschaftlichen Schädlinge darstellen und daher keinerlei spezifischer Bekämpfungs- oder Managementmaßnahmen bedürfen. Arten wie Copiphora rhinoceros und Copiphora hastata sind streng nocturnal und besiedeln primär die Kronenregion sowie das Unterholz tropischer Wälder, weshalb Berührungspunkte mit dem Menschen im Regelfall ausbleiben. Sie ernähren sich omnivor von Samen, Früchten und verschiedenen Kleintieren wie Insekten, Schnecken oder kleinen Eidechsen und erfüllen somit eine ökologische Rolle als Prädatoren und Samenfresser in ihrem natürlichen Habitat. Schadpotentiale in menschlichen Siedlungsräumen oder an Kulturpflanzen sind für keine der Arten dokumentiert, weshalb sie weder als Schädlinge noch als Lästlinge geführt werden. Medizinische Relevanz im Sinne von Vektoreigenschaften ist nicht bekannt, allerdings verfügen größere Exemplare über kräftige Mandibeln, mit denen sie bei grober Handhabung schmerzhafte Bisse zufügen können. Präventions-, Monitoring- oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen existieren nicht, da die Tiere nicht als Schadorganismen auftreten und keine wirtschaftlichen Schäden verursachen. Spezifische rechtliche Regelungen wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten sind für die Gattung Copiphora ebenfalls nicht relevant. Belastbare Daten zu eventuellen Hausmitteln oder integrierten Bekämpfungsprogrammen fehlen folglich vollständig, da ein Management dieser Waldbewohner entomologisch nicht erforderlich ist.12

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Belastbare Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung der Gattung Copiphora liegen nicht vor, da es sich um Waldbewohner handelt, die nicht als Schädlinge oder Nützlinge in der Land- oder Forstwirtschaft in Erscheinung treten. Die Arten der Gattung sind überwiegend in den Kronen und im oberen Unterholz von Wäldern in Süd- und Mittelamerika verbreitet. Da keine Interaktionen mit kultivierten Nutzpflanzen dokumentiert sind, fehlen jegliche Berichte über wirtschaftliche Schäden, betroffene Produkte oder Bekämpfungskosten.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Copiphora
  2. gbif.org/species/1686486
  3. Literaturzusammenfassung: Copiphora