- Die Hinterflügel der Art zeigen einen kleinen Diskalspot sowie zum Blattrand hin verdunkelte Adern.
- Auf der Oberseite der Vorderflügel können glänzende Effekte auftreten.
- Die Subterminallinie präsentiert sich blass und wird von einer dunkleren, gesprenkelten Verdunkelung begleitet.
- Entlang des Außenrandes (Termen) der Vorderflügel verlaufen dunkle Mondflecken (Lunulae) zwischen den Adern.
- Die Raupen besitzen eine subdorsale Reihe aus schwärzlichen, pfeilförmigen (sagittaten) Markierungen.
- Der Kopf der Larven ist braun gefärbt und weist eine dunkle Sprenkelung auf.1
Herzblatt-Eule Caradrina morpheus
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Familie
- Noctuidae
- Gattung
- Caradrina
Überblick
Einleitung
Die Herzblatt-Eule (Caradrina morpheus), im Englischen als "mottled rustic" bezeichnet, ist ein Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Überfamilie Noctuoidea. Die Art wurde 1766 von Johann Siegfried Hufnagel beschrieben und ist in der Paläarktis von Nordeuropa bis nach Sibirien, Amur und Korea sowie in Teilen Asiens verbreitet; zudem wurde sie versehentlich nach Kanada verschleppt. Die Raupen dieser polyphagen Herbivoren ernähren sich von verschiedenen Krautpflanzen wie Brennnesseln und Löwenzahn.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Herzblatt-Eule Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Imago von Caradrina morpheus besitzt eine Flügelspannweite von 32–38 mm sowie eine Vorderflügellänge von 13–16 mm. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist dunkel, matt graubraun oder fuscous mit einem leichten Graustich. Bestimmungsrelevant sind die oft undeutlichen, doppelten inneren und äußeren Querlinien, wobei die Antemedianlinie gezähnt und die Postmedianlinie meist schwach definiert sein kann. Die Makeln (Orbicular- und Reniformmakel) erscheinen als trübe, dunkle Flecken, wobei letztere an der Außenseite oft einen leichten gelbbraunen (fulvösen) Fleck aufweist. Die Hinterflügel sind matt weißlich bis hell glänzend weiß mit einer hellgrauen Zellflecke (Diskalspot), angedeuteten Adern am Saum sowie einer undeutlichen, hellen Subterminalbinde. Der Saum zeigt zudem dunkle Mondflecken zwischen den Adern. Die Larven erreichen eine graubraune bis dunkelbraune Grundfärbung. Auf dem Rücken verläuft eine hellere, unregelmäßig dunkel eingefasste Dorsallinie, die von einer subdorsalen Reihe schwarzer, pfeilspitzenförmiger Markierungen begleitet wird. Die Spirakularlinie der Raupen ist dunkler abgesetzt, während der Kopf braun gefärbt und dunkel gesprenkelt ist. Diese polyphagen Raupen ernähren sich von diversen Krautpflanzen wie Brennnesseln und Löwenzahn.1
Porträt
Beschreibung
Die Herzblatt-Eule (Caradrina morpheus) ist ein Eulenfalter aus der Überfamilie Noctuoidea, welcher erstmals im Jahr 1766 von Johann Siegfried Hufnagel wissenschaftlich beschrieben wurde.1 Im natürlichen Lebensraum zeigt die Art eine unauffällige, an die nächtliche Lebensweise angepasste Erscheinung. Die Flügelspannweite des Falters beträgt 32-38 mm, wobei die Vorderflügellänge zwischen 13 mm und 16 mm liegt. Vorderflügel präsentieren sich in einem stumpfen, dunklen Graubraun mit grauer Tönung, während die Hinterflügel matt und weißlich gefärbt sind. Zu den diagnostischen Merkmalen im Feld zählen undeutliche, doppelte innere und äußere Linien sowie eine graue Subterminallinie mit dunkler Überlagerung auf der Innenseite. Die Nieren- und Ringmakel zeigen sich als verschwommene, dunkle Flecken, wobei ersterer in der Mitte am Außenrand einen leichten, gelbbraunen Fleck aufweist. Mikroskopische Details der Vorderflügel offenbaren zudem dunkle Mondflecken zwischen den Adern am Saum sowie kleine Diskalflecken auf den glänzend weißen Hinterflügeln. Larval zeichnet sich die Art durch eine graubraune bis dunkelbraune Grundfärbung aus. Die Raupen besitzen eine hellere Rückenlinie mit dunklen, unregelmäßigen Rändern sowie eine subdorsale Reihe schwarz gefärbter, pfeilförmiger Zeichnungen und eine dunklere Spirakellinie. Der Kopf der Larven ist braun gefärbt und weist eine dunkle Sprenkelung auf. Als polyphage Herbivoren ernähren sich die Larven von verschiedenen krautigen Pflanzen, darunter Brennnesseln und Löwenzahn.1 Die Überwinterung erfolgt bei dieser Art im Larvenstadium.2 Der Falter fliegt in einer Generation von Mitte Mai bis August.1 Bezüglich der Habitatwahl besiedelt die Art landwirtschaftliche Flächen, Wälder sowie Grasländer, wobei Vorkommen in Feuchtgebieten, Heide- oder Dünenlandschaften nach Datenlage fehlen.2 Die Art ist in der Paläarktis von Nordeuropa bis nach Sibirien, zum Amur und nach Korea verbreitet und kommt zudem in Armenien sowie Turkestan vor. Darüber hinaus wurde die Art unabsichtlich an der Ost- und Westküste Kanadas eingeführt.1
Systematik
Name & Einordnung
Die Herzblatt-Eule (Caradrina morpheus) wurde im Jahr 1766 von Johann Siegfried Hufnagel wissenschaftlich beschrieben.1 Die taxonomische Einordnung der Art erfolgt innerhalb der Überfamilie Noctuoidea und der Familie der Eulenfalter (Noctuidae) zur Gattung Caradrina. Belastbare historische Synonyme oder frühere Gattungszuordnungen sind in den Standarddatenbanken für diese Art nicht weiter differenziert aufgeführt.1
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Die Flugzeit von Caradrina morpheus erstreckt sich als univoltine Generation von Mitte Mai bis August. Die nachtaktiven Imagines fliegen in bewaldeten Gebieten, offenem Grasland sowie landwirtschaftlich genutzten Flächen.1 Nach der Paarung erfolgt die Fortpflanzung, wobei spezifische Fertilitätsraten und Eizahlen in der Literatur nicht quantifiziert sind. Belastbare Daten zur genauen Dauer der embryonalen Entwicklung fehlen. Die Larven sind polyphage Herbivoren und ernähren sich von verschiedenen krautigen Pflanzen, darunter nachweislich Brennnesseln und Löwenzahn. Morphologisch zeichnet sich die Raupe durch eine graubraune bis dunkelbraune Grundfärbung aus, wobei eine hellere Dorsallinie mit dunklen, unregelmäßigen Rändern sowie eine subdorsale Reihe schwarz-pfeilförmiger Markierungen vorhanden sind. Der Kopf der Larve ist braun und weist eine dunkle Sprenkelung auf. Angaben zur exakten Anzahl der Larvalstadien sowie zu physiologischen Parametern wie Temperatur-Optima oder Wachstumsraten liegen nicht vor. Als Überwinterungsstadium fungiert die Larve. Die Verpuppung findet im Boden oder in der Streuschicht statt, wobei exakte Angaben zur Puppenruhe in den Quellen fehlen. Spezifische Parasitoide, Prädatoren oder Mortalitätsfaktoren sind für die Art in den verfügbaren Daten nicht dokumentiert. Ebenso liegen keine gesicherten Belege für Symbiosen vor. Die Spannweite der adulten Falter beträgt 32-38 mm bei einer Vorderflügellänge von 13-16 mm.1
Lebensweise
Verhalten
Die Herzblatt-Eule (Caradrina morpheus) zeigt eine strikt nachtaktive Lebensweise und absolviert ihre Flugphase in einer Generation von Mitte Mai bis August. Die Falter fliegen während der Dunkelheit aktiv, während sie tagsüber ruhen. Die Larven ernähren sich polyophag von verschiedenen krautigen Pflanzen wie Brennnesseln und Löwenzahn. Als spezifische Verhaltensanpassung überwintert die Art im Larvalstadium. Belastbare Daten zu weiteren Verhaltensweisen wie Fortbewegung, Orientierung, Kommunikation oder Abwehrverhalten fehlen in der aktuellen Datenlage.
Lebensweise
Ökologie
Die ökologische Nische von Caradrina morpheus ist durch eine polyphage Ernährungsweise der herbivoren Larven geprägt. Die Raupen ernähren sich von verschiedenen krautigen Pflanzen, worunter insbesondere Brennnesseln und Löwenzahn belegt sind. Als Habitatpräferenzen zeigt die Art eine Bindung an Offenland- und strukturreiche Lebensräume, wobei Nachweise in Wäldern, im Grasland sowie in agrotechnisch genutzten Landschaften vorliegen. Das Überwinterungsstadium findet als Larve statt. Bezüglich der Voltinismus-Ausprägung handelt es sich um eine univoltine Art, deren Falterflugzeit von Mitte Mai bis August reicht. Die Falter weisen eine nocturne Lebensweise auf. Belastbare Daten zu spezifischen Parasitoiden, natürlichen Feinden oder konkreten Mikroklima-Anforderungen jenseits der groben Habitatangaben fehlen in der aktuellen Datenlage.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Die Herzblatt-Eule (Caradrina morpheus) ist eine paläarktische Schmetterlingsart, deren natürliches Verbreitungsgebiet von Nordeuropa über Sibirien, den Amur und Korea bis nach Armenien und Turkestan reicht. Darüber hinaus wurde die Art akzidentell in Kanada eingeschleppt, wo sie sowohl an der Ostküste von New Brunswick bis Ontario als auch an der Westküste in British Columbia nachgewiesen ist. In Mitteleuropa gilt die Art gebietsweise als selten; so sind aus der Region Basel seit dem Jahr 2000 lediglich zwei Fundorte bekannt. Die vertikale Verbreitung und genaue Höhenstufen sind in der Literatur nicht systematisch belegt. Als typische Habitate besiedelt Caradrina morpheus offene bis halboffene Landschaften, wobei aggregierte Beobachtungsdaten Vorkommen in Wäldern, im Offenland und in der Agrarlandschaft belegen. Innerhalb dieser Lebensräume ernähren sich die polyphagen Larven von verschiedenen krautigen Pflanzen, worunter insbesondere Brennnesseln und Löwenzahn dokumentiert sind. Die Imagines fliegen in einer Generation von Mitte Mai bis August. Belastbare quantitative Daten zur kleinräumigen Habitatbindung in der DACH-Region fehlen weitgehend, weshalb die Einschätzung primär auf historischen Nachweisen und regionalen Faunendaten beruht.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Die Falter von Caradrina morpheus fliegen in einer Generation pro Jahr von Mitte Mai bis August. Die Art ist univoltin ausgelegt. Aktivitätsbeobachtungen zeigen die adulten Tiere primär während dieser sommerlichen Flugperiode. Die Larven entwickeln sich nach der Eiablage und ernähren sich polyphag von verschiedenen krautigen Pflanzen wie Brennnesseln und Löwenzahn. Als Überwinterungsstadium fungiert die Larve. Bezüglich der Tagesrhythmik sind die Falter nocturn aktiv. Öffentliches Interesse und Suchanfragen zeigen im Jahresverlauf vereinzelte Ausschläge, wobei spezifische Daten zur genaueren witterungsbedingten Aktivitätssteuerung oder Temperaturabhängigkeit in der Fachliteratur derzeit nicht detailliert quantifiziert sind.1
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Caradrina morpheus ist als phytophager Eulenfalter ein polyphager Herbivor, dessen Raupen an verschiedenen krautigen Pflanzen wie Brennnesseln und Löwenzahn fressen. Ein nennenswertes Schadpotenzial in der Land- oder Forstwirtschaft ist für diese Art nach aktueller Datenlage nicht dokumentiert. Belastbare Belege für wirtschaftliche Schäden an Kulturpflanzen fehlen, weshalb die Art weder als bedeutender Schädling noch als Lästling eingestuft wird. Die Raupen sind graubraun bis dunkelbraun gefärbt und weisen eine charakteristische Zeichnung aus einer helleren Rückenlinie sowie einer subdorsalen Reihe schwarzer, pfeilförmiger Markierungen auf. Aufgrund der versteckten Lebensweise und der geringen Individuenanzahl – in bestimmten mitteleuropäischen Regionen gilt die Art als selten – ist eine Früherkennung im Bestand schwierig. Präventions-, Monitorings- oder Bekämpfungsmaßnahmen sind für Caradrina morpheus weder standardisiert noch erforderlich, da keine Massenvermehrungen oder Schadauftreten bekannt sind. Rechtliche Aspekte wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten existieren für diesen Falter nicht.1
Nachweise