Lexikon-Eintrag

Veilchenblauer Wurzelhalskäfer Anthaxia nitidula

Veilchenblauer Wurzelhalskäfer (Anthaxia nitidula), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Käfer (Coleoptera)
Familie
Buprestidae
Gattung
Anthaxia

Überblick

Einleitung

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula), im deutschen Sprachraum auch als Kleiner Kirschbaum-Prachtkäfer bekannt, gehört zur Familie der Prachtkäfer (Buprestidae). Die Art ist in Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika, Kleinasien sowie im Kaukasus verbreitet und besiedelt bevorzugt wärmere Wälder sowie Gebüsche. Die Larven entwickeln sich unter der Rinde von Schlehen und Obstbäumen.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die elfgliedrigen Fühler der Art sind kurz und nach innen stumpf gezähnt.
  • Die Oberkiefer sind kräftig, gebogen, spitz und tragen auf der Innenseite einen stumpfen Zahn.
  • Auf der Stirn zeigt sich eine unscheinbare, schütter anliegende Behaarung.
  • Die Flügeldecken weisen keine Streifen oder Punktreihen auf, sind jedoch dicht punktiert.
  • Die herabgebogenen Seitenstreifen der Flügeldecken verfügen über eine Furche, die vor der einzeln verrundeten Flügelspitze erlischt.
  • Der fast rechteckige Halsschild zeigt ein netzartig oder wabenartig erhabenes Muster.
  • Der Vorderrand des Halsschildes ist in der Mitte nach vorn ausgebuchtet und seitlich doppelt gebuchtet.
  • Die Tarsen sind an allen Beinen fünfgliedrig ausgebildet und die Krallen ungezähnt.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) erreicht eine Körperlänge von 5-7 mm und besitzt einen parallelseitigen, flachen Körperbau. Bezüglich des Sexualdimorphismus unterscheidet sich die Grundfärbung der Geschlechter deutlich. Männchen zeigen eine einheitlich grüne Färbung von Kopf, Halsschild und Flügeldecken, wobei letztere nach hinten oft erzfarbig übergehen. Im Gegensatz dazu tragen Weibchen einen goldgrünen, messingfarbenen oder purpurroten Kopf und Halsschild, während ihre Flügeldecken rein blaugrün gefärbt sind. Der Kopf ist deutlich breiter als lang und bis an den Hinterrand der großen Augen in den Halsschild eingezogen. Die Stirn ist zwischen den auf der Stirn genäherten Augen unscheinbar und schütter anliegend behaart. Die elfgliedrigen Fühler sind kurz und nach innen stumpf gezähnt. Die Mundwerkzeuge umfassen eine zweilappige Oberlippe sowie kräftige, gebogene und an der Innenseite mit einem stumpfen Zahn versehene Oberkiefer. Der fast rechteckige Halsschild ist breiter als lang und weist seine größte Breite hinter der Mitte auf. Seine Skulptur ist netz- oder wabenartig erhaben, wobei ein breiter Mittelstreifen quer gerunzelt oder gerippt erscheint. Die flachen, unebenen Flügeldecken besitzen keine Punktreihen oder Streifen, sind jedoch dicht punktiert und bedecken von oben betrachtet den Hinterleib. Ihre herabgebogenen Seitenränder zeigen eine gefurchte Epipleuralfalte, die vor der einzeln verrundeten Spitze erlischt. Alle Tarsen sind fünfgliedrig ausgebildet und enden in ungezähnten Krallen. Belastbare morphologische Daten zu Eiern, Puppen und Larvenstadien sowie zu artspezifischen Fraßspuren fehlen in der aktuellen Literaturlage weitgehend, obwohl die Entwicklung unter der Rinde von Schlehen und Obstbäumen stattfindet.1

Porträt

Beschreibung

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) repräsentiert einen typischen Vertreter der Familie der Prachtkäfer (Buprestidae), der sich durch eine auffällige metallische Färbung auszeichnet. Mit einer Körperlänge von 5-7 mm gehört die Art zu den kleineren Vertretern ihrer Familie. Die Art ist in Süd- und Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt darüber hinaus Nordafrika, Kleinasien sowie den Kaukasus. Ihr Lebensraum umfasst primär warme Wälder und Gebüsche. Im natürlichen Habitat bewegen sich die tagaktiven Tiere aktiv auf der Suche nach Nahrung und sind häufig auf Blüten zu finden. Die morphologische Grundstruktur des Körpers ist parallel und flach gestaltet. Der Kopf übertrifft die Länge deutlich und ist bis zum Hinterrand der großen Augen in den Halsschild zurückgezogen. Die elfgliedrigen Fühler sind kurz und nach innen stumpf gezähnt. Eine besondere anatomische Anpassung zeigt sich an den Vorderhüfthöhlen, die nach hinten offen sind und einen breiten Fortsatz der Vorderbrust aufweisen, welcher die Mittelbrust scheinbar teilt. Bezüglich des Geschlechtsdimorphismus zeigt die Art eine deutliche farbliche Differenzierung zwischen Männchen und Weibchen. Männchen besitzen meist einen ganz grünen Kopf, Halsschild und Flügeldecken, wobei die Flügeldecken nach hinten oft erzfarben übergehen. Weibchen weisen hingegen einen goldgrünen, messingfarbenen oder purpurroten Kopf und Halsschild auf, während ihre Flügeldecken ganz blaugrün gefärbt sind. Die Larvenentwicklung findet unter der Rinde von Schlehen und verschiedenen Obstbäumen statt.1 Als oligophage Herbivoren ernähren sich die Larven von pflanzlichem Gewebe unter der Rinde, wo sie nach mehrjähriger Entwicklung die Verpuppung durchlaufen.12 Nach dem Schlupf verlassen die Imago-Tiere das Holz und fliegen blühende Sträucher sowie Wildrosenblüten zur Nahrungsaufnahme an. Belastbare populationsdynamische Langzeitdaten zur Bestandsentwicklung liegen derzeit jedoch nicht flächendeckend vor.1

Systematik

Name & Einordnung

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) gehört innerhalb der Familie der Prachtkäfer (Buprestidae) zur artenreichen Gattung Anthaxia. Im deutschen Sprachraum ist die Art auch als Kleiner Kirschbaum-Prachtkäfer bekannt. Die Gattungs- und Artzuordnung platziert das Taxon in die Ordnung der Käfer (Coleoptera) und die Klasse der Insekten (Insecta).1 Belastbare historische Details zur exakten Erstbeschreibung oder Autorenschaft fehlen in den vorliegenden Primärquellen, weshalb hierzu keine weiterführenden Angaben gemacht werden können. Die geografische Verbreitung der Art erstreckt sich über die Westpaläarktis, wobei Vorkommen in Europa und Nordafrika (Algerien) nachgewiesen sind. In wärmeren Regionen Süd- und Mitteleuropas sowie in Kleinasien und im Kaukasus ist die Art ebenfalls beheimatet. Ökologisch ist die Art an wärmere Habitate wie Wälder und Gebüsche gebunden.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) besiedelt als Prachtkäfer wärmere Regionen in Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika, Kleinasien sowie dem Kaukasus. Die tagaktiven Imagines fliegen auf der Suche nach Nahrung aktiv umher und sind vor allem auf Wildrosenblüten, blühenden Sträuchern und gelbblühenden Wiesenblumen anzutreffen. Neben der Aufnahme von Blütenpflanzen ernähren sich die adulten Käfer auch von Holz. Belastbare Daten zur genauen Paarungsbiologie, Fertilität und den spezifischen Parametern der Eiablage fehlen in der aktuellen Literaturlage weitgehend. Die oligophagen Larven entwickeln sich herbivor und leben unter der Rinde von Schlehen sowie verschiedenen Obstbäumen. Nach einer Entwicklungszeit von einigen Jahren unter der Rinde verpuppen sich die Larven. Aus diesen Puppen schlüpfen schließlich die adulten Käfer, deren exakte Generationsdauer und physiologische Besonderheiten wie Kältetoleranz oder Diapause bisher nicht systematisch untersucht wurden. Spezifische quantitative Angaben zu Mortalitätsfaktoren, natürlichen Feinden oder Parasitoiden sind für Anthaxia nitidula in den verfügbaren Quellen ebenfalls nicht dokumentiert.1

Lebensweise

Verhalten

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) zeigt eine ausgeprägte Tagaktivität während der Futtersuche. Auf der Suche nach Nahrung fliegen die Tiere aktiv umher. Dabei sind sie häufig auf Wildrosenblüten anzutreffen, auf denen oft mehrere Individuen gemeinsam sitzen. Neben Wildrosen werden auch andere blühende Sträucher sowie gelbblühende Wiesenblumen besiedelt. Neben der Nahrungsaufnahme auf Blüten fressen die Käfer auch Holz.1

Lebensweise

Ökologie

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) besiedelt vor allem wärmere Regionen in Süd- und Mitteleuropa sowie Nordafrika, Kleinasien und den Kaukasus.1 In diesen Arealen ist die Art in Wäldern und Gebüschen anzutreffen.12 Die tagaktiven Imago-Tiere fliegen aktiv auf der Suche nach Nahrung umher und sind häufig auf Wildrosenblüten, blühenden Sträuchern sowie gelbblühenden Wiesenblumen zu finden. Neben der Nektar- und Blütenaufnahme ernähren sie sich auch von Holz.1 Die oligophagen Larven entwickeln sich als Herbivoren und leben unter der Rinde von Schlehen sowie verschiedenen Obstbäumen.12 Die Larvalentwicklung erstreckt sich über einige Jahre, an deren Ende die Verpuppung erfolgt.1 Belastbare quantitative Daten zu Parasitoiden, spezifischen natürlichen Feinden oder konkreten mikroklimatischen Schwellenwerten liegen aus den vorliegenden Quellen nicht vor.

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Anthaxia nitidula ist in der westlichen Paläarktis beheimatet und erstreckt sich über Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika inklusive Algerien sowie über Kleinasien bis in den Kaukasus.12 Innerhalb dieses großen Verbreitungsgebietes besiedelt die Art bevorzugt wärmere Regionen. In Deutschland und im mitteleuropäischen Raum gilt das Vorkommen als an wärmere Gegenden gebunden. Belastbare Daten zur genauen Vertikalverbreitung oder detaillierte historische Ausbreitungspfade abseits der bekannten Areale fehlen. Als natürlicher Lebensraum dienen primär Wälder und Gebüsche. Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen das Vorkommen in waldartigen Habitaten sowie in graslanddominierten Bereichen, während urbane Räume oder Küstenbiotope nicht als typischer Lebensraum ausgewiesen sind. Die Larvenentwicklung findet unter der Rinde verschiedener Gehölze wie Schlehen und Obstbäumen statt, weshalb das Vorkommen eng an das Vorkommen dieser Wirtspflanzen gekoppelt ist. Im Zuge ihrer Aktivität suchen die tagaktiven Imagines offene Blütenstrukturen wie Wildrosen und andere blühende Sträucher zur Nahrungsaufnahme auf.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Anger-Crottendorf, 04 Leipzig-Ost, Germany

    05.05.2026

  • Leipziger Auwald, Leipzig, Sachsen, Deutschland

    05.05.2026

  • Deutschland

    05.05.2026

  • Frankfurt (Main) Europaturm, 60431 Frankfurt am Main, Deutschland

    05.05.2026

  • Deutschland

    04.05.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

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Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 19.10.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) zeigt eine ausgeprägte tagaktive Lebensweise und ist besonders auf der Suche nach Nahrung aktiv. Adulte Tiere fliegen umher, wobei Belege aus Nordafrika Funde im April und Mai dokumentieren. Sie halten sich bevorzugt auf blühenden Sträuchern, Wildrosen und gelben Wiesenblüten auf. Die Entwicklung der Larven erfolgt unter der Rinde von Obstbäumen und Schlehen. Nach einer mehrjährigen Larvalphase verpuppen sich die Tiere, bevor der fertige Käfer schlüpft. Belastbare quantitative Daten zur genauen Generationsfolge pro Jahr oder zu spezifischen Temperaturschwellenwerten fehlen in der Literatur. Auch zum exakten Überwinterungsstadium lassen sich aus den vorliegenden Primärquellen keine detaillierten Schlüsse ziehen. Ergänzende Auswertungen zum öffentlichen Informationsinteresse verzeichnen vereinzelte Peaks in den Wintermonaten Dezember und Januar, was jedoch nicht zwingend mit der natürlichen Aktivitätsperiode im Freiland korreliert.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) ist in Mitteleuropa und wärmeren Regionen beheimatet, wobei seine Larven unter der Rinde von Obstbäumen und Schlehen leben.1 Die Larven entwickeln sich unter der Rinde.12 Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Großschäden in der professionellen Landwirtschaft fehlen in der aktuellen Fachliteratur jedoch weitgehend. Spezifische Monitoringsysteme, Fallen oder chemische Bekämpfungsmethoden für diesen spezifischen Prachtkäfer sind in der wissenschaftlichen Literatur nicht standardisiert beschrieben. Da die Art in Deutschland unter Naturschutz steht, ist beim Management der Art der gesetzliche Artenschutz zu beachten.1 Integrierte Bekämpfungsstrategien oder physikalische Verfahren sind mangels massiven Schadauftretens nicht etabliert. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen im Sinne von Allergien oder Vektoreigenschaften sind für Anthaxia nitidula nicht bekannt. Rechtliche Aspekte umfassen vor allem den bestehenden Naturschutzstatus, der gezielte Entnahmen oder Bekämpfungen außerhalb von Ausnahmeregelungen untersagt.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Belastbare Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung von Anthaxia nitidula als Schädling oder Nützling fehlen in der aktuellen Fachliteratur. Die Art wird in wirtschaftlichen Kontexten wie Forstwirtschaft, Obstbau oder Lagerhaltung nicht als relevanter Schadorganismus geführt. Zwar entwickeln sich die Larven unter der Rinde von Obstbäumen und Schlehen, ein wirtschaftlich spürbares Schadbild oder quantifizierte Ernteausfälle sind jedoch nicht dokumentiert. In Deutschland steht der Käfer unter Naturschutz, weshalb gezielte Bekämpfungsmaßnahmen entfallen.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4nzender_Bl%C3%BCtenprachtk%C3%A4fer
  2. gbif.org/species/4431813
  3. Literaturzusammenfassung: Anthaxia nitidula