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Parkettkäfer

Feines, mehlartiges Bohrmehl und winzige Löcher in Parkett oder Möbeln aus Laubholz deuten auf Splintholzkäfer hin. Wie du den Befall eingrenzt und was wirklich hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

3 Produkte
Kauf-Ratgeber Parkettkäfer

Parkettkäfer erkennen und richtig handeln

Feines, mehlartiges Bohrmehl und winzige runde Löcher in Parkett, Dielen oder Möbeln aus Laubholz deuten auf Splintholzkäfer hin. Der heimische Parkettkäfer ist heute selten – meist steckt sein eingeschleppter Verwandter, der Braune Splintholzkäfer, dahinter. Hier erfährst du, wie du den Befall erkennst und was wirklich hilft.

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Welches Mittel gegen Parkettkäfer passt zu dir?

Puderfeines Bohrmehl und Löcher von 1–2 mm im Parkett

Splintholzkäfer: Befall eingrenzen

Das Bohrmehl von Splintholzkäfern ist staubfein wie Puder, beim Holzwurm ist es körniger. Befallen wird nur das stärkereiche Splintholz von Laubhölzern wie Eiche, Esche, Ahorn oder Nussbaum, nie Nadelholz oder Buche. Markiere die Stellen und achte auf neue Löcher und frisches Mehl. Sind viele Stäbe oder größere Flächen betroffen, behandle alle zugänglichen Flächen mit einem für den Einsatz zugelassenen Holzschutzmittel nach Etikett, kontrolliere mit Fallen und wiederhole nach zwei bis drei Wochen.

Kleine braune Käfer am Fenster oder in der Lampe

Hinweis auf Befall in der Nähe

Splintholzkäfer sind 3 bis 8 mm groß, schlank und braun. Sie fliegen in der Dämmerung zum Licht – tote Käfer auf Fensterbänken oder in Lampenschalen sind deshalb ein deutliches Zeichen für einen Befall in der Nähe. Eine Klebefalle am Fenster fängt einzelne Käfer und zeigt dir, ob noch welche schlüpfen.

Verlegtes Parkett großflächig befallen

Einzelne Stäbe austauschen, Rest behandeln

Bei verlegtem Parkett lohnt sich eine Behandlung meist nicht: Lack oder Öl auf der Oberseite lassen kaum ein Mittel ins Holz, und an die Unterseite kommst du nicht heran. Prüfe, ob einzelne Stäbe ausgetauscht werden müssen; an freiliegenden Fugen und Stabkanten kannst du einem für den Einsatz zugelassenen Holzschutzmittel nach Etikett einsetzen und mit Fallen kontrollieren.

Befallene Möbel, Rahmen, Holzspielzeug, Bambus oder Rattan

Aussortieren, einfrieren oder behandeln

Splintholzkäfer kommen oft mit neuen Möbeln, Tropenholz, Bambus, Rattan oder Souvenirs ins Haus. Stark befallene Stücke entsorgst du am besten, damit die Käfer nicht auf anderes Holz übergehen. Kleine Stücke lassen sich luftdicht verpackt einfrieren. Rohes, unbehandeltes Holz – etwa Rückseiten und Kanten – kannst du mit einem zugelassenen Holzschutzmittel behandeln, das laut Produktangaben auch gegen Splintholzkäfer eingesetzt wird.

Käfer auf Laminat oder Vinylboden

Quelle in der Nähe suchen

Laminat und Vinyl sind kein Massivholz – Splintholzkäfer legen ihre Eier in die Poren von stärkereichem Laubholz. Findest du Käfer auf solchen Böden, stammen sie meist aus Holzteilen in der Nähe: Sockelleisten, Türen, Möbel, Bilderrahmen oder Holzspielzeug.

Mittel gegen Parkettkäfer im Vergleich

Bei Splintholzkäfern geht es vor allem darum, befallene Stücke früh zu finden und auszusortieren. Behandeln lohnt sich nur bei rohem, gut erreichbarem Holz.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Befall prüfen und eingrenzen Frisches, puderfeines Mehl, neue Löcher und Nagespuren quer zur Maserung zeigen, wo die Käfer sitzen. Immer zuerst Alle Holzteile aus Laubholz in der Nähe mitprüfen, auch Sockelleisten, Rahmen und Spielzeug.
Aussortieren oder Austauschen Befallene Stücke kommen aus dem Haus, bevor die nächste Käfergeneration schlüpft. Stark befallene Möbel und Kleinteile, einzelne Parkettstäbe Die Käfer können sonst weiteres passendes Holz in der Umgebung befallen.
Kälte (Gefriertruhe) Anhaltender Frost tötet die Larven im Holz. Kleine Möbel, Rahmen, Schnitzereien, Spielzeug Luftdicht verpacken, damit sich beim Auftauen kein Kondenswasser bildet. Die Kälte muss bis in den Kern – dicke Stücke brauchen länger.
Holzschutzmittel (Biozid-Produktart 8) Zugelassenes Mittel, das in rohes Holz eindringt und je nach Aufwandmenge bekämpfend oder vorbeugend wirkt. Rohes, unbehandeltes Laubholz, das du gut erreichst, z. B. Rückseiten und Kanten von Möbeln Nur auf rohem Holz: Farbe, Lack, Wachs und Staub vorher entfernen. Menge laut Etikett, Schutzhandschuhe, gut lüften. Tragende Bauteile nicht auf eigene Faust behandeln.
Klebefalle Fängt einzelne Käfer, die auf die Klebefläche geraten. Kontrolle am Fenster, weil die Käfer zum Licht fliegen Enthält keinen speziellen Lockstoff für Holzschädlinge. Sie zeigt, ob Käfer unterwegs sind – den Befall im Holz bekämpft sie nicht.

So leben Splintholzkäfer

Lebenszyklus des Splintholzkäfers im aufgeschnittenen Laubholzbrett: Eier in den Holzporen, Larve in einem mit feinem Mehl gefüllten Gang, Puppe unter der Oberfläche und schlanker brauner Käfer neben einem winzigen runden Loch mit Bohrmehlhäufchen
Lebenszyklus des Splintholzkäfers im aufgeschnittenen Laubholzbrett: Eier in den Holzporen, Larve in einem mit feinem Mehl gefüllten Gang, Puppe unter der Oberfläche und schlanker brauner Käfer neben einem winzigen runden Loch mit Bohrmehlhäufchen

Die Larven fressen nur im stärkereichen Splintholz von Laubhölzern – deshalb trifft es vor allem relativ neues Holz.

  • Eier in den Holzporen: Das Weibchen nagt die Holzoberfläche quer zur Maserung an und legt bis zu 200 Eier tief in die Poren grobporiger Laubhölzer. Auch lackierte Flächen werden angenagt – ein Anstrich schützt deshalb nicht.
  • Larven: Die elfenbeinfarbenen Larven werden bis etwa 6 mm lang und fressen Gänge in Faserrichtung, die sie mit puderfeinem Bohrmehl verstopfen. Je nach Nährstoffgehalt dauert die Entwicklung 3 Monate bis 2 Jahre.
  • Holzart: Splintholz von Eiche, Esche, Ahorn, Nussbaum und Tropenhölzern wie Abachi, Limba, Meranti oder Ramin, außerdem Bambus und Rattan. Nadelholz, Buche und Kernholz bleiben verschont. Über 10 Jahre altes Holz wird nur noch selten befallen.
  • Auch in warmen Wohnräumen: Schon ab etwa 8 % Holzfeuchte können sich die Larven entwickeln, optimal sind rund 16 %. Anders als der Holzwurm kommen sie deshalb auch in beheizten Wohnungen zurecht.
  • Käfer: Die Käfer schlüpfen durch runde Löcher von 1 bis 2 mm, sind in der Dämmerung aktiv und fliegen zum Licht. Die Weibchen leben bis zu sechs Wochen und können weiteres passendes Holz in der Umgebung befallen.

Daraus folgt: Befallene Stücke früh aussortieren – je älter das Holz, desto geringer das Risiko.

Parkettkäfer oder Holzwurm?

Bohrmehl und Holzart verraten schnell, wer dahintersteckt.

Splintholzkäfer (Lyctus) von oben
Splintholzkäfer (Lyctus) von oben

Splintholzkäfer

Lyctus brunneus, Lyctus linearis

Größe
3–8 mm
Erkennungs­merkmal
Brauner Splintholzkäfer und Parkettkäfer: schlank, stäbchenförmig, braun; Kopf von oben sichtbar. Runde Löcher von 1–2 mm, Bohrmehl staubfein wie Puder
Vorkommen
Nur Splintholz von Laubhölzern: Parkett, Furniere, Möbel, Rahmen, Tropenholz, Bambus, Rattan

Was tun? Befallene Stücke aussortieren oder fachkundig behandeln lassen. Ein Lack- oder Ölanstrich schützt nicht.

Steckbrief im Lexikon →
Gewöhnlicher Nagekäfer (Anobium punctatum) von oben
Gewöhnlicher Nagekäfer (Anobium punctatum) von oben

Holzwurm

Anobium punctatum

Größe
2,5–6 mm
Erkennungs­merkmal
Gewöhnlicher Nagekäfer: graubraun, fein behaart; Halsschild bedeckt den Kopf wie eine Kapuze. Kreisrunde Löcher von 1–2 mm, Bohrmehl leicht körnig
Vorkommen
Nadel- und Laubholz: Möbel, Dielen, Balken, vor allem in kühlen, feuchten Räumen

Was tun? Erst prüfen, ob der Befall aktiv ist. Alles Weitere findest du auf unserer Seite „Holzwurm bekämpfen“.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten Parkettkäfer loswerden

  1. Schritt 1: Holzart und Bohrmehl prüfen

    Puderfeines Mehl in Laubholz spricht für Splintholzkäfer, körniges Mehl in Nadelholz-Dielen eher für den Holzwurm.

  2. Schritt 2: Befall eingrenzen

    Alle Holzteile aus Laubholz in der Nähe prüfen und die Löcher markieren. Tote Käfer am Fenster oder in Lampen zeigen, dass in der Nähe Käfer schlüpfen.

  3. Schritt 3: Quelle finden

    Kam vor Kurzem ein neues Möbelstück, Tropenholz, Bambus, Rattan oder ein Souvenir ins Haus? Dort beginnt der Befall oft.

  4. Schritt 4: Aussortieren oder behandeln

    Stark befallene Stücke entsorgen, kleine Stücke einfrieren, rohes Holz mit einem zugelassenen Holzschutzmittel nach Etikett behandeln. Bei verlegtem Parkett prüfen, ob einzelne Stäbe ausgetauscht werden müssen.

  5. Schritt 5: Kontrollieren

    Von April bis September auf neue Löcher, frisches Mehl und Käfer am Fenster achten. Eine Klebefalle auf der Fensterbank hilft bei der Kontrolle.

Parkettkäfer: das Wichtigste in Kürze

  • Puderfeines Bohrmehl in Laubholz deutet auf Splintholzkäfer.
  • Nadelholz und Buche befallen sie nicht.
  • Ein Lack- oder Ölanstrich schützt nicht.
  • Befallene Stücke früh aussortieren, damit die Käfer nicht weiterziehen.

Häufige Fragen zum Parkettkäfer

Woran erkenne ich Parkettkäfer?

Typisch sind kreisrunde Löcher von 1 bis 2 mm und sehr feines, mehlartiges Bohrmehl, das sich wie Puder anfühlt. Befallen ist immer Laubholz wie Eiche, Esche oder Ahorn, nie Nadelholz oder Buche. Die schlanken, 3 bis 8 mm großen braunen Käfer fliegen zum Licht und liegen oft tot auf Fensterbänken.

Sind Parkettkäfer und Splintholzkäfer dasselbe?

Fast. Beide gehören zu den Splintholzkäfern der Gattung Lyctus und leben gleich. Der heimische Parkettkäfer (Lyctus linearis) ist heute selten, meist steckt der eingeschleppte Braune Splintholzkäfer (Lyctus brunneus) dahinter. Die Maßnahmen sind dieselben – mehr dazu auf unserer Seite Splintholzkäfer bekämpfen.

Können Parkettkäfer im Laminat leben?

In Laminat oder Vinyl selbst nicht: Splintholzkäfer legen ihre Eier in die Poren von stärkereichem Laubholz. Findest du Käfer auf solchen Böden, such die Quelle in Holzteilen in der Nähe – Sockelleisten, Türen, Möbel, Bilderrahmen oder Holzspielzeug.

Was tun bei Parkettkäfern in der Wohnung?

Grenz den Befall ein und such die Quelle – oft ein neueres Möbelstück, Tropenholz, Bambus oder Rattan. Stark befallene Stücke entsorgst du, kleine kannst du einfrieren, rohes Holz mit einem zugelassenen Holzschutzmittel nach Etikett behandeln. Bei verlegtem Parkett prüfst du, ob einzelne Stäbe ausgetauscht werden müssen.

Wie sehen die Larven aus?

Die Larven sind elfenbeinfarben, gekrümmt und werden bis etwa 6 mm lang. Typisch sind zwei gelbliche Punkte am Hinterende – vergrößerte Atemöffnungen, die man mit bloßem Auge sieht. Du findest sie nur, wenn du befallenes Holz aufbrichst.

Hilft eine Falle gegen Parkettkäfer?

Nur zur Kontrolle. Weil die Käfer zum Licht fliegen, fängt eine Klebefalle am Fenster einzelne Tiere und zeigt dir, ob noch welche schlüpfen. Einen speziellen Lockstoff für Splintholzkäfer enthält sie nicht, und den Befall im Holz bekämpft sie nicht.

Parkettkäfer im Bett – woher kommen sie?

Weil die Käfer zum Licht fliegen, landen sie auch im Schlafzimmer. Prüf Bettgestell, Nachttisch und andere Möbel aus Laubholz, Bambus oder Rattan auf feines Bohrmehl und winzige Löcher. Kleine behaarte Larven im Bett sind dagegen meist Teppichkäfer-Larven – mehr dazu auf unserer Seite Teppichkäfer.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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