Mäuse vertreiben – Methoden, die im Haus und im Garten Wirkung zeigen
Aktualisiert am 31. Oktober 2026 Philipp Silbernagel

Mäuse vertreiben – Methoden, die im Haus und im Garten Wirkung zeigen

Fachlich geprüft vom Silberkraft-Team

Pelzige Schädlinge

Mäuse sind klein, wahnsinnig schnell und lieben es zu fressen. Jeder kennt die kleinen Nager, denn fast jeder musste sich in seinem Leben schon mal die Frage stellen: Wie schafft man es, den quirligen Schädling zu fangen und welche Vorkehrungen müssen getroffen werden, damit dem Nager der Weg in die eigenen vier Wände versperrt bleibt? Denn Mäuse vermehren sich schneller als gedacht und sind ebenso hart im Nehmen. Sie verbreiten Krankheiten und machen auch viel kaputt. Menschliche Behausungen suchen sie bevorzugt in den kalten Monaten des Jahres auf. Manche Menschen finden sie auch niedlich, aber trotzdem will sie niemand wirklich als Untermieter. Hierfür gibt es Vertreibungsmethoden und Hausmittel, die wirken.

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Mäusenest mit vier Mäusen

Mäuse – Die wichtigsten Fakten zum Schädling

Geht es um Mäuse, dann haben Menschen verschiedene Meinungen. Die einen finden sie putzig und die anderen rennen schreiend davon, wenn sie ihnen über den Weg laufen. Jedoch ist eins klar: Wurden Mäuse im Haus entdeckt, ist schnelles Handeln angesagt. Nicht nur, dass die kleinen Nager erhebliche Schäden anrichten können. Sie fungieren ebenso als Krankheitsüberträger. Dies ist nicht ganz ungefährlich und muss ernst genommen werden. Handeln Betroffene zu langsam, kann aus einer einzelnen Maus schneller als angenommen eine ganze Kolonie entstehen.

Aussehen

Mäuse, die in Deutschland beheimatet sind, haben einen sieben bis circa zehn Zentimeter langen Rumpf. Ihr Fell besitzt eine Färbung von mausgrau bis braungrau. Der Schwanz der deutschen Hausmaus ist ungefähr elf Zentimeter lang und von schwarzer Farbe. Behaart ist der Mäuseschwanz nicht. Dafür fällt er durch seine markanten Schuppenringe auf. 

Artenvielfalt

Weltweit existieren vierzig verschiedene Arten von Mäusen. In Deutschland sind folgende Exemplare bekannt:

Lebensraum

Ursprünglich kommen Mäuse aus Afrika, Südeuropa und aus Teilen Asiens. Die Hausmaus (Mus musculus), die in Deutschland beheimatet ist, stammt aus Indien und wurde über den Wasserweg eingeschleppt. Mäuse treten nicht saisonal, sondern ganzjährig auf. In den meisten Fällen leben Mäuse in der Nähe des Menschen. Besonders im Winter siedeln sie sich gerne in Scheunen, Schuppen oder auch im Keller an. In der Natur leben sie direkt unter der Erde.

Mäuse vertreiben – Auf dem Dachboden, im Haus und in Kellerräumen

Lebensweise der Nager 

Mäuse, die in der Nähe des Menschen leben, sind am Tag und in der Nacht aktiv. Jedoch gibt es Arten, wie zum Beispiel die Waldmaus (Apodemus sylvaticus), die nur in der Nacht auf Futtersuche geht. Auch Winterschlaf, wie lange angenommen, halten die Tiere nicht. Um Energie zu sparen, können Mäuse jedoch in einen sogenannten Erstarrungsmodus verfallen. Dies geschieht in den meisten Fällen im Winter, wenn ihnen die natürlichen Nahrungsquellen ausgehen. Genau dann begeben sich die meisten Nager auf die Suche nach einem passenden Überwinterungsquartier. Für ihre Nachkommen bauen die Tiere ein Nest und leben in Kolonien. 

Das fressen Mäuse

Mäuse sind bei der Nahrung nicht besonders wählerisch und gelten deshalb als Allesfresser. Jedoch haben die Nager auch ihre Vorlieben. Besonders pflanzliche Lebensmittel wie Nüsse, Samen, Schokolade oder Obst stehen ganz oben auf ihrem Speiseplan. Aber auch kleine Vögel, Würmer und Insekten werden von ihnen gefressen. Gut zu wissen: Käse fressen Mäuse durchaus, er steht aber nicht ganz oben auf ihrem Speiseplan.

Fortpflanzung

Solange Mäuse ausreichend Nahrung haben, vermehren sich die Nagetiere etwa sechs bis acht Mal in einem Jahr. Das Mäuseweibchen ist circa drei Wochen trächtig. Ein Wurf bringt in der Regel acht Junge hervor. Jungmäuse sind im Alter von zehn bis zwölf Wochen geschlechtsreif und können dann bereits selbst Junge haben. Bei einer Lebenserwartung von ungefähr ein bis zwei Jahren in der freien Wildbahn kann eine Maus somit für genügend Nachkommen sorgen.

Kurz nach der Geburt sind die jungen Mäuse nackt, taub und blind. Sie sind geradezu winzig und bringen nicht einmal ein Gramm auf die Waage. Ungefähr elf Tage danach bildet sich ein feiner Flaum von weichen Härchen auf ihrem Körper. In einem Alter von etwa zwei Wochen öffnen die kleinen Mäuse dann das erste Mal ihre Augen. Nach drei Wochen begeben sie sich erstmals alleine auf Nahrungssuche und müssen nicht mehr von der Mutter gesäugt werden. 

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Natürliche Feinde

Die Nagetiere haben viele Feinde. Leben die Nager im Umfeld des Menschen sind es Ratten, Katzen und Marder. Aber auch Schleiereulen, die in der freien Wildbahn wie ebenso auf Gebäuden lauernd nach Beute Ausschau halten, jagen die Maus. 

In der freien Natur gesellen sich noch weitere Greifvögel dazu, für die Mäuse eine willkommene Mahlzeit sind. Sie orten den kleinen Nager mithilfe ultravioletter Strahlen, die Mäuse durch Absondern von Urin hinterlassen. So ist es für die Greifvögel ein Einfaches, das Nagetier zu verfolgen und am Ende zu fangen. Aber nicht nur aus der Luft droht der Maus Gefahr. Auch Igel, Füchse, Wiesel und Marder jagen Mäuse in der freien Wildbahn.

Nutzen

Mäuse richten nicht nur Schaden an, sondern erfüllen auch relevante Aufgaben in der Natur. Sie sorgen für die Auflockerung der Böden. Ebenfalls verteilen die Nager weitflächig Samen und erweisen dadurch dem Menschen und der Natur einen guten Dienst.

Wie wird ein Befall durch Mäuse erkannt?

Ein Befall durch Mäuse tritt sehr oft auf. Ganz besonders in den kalten Monaten des Jahres suchen die kleinen Nagetiere die Nähe der Menschen und siedeln sich bevorzugt in Kellerräumen, Vorratsschuppen, aber auch in Wohnräumen an. Jedoch kommt es ebenso vor, dass Mäuse in der warmen Jahreszeit den Weg ins Haus finden. Offene Türen und Fenster, Löcher in der Fassade oder andere offene Stellen an der Gebäudehülle machen es ihnen einfach in den menschlichen Wohnraum einzudringen. 

Gärten sind der natürliche Lebensraum der widerstandsfähigen Nager. Auch dort können vor allem Wühl- und Feldmäuse erhebliche Schäden anrichten und sind deswegen nicht gerne gesehen.

Haben sich Mäuse im Haus angesiedelt, ist es alles andere als einfach, sie wieder loszuwerden. Ein schwerwiegender Grund hierfür ist die rasante Fortpflanzung der Nager. Mäuse können unter guten Lebensbedingungen achtmal in einem Jahr Junge bekommen. Jeder Wurf bringt dann ungefähr drei bis acht Jungmäuse hervor. Ebenso können Hausmäuse älter werden als ihre in der Natur lebenden Artgenossen. So werden Mäuse in der freien Wildbahn etwa zwei Jahre und Mäuse, die in menschlichen Behausungen leben, circa drei Jahre alt. Anzeichen für einen Befall im Haus gibt es einige. Folgende weisen direkt darauf hin und sollten immer ernst genommen werden:

  • Kot der Mäuse Mäusekot weist als Erstes auf einen Befall der Nagetiere hin. Zu sehen sind die kleinen schwarzen Kötel an verschieden Stellen im Haus. Sie geben die Laufwege, die Mäuse auf ihren Wegen hinterlassen, preis. Frische Exkremente werden an der weichen Konsistenz erkannt. Älterer Kot ist meistens hart. Wichtig: Bei der Beseitigung von Mäuseexkrementen sollten immer Handschuhe getragen werden, um eine Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.
  • Bissspuren Mäuse sind Nagetiere und knabbern nicht ausschließlich an Lebensmitteln. Auch Bisspuren an Plastik, Pappe, Holz und sogar an Kabel aller Art müssen ernst genommen werden. Aufgrund ihrer Nagezähne, die ohne Unterbrechung wachsen, nagen sie sich nämlich durch alles, was sie finden können. Somit sorgen sie auf natürlichem Wege dafür, dass ihre Zähne nicht zu lang werden, was sie sonst bei ihrer Nahrungsaufnahme ungemein behindern würde.
  • Schmierspuren am Boden Auch Schmierspuren offenbaren die Anwesenheit der Tiere. Sie bestehen aus dem Körperfett der Säugetiere, das durch anhaftenden Schmutz sichtbar wird. Mit etwas Zeit und Ruhe können die Laufwege der Mäuse ausfindig gemacht werden. Dies ist hilfreich bei der Standortwahl von Fallen zur anschließenden Bekämpfung der ungebetenen Untermieter.

Welche gesundheitlichen Risiken birgt ein Befall für den Menschen?

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In unseren Breitengraden gelten Mäuse als Schädlinge und dies zu Recht. Neben den materiellen Schäden können die Tiere auch Krankheiten auf den Menschen übertragen, mit denen nicht zu spaßen ist. Eine tragende Rolle übernimmt hierfür der Kot der Mäuse, der gefährliche Krankheitserreger auf Lebensmitteln und im ganzen Haus hinterlässt. 

Diese Krankheiten werden von Mäusen übertragen

Die Weil-Krankheit

Im Anfangsstadium verläuft die Weil-Krankheit wie eine Grippe. Sie kann jedoch zu gefährlichen Immunreaktionen ausarten und zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen mancher Organe führen. Ebenfalls Gelbsucht und Hirnhautentzündungen können durch sie ausgelöst werden.

Das Hanta-Virus 

Von Hanta-Vieren existieren verschiedene Arten. Sie lösen unterschiedlichste Krankheiten aus, die Nieren und Lungen des Menschen schädigen können.

Die Nagerpest

Diese Variante der Pest ist die gefährlichste Krankheit, die von Mäusen übertragen wird. Sie kann für den Menschen lebensbedrohliche Auswirkungen haben!

Die Salmonellosen

Salmonellen lösen verschiedene Krankheiten aus. Sie sind im höchsten Grade ansteckend und aus diesem Grund sehr gefährlich.

Aber nicht nur gefährliche Krankheiten können von Mäusen übertragen werden. Auch für materielle Beschädigungen sorgen die Nagetiere. Aufgrund dessen, dass sie an allem knabbern, was ihnen gerade so in die Quere kommt, können sie für Schäden an elektrischen Geräten und Anlagen sorgen. Kurzschlüsse verschiedenster Art sind somit keine Seltenheit bei einem Befall durch das Tier.

Auch in der Speisekammer richten Mäuse Schäden an. Nicht umsonst gelten sie als einer der gefürchtetsten Vorratsschädlinge überhaupt. Hierbei sind sie nicht wählerisch und fressen ungeniert drauflos. Angefressene Lebensmittel müssen unbedingt entsorgt werden.

Wie gelangen Mäuse hinter die Wand?

Wird es draußen kälter, begeben sich Mäuse auf die Suche nach einem warmen Überwinterungsquartier. Dort angekommen verstecken sich die kleinen Nagetiere an Stellen, die im ersten Moment nicht offensichtlich sind. Sie bevorzugen hierfür Orte wie Dachböden und Kellerräume. Auch hinter Wandverkleidungen, in Zwischendecken und hinter Fassaden lieben sie es, sich zu verstecken. Dort haben sie es warm, sind in der Nähe von ausreichend Nahrung und sind keine leichte Beute für natürliche Feinde wie zum Beispiel Katzen.

Da viele Häuser heutzutage zweischalig gebaut sind, ist es für Mäuse ein Kinderspiel, hinter Wände zu gelangen und sich dort zu verstecken. In den meisten Fällen kommen die Nager über eine defekte Stelle oder durch die notwendigen Lüftungslöcher ins Innere eines Hauses. Diese sogenannten Lüftungslöcher sind dafür da, damit die Luft in den Zwischenwänden zirkulieren kann und somit Schimmel vermieden wird. Jedoch dienen genau diese Löcher den unbeliebten Untermietern sowie anderen Schädlingen als Schlupflöcher.

Mäuse vertreiben ohne Gift: Was hilft und was nicht

Wer Mäuse nicht mit Giftködern bekämpfen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Nicht alle halten, was im Internet versprochen wird. Ein ehrlicher Überblick:

Lebendfallen und Schlagfallen

Die gute alte Mausefalle kann überall zum Einsatz kommen. Lebendfallen müssen mehrmals täglich kontrolliert werden. Gefangene Mäuse nicht in der Nähe aussetzen, sonst sind sie schnell wieder da. Bedenken sollte man aber: Eine Hausmaus, die weit entfernt ausgesetzt wird, findet in fremder Umgebung oft kein Quartier und kein Futter. Schlagfallen müssen so gebaut sein, dass sie sofort töten.

Welche Gerüche mögen Mäuse nicht? Düfte und Hausmittel im Check

Häufig empfohlen werden Pfefferminze, Eukalyptus, ätherische Öle, Essig oder Cayennepfeffer. Mäuse haben einen guten Geruchssinn, und starke Gerüche können sie kurzfristig stören. Eine verlässliche, anhaltende Wirkung ist für diese Hausmittel aber nicht belegt: Die Düfte verfliegen schnell, und die Tiere gewöhnen sich daran. Vorsicht in Haushalten mit Katzen: Viele ätherische Öle sind für Katzen giftig.

Ultraschallgeräte: Laut Umweltbundesamt wirkungslos

Geräte, die Schall, Ultraschall oder elektromagnetische Felder erzeugen, werden oft zur Nagerabwehr angeboten. Nach Einschätzung des Umweltbundesamts haben sich alle diese Geräte bisher als wirkungslos erwiesen. Mehr dazu im Faktencheck Ultraschall gegen Mäuse und Ratten.

Repellents: Mäuse über den Geruch vertreiben

Repellents sollen Mäuse über ihren Geruch vertreiben, ohne sie zu töten. Das Silberkraft Anti-Mäuse-Spray enthält den Duftstoff Geraniol, der für Menschen blumig-rosenähnlich riecht. Damit die Wirkung anhält, muss die Anwendung regelmäßig wiederholt werden; ein Repellent ersetzt außerdem nicht das Abdichten der Zugänge. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Speziell für den Außenbereich gibt es den Ratgeber Mäuse im Garten und unter der Terrasse, für Geräusche unterm Dach den Ratgeber Mäuse auf dem Dachboden.

Welche Maßnahmen wirken vorbeugend gegen Mäuse?

Die beste Methode, um Mäuse auf Abstand zu halten, ist ihnen jegliche Zutrittsmöglichkeit ins Gebäude zu verweigern. Da die ungeliebten Nager hauptsächlich durch Öffnungen im Haus ins Innere gelangen, sollten folgende Dinge unbedingt repariert oder beachtet werden:

  • Vorhandene Spalten sowie Löcher in der Fassade unbedingt ausbessern.
  • Schäden an Kabelkanälen, Türen, Abwasserrohren sowie an Treppenschächten reparieren.
  • Fenster, vor allem die im Keller, sollten nicht unbeaufsichtigt offenstehen. Zusätzlich angebrachte Insektengitter aus Metall sorgen für einen extra Schutz.
  • Lebensmittel unbedingt in luftdichten Boxen lagern.
  • Anfallenden Müll regelmäßig entsorgen.
  • Kompost so weit entfernt wie möglich vom Haus lagern.
  • Ablaufgitter müssen ausreichend gesichert sein, damit über sie keine Mäuse ins Haus gelangen können.

Für weitere Blogbeiträge zum Thema Mäuse, klicken Sie hier.

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